Neubau B10-Tunnel am Blaubeurer Tor

  • Übrigens habe ich heute auch in irgendeinem Artikel zum Thema gelesen, dass bei der letzten Messung vor 10 Jahren nur rund 1% des Verkehrs der B10 wirklich zwischen A7 und A8 abgekürzt hatte, fast der gesamte Verkehr hingegen war Quell- und Zielverkehr in und aus den Städten und in Richtung B311/30. Ich kann nicht sagen, ob es da mittlerweile neuere oder bessere Zahlen gibt, aber zumindest wurde die Diskussion, die B10 als Abkürzung dichtzumachen, in der Vergangenheit schon geführt und die Lage schien eindeutig so zu sein, dass der Abkürzungsverkehr in der Praxis keine Rolle spielt.


    Wie gesagt, hab da nur fix dran vorbeigelesen und finde es jetzt auf die Schnelle nicht mehr wieder, läßt mich aber trotzdem zweifeln, ob unsere Diskussion der Abkürzungsproblematik nicht tatsächlich eine Phantomdiskussion sein könnte. Hat jemand belastbare Daten, die das in die eine oder andere Richtung belegen können?

    Ich kenne die Diskussion und auch die Zahlen, halte sie aber für falsch.

    Das ist natürlich nur meine Beobachtung, die ich nicht für allgemeingültig halte.

  • Wie gerade erwähnt, weiß ich nicht genau welche Kreuzungslösung gemeint ist, aber ich schließe, dass Du die Kreuzungsfreiheit aufheben willst, um den Verkehr auszubremsen. Das wird aber nicht machbar sein, weil es sich um eine ,,autobahnähnliche Bundesstraße" handelt. Die kann man nicht plötzlich in eine Kreuzung münden lassen, das ist viel zu gefährlich.

    Selbstverständlich gibt es eine Alternative um Ulm herum, sie wurde in der Diskussion schon genannt.

    Die Strecke z.B. der B10 von der Wilhelma zum Pragsattel in Stuttgart ist so ein Beispiel, dort wurden die Fahrstreifen teilweise von 4 auf 2 Spuren verringert um Parkplätze am Straßenrand anzulegen. Allein zur Reduzierung und Verlangsamung des Verkehrs. Im Übrigen ist dort die Durchfahrt des Schwerverkehrs seit einigen Jahren verboten. Das hatte ich dir auch schon genannt, was du aber geflissentlich ignoriert hast. Passt halt nicht ins Konzept.

    Auch in HH könnte ich dir mehrere Beispiele nennen, ich hatte dort einige Jahre gewohnt.

  • Selbstverständlich gibt es eine Alternative um Ulm herum, sie wurde in der Diskussion schon genannt.

    Die Strecke z.B. der B10 von der Wilhelma zum Pragsattel in Stuttgart ist so ein Beispiel, dort wurden die Fahrstreifen teilweise von 4 auf 2 Spuren verringert um Parkplätze am Straßenrand anzulegen. Allein zur Reduzierung und Verlangsamung des Verkehrs. Im Übrigen ist dort die Durchfahrt des Schwerverkehrs seit einigen Jahren verboten. Das hatte ich dir auch schon genannt, was du aber geflissentlich ignoriert hast. Passt halt nicht ins Konzept.

    Auch in HH könnte ich dir mehrere Beispiele nennen, ich hatte dort einige Jahre gewohnt.

    Das hast Du aber scheinbar übersehen, dass ich darauf eingegangen bin, und erklärt habe, warum die Strecke über die A7 keine Alternative ist, Stichwort u.a. B30.


    Bei der B10 von Pragsattel zur Wilhelma konnte man deswegen Spuren wegnehmen, weil es sowohl einen Tunnel bis Rosensteinpark gibt, alsauch dann ab diesem Jahr den neuen Rosensteintunnel, der die Wilhelma-Umrundung komplett abkürzt. D.h. um die Wilhelma kann man die Straße noch weiter verlangsamen, weil die B10 im Tunnel ist.

