Weiß jemand, warum ein Versorgungsgebäude errichtet werden muss? Da oben ist doch schon fast alles zusammengefasst an Kliniken. Es fehlt doch eigentlich nur die Kinderklinik, die Augenklinik und die Psychiatrie?
Masterplan Uniklinik
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Weiß jemand, warum ein Versorgungsgebäude errichtet werden muss? Da oben ist doch schon fast alles zusammengefasst an Kliniken. Es fehlt doch eigentlich nur die Kinderklinik, die Augenklinik und die Psychiatrie?
Frauenklinik, Urologie und HNO-Klinik fehlen in der Auflistung. Die Neubauten dürften auch genutzt werden, um die Bestandsnutzungen umzuverteilen und ggf. auszubauen. "Versorgungsgebäude" ist aber ohnehin vielleicht das falsche Wort, im Screenshot von Jogi sieht man neben der Neuen Chirurgie ja so etwas wie ein zentrales Empfangs-/Aufnahmegebäude, von dem aus die einzelnen Kliniken angeschlossen werden.
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Uniklinik wird Standort des neuen Deutschen Zentrums für Kindergesundheit [SWP+]
ZitatRiesenerfolg für die Unimedizin: Als einer von sieben Standorten des neuen Deutschen Zentrums für Kinder- und Jugendgesundheit erforscht sie Krankheiten des Hormon- und Immunsystems sowie der Psyche.
Hat jetzt keine unmittelbaren baulichen Auswirkungen, mittelbar dürfte das aber sicherlich in die Planungen für die Zentralisierung der Uniklinik einfließen. Wer weiß, was sich auch ansonsten noch für Entwicklungen ergeben werden...
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Alle Kliniken an der Albert-Einstein-Allee konzentriert: So soll es nach den Plänen des Uniklinikums Ulm in 25 bis 30 Jahren auf dem Oberen Eselsberg aussehen.
© Foto: Honorarfrei/SWP
https://www.swp.de/lokales/ulm…s-dem-takt_-63363799.html
Mal was aktuelles zu diesem Thema. Die Projekte verzögern sich teils deutlich. Das räumt das zuständige Ministerium ein. Gründe sind vielfältiger Natur.
Ich denke es liegt am Geld und Planungskapazitäten. Ich denke man sollte sich auf die zentrale Aufnahme und die Onkologiezunächst konzentrieren. Frauenklinik, HNO und Kinderklinik sind am Michelsberg gut und in Folge von Sanierung und Erweiterungen in den letzten Jahren noch gut und zeitgemäß untergebracht. Mit Sanierung der Inneren Medizin in den nächsten vier Jahren wäre die zentrale Ambulanz mit Sonografie aus medizinischen Abläufen absolut notwendig (Clearingsstelle für das Klinikum). Zudem halte ich die Onkologie für sehr wichtig, da sich die Strahlenklinik bereits am Oberen Eselsberg befindet. Das heißt mit den beiden links und rechts (orange-braunen) gebäudeteilen könnte man sich noch Zeit lassen. Für die beiden erstgenannten Bausteine würde ich schon erwarten, dass Gas gegeben wird und in zehn Vollzug gemeldet werden kann.
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Im Artikel wird angesprochen, dass die Verzögerungen wohl maßgeblich auf die Überlastung beziehungsweise personelle Unterversorgung des Landesbetriebs Vermögen und Bau zurückgehen, der ein solches Projekt wohl derzeit nicht mit der intendierten Geschwindigkeit stemmen könnte. Dabei wird auch die Möglichkeit angesprochen (und teilweise die Forderung geäußert), dass die Uniklinik wie bei der Neuen Chirurgie selber das Heft in die Hand nehmen könnt... was aber eben wegen der schlechten Erfahrungen mit der Neuen Chirurgie, die die Uniklinik an den Rand des Zusammenbruchs brachten, argwöhnisch beäugt wird.
Kann ich offen gestanden nachvollziehen. Bei Bau und Vermögen ist das Vorhaben schon richtig aufgehoben, aber dem Landesbetrieb geht es da wie allen anderen Behörden im Baubereich: Der Personalmangel ist chronisch.
