Nördliches Dichterviertel (2015+)

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    • Nördliches Dichterviertel (2015+)



      Dieser Thread soll alle Informationen, Neuigkeiten und Bilder zum städtebaulichen (Groß-) Projekt im nördlichen Dichterviertel beherbergen. Ich werde versuchen, diesen Eröffnungspost immer, wenn frische Infos eintrudeln, zu aktualisieren.

      Anbei eine Reihe von Fotos aus dem nördlichen Dichterviertel im Jetztzustand - eine Ecke Ulms, in die man nicht unbedingt häufig hinkommt, wenn man denn nicht unbedingt muss. Um den Thread übersichtlich zu halten, sind die Bilder durch die Spoilerfunktion maskiert - bitte "Spoiler" anklicken, um sie zu sehen.

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      Übersicht
      Realisierungsphase: 2015-2018
      Fläche: 7,2 ha (gesamtes Dichterviertel: 24 ha)

      Homepage bei der SAN Ulm
      Gebietsumgriff bei der SAN (nördliches Dichterviertel = nördlich der Bleichstraße)
      Rahmenplan bei der SAN

      Wettbewerbsankündigung bei competition online
      Preisgerichtstagung: 8. März 2013

      Unterlagen aus dem Gemeinderat
      Erwähnungen in der Südwestpresse

      Frühes Baustellenschild (Post von Benny)

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      Neueste Entwicklungen
      n.n.

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      Edits
      12.11.2012: Spoilerfunktion von Thorsten aktiviert, Baustellenschild von Benny hinzugefügt

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    • Schillerstraße

      Ich habe auf meinem kleinen Spaziergang durch das Dichterviertel einen Haufen Fotos geschossen, den ich jetzt in die fünf Bereiche Schillerstraße, Kleiststraße, Mörikestraße sowie Kleine Blau und Glacis unterteilt habe. Eine sechste Bildstrecke zur Bleichstraße schiebe ich nach, wenn ich mal an einem Samstag oder Sonntag in die Stadt komme - will keinem meiner alten Lehrer über den Weg laufen... hehe ;).

      Den Anfang macht die Schillerstraße.

      Der dreistreifige Ausbau der Schillerstraße ist ein elementarer Bestandteil des Bauvorhabens. Momentan ist es ziemlich eklig, sich mit einem etwas größeren Wagen durch die zugeparkte und relativ stark befahrene Straße zu quälen. Das Parkhaus linkerhand und neue Parkgelegenheiten rechterhand werden Abhilfe schaffen, der Optionsstreifen in der Mitte wird z.b. Zufahrt und Ausfahrt des Parkhauses und das Abbiegen in größere Straße ermöglichen.

      Der Platz für die breitere Schillerstraße und das Parkhaus hier auf diesen Rangiergleisen realisiert - ich glaube, es sind die fünf oder sechs Gleise entlang der Schillerstraße, auf die die Bahn verzichtet. Das Parkhaus dürte in etwa bis zur Höhe der Kleinen Blau angelegt werden.


      Die Einfahrtssituation zur Schillerstraße sowie die Auffahrt am Blaubeurer Ring werden neu geregelt, u.a. mit einem Bypass, weswegen die Fußgänger- und Radfahrerunterführung an dieser Stelle neu gemacht werden muss. Der Umbau ist dringend notwendig - in der halben Stunde, in der ich durch die Gegend lief, habe ich es ständig hupen hören. Fast hätte ich zwei Unfälle geknipst...


      Der Gebäudebestand entlang der Schillerstraße ist sehr durchwachsen, überwiegend aber wirklich nicht erhaltenswert oder angemessen. Damit meine ich u.a. diesen Flachdachbau, der wie das nebenstehende Gebäude der Bahn gehört, das veraltete Firmengelände dieses Steinbetriebs sowie die faden dreistöckigen Kästen an der Ecke Bleichstraße. Das letzte Gebäude wiederum, das direkt an der Kleinen Blau liegt, ist absolut solide; der kleine Arkadengang über der Blau ist sogar ziemlich cool. Ich könnte mich damit anfreunden, wenn dieses Haus stehen bliebe. Das Firmengebäude von Bäko ist ein Härtefall: ist nicht allzu alt, auch sehr sauber und gepflegt alles in allem.

