Angepinnt Regio-S-Bahn Donau/Iller

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    • Im Artikel werden ja inzwischen Kosten von 44,5 Mio € für die Brenzbahn genannt, ursprünglich ist man von 24 Mio € ausgegangen.
      Wenn ich annehme, dass 90 km elektrifiziert werden (72,5 km Streckenlänge + 13,6 km 2.Gleis zwischen Unterelchingen-Rammingen und Sontheim-Brenz - Bergenweiler, sowie den Rest für die zweiten Bahnhofsgleise) und die Kostenkennwerte der DB für Oberleitungsneubauten ansetze bekomme ich gute 20 Mio € für die Strecke. Zufällig ist dabei das Ergebnis nahezu identisch zur Kostensteigerung, überschlagen sind die ursprünglichen 24 Mio € für 3 Bahnsteige und 13,6 km Streckenausbau ohne Oberleitung auch durchaus realistisch.
      Meine vage Theorie ist somit, dass sowohl die Kostensteigerungen als auch Verzögerungen unter anderem damit zusammenhängen, dass die Strecke gleich mit elektrifiziert werden soll. Sollte wirklich gleich die Elektrifizierung mitgebaut werden wäre dies ein sehr positives Signal.

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    • Oh, an die Möglichkeit hatte ich gar nicht gedacht. Hervorragende Denk- und Rechercheleistung! Das würde dann aber tatsächlich eine sehr lange Perspektive haben müssen: Die Bedienung der Brenzbahn als nicht-elektrisierte Dieselstrecke ist ja vor kurzem erst auf 13,5 Jahre an die HzL vergeben worden, und die wird wohl auch laut PM neue Dieseltriebwagen anschaffen. Das muss angesichts der langen Planungs- und Finanzierungsvorlaufzeiten aber kein Ausschlussgrund sein...

      Für die Strecke selber wäre das natürlich ausgesprochen positiv. Das könnte auch eine Perspektive auf eine neue Fernverkehrsrelation Nürnberg-Ulm via Aalen und dann zum Bodensee oder ins Allgäu eröffnen, was für Ulm sehr attraktiv wäre. Kann ich mir im Rahmen des Konzepts IC-neu gut vorstellen.
    • Im letzten Jahr wurde im Zielkonzept für die Regio-S-Bahn formuliert, dass der Haltepunkt Ulm-Ost verlegt werden und sowohl die Brenzbahn wie auch die Filstalbahn bedienen könnte. Das fasziniert mich weiterhin einigermaßen, denn der Höhenunterschied zwischen den beiden Bahnstrecken wird sehr schnell sehr groß. Nachdem ich zufällig durch den Veitsbrunnenweg durchgekommen bin, habe ich mir die Gegend noch einmal angeschaut.



      Der für mich naheliegendste Ort, wo ich mir einen solchen Halt vorstellen kann, an diesem ein bisschen kuriosen Übergang zwischen Schwabstraße/Schillerhöhe und Syrlinstraße. Mittig und unten die Brenzbahn, rechts daneben und deutlich höher gelegen die zweispurige Filstalbahn. Noch weiter rechts oben die Schwabstraße, wo der 7er von der Frauenstraße zur Eythstraße und weiter zur Frauenklinik hochklettert.



      Der Vorteil ist, dass man die etablierte Verbindung zwischen Michelsberg und Neustadt mitnutzen kann. Unten gäbe es auch reichlich Platz, vielleicht mit einer leichten Verschwenkung der Gleise, einen Haltepunkt einzurichten. Oben würde es schon deutlich enger (oder fast unmöglich), da hier Weichen liegen für die zwei Gleise, die direkt zur Donautalbahn hinüberführen. Als vorteilhaft sehe ich die Verknüpfung mit dem 7er und die große Nähe zum zukünftigen Neubaugebiet auf der Abstellgruppe Ost. Aber die Kosten dürften enorm sein: Anlage von drei Bahnsteigen, mindestens drei Aufzüge,...



      Einen alternativen Standort könnte ich mir noch hier vorstellen, am Ende der Frauenstraße. Da ist die Platzsituation bei der Filstalbahn deutlich großzügiger, und die Distanz zwischen den Bahnsteigen wäre noch akzeptabel, um das als einen Haltepunkt zu verkaufen. Der Bau dürfte zudem geringfügig weniger kosten, auch wenn die großen Posten für die barrierefreie Erschließung in etwa gleich bleiben sollten. Man könnte das hier sogar, ohne allzu rot zu werden, als Haltepunkt für die Frauenklinik und die Hochschule verkaufen...

