Bahnhofsvorplatz, Parkhaus am Bahnhof, Passage und ÖPNV-Haltestelle

  • Vielleicht habe ich etwas verpasst: Ist der aktuelle Zustand des ZOB final oder handelt es sich um eine Übergangslösung?

    Ein paar Gedanken zu diesem Ort:

    • Ich dachte, an dieser Stelle sei ursprünglich auch ein Hochpunkt geplant gewesen.
    • Als Nutzer der überdachten Fahrradboxen kann ich sagen, dass diese an manchen Regentagen gar nicht so viel Schutz bieten, weil die Dachüberstände fehlen. Zudem sind sie optisch sehr dominant – fast so, als wären sie das eigentliche Highlight des Platzes.
    • Warum hat man den Platz nicht überbaut und den ZOB darunter realisiert, wie es in vielen anderen Städten gemacht wird?
    • Insgesamt wirkt der riesige Platz auf mich verschenkt. Auch die einzelnen Bushaltestellenhäuschen wirken optisch wenig spannend.
    • Begrünung/ Bäume finde ich super, auch wenn erstaunlich dicht gesetzt.
  • Das ist schon ziemlich final. Vor vielen Jahren bestand die Absicht der Stadt, ein Gebäude als südlichen Platzabschluss zu realisieren - ungefähr dort, wo jetzt der Fahrradhain ist. Ich bin mir recht sicher, dass die tragenden Elemente der Tiefgarage an dieser Stelle auch extra so voluminös ausgeführt wurden, dass sie die Last einer Überbauung aufnehmen können. Ich kann mir nun aber nicht mehr vorstellen, dass man die Bäume dafür wieder rausreißen würde.


    Bei den anderen Fragen nach dem wieso weshalb warum muss ich passen :). Sicherlich ist eine ebenerdige Realisierung günstiger als eine tiefergelegte, und ich kann mir sehr gut vorstellen, dass unterirdische Nahverkehrslösungen von vielen als Angsträume empfunden werden; viele Stadtplaner und Entscheider blenden das gerne aus. Ich hätte eine Lösung auf der anderen Seite der Schienen, ob im Erdgeschoss eines (immer noch nicht konkretisierten) DB-Parkhauses oder auf den stillgelegten Schienenabschnitten entlang der Schillerstraße, auch interessant gefunden. Die Verkehrsführung rund um den neuen ZOB finde ich auch etwas arg komplex und raumgreifend. Aber tempi passati.


    Wo ich voll zustimme: Die Haltestellen an sich sehen schon recht fade aus.

  • Danke für die Rückmeldung.

    Bzgl. Überbauung sehe ich den ZOB unbedingt im Erdgeschoss und relativ hell gestaltet, sodass es keine Angsträume gibt. Ähnlich wie dieses KI Bild, natürlich anders dimensioniert - mit einem etwas auskragenden Glasdach kann man umso mehre Bushaltestellen aufnehmen.

  • Ah sorry, Missverständnis :huh:. Ja, klar, ein in eine Bebauung integrierte ZOB-Lösung hätte mir auch sehr gut gefallen. Die Idee hinter dem südlichen Platzabschluss war ja, den Raum insgesamt besser zu strukturieren. Steht man auf den Bahnhofsvorplatz und schaut nach Süden, ist da einfach sehr viel leerer Raum - steht man auf dem ZOB und schaut nach Norden oder auch nach Westen, über das Gleisfeld, auch. Nicht, dass freier Blick etwas Schlechtes wäre, aber in zentraler Lage wirkt das doch etwas unabgeschlossen, auch wenn wir uns daran gewöhnt haben.

  • SPD rechnet mit Bahnhofsumfeld ab: „Depressive Design-Orgie“ [SWP+]

    Zitat

    Der Ärger über die Aufzüge am Ulmer Hauptbahnhof wird zur Grundsatzkritik am ganzen Bahnhofsareal. Nach dem Hitzefall in einem Aufzug, in dem sieben Menschen eineinhalb Stunden eingeschlossen waren, fordert die Ulmer SPD-Fraktion mehr Druck auf Bahn, Stadt und Land. Fraktionschef Martin Rivoir, federführend beim Antrag, nennt das Schreiben einen „Wut-Antrag“. Im Ältestenrat wolle er das Thema jetzt zur Sprache bringen, sagt Rivoir. Auch den OB nimmt er in die Pflicht: Martin Ansbacher solle den Zustand am Bahnhof zur Chefsache machen.


    Ulms Hauptbahnhof bleibt ein falscher erster Eindruck [SWP+]

    Zitat

    Die SPD stößt eine Debatte an, die überfällig ist. Am Ulmer Hauptbahnhof geht es längst um mehr als einzelne Defekte, meint Alexander Kern.


    Daraus:

    Zitat

    Was dort passiert ist, erzählt im Kleinen viel über den aktuellen Zustand des Landes: Große Worte gibt es genug, doch im Alltag scheitert es oft an den einfachen Dingen. [...] Der Vorplatz ist oft schmutzig. Der Steg macht keinen besseren Eindruck. Die Sedelhöfe-Passage bleibt grau und abweisend. Wer dort ankommt, spürt wenig von dem Ulm, das sich als starke Stadt zwischen Stuttgart und München versteht.

  • So ähnlich hatte ich es der Stadt mal vorgeschlagen. Wobei die KI hier paar Sachen falsch gemacht hat (hatte keine Lust das neu zu machen). Die Verbindung der Rampe sollte natürlich in den Steg, nicht auf den Steg. Na ja. Die Idee war halt ein Fahrradparkhaus mit Rampe von unten durch das Parkhaus in den Steg hinein.

    Das hätte man aber auch noch so erweitern können, dass es den Bushalteplatz teilweise überbaut und dort Geschäftsräume, etc.