Landesgartenschau 2030

  • Nicht alles kommt gut an: 150 Ulmer diskutieren die Pläne der Stadtverwaltung [SWP+]

    Zitat

    2030 findet in Ulm die nächste Landesgartenschau statt, entstehen soll ein grünes Band von der Wilhelmsburg bis zur Donau. Viele Pläne liegen schon vor – nun haben 150 Bürger dazu ihre Meinung gesagt.

    Zwischenzeitlich kann man auf der Homepage der LGS auch online mitdiskutieren: https://www.lgs-ulm.de/dito/ex…on=browserlistajax&id=360

  • Ich bin die letzten Tage bewusst ein paar Mal die Stuttgarter Straße rauf- und runtergefahren, um mir die Situation vor Ort noch einmal vor Augen zu führen... und mir war ehrlich gesagt gar nicht bewusst, wie dicht und hoch das Waldstück zwischen alter B 10 und Wilhelmsburg ist. Für mich mittlerweile nicht mehr vorstellbar, in diesen Bestand reinzugehen.


    Eine Option sehe ich aber ggf.:


    In dieser Ansicht von Nordost nach Südwest (aus Jungingen/Lehr kommend) sieht man einen Grünstreifen entlang der Straße, der möglicherweise einen Ansatzpunkt liefern könnte. Für sich genommen ist der Streifen zu mal, aber das müsste nicht so bleiben, wenn man mit der Straße und dem gegenüberliegenden Parkplatz der Neuen Straße ein bisschen kreativ wird. Ich könnte mir etwa vorstellen, dass der zweireihige Parkplatz aufgelöst oder auf eine Reihe reduziert wird, um die Straße ein bisschen verschwenken zu können.



    Dann wäre möglicherweise genug Platz gewonnen, um an dieser Stelle ein Parkhaus zu realisieren, ohne in den Baumbestand eingreifen zu müssen. Der Fußweg zum Nebeneingang der Wilhelmsburg betrüge allerdings gut 300 Meter, der zum Haupteingang 500 Meter. Eine andere Möglichkeit, die verträglich wäre, sehe ich aber derzeit nicht.

  • Ich kopiere hier einfach mal den relevanten Kapitelauszug aus dem Expertenworkshop zur Wilhelmsburg von 2016, der sich schon mit Parkplätzen auseinandergesetzt hat, wenn auch unter anderen Vorzeichen (Wilhelmsburg möglichst autofrei, Erschließung mit ÖPNV und zu Fuß):



    Es geht hier gar nicht so sehr darum, was die Experten damals für die jeweiligen möglichen Standorte vorgesehen haben, sondern zu zeigen, wo scheinbar entsprechende Freiflächen überhaupt in der Umgebung zur Verfügung stehen. Wenn ich das richtig sehe, ist den Experten Finn s Idee nicht gekommen, die Kurvenlage der Straße auszunutzen, um mehr Parkraum zu gewinnen. Damals ging es aber auch noch darum, nur für die nötigsten Parkplätze zu sorgen und den Rest über Seilbahn/Shuttle/Tunnel hinzubringen.

  • Klasse, vielen Dank für den Upload der mir unbekannten Quelle! Sehr interessant finde ich die Idee mit dem Nordgraben, auf die ich nie gekommen wäre. Nicht so sehr für die LGS, wohl aber für die (spätere) Dauernutzung der Wilhelmsburg.

  • Zwischenzeitlich kann man auf der Homepage der LGS auch online mitdiskutieren: https://www.lgs-ulm.de/dito/ex…on=browserlistajax&id=360

    Das ist mittlerweile wohl beendet mit folgenden neuen zusätzlichen Vorschlägen:

    Blaupark:

    Bessere Beleuchtung, Anpassung der Vegetation

    Blaubeurer Tor:

    Rekonstruktion des Tores mit Cafe

    Oder Erhalt eines Teils der Brücke als zusätzliche Nutzfläche z.B. für Sport

    Errichten von Festungsmauern als Lärmschutz

    Baumbepflanzung und Gehölze oder auch begrünte Wände u.a. als Schutz

    Überwölben der B10 mit Wuchshilfen

    Flächen auf Bahngelände mit Lokschuppen einbinden

    Wilhelmsburg:

    verschiedene Versionen des Fußwegs

    Beachtung der Parkprobleme am Michelsberg

    ÖPNV über Prittwitzstraße

    Keine Bäume entfernen

    Oder die Wilhelmburg immerhin ein wenig freischneiden

    Parkraum entweder temporär oder nur in Verbindung mit starkem ÖPNV

    Essbare Bepflanzung

    Das Gefälle ausnutzen z.B. für Rutsche

    Vorhandene Freizeiteinrichtungen weiter nutzen

    Donaubastion:

    Umnutzung des Innenhofes

    Fortsetzung des des alten Gartenschaugeländes (eventuell Erweiterung des Geländes)