  • Also, mal direkt aus dem Feierabend heraus:


    Tut mir zunächst leid, dass ich (arbeitsbedingt) die letzten Tage und Wochen nicht arg mitwirken konnte, obwohl es einige spannende Diskussionen gab. Vielleicht wären dann ein paar Diskussionen auch etwas anders gelaufen. Beim vorliegenden Thema möchte ich vorschlagen, dass wir etwas mehr nach der Grundsatzdiskussion und der Sachdiskussion unterscheiden, auch wenn die Stränge natürlich oft miteinander vermengt sind.


    1. Die Grundsatzdiskussion rund um das Thema Verkehr haben wir oft geführt, und sie wird immer Teil des Forums sein müssen - ganz klar. Die Fragen, wie man mit dem Verkehr (insbesondere dem MIV) in einer Stadt umgeht, sind ganz zentral für unsere Themen. Ich möchte jedoch bitten, diese Diskussion nicht bei jedem einzelnen Anlass noch einmal von vorne durchzudeklinieren. In der Regel dreht man sich da nach einer gewissen Zeit im Kreis.


    Aus meiner Sicht ist die Grundsatzdiskussion in Bezug auf den Neubau des B10-Tunnels am Blaubeurer Tor nun zur Genüge diskutiert. Bitte denkt daran, dass dieses Projekt uns die nächsten gut acht oder neun Jahre begleiten wird. Bei dieser Gelegenheit sollten wir uns übrigens auch darauf einigen, gesicherte Annahmen allgemein zu akzeptieren, so etwa wissenschaftlich erhobene Verkehrshochrechnungen.


    2. Die Sachdiskussion zum Neubau des B10-Tunnels meint in diesem Zusammenhang zum Beispiel Fragestellungen der Umsetzung - Tunnel oder Brücke, links herum, rechts herum, verkehrliche Effekte in den anschließenden Straßen, Folgeeffekte für die Umgebung - so etwas. Die Sachdiskussion gebe ich gerne wieder frei :).



    Abschließend ein Wort zur zwischenzeitlichen Thread-Schließung: Ich werde die Diskussion der letzten Stunden um einige ehrverletzende Äußerungen bereinigen, die nichts zur Sache tun. (Bzw. werde die Diskussion bereinigt haben, wenn ihr das in Zukunft lest.) Es ist mir wirklich ein großes Anliegen, dass wir alle miteinander die folgenden Punkte beherzigen:

    • Dissens tut einer Diskussion gut, Kontroverse auch - Streit nicht. In der Regel lohnt sich Streit in einem Forum wie dem unsrigen nicht.
    • Geht bei sich möglicherweise abzeichnenden Konfliktsituation bitte immer erst einmal davon aus, dass die Person gegenüber es nicht böse meint, sondern vielleicht auch nur ein einfaches Missverständnis vorliegt.
    • Wir alle tragen eine gewisse Verantwortung, dass das Miteinander in unserem Forum funktioniert. Ask not what your Bauforum can do for you - ask what you can do for your Bauforum... Ich kann nicht immer da sein, um dazwischenzugrätschen ^^.
  • Geht bei sich möglicherweise abzeichnenden Konfliktsituation bitte immer erst einmal davon aus, dass die Person gegenüber es nicht böse meint, sondern vielleicht auch nur ein einfaches Missverständnis vorliegt.

    Zweimaliges Missverständnis innerhalb weniger Monate ist mir zuviel des Guten.

    Ich wollte das nicht hochhängen, bin dann aber mal raus.

  • Nach Lektüre des Artikels in der Schwäbischen ( Sputnick: Danke!) sehe ich die Sache schon viel klarer und kann zum Glück meine komische Vorstellung, dass der Tunnel unter dem Blaubeurer Tor hindurchführen muss, beerdigen. Wenn ich es richtig verstanden habe, wird ungefähr so etwas angestrebt:



    Hoffentlich selbsterklärend ^^ Auf Ebene 0 würde sich das dann wie folgt darstellen:



    Da habe ich schon ziemlich Lust drauf. Wäre für das Blaubeurer Tor und das neue Freigelände (ein veritabler kleiner Park!) ein gigantischer Gewinn.


