Abriss und Neubau des Barfüßer Neu-Ulm

  • Der Barfüßer in Neu-Ulm soll abgerissen werden und durch einen Neubau ersetzt werden. So wie in dem Artikel beschrieben finde ich es auch sehr schade. ich finde, mit den hohen Bäumen hat das ein unwiederbringlichen Flair, zumindest für ein paar Jahrzehnte. Da würden sicherlich einige abgeholzt. Was auch nicht stört finde ich ist, dass das Gebäude eine nur zweistöckig ist mit Dachgeschoss. Das eine Sanierung 5Mio kosten soll, kann ich mir nicht vorstellen. Denn wenn ich das Gebäude von außen betrachte und auch den Gastraum, sieht es nicht so aus, als müsste man viel machen.
    Beim Abriss des Bad Wolf Gebäudes sieht das anders aus. Da denke ich wäre ein Neubau nicht schlecht. Ein Gebäude mit 4-5 Vollgeschossen und einem Walmdach würde optisch am besten passen zu den Nebengebäuden. Denn dieser eine Neubau da an der Donau paar Häuser weiter finde ich passt überhaupt nicht ins Stadtbild.
    Auf der anderen Seite muss man sagen, ohne neue Bausünden gäbe es ja irgendwann nur noch schöne Gebäude, deren Abriss sehr zu bedauerlich wäre :D:D


    Mein Vorschlag wäre an dieser Lage, keinen Barfüsser mehr an dieser Stelle, sondern vielleicht ein "richtiges" Restaurant, vielleicht sogar internationale, gehobene Küche. Nichts gegen Ebbo Riedmüller und den Barfüsser, aber es ist halt auch bisschen
    0815 Gastronomie, das dort angeboten wird. Ich finde die Lage, aber auch die Räumlichkeiten würden eher zu eine gehobeneren Gastronomie passen. Vielleicht macht das auch die Lage an der Donau und das doch noch zu erkennende Offizierskasino


    https://www.swp.de/suedwesten/…nd-gezaehlt-28629064.html

  • Sputnick , schnapp dir deine Frau und geht noch einmal schön Abendessen...


    Barfüßers Tage sind gezählt [SWP]

    Zitat
    Der Vertrag, den Ebbo Riedmüller mit der Stadt Neu-Ulm zum Betrieb des Brauhauses Barfüßer zwischen Donau und Augsburger Straße abgeschlossen hatte, ist längst abgelaufen. Der Großgastronom wäre auch ausgestiegen. Sagt er. Jetzt kann Riedmüller aber bleiben, denn er darf den Barfüßer abreißen und an die gleiche Stelle etwas ganz Neues bauen. Am Mittwoch hat er zusammen mit seinen Architekten und den Stadtverantwortlichen seine neuen Pläne der Öffentlichkeit vorgestellt.


    Kommentar zum Abbruch des Barfüßers - auf die Gäste kommt es an [SWP]

    Zitat
    Und wieder geht ein Zeugnis der Neu-Ulmer Stadtgeschichte verloren – mit der Begründung, eine Sanierung rechne sich nicht. Das stimmt im Fall des 80 Jahre alten Barfüßers wohl auch, denn der Erhalt samt Modernisierung wäre die Stadt teuer gekommen. Was aber noch schwerer wiegt: Sie als Eigentümerin hätte sich einen neuen Betreiber suchen müssen. Denn Ebbo Riedmüller wäre ausgestiegen.
  • So schade es auch ist, so spannend finde ich die Neuentwicklung des Areals. Architektonisch ist die Visualisierung in meinen Augen bisher nicht der große Wurf. Es erinnert mich spontan an das Hotel an der Messe. Die Kombination aus Holz oder Metall sowie einer Klinkerfassade macht einen durchaus hochwertigen, aber auf dem ersten Blick auch gewöhnungsbedürftigen Eindruck.

    Obwohl die Probleme der Welt immer komplexer werden, bleiben die Lösungen beschämend einfach.
    Bill Mollision

  • Den Abriss bedaure ich nicht - aber dann lieber wieder sowas ähnliches hinstellen, mit Arkaden und Terasse.

    Daß der Altbau weg soll weil er sich nicht im vernünftigen finanziellen Rahmen sanieren lässt ist dann halt so.