    Keine privaten Initiativen an der ehem. Hochschule

    Flussschwimmbad oder Steg

    Ehinger Tor:

    Toiletten

    Über die bisherigen Pläne hinausgehende Entsiegelung

    Nutzung des Straßenbahnstationdaches

    Heller

    Universumcenter aufwerten/mitdenken

    Erweiterung Ehinger Anlagen vs. Bebauung


    Übergreifende Themen:

    Park and Ride mit Ticketsystem

    Thema Humusbildung für Gartenschau

    Radschnellweg entlang B10 bzw. eigene Infrastruktur

    Schallschutz

  • Livestream zur LGS 2030:


    Beginn: 18 Uhr (Liken/Abbonieren)


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    Programm:


  • Herzlichen Dank an die Stadtverwaltung für das gelungene Live-Format. Starke Vorstellung und Bürgersinn par excellence.


    Anfänglich war ich „wirklich“ sehr besorgt um die vielen bevorstehenden (Haus-) Aufgaben Ulms. Die Landesgartenschau ist ja „die Chance“ einer definierten Neuordnung. Seit dem Blaubeurer-Tor-Tunnel bin ich aber sehr zuversichtlich und mittlerweile habe ich sogar ein gutes Gefühl. Mit euch (plus Gemeiderat) und dieser "engagierten Stadtgesellschaft" ist diese Stadt in „guten Händen“ aufgehoben. Herr Czisch hatte dafür die richtigen Worte gefunden: Die hohe Kunst ist es, daraus eine gemeinsame Bewegung zu machen und ich glaube man ist "auf gutem Wege"…


    Natürlich sind die Ulmer in einer differenzierten Meinung auch ein „schwieriges Volk“, aber dafür eines mit einem „rauen Charme“…

    Deswegen wohnen auch viele Leute in den "Dörfern" um Ulm herum. Die würden hier gefressen werden:


    (04:45-06:06)


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    Zurück zum Thema. Es war so interessant und viele Gedankengänge bringen einem zum Nachdenken:


    - Bei der B10 hat man das Gefühl, man fährt "an einer Stadt vorbei" und nicht "durch eine Stadt"... (STADTAUTOBAHN)


    - So könnten im ersten Schritt für die LGS (grüne) Freiflächen entstehen und im zweiten Schritt dann eine Bebauung dieser um sich das Beispiel "Neue Mitte" anzunähern.


    - So eine Zwei-Schritte-Methode "ermöglicht" tatsächlich ein Groß-Denken. Sprich große Ziele im kleinere Teil-Ziele aufteilen. Dann kann man auch was reißen.


    Bei Masterplänen generell stellt sich für mich die Frage ob "gut genug" oder das Beste für diese Stadt. Man kann ja auch über "seine Lebenszeit" und "seine eigenen Interessen" (Gleisdreieck/Hochhaus) denken. Zum Thema groß denken: Wenn ich mitten auf dem Münsterplatz stehe, nach oben sehe, dann ist doch klar wie hoch die eigenen Ansprüche dieser Stadt sind. Wenn du rauf an die "Weltspitze" willst, dann brauchst du auch eine entsprechende Mentalität,... entsprechend hohe Ansprüche.


    Kritik:


    Natürlich ist das "viel Arbeit" für die Stadtverwaltung. Aber arbeite Mal in der Produktion an einer Maschine Einzelakkord von Montag bis Samstag, die Pausen durch um an die Stückzahlen irgendwie zu kommen, dann noch am Besten über Zeitarbeit der deinem Lohn dir noch unterschlägt. Das ist "viel Arbeit". So ungefähr ist das wahre Leben für manch einem. Wenn also die meisten Ulmer sich halb Tod und sich kaputt arbeiten (bis zur Rente). Dann sollte die Stadtspitze sich auch biegen und brechen...


    Auch kritisch hinterfragen kann man die steile These, dass man durch 160 Bürger (ich war ja selber vor Ort) die Stadtgesellschaft irgendwie abgespiegelt hätte. Das waren vielleicht "interessierte Bürger". Aber ganz sicher nicht die "kritischen Stimmen". Zusätzlich sollte man wie bei der neuen Ampelregierung, die das Wahlalter auf 16 absetzen möchte (Alternde Gesellschaft/Überpräsentation) sich mehr Input aus der Jugend holen.

    Darum ist fraglich ob die Wilhelmsburg da so wirklich ins Gewicht fällt. Ich bezweifle das doch sehr stark, denke die Mehrheit würde sich eher für das Blaubeurer/Ehinger Tor, Donauwiese + Donauraum und Friedrichsau aussprechen! Das ist auch der Ort wo die Leute auch "tatsächlich" sind...

