Angepinnt Stadtgespräche Ulm

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    • Unbedingt, da bin ich voll bei dir. Die Nahverkehrsbedienung hat da absolut nicht Schritt gehalten mit der massiven Aufsiedlung v.a. mit Gewerbe in der Einsteinstraße. Aber im Plan ist... nix ||

      P.S: panpikus, mittelfristig steht übrigens eine Komplettsanierung der Einsteinstraße an, falls du das noch nicht mitbekommen hast. Heißt, dass während der Bauzeit sicher viele Parkplätze entlang der Straße entfallen...
    • Finn schrieb:

      mittelfristig steht übrigens eine Komplettsanierung der Einsteinstraße an, falls du das noch nicht mitbekommen hast. Heißt, dass während der Bauzeit sicher viele Parkplätze entlang der Straße entfallen...
      Nicht nur die Einsteinstraße ist eigentlich am Ende, auch die Westtangente zwischen Donautal und Blautal hat eine Komplettsanierung nötig. Immerhin hat die auch schon über 30 Jahre auf dem Buckel, die Fahrerei dort kann man insbesondere im Abschnitt Donautal-Kuhberg mit einem Ping-Pong-Spiel vergleichen...
      Aber da wird vor der Fertigstellung der Linie 2 nichts passieren denke ich. Ansonsten hat man gleich das nächste Chaos am Hacken.
    • Finn schrieb:

      Zum Thema: Immerhin nachrichtlich etwas zur Verlängerung der Linie 1 . Die violetten und roten Linienführungen sind beide untersuchenswert, die Straßenquerschnitte sollten das allemal hergeben. Hätten beide was für sich. Die blaue Linie mag ich nicht. Ich kann verstehen, dass man den dicht zu bebauenden Arealen Gummi Welz und Magirus Brandschutz eine gute Anbindung spendieren will, ebenso dem Stadtregal und dem Blautalcenter, aber effektiv wäre das eine unintuitive Verästelung der Linie 1. Wenn überhaupt, dann kann ich mir die Streckenführung für eine Erschließung des westlichen Eselsbergs via Bahnhof Söflingen und Weinbergweg vorstellen.
      Ich denke, die Trassenführung über die Harthauser Straße zur Kohlplatte dürfte am Naheliegendsten sein. Kürzeste Strecke, keine Kunstbauten und schnellste Erreichbarkeit des Endpunktes.
      Die Führung über Gleißelstetten beinhaltet eine neue Brücke (oder Unterführung) über die Westtangente und mit Sicherheit Konflikte mit den Anwohnern. Die Trasse ist wesentlich länger als die über die Harthauser Straße, hätte aber den Vorteil daß mehr Fahrgäste in nächster Nähe der Fahrstrecke wohnen.
      Für die Einsteinstraße halte ich eine Taktverdichtung einer dort entlangführenden Buslinie für am Praktikabelsten. Mit dem oben angeführten Verkehrsplan dürfte das allerdings ein Wunschtraum bleiben denn die Linie 1 fährt ja auch "nur" 400 - 600m paralell zur Einsteinstraße.
    • Ich hatte die Harthauser Straße ja selber vorgeschlagen gehabt, aus den von dir genannten Gründen. Sie wäre kurz und verhältnismäßig flach und damit relativ günstig herzustellen. Die Führung über Gleißelstetten dürfte natürlich deutlich mehr Nutzer ansprechen, aber die Kosten wären wahrscheinlich ungleich höher. Fände ich aber gut, wenn die Diskussion dann in 6-8 Jahren offen geführt wird.

      Den Knackpunkt bei der Einsteinstraße sehe ich auch darin, dass die Linie 1 vielleicht "zu nah" wäre. Aus Planersicht dürfte das wahrscheinlich auch stimmen, aber aus Nutzersicht spätestens beim Stadtregal und seiner Nachbarschaft nicht mehr.
    • sollten die Parkmöglichkeiten entlang der Einsteinstraße auch nur abschnittsweise ohne Ersatz wegfallen wird das ein Super-GAU sein.
      Btw, was mich dort extrem stört sind diese dämlichen Werbeanhänger dieser Sch***-Umzugsfirmen. die Parkmöglichkeiten sind jetzt schon knapp genug. Einer dieser Umzugstypen 'parkt' seinen Anhänger manchmal sogar direkt hinter HoGaKa in der Magirus-Deutz-Str...unverschämt ohne Ende!
    • panpikus schrieb:

      das wäre eine super Sache, aber scheinbar will das BC nichts vermieten. meine Firma hat sogar beim BC angefragt um dies als mitarbeiterplätze anzumieten
      Find ich sehr interessant, unsere Firma war in der Lage 30 Stellplätze zu mieten (Beginn war vor ca 1-2 Jahren).
      Ob das Angebot aber noch gültig ist, ist mir nicht bekannt da es für mich relativ unattraktiv ist.