    Theoretisch würde mir eine westliche Führung (Richtung Blaubeurer Straße) besser gefallen, um die Tunnelöffnungen vom Grüngelände wegzubringen. Dort gäbe es aber offensichtlich deutlich mehr Raumwiderstände (IKEA/Fricker), und der Artikel nennt noch weitere wie das Grundwasser. Mit der östlichen Führung kann ich aber auch prima leben. Dass die Wallstraßenbrücke erst nach 2030 drankommt, setzt natürlich am nördlichen Ende einen Zwangpunkt - auch hier hätte ich mir vorstellen können, dass die Wallstraßenbrücke ein bisschen nach Westen gerückt wird. Aber die zeitlichen Zwänge sind nun mal, wie sie sind.


    Zur Frage, was man dann mit dem Blaubeurer Tor macht: Ich könnte mit einer originalgetreuen Rekonstruktion der abgebrochenen Teile leben, aber auch mit Reparaturen mit moderner Anmutung. Solange es Qualität hat, bin ich happy.


    Nach dieser kleinen Fingerübung habe ich auch mehr denn je den Wunsch, auf dem Fricker-Gelände und dem IKEA-Parkplatz etwas anderes zu sehen. Auf dem IKEA-Parkplatz kann man ohne Weiteres eine anständige Randbebauung ermöglichen, und auf das Fricker-Gelände gehört ein Stadtbaustein, der mit der neuen Bebauung im Dichterviertel korrespondiert. Das ist ja eigentlich eine richtig große Fläche, auf der man locker 2 oder sogar 3 Blöcke wie im Dichterviertel nebenan realisieren kann, wenn auch sicherlich mit deutlich mehr Gewerbeanteil.

  • 123 Gutes Bildmaterial, sodass man auf gleicher Grundlage diskutieren kann. Also wie man sieht, sind das alles heute ziemliche Unorte. Das wird auch nicht besser. indem man 20% der Fahrzeuge von der B10 los wird.

    Und das historische Erbe braucht dringend Liebe.




    (versuche auffällig unauffällig das Thema zu wechseln..)




    Ahh Puquio und weitere Denkanstöße wären dazu:



    - So hätte es auch mehr mit einer

    „Smart City“ zu tun und das strebt man ja bekannterweise auch an…


    - Grüne (multifunktionale) Inseln braucht Ulm, so können sich die Leute
    verteilen / aus dem Weg gehen
    und müssen nicht die immergleichen Orte aufsuchen…
    Wenn man z.B. die Fußgängerzone / das Sanierungsgebiet richtig Gut hinbekommt…
    Dann wird es sowieso ein „überrannter Ort“ werden und darum braucht man so viele „schöne Ecken“ wie möglich…


    - Auch finde ich es eine gute Möglichkeit „laute Orte“ zu kreieren.
    Zum Beispiel Fußballkäfige überall verteilt in der Stadt / entlang der Bundesfestung…
    Dann ein alljährliches Käfigturnier mit Sichtungen (SSV) aufziehen…
    Oder weitere Parkour- und Calisthenicsparks…
    Oder ein Skatepark der Superlative…

    Oder…


    Einfach mehr Gründe FÜR Ulm und Nach Ulm zu kommen (auch mittelfristig wenn Ulm an die Magistrale angeschlossen wird)




    Fazit:


    Der Festungsring kann man nur in die Zukunft mitnehmen wenn er auch ein Teil davon wird.
    Die Stadtgesellschaft besteht ja auch nicht ausschließlich aus „interessierten Beobachtern“…


    Darum brauchen wir einen viel pragmatischen Ansatz, um auch „wirklich“ über die Zeit der LGS

    zu denken / zu planen / zu kommen…
    Nur so wird man denke ich die

    „gesamte Stadtgesellschaft“

    mitnehmen können…

  • Finde ich zwei gute Punkte, insbesondere der zu den "lauten" Orten. Die braucht es auch in der Stadt, und bieten sich Lokalitäten in der Nähe von größeren Straßen oder Bahngleisen definitiv an.

