Wohngebäude | Sandstraße 2/4 (+ Jahnufer 20?)

    • Wohngebäude | Sandstraße 2/4 (+ Jahnufer 20?)

      In direkter Nachbarschaft zum Jahnufer und zur Donauklinik soll es eine weitere Entwicklung geben, weswegen der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt in seiner Sitzung am 19.07. einen Bebauungsplan auf den Tisch bekommt, den er absegnen soll.


      (Quelle: Stadt Neu-Ulm, 6. Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt vom 19.07.2016; Bild- und Urheberrechte: mfp ulm)


      (Quelle und Bildrechte: Google Earth; 48°23'40.52" N 9°59'39.08" O)

      Es handelt sich um diese etwas ältere Gebäudezeile, die teilweise leersteht. Hier sollen wohl in Zusammenarbeit mit der NUWOG 25 WE entstehen, mit gemeinsamer Tiefgarage. Am Eck sieben Geschosse, optisch auf Höhe Geschoss 4 etwas eingerückt, an der Sandstraße vier Geschosse. Kubatur und Formensprache folgen der jüngeren Bebauung des Areals, vor allem dem benachbarten Jahnufer. Um nicht zu sagen, copy and paste :S .

      Möglicherweise wird auch das benachbarte Jahnufer 20, das einem anderen Eigentümer gehört, ebenfalls entwickelt. Im Raum stehen Sanierung und Anbau oder Neubau, dann in Zusammenarbeit mit dem Projekt Sandstraße 2/4, mit dem man sich auch die dann erweiterte Tiefgarage teilen würde. Für letzeren Fall hat mfp ebenfalls eine Visualisierung aufgelegt:


      (Quelle: Stadt Neu-Ulm, 6. Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt vom 19.07.2016; Bild- und Urheberrechte: mfp ulm)

      Fünf Geschosse, davon das oberste als Staffelgeschoss ausgebildet.

      Denke nicht, dass man dem Vorhaben die Zustimmung wird versagen (können). Damit verschwindet der letzte Teil der Altbebauung in diesem Areal, der sich angesichts der neuen Umgebungsbebauung mittlerweile komplett unterdimensioniert und fehl am Platz anfühlt. Einzig interessant vielleicht, so rein städtebaulich, dass hier in kürzester Zeit ein wirklich urbanes Quartier mit 6-7 Geschossen als Normhöhe entstanden ist. Eine solche Entwicklung ist selten.

      Schade jedenfalls, dass die Formensprache an dieser exponierten Stelle so wahnsinnig fade und einfallslos ist. Bin ich ja von Realgrund gewöhnt, von mfp hätte ich mehr erwartet, auch wenn das wohl der Investorenwunsch ist. Die Wohnungen mit Donau-/Ulmblick werden so oder so rasch weggehen.
    • Lediglich um das vordere Gebäude mit den Fensterläden bin ich traurig, die restlichen sind ja relativ schmucklose Gebäude. Trotzdem schade darum! Aber von Neu-Ulm ist man
      städtebaulich ja nichts anderes gewöhnt.... :( Während auf der gegenüberliegenden Seite, in BaWü, mit schönen Quartieren und meist solider Architektur begeistert werden kann...
      Die Herren sollten echt mal einen Blick über die Donau werfen, aber Noerenberg und Co. sind eh zeitlich rückwärtsgewandt.. Siehe: Allgäuer Ring, neue Brücke über B10 und Straßenbahn....
      Würde fast sagen: Willkommen in den 70ern! :D
    • Am Donnerstag wird der Neu-Ulmer Stadtentwicklungsausschuss über das Vorhaben befinden, nachdem während der Auslegung einige Einwendungen eingangen sind. An Änderungen hat sich ergeben, dass die maximal zulässige Gebäudehöhe um 1,0 m gesenkt und die Tiefgarageeinfahrt nach Möglichkeit eingehaust wird.

      neu-ulm.more-rubin1.de/sitzungskalender.php --> Donnerstag, 01.12. --> TOP 4

      Mal überfliegen kann man die Einwendungen, die insbesondere von den südlichen Nachbarn stammen. Ich will nicht in Abrede stellen, dass die Anlieger schützenswerte oder zumindest nach ihrem Empfinden schützenswerte Belange haben können. Die Verwaltung hat auch einige anerkannt und entsprechende Änderungen eingebracht. Aber es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass jetzt die Bewohner eines vier- bis siebengeschossigen Realgrundbunkers sich darüber beschweren, dass ihnen ein anderer vier- bis siebengeschossiger Bunker die Lage zubaut. Mitgefangen, mitgehangen.

      Etwa diese Einwendung hier:
      Die Einwender haben sich bewusst für den Kauf ihrer Wohnung entschieden, weil sie eine möglichst helle Wohnung kaufen wollten, die im Sommerhalbjahr nachmittags Sonne auf dem Balkon und einen Blick auf zwei wunderschöne alte Bäume auf dem NUWOG-Grund hat. Die Einwender seien entsetzt über die in einer Bürgerinformationsveranstaltung am 03.08.2016 vorgestellten Pläne. Die befürchten eine deutliche Verschlechterung der Sonnenverhältnisse durch die angedachten Bauvorhaben und damit einen Verlust an Wohnqualität, was zu einem spürbaren Wertverlust ihrer Wohnung führen dürfte.
      Wohlgemerkt für eine Wohnung nach Nordwesten. Ob die Einwender sich beim Kauf der Wohnung eigentlich gefragt haben, was ihre nördlichen Nachbarn davon gehalten haben, nach Südosten, Süden und Südwesten siebengeschossige Bebauung vor den Latz geknallt zu bekommen? An die Einwendungen der Bewohner der unteren Donaucenter-Geschosse gegen das Jahnufer kann ich mich auch noch genau erinnern.