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    • Mörikestraße

      Die Mörikestraße wird dominiert vom großen grünen Monster, das alle Ulmbesucher am Blaubeurer Ring gleich wieder dazu animiert, die Ausfahrt Richtung Geislingen zu nehmen und wieder abzuhauen. Dort zu leben ist auch nicht eben prickelnd. Insofern werde ich das Teil sicher nicht vermissen...


      Wobei man differenzieren muss, denn der wesentlich ältere Gebäudetrakt am Ostende des Blocks ist zwar etwas vorkommen, wäre aber durchaus architektonisch erhaltenswert. Witzig schon der Fachwerksabschluss an der Ecke mit seinem Krönchen... :D

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    • Kleiststraße

      Die Kleiststraße erschließt die Mitte des Dichterviertels und schafft das Kunststück, gleichzeitig total leer und irre eng zu sein.


      Eine große Brache, die als Parkplatz zwischengenutzt wird, fällt sofort in den Blick. Ich weiß nicht mehr, was hier früher stand.


      Ein Einfamilienhaus, wie es auch in Unterweiler oder Mähringen stehen könnte, nur eben einen Steinwurf von Ulm Hbf entfernt. Sieht sehr gepflegt und teils frisch saniert aus - könnte ein echter Streitfall werden...


      Das Gebäude an der Ecke Schillerstraße/Kleiststraße, beherbergt eine private Berufsschule und das Büre der Architekten Aschoff (sehr schicker Eingangsbereich!). Könnte es sein, dass das Gebäude nach dem Krieg teils ausgebombt wurde und dann um zwei hässliche Etagen aufgestockt worden ist? Danach sieht mir das ein wenig aus. Vielleicht wollen sich ja Aschoff Architekten etwas Spannendes einfallen lassen...


      Eine alte Kfz-Werkstatt - aufgegeben? Sah nicht danach aus, als ob Betrieb herrschen würde, und es war immerhin Freitag morgen...


      Zuletzt noch das alte Fabrikgelände. Kurz dachte ich daran, dass das vielleicht als Off-Location interessant wäre, aber das ist baufällig bis hin zur Einsturzgefahr, schätze ich. Eventuell interessant für einen Investor, einen Teil des Gebäudebestandes zu sauteuren Wohnungen, Verzeihung, Lofts umzuwidmen, aber daran glaube ich nicht. Derzeit hat Kassecker dort einige Container für ausländische Bauarbeiter geparkt, wenn ich die Satellitenschüsseln richtig deute.

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    • Glacis-Grünzug

      Der Grünzug, der unter dem Namen Glacis laufen soll (gut, war ja auch ein Glacis), soll im Rahmen des Vorhabens aufgewertet werden. Einerseits soll der das Dichterviertel von der B10 abschirmen, anderseits natürlich noch etwas mehr Grün in die Gegend bringen.


      Sieht hier gar nicht mal so übel aus.


      Rückseite der Fabrik sowie Hof des ehemaligen Drive-In-Gebrauchwagenmarkts von Reisacher und das alte Gelände von Held&Ströhle (wenn ich mich nicht täusche).

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    • Mit der Kamera war ich ab und an früher auch unterwegs, aber in diesem Jahr klebe ich prüfungsbedingt viel am Schreibtisch und kann nicht viel mehr als klugscheißern :whistling:. Sollte aber in den nächsten Monaten etwas besser aussehen.

      Bin auch gespannt, ob bei den Wettbewerbsbeiträgen ein Hochhaus rauskommen könnte. Die Höhenvorgabe war, glaube ich, ziemlich konservativ, aber stellenweise 6 Stockwerke und für ein oder zwei Gebäude 8-10 Stockwerke (oder mehr?) sollten schon drin sein. Wenn am Bahnhof ein Hochhaus realisiert werden sollte, dann steigt auch hier die Wahrscheinlichkeit - denn dann würde das ja nicht negativ aus de Rahmen fallen können, schätze ich.