      Gruß
    • Neuerungen im Nahverkehr: Bei Ulmer Buslinien ändert sich einiges [SWP]
      Es war ein jahrelanger Prozess, den neuen Nahverkehrsplan zu erstellen. Etliche Fachleute waren damit befasst, Stadt- und Ortschaftsräte und auch die Bürger. Sie zeigten sogar nach Darstellung der Stadtverwaltung außerordentlich großes Interesse: Mehr als 1100 Beiträge von Bürgern gingen ein. Nun liegt der Entwurf des Nahverkehrsplans vor. Er schreibt als Rahmenplan unter anderem den Verlauf der Linien und die Taktzeiten fest und bildet die Grundlage für die Vergabe.
      Kein kritisches Wort zu den konzeptionellen Mängeln der Bürgerbeteiligung.
    • Am 10. Mai diskutiert der Gemeinderat die Umsetzung der Beschlüsse aus der Wohnungsdebatte 2016.

      Die Verwaltung schlägt den Beschluss folgender Punkte vor:
      • Beibehalt des Ziels von 3.500 neuen WE zwischen 2017 und 2021 (= 700 WE p.a.)
      • Erhöhung des Anteils preisgünstiger Wohnungen in Neubauten von 20% auf 30%, weiterhin auch für private Vorhaben
      • Aufhebung der Verpflichtung, alle neuen WE nach den mittlerweile weiter verschärften Vorschriften der LBO zur Barrierefreiheit umsetzen zu müssen
      • 15% der WE (statt 33%) sollen 4+ Zimmer haben, vorrangig im geförderten Bereich
      • Soziale, funktionale und inhaltliche Qualitäten von Konzepten bei der Vergabe mehr beachten
      Es wird zudem berichtet, dass Planungen zu den 2016 beschlossenen Entwicklungsschwerpunkten Alter Eselsberg, Wiblingen-Süd und Böfingen-Steige derzeit erstellt werden. Mal schauen, wann wir konkretere Informationen kriegen.

      Außerdem schlägt die Verwaltung vor, ein besonderes Programm zur Wohnungsvermittlung und -herrichtung für Interessenten mit besonderen Einschränkungen oder Problemen aufzulegen, "Drehscheibe Wohnraum". Hierbei wird vor allem an Menschen mit körperlichen/geistigen/seelischen Behinderungen, Familien in prekären Lebenssituationen, Junge Erwachsene, Strafentlassene, Ältere und Flüchtlinge gedacht.

      Der Bericht ist übrigens sehr lesenswert. Er enthält neben Erläuterungen der Beschlussvorschläge auch aktuelle Daten und Zahlen zur Situation auf dem Wohnungsmarkt in Ulm, wie etwa die folgende:

      (Quelle: Stadt Ulm)

      Toll für Entwickler und Wiederverkäufer, für alle anderen bedrückend. Und die NBS kommt näher...

      Gleichzeitig muss aber konstatiert werden, dass die Lage noch schlimmer sein könnte. Das dürfte die vielen Suchenden nicht trösten, aber so liegen halt die Fakten:

      (Quelle: Stadt Ulm)

      Wobei auch das relativ zu sehen ist, mit 7,23 € Durchschnittsmiete kalt liegt man auch nur 0,46 € bzw. 0,66 € hinter Heidelberg und Freiburg. Die Rolle der UWS und der genossenschaftlichen Wohnungsbaugesellschaften macht sich da positiv bemerkbar. Der Auftrag ist indes klar: Abstand zur Spitzengruppe wahren.

      Zum Abschluss meines Exzerpts die aktualisierte Bevölkerungsprognose, Stand Herbst 2016:

      (Quelle: Stadt Ulm)

      Szenario 1, deren Prognose wir derzeit sogar noch knapp übertreffen, sieht uns in zwölf Jahren bei 139.000 Einwohner. Letztes Jahr, mit Stand Herbst 2014, wurden für dasselbe Jahr 2029 im Maximalszenario etwa 132.000 prognostiziert. Uff.
    • Traditionsfirma Mayser zieht von Ulm nach Senden [SWP]
      Die Firma Mayser, eines der ältesten Unternehmen in Ulm, verlässt die Stadt. Mayser verhandelt mit Senden über den Bau eines neuen Werks. In der Oststadt seien die Flächen für den expandierenden Betrieb zu klein, sagte Geschäftsführer Thomas Zawalski. [...] Das Rathaus habe Mayser keine Alternative zur Umsiedlung anbieten können.
      Daraus:
      Überraschenderweise will die Firma, die sich im Besitz der Münchner Familie Zechbauer befindet, das Areal an der Örlinger Straße nicht für Wohnbau verkaufen, sondern vermieten – auch an kleinere Firmen. So könnte eine Art Gewerbepark entstehen.
      Schade für den Ulmer Stadthaushalt, dass die Gewerbesteuereinnahmen flöten gehen. An Mayser wird man wohl u.a. gedacht haben, als der Finanzbürgermeister vor kurzem vom dringenden Handlungsbedarf bei den Gewerbeflächen sprach.

