Angepinnt Stadtgespräche Neu-Ulm

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    • Das Bahnhofsgebäude mochte ich sehr. Ich fand immer interessant, wie transparent es für sein Baujahr (1957) wirkte und wie gut es proportioniert war. War auch ein schöner kleiner Veranstaltungsort für Konzerte und dergleichen.

      Auch wenn es fraglich ist, ob die neu gewonnen Flächen wirklich so gut bebaut worden sind -- für die Stadt Neu-Ulm war es ein Segen, den Rangierbahnhof und die riesigen Gleisflächen aus der Innenstadt zu kriegen.
    • Kreiskliniken: Das Defizit ist niederschmetternd [NUZ]
      Der Wirtschaftsplan für die Krankenhäuser verspricht im kommenden Jahr ein Minus von rund neun Millionen Euro.
      Möchte ich hier hinterlegen, weil es zum größeren Themenkomplex des Nuxit passt. Das chronische Defizit dürfte einer der wesentlichen Antriebe hinter einer Scheidung zwischen der Stadt und dem Landkreis sein, mit allen Implikationen für die städtebauliche Entwicklung in Neu-Ulm und im Landkreis.

      Im März forderten Bürgermeister im südlichen Landkreis, dass die jetzigen Klinikstandorte Weißenhorn und Illertissen aufgegeben werden zugunsten eines neuen Regionalklinikums am Südende Illertissens. Weißenhorn hat seinerseits Erweiterungsflächen bei der bestehenden Stiftungsklinik und Flächen für einen kompletten Neubau in verkehrsgünstiger Lage angeboten, siehe hier und hier.

      Zwar wird nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Aber das horrende Defizit und der Abwanderungswille Neu-Ulms bringen massiv Druck in diese Situation, und die Bürgermeister im Landkreis sind anscheinend offen für Lösungen im großen Maßstab. Ich bin da zwar nicht so oft unterwegs, aber IIRC sind die beiden Klinikstandorte in Illertissen und Weißenhorn baulich so schlecht nicht und haben vor gar nicht langer Zeit auch teilweise Erweiterungsbauten erhalten.

      Die öffentlich signalisierte Bereitschaft, die Bestandsgebäude aufzugeben, zeugt davon, wie ernst die Lage ist. Jedenfalls erwarte ich schon relativ bald einen relativ großen Knall von rechts der Donau, so oder so.
    • Vor ca. einem Jahr, im Dezember 2016 wurde davon berichtet, dass Neu-Ulm an einem europäischen Ideenwettbewerb - Europan 14 - teilnimmt um den Bezirk "Vorfeld" neu zu gestalten. Die SWP berichtete:

      Vorfeld in Neu-Ulm: Wettbewerb zur Umgestaltung des Viertels

      Nun, ein Jahr später, am 1.Dezember 2017 wurden die Sieger gekürt. Leider wurde davon nirgendwo berichtet. Auch auch hier im Vorfeld wurde nichts kommuniziert.

      Hier nun die Ergebnisse von des Ideenwettbewerb Europan 14 - Neu-Ulm. Ich persönlich finde das "Produktive Herz" mit Abstand die beste Gestaltungsidee. Die Frage ist, wie es nun weitergeht? Wird dies nun auch so umgesetzt? Und warum wird davon nirgends berichtet?

      Europan 14 - Vorfeld Neu-Ulm --- DIE ERGEBNISSE!!

    • Ich hoffe der Artikel passt hier rein.

      Im Stadtrat(d) wurde ein Maßnahmenkatalog zur stärkung des Radverkehrs beschlossen.

      swp.de/ulm/lokales/ulm_neu_ulm…adlerstadt_-24368606.html

      Ich bin gespannt, im Moment haben es ja alle Verkehrsteilnehmer schwer in Ulm und Neu-Ulm zurande zu kommen.

      Muss man halt noch nen Radschnellweg an die B30 - Querspange dranbasteln :D
      Viele Grüße

      RT



      Der Bauende soll nicht herumtasten und versuchen. Was stehenbleiben soll, muss recht stehen und wo nicht für die Ewigkeit doch für geraume Zeit genügen. Man mag doch immer Fehler begehen, bauen darf man keine.

      J-W Goethe
    • Neu-Ulm hat eigentlich riesiges Potential mit seiner flachen Topographie, seinen breiten Ausfallstraßen, der boomenden Hochschule und dem relativ jungen durchschnittlichen Einwohneralter. Wäre gut, wenn man dem Bevölkerungswachstum mit einem Ausbau des Umweltverbandes (ÖPNV, Rad, Fuß) begegnet.