      Ein Bestandteil des Projekts, auf den ich mich sehr freue, ist das Zurückholen der Kleinen Blau in den Lebensraum der Ulmer. Denn da ist tolles Potential für einen schönen Naherholungsraum, der gerade nur in einem Kanal zwischen Fabrikgebäuden und Hinterhöfen an allen vorbeifließt.

      Hier trifft die Blau im Osten in das Dichterviertel. Im ersten Bild fließt sie unter der B10 durch (Wasserstand immer hart an der Kante der Unterführung... übrigens wurden da gerade Vermessungsarbeiten durchgeführt, als ich unterwegs war), im zweiten verschwindet sie im Nirwana des heutigen Dichterviertels und fließt (drittes Bild) ziemlich anonym u.a. am Held & Ströhle-Gelände vorbei. Hier würde dann der breite (5+ Meter) Uferstreifen mit Radfahrer- und Fußgängerweg angelegt werden, die Straße hier entfällt (glaube ich) ersatzlos.


      Hier verlässt die Kleine Blau derzeit das Dichterviertel und fließt in einem Kanal unter dem Bahngelände durch. Auf dem ersten Bild erkennt man schön den Niveauunterschied Blau-Schillerstraße, auf dem zweiten die Brücke, die im Vorbeifahren absolut unspürbar ist, und im dritten sieht man den Bereich, in dem die Kleine Blau umschwenken würde zu einem offenen Verlauf entlang der Schillerstraße zur Großen Blau. Interessant wird sicher, den Niveauunterschied irgendwie verarbeitet zu kriegen. Aber ich freue mich drauf.

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    • Hey Finn, danke für die klasse Doku über das nördliche Dichterviertel! :thumbup:

      Das Viertel ist wirklich sehr durchwachsen, hat aber auch einige erhaltenswerte Gebäude, wie Du schon sagtest. Gerade von den historischen Resten, aber auch einigen interessanten Nachkriegsbauten, würde ich gerne das Gros dauerhaft erhalten sehen, um dem Viertel auch in Zukunft ein Gesicht und eine Identität zu lassen. Wenn man dem verbliebenen Kleingewerbe faire Alternativen böte, würden hier große innerstädtische Flächen frei, die man definitiv sehr vielseitig entwickeln könnte. Abnehmer ließen sich wohl problemlos finden... bei der Lage.

      Übrigens war das alte Reisacher-Autohaus, dieser gelbe Fabrikbau, von dem Du als mögliche Off-Location schriebst, tatsächlich als Nachfolgelocation für die Kulturfahrschule im Gespräch. Wäre eine interessante Option, wie ich finde, und bis 2015 ist ja auch eine Perspektive. Die Einsturzgefährdung kann ich nicht einschätzen, aber marode sieht es schon aus und müsste wahrscheinlich erst mal saniert werden, was sich wohl kaum lohnt. ?(
      Ulm ist Provinz.
    • Mich würde es auch freuen, wenn sich einige erhaltenswerte Gebäude im neuen Dichterviertel wiederfinden würden. Denn auch wenn das Viertel derzeit relativ hässlich ist, es hat doch eine eigene Identität, Geschichte und Stimmung; ich habe auf dem Schubart mein Abi gemacht und hatte genug Zeit, das Feeling in mich aufzusaugen ;). Deswegen habe ich auch ein paar Gebäude aufgeführt, die ich gerne weiterhin sehen würde. Zumal komplett durchdesignte Stadtviertel oft etwas arg gruslig-künstliches an sich haben... brr :wacko:

      Klar kann ich nicht wissen, ob das Gebäude einsturzgefährdet ist, aber vor Ort sah es doch ganz schön erschreckend aus. Eine ganze Reihe von Fenstern ist kaputt, und zwar lange schon, weswegen es drinnen entsprechend aussehen würde. Als Location wäre das sicherlich saucool, eine große Freifläche wäre vorhanden, einen Parkplatz hätte man auch vor der Tür (wobei der gerade von einem obskuren Verein betrieben wird? Sah danach aus), aber da wären einige Investitionen in größerem Umfang fällig, fürchte ich.
    • Richtig, an den Post kann ich mich jetzt erinnern, hätte ich nicht vergessen sollen.

