Gemeinde Dornstadt: verschiedene Vorhaben

    • Modell-Quartier in Dornstadt eröffnet [SWP]
      In Dornsadt [sic] ist das Familien- und Generationenzentrum eröffnet worden. Ein Wohnquartier mit Modellcharakter für den Alb-Donau-Kreis.
      Ich werde versuchen, demnächst ein paar Fotos nachzuholen. In jedem Fall ein schöner Beitrag zur Innenentwicklung Dornstadts. Hoffe sehr, dass die Piazza und das Cafe gut angenommen werden.

      Dornstadt hat(te) ein paar städtebaulich suboptimale Voraussetzungen, ist andererseits aber auch nur eine oder zwei aufzulösende Hofstellen (v.a. Lange Straße gegenüber der VR-Bank) davon entfernt, seinen Innenbereich vernünftig konsolidiert zu kriegen. Im Viereck zwischen Bühl-Schulzentrum, diesem neuen Quartier, der St.Ulrich-Kirche und der Haltestelle Ortsmitte hat man bereits einiges an Läden, Einrichtungen und Infrastruktur.
    • Das ist nicht richtig! Es war von Anfang an geplant,nur die Hälfte der Wohnungen zu verkaufen und die weiteren zu vermieten. Das gesamte Areal ist ein Mehrgenerationenwohnprojekt mit einer Mischung aus Einfamilienhäusern, Wohnungen im Geschossbau und einem Kinderhaus. Kern und Inhalt des Projektes ist das Quartiersmanagement, das einen Wohn-Mix aus jungen Familien, Paaren in der Lebensmitte und älteren Menschen anstrebt. Um flexibel und steuernd wirken zu können, ist eine teilweise Vermietung zwingend notwendig.
    • Hat leider etwas gedauert, aber heute bin ich mit einer Kamera durch Dornstadt durchgekommen. Leider reichte die Zeit nur für das Generationenzentrum



      Blick von der Langen Straße. Links der Treppe das Kinderhaus, rechts die Wohngebäude. Im vorderen ist das Café untergebracht. Der Kiesparkplatz nimmt einige Autos auf, ist aber auch ziemlich schmuddlig und liegt an der größten Durchfahrtsstraße Dornstadts. Dürfte nicht ewig so bleiben.



      Blick vom Jahnweg aus. Dürfte ganz nett aussehen, sobald die Baumkronen etwas an Volumen gewinnen. Ich sehe keinen besonderen Grund für die braune Fassadefarbe, finde sie aber auch nicht schlecht.



      Ein Teil der "Piazza"; hinten mittig die Treppe aus dem ersten Foto.



      Der nördliche Abschluss an der Holzsteige mit einer kleinen Grünanlage.



      Zwei separate Scheunengebäude, die ans Gelände angrenzen. Die Scheune im oberen Bild ist schon länger aufgegeben. Man ist hin und hergerissen: Es hat natürlich seinen Wert, sich seinen dörflichen Charakter und seine Vergangenheit zu bewahren. Gleichzeitig ist das auch sehr viel Fläche mit null bis kaum Nutzen in zentraler Lage. Sollten die Hofstellen irgendwann peu à peu weichen, hat man mit dem Generationenzentrum aber einen guten Bezugspunkt, der eine mögliche bauliche Nachnutzung anleitet.



      Das altehrwürdige Hallenbad an der Tomerdinger Straße, das kernsaniert und unter anderem um ein Damfbad erweitert wird. Das Gebäude soll in weiten Teilen eine Holzfassade erhalten. Kosten: etwa 7,1 Millionen Euro.



      Die Tomerdinger Straße ist vor einiger Zeit gerichtet worden. Hier zu sehen zwei neue Wartehäuschen und die kleine Kapelle, die während der Bauarbeiten aufwändig geschützt werden musste. Die Haltestelle hat einen Namenswechsel von "Schule" auf "Hallenbad" hinter sich, um die Kinder des Schulzentrums zu animieren, die größere und sicherere neue Haltestelle am Mittelbühl zu nutzen. Leider habe ich es zeitlich nicht mehr geschafft, die dortigen Arbeiten abzulichten.