      Reinhold hatte 2014 gefordert, aus dem Standort was zu machen. Nun wird es wohl keine Wohnnutzung, sondern ein Gewerbepark, aber auch da hat man ja Bedarf. Flächen in alten Industriebauten erfreuen sich ja einer gewissen Beliebtheit.
    • Ulm will 3500 neue Wohnungen in 5 Jahren [SWP]
      Wohnraum zu schaffen ist eine der größten Aufgaben der Stadt in den nächsten Jahren. „Ulm ist attraktiv, viele wollen hier leben“, sagte Baubürgermeister Tim von Winning im Gemeinderat. In der Stadt herrsche keine Wohnungsnot, die Mieten seien noch vergleichsweise moderat. Dennoch müssten Weichen gestellt werden, damit das so bleibt. Das hat der Gemeinderat in seiner Wohnungsdebatte getan und Richtlinien für Bauen, Mieten und Wohnen in den nächsten Jahren festgelegt.
      Der hier vorgestellten Vorlage ist zugestimmt worden.
    • Finn schrieb:

      Schade für den Ulmer Stadthaushalt, dass die Gewerbesteuereinnahmen flöten gehen. An Mayser wird man wohl u.a. gedacht haben, als der Finanzbürgermeister vor kurzem vom dringenden Handlungsbedarf bei den Gewerbeflächen sprach.

      Reinhold hatte 2014 gefordert, aus dem Standort was zu machen. Nun wird es wohl keine Wohnnutzung, sondern ein Gewerbepark, aber auch da hat man ja Bedarf. Flächen in alten Industriebauten erfreuen sich ja einer gewissen Beliebtheit.
      Eine Nutzung als Kleingewerbepark ist natürlich ok, obwohl ich mir da Wohnbebauung gewünscht hätte. Wir suchen ja selber was innenstadtnahes mit Straßenbahnanbindung...
      :D
      Ich frage mich allerdings ob das gezeigte Gebäude von Mayser nicht unter Denkmalschutz steht? Für ein Gewerbegebäude sieht es ja trotz allem recht attraktiv aus.
    • Stadtentwicklung: Ulms Grenzen des Wachstums [SWP]
      CDU-Stadtrat Thomas Kienle ahnt, in welche Richtung sich Ulm entwickeln könnte: „Wenn wir nicht ausreichend Platz zur Verfügung stellen, werden wir in die Höhe wachsen.“ Mit Blick auf den Bedarf an Wohn- und Gewerbeflächen warnte Kienle im Bauausschuss von einer „dramatischen Lage“. So weit wollte Baubürgermeister Tim von Winning jedoch nicht gehen. „Wir haben zum Wohnen genügend Platz – das ist die gute Nachricht.“
      Die Erweiterung des Lettenwalds wird hier angesprochen, ist aber nicht in der Beschlussvorlage. Vielleicht liegt da ein Missverständnis vor.

      Die Behandlung im Fachausschuss fand am 30. Mai statt, aber die Unterlagen zum Bericht wurden so spät aufgeschaltet, dass ich sie komplett vergessen habe :rolleyes: . Hier sind die Dokumente einsehbar, die ein oder andere Neuigkeit lässt sich vielleicht entdecken; ich bin mir nicht überall sicher, ob ich davon schon gehört habe, wie etwa beim geplanten Wohngebiet in Alt-Wiblingen. Lesenswert ist er samt Anlagen allemal, schöne Zusammenfassung der potentiellen mittel- und langfristigen Entwicklungsflächen, die man ansonsten hier auch im Detail anschauen kann, minus laufende Änderungen und so.

      Das Fazit lautet, dass der bestehende FNP für Ulm aktuell noch taugt, während andere Kommunen im angehängten Nachbarschaftsverband sich wohl kurz- bis mittelfristig neu aufstellen sollten. Wenn Ulm allerdings so wächst wie im oberen Szenario angenommen (siehe Bericht sowie hier), werden die im FNP vorgehaltenen Flächenreserven noch vor 2030 restlos erschöpft sein.
    • Tatsächlich? Bei mir funktioniert es... vielleicht musst du mal bei deinem Browser den Cache leeren oder so einen ähnlichen Spaß.

      Ich hab den Bericht diesem Post angehängt und nehme an, dass das kein rechtliches Problem darstellen sollte -- dient ja der Bürgerinformation. Ich will's mir nur nicht angewöhnen, sonst mach ich mir noch mehr Arbeit :D . Am Wochenende nehme ich ihn wieder runter.

      Gehen die Karten auch nicht? Falls nein, lasse ich sie dir zukommen; sind leider zu groß für Anhänge hier im Forum.

      Edit: Und wieder offline...