    Was ich Riedmüller vorwerfe ist, daß er das Bad Wolf fast eine Dekade leerstehen ließ. Da waren ihm wohl die Vorpächter ein Dorn im Auge weil er nebendran den Barfüßer betrieb.

    Der Neubau? Naja, Architektengedöns mit Selbstverwirklichungsphantasien. :P

  • Abbruch des Brauhauses wird bedauert [SWP]

    Zitat

    Ebbo Riedmüllers Pläne am Neu-Ulmer Donauufer, das Barfüßer abzureißen, kommen nicht gut an. Auch Stadträte sind nachdenklich.


    Der Neu-Ulmer Barfüßer wächst in den Himmel [NUZplus]

    Zitat

    Die Stadt überträgt an Wirt Ebbo Riedmüller die gesamte Immobilie. Er will das alte Gebäude abreißen und ein Gasthaus samt Hotel hochziehen. Aber Bäume müssen fallen.


    Der Ärger um den Barfüßer-Abriss [NUZ]

    Zitat

    Angesichts der neuen Barfüßerpläne kommt offenbar bei vielen Menschen keine Freude auf


    Ich muss gestehen: Wieso der siebengeschossige Neubau eines Hotels nur das Doppelte kostet der Sanierung eines zweigeschossigen Restaurantbetriebes, verstehe ich nicht. Ich sehe da keine Verhältnismäßigkeit, bin aber auch zugegeben nicht vom Fach.


    Gerne möchte ich schreiben, dass hier vielleicht noch nicht das letzte Wort gesprochen ist, aber das ist ein Vorhaben von Riedmüller. Der Ebbo nimmt, der Ebbo gibt, und wenn er "hüpf" sagt, dann springen die Verwaltungen.


    Ich finde das Projekt stadtgeschichtlich und stadtbildlich nicht gut, auch wenn ich im Entwurf des Neubaus für sich genommen tatsächlich viele Qualitäten sehe. Mit Ausnahme der zur Augsburger Straße hin sehr abweisenden Erdgeschosszone, die sich wie eine Rückseite anfühlt, finde ich die Proportionen und die angedeuteten Materialien gut. Ohne Vorgeschichte wäre ich mit dem Neubau einverstanden, aber das er auf Kosten einer Institution geht, in einer Stadt, die an identitätsstiftenden Orten nicht eben reich ist, tut weh.

  • Schließung im Januar 2020 – Ebbo Riedmüller will Neubau [SWP]

    Zitat

    Wirtschaft, Biergarten und Hotelbetrieb in Neu-Ulm werden zum Jahresende eingestellt. Die Belegschaft ist informiert. Pächter Ebbo Riedmüller will einen Neubau.



    Im Barfüßer in Neu-Ulm ist Ende des Jahres Schluss [NUZ]

    Zitat

    Jetzt ist sicher: Die Gaststätte Barfüßer in Neu-Ulm macht zum 1. Januar 2020 zu. Das gab Gastronom Eberhard Riedmüller am Montagvormittag bekannt.

  • Nun ja gut, gegen den Abriss und Neubebauung zu sein ist einfach. Eine andere Nutzung zu etablieren und zu bezahlen das andere. Ebo Riedmüller hat sich klar positioniert: "Neubau oder es ist Schluss hier!"


    Schauen wir mal was die Gegner außer nein sagen zu bieten haben. Und die Stadt Neu-Ulm muss auch mitspielen. Ich hatte von dort eher das Gefühl, dass die eher nicht zu großen Investitionen am Casino interessiert sind. Schauen wir mal wie es weitergeht.

  • Nun ja gut, gegen den Abriss und Neubebauung zu sein ist einfach. Eine andere Nutzung zu etablieren und zu bezahlen das andere. Ebo Riedmüller hat sich klar positioniert: "Neubau oder es ist Schluss hier!"


    Schauen wir mal was die Gegner außer nein sagen zu bieten haben. Und die Stadt Neu-Ulm muss auch mitspielen. Ich hatte von dort eher das Gefühl, dass die eher nicht zu großen Investitionen am Casino interessiert sind. Schauen wir mal wie es weitergeht.

    Nur "nein sagen" wäre arg billig und bringt keinem etwas. Das Konzept der Gegner scheint jedenfalls mehr zu beinhalten. Sonst würden sich nicht auch Neu-Ulmer Parteien dahinterstellen. Und der vorliegende Entwurf ist so sehr 08-15, dass man den Unmut (nicht nur) der eingefleischten Barfüsser-Fans und einiger Stadträte verstehen kann.