  • Das stimmt, daran habe ich nicht gedacht, es gibt in Berlin - weiß nicht ob ihr die vielleicht kennt - auch unter den Eisenbahnschienen so historische Gewerbeflächen, die geschützt im Gemäuer, aber sehr urban gelegen, im Prinzip machen können was sie wollen. Ich war dort als Jugendlicher z.B. mal in einem Club. Das darf man wirklich nicht nur aufs Akademische herunterbrechen und den baukulturellen Anteil zu hoch hängen.



    Da habe ich schon ziemlich Lust drauf. Wäre für das Blaubeurer Tor und das neue Freigelände (ein veritabler kleiner Park!) ein gigantischer Gewinn.

    Ziemlich smart ist wenn ich das richtig beobachte, dass man so auch fast jede der bestehenden Fahrradunterführungen weiternutzen kann, wenn das mit den Steigungen hinhaut. Es gibt ja direkt eine unter der Brücke über die kleine Blau (die ja scheinbar gerade noch nicht angetastet wird) und dann am Ring gibt es gleich drei die bleiben könnten, die nördlichen beiden etwas breiter, als die südwestliche beim Autohaus. Könnte also klappen die Straßen womöglich genau über diesen zu belassen. Oder meint ihr, dass die für die Gartenschau sicher raus müssen, weil zu unterdimensioniert?

  • Ziemlich smart ist wenn ich das richtig beobachte, dass man so auch fast jede der bestehenden Fahrradunterführungen weiternutzen kann, wenn das mit den Steigungen hinhaut. Es gibt ja direkt eine unter der Brücke über die kleine Blau (die ja scheinbar gerade noch nicht angetastet wird) und dann am Ring gibt es gleich drei die bleiben könnten, die nördlichen beiden etwas breiter, als die südwestliche beim Autohaus. Könnte also klappen die Straßen womöglich genau über diesen zu belassen. Oder meint ihr, dass die für die Gartenschau sicher raus müssen, weil zu unterdimensioniert?

    Ich schätze, dass die Radunterführungen rund um das Blaubeurer Tor samt und sonders zur Disposition stehen sollten. Da würde einfach zu viel gewerkelt, als dass man die bewahren könnte.


    Wahrscheinlich wäre es gut, die von Osten (Blaustein) und Norden (Eselsberg) einlaufenden Radverkehre östlich des Blaubeurer Tors zu bündeln, dann südlich am Blaubeurer Tor ins Dichterviertel hineinzuführen (oben in der Karte zwischen Hotel und Seniorenresidenz) und dann direkt nach Westen weiter auf die zukünftige/geplante Radbrücke über das Gleisfeld zu. Kann man auch gleich für die Radschnellwegkonzeption entsprechend leistungsstark konzipieren.

  • Ich würde nicht so vorschnell an deiner Stelle urteilen.

    Nur um das noch klarzustellen: Ich wollte hier kein Urteil fällen, auch nicht über die Idee, die B10 zu unterbrechen. Ich fände das selbst wohl gar nicht so verkehrt. Allein, mir fehlt der Glaube daran, dass diese Diskussion nochmal an irgendeiner der Stellen aufgemacht wird, die über so etwas entscheiden könnten, und ich glaube auch nicht, dass es auf Seiten von Stadt, Land oder Bund irgendjemanden in zuständiger Position gibt, der einen solchen Plan verfolgen oder unterstützen würde. Von daher meine persönliche Meinung (nicht Urteil!), dass die Idee unrealistisch ist, und darauf aufbauend dann der Gedanke, dass man unter dieser Prämisse einer weiterhin vierspurigen B10 eben das Beste rauszuholen versuchen sollte, beispielsweise mit der nun diskutierten Tunnellösung. Nachdem Finn die nochmal visualisiert hat und ich mir das nun besser vorstellen kann, gefällt mir die Idee im Übrigen noch besser.