      Ich halte das Vorhaben, so es denn überhaupt eines ist, aber weiterhin für ein wenig wahrscheinliches Kuriosum. Vermutlich rangiert es unter den Projekten im Zusammenhang mit der Regio-S-Bahn auch relativ weit unten auf der Prioritätenlisten. Andere Haltepunkte mit mehr Nutzen und geringeren Kosten dürften Vorrang haben. Trotzdem ganz nett, sich das auf der Karte und vor Ort mal durchzudenken.
    • Vielleicht am besten hier...

      Die Deutsche Bahn AG verkauft den Bahnhof Söflingen. Als Preis werden 200.000 Euro aufgerufen. Die Anzeige lässt sich u.a. hier einsehen. 8 Zimmer, 270 qm Nutzfläche, 2.550 qm Grundstück. Das Ding ist von 1909, denkmalgeschützt und, keine Überraschung, renovierungsbedürftig. Die Wohnung im OG ist vermietet, Nebengebäude und DG werden als Lager genutzt, im EG hat sich die DB Netz AG für schlanke rund 550 Euro im Monat eingemietet.

      Interessanterweise steht da nichts explizit von einer dinglichen Dienstbarkeit für den Eisenbahnverkehr, das Gebäude ist damit wohl betrieblich vollständig vom Haltepunkt entkoppelt, wenn ich das nicht falsch verstehe oder wenn die Bahn das nicht noch in den angedeuteten weiteren Bedingungen formuliert.

      Ich denke, dass die Stadt da ein Angebot einreichen sollte...
    • Noch ein Artikel dazu:

      NUZ schrieb:

      Für die Illertalbahn gibt es noch keinen Zeitplan. Dass es bis zur Elektrifizierung noch sehr lange dauern könnte, legt allerdings eine Mitteilung der Bayerischen Eisenbahngesellschaft vom Herbst vorigen Jahres nahe.
      [...]
      Von Elektrozügen war in der Ausschreibung allerdings keine Rede.
      [...]
      Der Vertrag mit der DB Regio beginnt im Dezember 2020 und läuft bis Dezember 2032.


      Und hier noch einer:

      SWP schrieb:

      Nur: Was genau heißt „möglichst rasch“? So genau weiß das im bayerischen Verkehrsministerium niemand.
    • Bin zwar nur a bisserl ortskundig, aber wenn ich das richtig interpretiere, dann kommt die Elektrifizierung der Strecken um Ulm, erst ab 2030. Das ist für den geplanten S-Bahn Ausbau, sehr schade. Einen Teil der Strecken mit S-Bahn Zügen mit Strom und den anderen Teil mit Dieselzügen zu betreiben, ist wirtschaftlich gesehen nicht sinnvoll.

      swp.de/suedwesten/landespoliti…trom-fahren-25136180.html

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von mucerl ()

    • Ich denke auch, dass eine Verknüpfung der beiden Äste sich wohl anbietet, auch wenn die Züge dann im Hbf wenden müssen.

      Allerdings habe ich mich da eh schon auf eine lange Wartezeit eingestellt. Mir würde es schon reichen, mal irgendeine handfeste Nachricht zu hören, und wenn es nur ein neuer Haltepunkt irgendwo ist. Natürlich sind da dicke Bretter zu bohren, aber irgendwo wäre es ganz nett, mal wieder einen Fortschritt registrieren zu können.

      Wobei, den Umbau des Blaubeurer Bahnhofs will ich nicht verschweigen. Das ist schon etwas.

      Richtig klasse fände ich immer noch eine Stichstrecke Erbach-Ehingen. Kann man zwar mit 99,9%-iger Wahrscheinlichkeit ausschließen, aber der Gedanke drängt sich einfach auf, wenn man auf die Karte schaut...
    • Den Traum eines Durchstichs im Zuge der Donautalbahn habe ich schon aufgegeben, obwohl der Nutzen in Relation zu den mal genannten Kosten absolut im Rahmen wäre. Zudem wäre eine Ringlinie Blautal-/Donautal möglich.

      Ich finde auch, dass sich in den letzten Jahren, ausser Gründung eines Büros für den "S-Bahn-Regio Dingsbums" wenig getan hat. Eine wirklich gemeinsame Strategie mit den betroffenen Gemeinden, an denen auch Kosten bleiben werden, vermisse ich. Viel Untersuchungen und Lippenbekennrnisse wenig belastbare Umsetzungen oder konkrete Pläne. Mir fehlt der regionale Druck auf die politischen Entscheidungsträger. Ich kann mich noch an die Ringlinie im Schwarzwald-Baar-Kreises erinnern, da haben die Gemeinden und Kreise konkrete Investitionen getätigt oder zugesichert und den Druck auf Stuttgart erhöht. Letztlich hat es entgegen den Vorbehalten auch geklappt.

      Man denke nur an den Albbahnhof in Merklingen. Vor vier Jahren noch eher ein Luftschloß und jetzt?