      Irgendwie habe ich da aber kein großes Vertrauen in eine Verwaltung, die ein privates und geschlossenes Einkaufscenter mitten in die Grüne Brücke bauen ließ :D . Wichtigste Radverbindung in Neu-Ulm von Nord und Süd, frisch 2008 eröffnet, einfach so gekappt. Die Blamage ringt mich immer noch hart zum Lachen :D . Nein, groß Hoffnungen sollte man nicht in die Neu-Ulmer setzen.
    • Ich habe recht viel Kontakt ins Ruhrgebiet/Rheinland, besonders beeindruckend ist da für mich der Ruhrschnellweg , ein Kollege fährt zu jedem Dienst mit dem Rad rund 50km ohne Probleme !
      Sowas könnte ich mir bis hinein in die Neu-Ulmer/Ulmer Innenstadt auch vorstellen. Nicht über vergleichbare Strecken aber den Nahbereich könnte man über die ebenen Bereiche einige Gemeinden im Umkreis erschließen.

      Und in Zeiten von Pedelecs und E-Bikes wäre auch eine gewisse Steigung unproblematisch !
      Viele Grüße

      RT



      Der Bauende soll nicht herumtasten und versuchen. Was stehenbleiben soll, muss recht stehen und wo nicht für die Ewigkeit doch für geraume Zeit genügen. Man mag doch immer Fehler begehen, bauen darf man keine.

      J-W Goethe
    • MidiHasta schrieb:

      Vor ca. einem Jahr, im Dezember 2016 wurde davon berichtet, dass Neu-Ulm an einem europäischen Ideenwettbewerb - Europan 14 - teilnimmt um den Bezirk "Vorfeld" neu zu gestalten. Die SWP berichtete:

      Vorfeld in Neu-Ulm: Wettbewerb zur Umgestaltung des Viertels

      Nun, ein Jahr später, am 1.Dezember 2017 wurden die Sieger gekürt. Leider wurde davon nirgendwo berichtet. Auch auch hier im Vorfeld wurde nichts kommuniziert.

      Hier nun die Ergebnisse von des Ideenwettbewerb Europan 14 - Neu-Ulm. Ich persönlich finde das "Produktive Herz" mit Abstand die beste Gestaltungsidee. Die Frage ist, wie es nun weitergeht? Wird dies nun auch so umgesetzt? Und warum wird davon nirgends berichtet?
      Vielen Dank übrigens für den Fund! Ich hatte das, ehrlich gesagt, auch schon komplett aus den Augen verloren. Dabei hatte ich mich auf die Anregungen aus dem europäischen Raum gefreut; manchmal schmort man echt zu sehr im eigenen Saft, was solche Quartiersentwürfe angeht.

      The Productive Heart of New Ulm finde ich auch einen sehr spannenden Entwurf. Der hat am konsequentesten die Anbindung an die Quartiere im Norden und Süden durchgedacht und einen wirklich ungewöhnlichen und unverwechselbaren Vorschlag für die Bebauung des zentralen Bereichs vorgelegt. Dagegen sind die anderen Ideen geradezu nüchtern.
    • Rauchtaucher schrieb:

      Ich habe recht viel Kontakt ins Ruhrgebiet/Rheinland, besonders beeindruckend ist da für mich der Ruhrschnellweg , ein Kollege fährt zu jedem Dienst mit dem Rad rund 50km ohne Probleme !
      Sowas könnte ich mir bis hinein in die Neu-Ulmer/Ulmer Innenstadt auch vorstellen. Nicht über vergleichbare Strecken aber den Nahbereich könnte man über die ebenen Bereiche einige Gemeinden im Umkreis erschließen.

      Und in Zeiten von Pedelecs und E-Bikes wäre auch eine gewisse Steigung unproblematisch !
      Von Fahrradhändlern weiß ich, dass sich Pedelecs und E-Bikes verkaufen wie warme Semmeln und in absehbarer Zeit auf mehr Ladenfläche präsentiert werden als konventionelle Räder.

      Irgendwann ist so eine ernsthafte Investition in die Verkehrsinfrastruktur einfach fällig, weil man vom eigenen Wachstum überrollt wird. Die wäre im Vergleich zu den Herstellungskosten für Straßeninfrastruktur für MIV und Lastverkehr aber immer noch günstig.