    Und die obere Donaubastion und Blaupark auf dem zweiten Blick, Motto: Ahhh ja, gute Idee! Glaube sogar ernsthaft, viele waren noch noch nie oben auf der Wilhelmsburg bzw. einmal reicht. Versteht mich nicht falsch, bin auch ein Fan davon an der Wilhelmsburg was zu machen. Aber ohne "attraktive Anbindung" wird das nichts, versprochen. Nutzung nach der LGS? Desweiteren ist das große Problem, dass man "bergauf" muss... Wenn dann zusätzlich die neue Wallstraßenbrücke erst "nach der LGS kommt", dann Frage ich mich wie man sich das vorstellt? Der Berg kommt nicht zum Propheten...


    Ich würde vorschlagen wieder nach der 2-Schritte-Methode bei der Wilhelmsburg vorzugehen. WENN es keine mega-sexy-attraktive Verbindung zur Wilhelmsburg möglich ist. Dann würde ich das Herzstück der LGS 2030 wieder in die Friedrichsau/Donauraum mit Neu-Ulm zusammen verlegen und also dem ganzen Festungsring betrachten. Da hat man sowieso mehr (Volks-)Platz, da ist es "ebenerdig",(!) da halten sich die Leute auch wirklich auf, da könnte der SSV sein neues Fussballstadion (Ulm-Messe-Gelände) für Veranstaltungen der LGS "ausleihen", ein Skaterpark der Superlative (Nein, ich bin kein Skater),... Das alles würde doch viel mehr Sinn ergeben. Und dann zur nächsten Landesgartenschau 2080 (2-Schritte-Methode) sollte man mit einer Seilbahn/Straßenbahn zur Wilhelmsburg die notwendige attraktive Verbindung plus neuer Wallenstraßenbrücke längst hergestellt haben. Als Steigerung, als Krönung...


    Es gibt eine alte Münze zur Vollendung des Ulmer Münsters. Eine Seite mit dem Kirchturm natürlich und auf der Rückseite steht geschrieben:


    Es währte lang

    Doch es gelang

  • Kann ich nur bestätigen, war eine prima gemachte Veranstaltung, habe ich gern und auch komplett geschaut.


    Soweit ich das beurteilen kann, war auch das Beteiligungsformat mit den zufällig ausgewählten Bürgerinnen und Bürgern aus der gesamten Stadt eine gelungene Sache. Frau Kühne (glaube ich) und Herr Eichhorn haben dazu ein paar kluge Dinge gesagt. Ich kann mir vorstellen, dass man das Format in Zukunft öfter mal wiederholen wird.


    Erstaunlich war für mich unter anderem, wie sehr das Ehinger Tor im Fokus der Aufmerksamkeit im Beteiligungsformat stand, oder wie sehr mehr als das Blaubeurer Tor. Besonders die Frage einer Bebauung der freiwerdenden Flächen wurde wohl kontrovers diskutiert. Seitens der Verwaltung gibt es wohl die Idee eines ökologisch wertvollen Holzgebäudes; ich denke, so eine Art Statement-Gebäude braucht die LGS auch tatsächlich noch. Hängen geblieben ist mir auch der Wunsch nach der Einbindung der Donau und der Blau, also das Element Wasser nicht zu vernachlässigen.

  • Erstaunlich war für mich unter anderem, wie sehr das Ehinger Tor im Fokus der Aufmerksamkeit im Beteiligungsformat stand, oder wie sehr mehr als das Blaubeurer Tor. Besonders die Frage einer Bebauung der freiwerdenden Flächen wurde wohl kontrovers diskutiert. Seitens der Verwaltung gibt es wohl die Idee eines ökologisch wertvollen Holzgebäudes; ich denke, so eine Art Statement-Gebäude braucht die LGS auch tatsächlich noch.

    Ich habe auch gestaunt über diese Beurteilung. Einfach die Zahl der Beiträge zusammenzurechnen und gegeneinander zu vergleichen war besonders bei dieser Beteiligung wirklich oberflächlich beurteilt. Denn z.B. wurden bestimmt mehr als 10 Beiträge in einem Bereich über Terra preta verfasst. Wenn man sich dagegen mal inhaltlich auseinandersetzt und z.B. nur mal neue Vorschläge filtert (habe ich z.B. hier gemacht) oder tatsächlich differenziert alle kontroversen Diskussionen herausgreift, lässt sich der präsentierte Rückschluss überhaupt nicht mehr halten.

    Die Bebauung am Ehinger Tor war in der Tat ein Streitpunkt, aber ebenbürtig mit anderen Streitpunkten. So ging es vornehmlich um die Reaktionen auf den Klimawandel und den Umgang mit Stadtgrün und Bäumen. Gleiche Argumente wurden zur Wilhelmsburg auch ausgetauscht.


    Ich bin mir nicht sicher, ob Du das so meintest, Finn, aber die Bebauung würde ja in jedem Fall erst nach der Gartenschau realisiert, hätte mit dieser also nichts mehr zu tun.