    Hier findet man ein bißchen was dazu: "Zentrum für Kultur statt Bettenburg"

    https://www.fdp-neu-ulm.de/nW7…3B%26szlig%3Ber%20Neu-Ulm..


    Im Artikel der Neu-Ulmer Zeitung findet sich mehr dazu:


    Zitat

    " (...) Die CSU-Fraktion im Neu-Ulmer Stadtrat hat mittlerweile ebenfalls einen Antrag zur Zukunft des Grundstücks, auf dem sich einst ein Offizierskasino befand, gestellt – und darin eine Kombination von Riedmüllers Plänen und denen der Bürgergruppe dargestellt. So möchte die Fraktion die Nutzung des Areals durch einen „gut funktionierenden und bei der Bevölkerung hoch beliebten Gastronomiebetrieb“ mit Biergarten und Hotelbetten fortsetzen – zugleich soll das Gelände um Räumlichkeiten für eine „kulturelle und gesellschaftliche Nutzung“ erweitert werden. (...)"


    https://www.augsburger-allgeme…n-bleiben-id55397336.html

  • Weiterer Kontext: Die Stadt Neu-Ulm muss dieses Jahr mit 13 Millionen Euro weniger Gewerbesteuereinnahmen rechnen, als sie ursprünglich geplant hatte. Das soll laut Aussage des Kämmerers, wie von der SWP wiedergegeben, nicht unbedingt massiv zu spüren sein - schon jetzt schaffe man es nicht, alle Projekte abzuarbeiten. Interessanterweise wurde aber gerade der Barfüßer als Streichkandidat genannt:


    Zitat

    Ergo müssen andere Projekte hinten anstehen. Wohl [sic] kein Geld ist da, gibt Stier ein Beispiel, um den Barfüßer für fünf Millionen Euro zu einem sozio-kulturellen Zentrum umzubauen. Das fordern Bürger und die Freien Wähler.


    Abgesehen davon bin ich gespannt, ob Riedmüller sich weiterhin tiefenentspannt gibt, wo jetzt wohl ein belastbares Alternativkonzept mit politischem Rückenwind zu seinem Vorhaben im Rennen ist.

  • Ein konkretes Konzept der Abrissgegner sehe ich da noch nicht. Ein sozio-kulturelles Zentrum kann viel sein. Wer ist Träger etc.? Da sind mehr Fragen offen als beantwortet. Und jetzt kommt der Festungsverein auch noch mit einer Bodenerhöhung, welche erhalten werden muss. Von dieser hat bisher keiner Notiz genommen oder sich eher sogar daran gestört und jetzt soll sie erhaltenswürdig sein? Das sind Argumente von Gegnern und Nein-Sagern aber keine belastbaren Alternativkonzepte. Was Riedmüller will ist klar und er zeigt darüber hinaus Bereitschaft über ergänzende Möglichkeiten der Gegner einzugehen.


    Erhalten werden muss der Baumbestand, über die Gebäudegestaltung kann man noch treffend diskutieren aber über das Konzept eher nicht. Ein sozio-kulturelles Zentrum für 5 Mio.? Eher nicht und deutlich teurer, alleine wegen des Sanierungsstaus der alten Gebäude.


    Ich bin kein Anhänger des Riedmüller'schen Gastronomie-Einerlei aber die Damen und Herren Nein-Sager gehen mir ein bisschen auf die Nerven. Wenn man sagt auch politische Kräftetendieren zu Alternativen zum Neubau sei gesagt, dass demnächst Wahlkampf in NU ist und schon erscheinen solche Wortmeldungen in einem anderen Licht.

  • "Belastbar" war wahrscheinlich das falsche Wort. Aber da ist schon ein bisschen Fleisch auf den Rippen - das Papier kann man sich hier durchlesen. (Verlinkt von der FWG NU.) Für die Trägerschaft etwa würde eine gGmbH angestrebt.


    Ich selber bin weiterhin zwiegespalten, was das Riedmüller-Vorhaben angeht. Aber kommunalpolitische Debatten machen mir Spaß, und in Neu-Ulm geht es bei all den Akteuren gerne mal besonders hoch her; eigentlich müsste sich nur noch der Feucht einschalten...:)