      Kurzfazit: In der Ortsmitte Dornstadts, in der alte bäuerliche Gebäudestrukturen, in die Jahre gekommene Zwei- und Dreigeschosser und eher verhuschte Einfamilienwohnhäuser bis etwa aus den frühen 70ern das Bild dominieren, wirkt das neue Generationenzentrum wie ein UFO. Das beißt sich mit dem Einfügungsgebot (§ 34 BauGB) und kann dann wohl als Einstieg in den schrittweisen Abschied der doch etwas überholten Ortsmitte gewertet werden. Vielleicht muss es genau so sein.

      Strukturell sind die Voraussetzungen für die Ortsmitte, wie früher einmal erwähnt, eigentlich ganz gut. Sie liegt mittig, wichtige Infrastruktur (Schulen, Hallenbad, Bushaltestellen, Geschäfte, Kirche, Polizei, Sportgelände, Bürgersaal,...) ist nicht weit. Da hat man es sicherlich günstiger als andere, auch größere Orte. Blaustein und Erbach etwa sind hier oft Thema: Die einen haben ein weitläufiges, diffuses Stadtgebiet, die anderen dominante Einzelhandelsstandorte jenseits der Gleise als Konkurrenz zu einer geplanten Innenstadt. Dornstadt scheint wohl etwas unter schwankenden Gewerbesteuereinnahmen und keiner sehr rosigen Finanzlage zu leiden, aber es dürfte sich lohnen, hier am Ball zu bleiben. Städtebau ist eh kein Sprint, sondern ein Marathon.
    • Grundstücksgeschäft sorgt für Ärger in Dornstadt [SWP]

      Das Scheitern eines Grundstücksgeschäfts in Dornstadt und seine Folgen: Schmale Fahrgasse statt kostenloser Parkplätze.
      Am Rande interessant, könnte mittelfristig bauliche Aktivitäten nach sich ziehen. Es handelt sich um dieses Grundstück. Ich hatte mich schon gewundert, was es mit diesem Zaun auf sich hat. Wer hier im Recht ist, lässt sich unmöglich sagen, aber für Dornstadt hoffe ich auf eine gute und zügige Lösung.



      Die Bausubstanz dürfte noch ganz gut sein, auch die Bauqualität (wenn ich mich richtig erinnere) eher einfach war. Die Ladenflächen im EG sind ein Problem, da war vor grauen Urzeiten noch ein Gubi drin, später ein Kaiser's Tengelmann, noch später ein Teppichgeschäft und dann lange nichts. Kennt jemand noch Gubi? Hat nichtmal eine Wikipedia-Seite... Jedenfalls ist die Fläche absolut unvermietbar, in einem sehr engen Radius gibt es große und teils neue Filialen von Aldi, LIDL, REWE sowie Müller und neuerdings dm.

      Mit einem Umbau oder, besser noch, Abriss und Neubau könnte hier ein ansehnlicher Stadteingang geschaffen werden. Angesichts der Nähe zur B 10 nach vorne hin eher mit Büro- und Gewerbenutzung, im rückwärtigen mit Wohnflächen. Aber erstmal muss die Situation sich aufdröseln...
    • Hallenbad in Dornstadt öffnet später als geplant [SWP]
      Wer baut, braucht Geduld. Nicht nur Großprojekte können deutlich länger dauern als anfangs gedacht. So muss auch die Gemeinde Dornstadt die Wiedereröffnung des Hallenbads verschieben. Diese war – nach dann etwa 18 Monaten Bauzeit – für September geplant. Daraus wird nichts. Das Hallenbad werde nun „nach den Herbstferien“ öffnen, sagte Hauptamtsleiter Jörg Hunke in der Gemeinderatssitzung am Donnerstag auf eine Anfrage unter dem Tagesordnungspunkt „Verschiedenes“.
      Sieht immerhin ganz schick aus.