      Wobei das natürlich eine arg frühe Darstellung ist. Der Wettbewerb ist ja noch nicht einmal so richtig angelaufen, und einen Bahnhofsturm haben wir da auch schon... :D. Interessant ist aber der Zeitblomsteg, der wohl so oder so ähnlich kommen wird (schnurstracks gerade Linie...). Dazudenken muss man sich noch eine Langsamverkehrbrücke, die von der Goethestraße/Bleichstraße hinüber zur Kleiststraße geschlagen wird, ungefähr am Ende des Rechtsknicks der Blau.
    • Bei Sanierung des Dichterviertels entstehen Wohnblocks mit großen Höfen

      Das Berliner Landschafts- und Architekturbüro Böhm, Benfer, Zahiri (bbzl) hat den ersten Preis gewonnen und aus Sicht von Stadtplanungschef Volker Jescheck einen "sehr großstädtischen Entwurf" abgeliefert.


      Weitere Fakten aus dem Artikel.

      • In einem Zeitraum von 10 Jahren sind 500 Wohnungen geplant
      .
      • Eine Lärmschutzwand zur B10 hin sei aufgrund des Wohnungszuschnitt und Innenhöfen nicht notwendig.

      • Zu jenen sanierenden Gebäuden gehören Industrieanlagen wie das Reifenwerk.

      • Es sind noch nicht alle Grundstücke von der Stadt aufgekauft.

      • Die Stadt hat ein Vorkaufsrecht auf alle Sanierungsgebiete.

      • Es ist ­geplant eine Vielzahl von Bauformen zu realisieren und Investoren zu gewinnen.

      • Der Baustart soll in 3 Jahren nach Umsetzung des Bebauungsplans und einer Bürgerbeteiligung erfolgen.


      Artikel

      Südwest Presse
      Obwohl die Probleme der Welt immer komplexer werden, bleiben die Lösungen beschämend einfach.
      Bill Mollision
    • Bei competition online gibt es jetzt ein paar Visualisierungen in Mini-Auflösung zu sehen.

      Recht gefällig finde ich die klaren Kanten, die relativ diversen Gebäudegrößten und dass man nicht die maximale Fläche ausnutzt; was die Innenhöfe angeht: Stichwort Grüne Höfe ;). Die Wegeverbindung mit der Radbrücke ins Theaterviertel und die platzartige Gestaltung in der Quartiersmitte sind auch bemerkenswert. Die Architekturvorschläge hingegen sind ziemlich beliebig.

      Interessant wird sein, wieviel dieser Pläne am Südufer der Blau umgesetzt werden können, wo die Besitzverhältnisse ja etwas komplexer sein dürften und einige Gebäude nun mal schlicht nicht abbruchreif sind. Wohl eher Platzhalter, trotzdem nett: auf diesem Plan sind Theaterviertel, Citybahnhof, Dienstleistungszentrum Süd, Schillerrampe etc schon durchgeplant. Höchstvermutlich wirklich nur Platzhalter, aber in diesen Dimensionen darf man sich die Bebauung eventuell schon vorstellen ;).
    • 17.06. bis 05.07.2013 im Rathaus

      Ausstellung der Wettbewerbsergebnisse "Dichterviertel Nord"

      Die Arbeiten der Preisträger sind von Montag, den 17.06.2013 bis zum Freitag, den 05.07.2013 (montags bis donnerstags von 8 bis 18 Uhr sowie freitags von 8 bis 13 Uhr) im Foyer des Rathauses Ulm (Marktplatz 1) zu sehen.


      Artikel

      Stadt Ulm
      Obwohl die Probleme der Welt immer komplexer werden, bleiben die Lösungen beschämend einfach.
      Bill Mollision