  • ich denke die oberste Prämisse jeglicher Umbaumaßnahmen hier sollte es sein den vorhandenen Verkehr weiterhin möglichst effizient, schnell und unterbrechungsfrei abzuwickeln. Man sollte daran denken dass ein Durchgangsverkehr an dieser Stelle nicht nur aus Autobahnabkürzern besteht sondern auch aus Leuten die vom Ulmer Norden (Dornstadt, Jungingen, Beimerstetten, ..., bis nach Geislingen und Gerstetten) nach NU und Donautal zur Arbeit müssen, und da gibt es keine Alternative dazu außer die B10. Gleichzeitig haben wir mit der Blaubeurer Straße die einige Route vom WEsten her in die Stadt. Die Gegend um das Blauberurer Tor MUSS somit verkehrsmäßig effizient gestaltet werden. Da sin dann irgendwelche ideologischen Argumente um den Autofahrern das Leben schwer zu machen ziemlich fehl am Platz


    123

    für einen kurzen Moment dachte ich, mit den Fotos wolltest du die Schwenk-Bausünde als ein gelungenes gestalterisches Beispiel dieser Gegend anführen...

  • 123

    für einen kurzen Moment dachte ich, mit den Fotos wolltest du die Schwenk-Bausünde als ein gelungenes gestalterisches Beispiel dieser Gegend anführen...


    Für einen kurzen Moment dachte ich, damit wolltest du eine Stadtautobahn als „gelungenes gestalterisches Beispiel in dieser Gegend anführen“…


    Aber das ist ja leider die…


    wahre Bausünde…

  • ich denke die oberste Prämisse jeglicher Umbaumaßnahmen hier sollte es sein den vorhandenen Verkehr weiterhin möglichst effizient, schnell und unterbrechungsfrei abzuwickeln. Man sollte daran denken dass ein Durchgangsverkehr an dieser Stelle nicht nur aus Autobahnabkürzern besteht sondern auch aus Leuten die vom Ulmer Norden (Dornstadt, Jungingen, Beimerstetten, ..., bis nach Geislingen und Gerstetten) nach NU und Donautal zur Arbeit müssen, und da gibt es keine Alternative dazu außer die B10. Gleichzeitig haben wir mit der Blaubeurer Straße die einige Route vom WEsten her in die Stadt. Die Gegend um das Blauberurer Tor MUSS somit verkehrsmäßig effizient gestaltet werden. Da sin dann irgendwelche ideologischen Argumente um den Autofahrern das Leben schwer zu machen ziemlich fehl am Platz


    Ich denke die oberste Prämisse hat

    „nicht mehr“ der MIV…



    Weder für die Leute vom

    „Ulmer Norden (Dornstadt, Jungingen, Beimerstetten… bis nach Geislingen und Gerstetten)“

    noch für dem Ulmer Westen

    (Blaustein, Blaubeeren ähhh Blaubeuren…)

    sondern

    „viel mehr“ geht es um die Leute im

    direkten / indirekten Umfeld… (Neben der Stadtentwicklung als Hauptgrund)…


    Also am Beispiel Blaubeurer Tor zu bleiben

    (B10 / Blaubeurer Straße)

    vor allem für die Ulmer Weststadt, Söflingen, (Eselsberg?), die Altstadt / Neustadt und natürlich der Neu-Ulmer Teil…


    Ziel sollte es also sein. Das Beste aus beiden Welten mitzunehmen.