Die Herangehensweise von Wolfe fände ich grundsätzlich genau richtig: Die zentrale Aufnahme/Ambulanz/Sonographie und die Onkologie hochpriorisieren, den Rest zu einem späteren Zeitpunkt nachziehen. Kann gut sein, dass man ohnehin so einen Stufenplan verfolgt. Aber vermutlich steht gerade noch gar keine richtige Bedarfsplanung in hinreichender Tiefe fest, um daraus auch eine Planung für Gebäude entwickeln zu können. Die Visualisierung ist ja erstmal nur ein grober Entwurf, weswegen die drei Klinikneubauten auch identisch aussehen. Da wiederum dürfte der Ball gerade im Spielfeld der Uniklinik und des Wissenschaftsministeriums liegen.
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Der Umzug der Psychiatrie wird auch nochmal eine Mammutaugabe, der eingeplante Bereich wird bisher soweit ich weiß von anderen Klinikbereichen genutzt. Die eingeplante Fläche deutet auf einen großen Ausbau hin, zumindest von GMaps her zu urteilen.
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Ist die Klinik am Michelsberg gefährdet? [SWP+]
Zitat„Die Zwei-Kilometer-Regel macht uns Kummer“, erklärte jüngst Landesgesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) bei einem Redaktionsbesuch in der SÜDWEST PRESSE. Damit bezog sich der 64-Jährige auf die 2024 vom Bundestag beschlossene Krankenhausreform. Unter vielen anderen Änderungen ist eine Regel, dass zwei Standorte, die mehr als zwei Kilometer voneinander entfernt liegen, keine gemeinsame Krankenhaus-Einheit darstellen können. Die Folge: Einer davon müsste aufgelöst werden.
Ein eher rätselhafter Artikel, was man schon am Thread sieht, in dem ich ihn hinterlege. Es wird mit keinem Wort erwähnt, dass es einen feststehenden Masterplan gibt, der den Umzug der Michelsbergkliniken auf den Oberen Eselsberg vorsieht. Am ehesten kann ich mir vorstellen, dass man hier in eine unvorhergesehene Übergangszeit hinausläuft, weil ab einem Zeitpunkt X bis zu einem Zeitpunkt Y (Abschluss des Umzugs) der Klinikverbund Eselsberg/Michelsberg nicht mehr zulässig wäre. Das würde eine Übergangsregelung erforderlich machen Aber wie gesagt: Dass es einen Masterplan gibt und der Umzug fest vorgesehen ist, wird nicht erwähnt.
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Noch eine kleine Facette:
Neurologie und Stroke Unit werden abgezogen [SWP+]
ZitatDie Rehabilitationskliniken Ulm, kurz RKU genannt, sollen zum 1. Januar 2026, vollends in die Uniklinik Ulm übergehen, teilt der Ärztliche Direktor der Uniklinik, Prof. Udo Kaisers, mit. Die vollständige Betriebsübernahme war bis dato noch nicht vollzogen worden. Seit 2021 war das RKU lediglich eine hundertprozentige Tochter, der Uniklinik Ulm, die dem Land Baden-Württemberg gehört.
Daraus:
ZitatGleichzeitig werde mit der Neurodegeneration ein neurowissenschaftlicher Schwerpunkt am RKU weiterentwickelt: Dort entstehe ein Neubau für das DZNE (Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen e.V.), in den auch die Neuropathologie integriert werden soll.
Mehr noch: Laut RKU-Homepage verschwindet auch der Name Rehabilitationsklinikum Ulm in Gänze, Gebäude und Gelände firmieren künftig unter dem ausgesprochen griffigen Titel "UKU Campus Nord Oberer Eselsberg". Ich bin zuversichtlich, dass "UKU CNOE" genauso glatt von der Zunge rollen wird
.Eigentlich hätte ich Lust, mir mal die vielen anstehenden Entwicklungen bei den Kliniken anzuschauen, aber abgesehen von der Zeit: Gut dokumentiert sind die Maßnahmen allesamt leider nicht.