    Sprich den vorhandenen / kommenden Verkehr

    „weiterhin möglichst effizient, schnell und unterbrechungsfrei abzuwickeln“

    UND

    zumindest diese Stadtautobahn (B10) und überdimensionierte Straßen

    (wie Blaubeurer Straße)

    für das Umfeld verträglicher/ weniger spürbar zu machen…

    Wie zum Beispiel bereits in der Karlstraße, im Bereich Neue Straße/ Rathaus oder bald in der Friedrich-Ebert-Straße…



    Dieses „ideologische Argument“ der 70er Jahre, also

    „den Autofahrern das Leben leicht zu machen ist wirklich Fehl am Platz“

    und längst…


    „überholtes Denken“…

  • Für einen kurzen Moment dachte ich, damit wolltest du eine Stadtautobahn als „gelungenes gestalterisches Beispiel in dieser Gegend anführen“…


    Aber das ist ja leider die…


    wahre Bausünde…

    ich habe zwar die B10 nirgendwo mit einem Fotobeispiel aufgeführt, aber ich bin gottfroh dass es diese Strassenverbindung gibt. nicht weil ich sie optisch so toll und städtebaulich interessant finde, sondern weil sie notwendig war, ist und es auch bleiben wird solange Menschen in unserem Land noch frei entscheiden dürfen wo sie wohnen und wo sie arbeiten...aber hiermit gehts wieder in die Richtung die Finn in diesem thread nicht mehr lesen möchte


    deine Beispiele mit der Neuen Straße und Karlstraße sind übrigens interessant. Während man die Neue Straße noch einigermaßen verträglich zurückbauen konnte, mussten die Leute auf die Olgastraße und die Karlstraße ausweichen. Jetzt wo die Karlstraße künstlich verstopft wurde ohne einen optischen Mehrwert zu bieten bleibt alleine die Olgastraße als eine leistungsfähige ost-west Verbindung durch die Innenstadt übrig. Ich hätte es reizvoller gefunden wenn man damals die Karlstraße so belassen hätte wie sie war und stattdessen die Olgastraße, zum Beispiel inForm eine Allee zurück gebaut hätte. Wir hätten dann mit der Blaubeuerer Straße-Karlsbrücke. Karlstraße-MünchnerStr eine gute Verbindung von West nach Ost und mit einer zurück gebauten Frauenstraße und Olgastraße hätten wir eine bessere Anbindung der Kern-Altstadr an die angrenzenden Bereiche bekommen

  • 123 : Führt langsam schon wieder zu weit ;).


    Ich glaube, dass panpikus ein sehr zutreffendes Wort gewählt hat. Die B 10 ist, jetzt und absehbar, in diesen Dimensionen einfach notwendig. Das muss man nicht mögen (ich mag es auch nicht und habe viel grundsätzlich Sympathie für Rückbauideen wo möglich - so am Ehinger Tor), aber ich akzeptiere die Fakten.


    Ich hätte es reizvoller gefunden wenn man damals die Karlstraße so belassen hätte wie sie war und stattdessen die Olgastraße, zum Beispiel inForm eine Allee zurück gebaut hätte. Wir hätten dann mit der Blaubeuerer Straße-Karlsbrücke. Karlstraße-MünchnerStr eine gute Verbindung von West nach Ost und mit einer zurück gebauten Frauenstraße und Olgastraße hätten wir eine bessere Anbindung der Kern-Altstadr an die angrenzenden Bereiche bekommen

    Wäre tatsächlich eine interessante Idee gewesen, als Alternative zur jetzigen Lösung. Wobei ich die Karlstraße gegenüber dem Stand vor 10 Jahren nicht wirklich als voller/verstopfter empfinde - die hatte auch mit doppelt (naja, 1,5-mal) so vielen Spuren keine nennenswert bessere Verkehrsqualität. Wird schon noch schöner werden, wenn die noch jungen Bäume etwas hochkommen die Umgebungsbebauung weiter aufgefrischt wird.


    Ansonsten stelle ich mich noch auf die Seite der Schwenk-Neubau-Wertschätzer ^^. Ich mag vor allem diese Ansichten:

    Für mich eine der gelungeneren Bauten in Ulm aus dieser Zeit. Schwieriger finde ich eher, und das prägt so etwas die Bebauung entlang der B 10, dass Alt- und Neubau ziemlich kontextlos einfach so an der Bundesstraße rumstehen. Sie haben keine Beziehung zur Umgebung. Deswegen fände ich es gut, wenn das Areal nach Süden hin, die Tankstelle und der Parkplatz am Söflinger Kreisel, entwickelt würden.

  • Während man die Neue Straße noch einigermaßen verträglich zurückbauen konnte, mussten die Leute auf die Olgastraße und die Karlstraße ausweichen. Jetzt wo die Karlstraße künstlich verstopft wurde ohne einen optischen Mehrwert zu bieten bleibt alleine die Olgastraße als eine leistungsfähige ost-west Verbindung durch die Innenstadt übrig.

    Ich finde die Karlstraße sowohl optisch als auch verkehrstechnisch um einiges besser als vorher. Wahrscheinlich ist das wie Vieles einfach Geschmacksache :)


    Verkehrstechnisch sehe ich das Problem eher in der König-Wilhelm-/Münchner Straße. Es fehlt meiner Meinung nach auf der Ostseite einfach eine vernünftige Verbindung nach Neu-Ulm.

  • Ein vorsichtiger Blick auf die

    zukünftige Friedrich-Ebert-Straße

    und es könnte ja Schule machen

    für die Olgastraße, Münchner Straße,

    Neue Straße, Blaubeurer Straße

    (Neu-Ulm auch, zumindest bei der überfälligen Straßenbahnanbindung)…


    Natürlich ist die B10 (als Stadtautobahn) nochmal ein ganz anderes Kaliber.
    Das macht es aber auch so interessant.
    Und dann möchte man es sogar mit einer LGS noch irgendwie „meistern“…


    Na dann auf ein gutes Gelingen!

  • Wahrscheinlich sollte man das Tunnelprojekt hier eher in ,,Visionen" schieben, habe heute die Augsburger Allgemeine mit einem großen Artikel zur Gartenschau gelesen (Print, daher kein Link) und da wurde mit keinem Wort ein Tunnel auch nur angedeutet. Stattdessen so einiges, was eher unwahrscheinlich bleibt bzw. Sparmaßnahmen zum Opfer fallen könnte, wie den Rückbau des Söflinger Kreisels. Gerade auch was um das Ehinger Tor herum an Flächen(nach-)nutzung geplant ist, spricht wenig für eine ernste Überlegung zum Tunnel. So hat man bisher für den Ikea Parkplatz eine kleine Mobilitätsstation geplant, sofern unwahrscheinlicherweise -wie es heißt - Ikea Parkfläche abgibt. Es wird heiß diskutiert die B10 mit einer Art Blockrandbebauung, vielgeschossig abzuschotten von möglichen dahinterliegenden Grünflächen. Dabei ist Streitpunkt wieviel Versiegelung nach der Gartenschau kommt. Übrigens - wenn man mag, kann man das ja auch im LGS Thread diskutieren - sieht es nicht gut für die Standseilbahn aus und schon wird eine Buslinie diskutiert laut Artikel. Wurde hier im Forum glaube ich auch schon geunkt?

  • Wahrscheinlich sollte man das Tunnelprojekt hier eher in ,,Visionen" schieben, habe heute die Augsburger Allgemeine mit einem großen Artikel zur Gartenschau gelesen (Print, daher kein Link) und da wurde mit keinem Wort ein Tunnel auch nur angedeutet.

    https://m.augsburger-allgemein…scheitern-id60165296.html


    Dort ist durchaus die Rede von einem Tunnel…

    Auch im Kommentar zum Allgäuer Ring der kurz ein Vergleich zum Blaubeuer Ring macht, findet es auch eine Erwähnung…