Neubau B10-Tunnel am Blaubeurer Tor

  • Danke für die Einordnung, in der Vöhringer Ausgabe war nichts zu finden im Hauptartikel, wobei ich den Kommentar zum Allgäuer Ring nicht gelesen hatte. Dieser ist auch abgedruckt und spricht den Tunnel an, wie Du sagst. Tut mir leid die Fehleinschätzung.

  • Danke für die Einordnung, in der Vöhringer Ausgabe war nichts zu finden im Hauptartikel, wobei ich den Kommentar zum Allgäuer Ring nicht gelesen hatte. Dieser ist auch abgedruckt und spricht den Tunnel an, wie Du sagst. Tut mir leid die Fehleinschätzung.


    Du möchtest doch nur nicht wieder enttäuscht werden wie mit der Seilbahn. 🙂


    Das zeigt aber auch ein weiteres Problem auf. Auf der einen Seite möchte man ja, dass der Bürger gut informiert ist / sich informiert…


    Auf der anderen Seite sind diese Informationen leider nur in verschiedenen Zeitungen verstreut zu finden und dann noch hinter Bezahlschranken…


    Natürlich kann man sagen: Kannst ja doch die 20 Euro in die Abo‘s von SWP und Augsburger Allgemeine investieren, wieviel gibst du im Alltag unnötig aus und was kostet dir gute Berichterstattung?


    Das sollte aber eigentlich in der GEZ / Beitragsservice beinhaltet sein…


    Da kann man nur hoffen, dass Apple vorbeikommt und alle Print-Medien gleich drin sind, ein Milliardär kauft SWP / Augsburger Allgemeine und macht es zum non profit oder ein Robin Hood 2.0 versucht es zu „torpedieren“…

  • 123 Sehr trefflich formuliert und erkannt. Das ist mir immer noch schwer im Magen, vor allem, wenn ich jetzt höre, dass die Alternative nun eine Buslinie über die Stuttgarter Straße sein könnte.


    Bezüglich der Informationslage: Da finde ich auch die Idee der zusätzlichen Finanzierung des Lokaljournalismus sehr gut. Vielleicht könnten dann die Zeitungen auch Miniabonnements anbieten, dass man z.B. mit der Augsburger Allgemeinen, noch eine Miniabo für den Lokalteil der SWP zu Ulm buchen kann. Ich hatte das schonmal erfragt bei den entsprechenden Zeitungen, jedoch ist scheinbar die wirtschaftliche Attraktivität nicht gegeben. Lieber hat man bei der Augsburger ein extra Abomodell für die digitalen Angebote aufgesetzt, sodass ich mit meinem Printabo online nichts mehr lesen kann.


    Aber zurück zum Thema: Im Artikel, den Du im LGS Thread heruntergebrochen hast stand, dass einige der Maßnahmen am Blaubeurer Ring erst nach der Gartenschau vervollständigt werden können. Da aber gleichzeitig davon gesprochen wurde, dass das Blaubeurer Tor der Eingang zur Gartenschau werden soll, kann ich mir eigentlich nicht vorstellen, dass man hier Substanzielles wie einen Tunnel und damit den Rückbau der Brücke verschieben würde. Aber was wäre alternativ auf nach der Gartenschau an der Stelle zu verschieben?

  • 123 Sehr trefflich formuliert und erkannt. Das ist mir immer noch schwer im Magen, vor allem, wenn ich jetzt höre, dass die Alternative nun eine Buslinie über die Stuttgarter Straße sein könnte.


    Die angestrebte Tunnellösung zeigt doch, dass die Verwaltungsspitze sich gegen alle Widerstände / Herausforderungen durchsetzen möchte.


    Das war auch sicherlich mit der Seilbahn der Fall. Vielleicht war es nur eine LGS zu früh und (LGS1980,LGS2030,LGS2080?) es handelt sich nur um einem taktischen Rückzug!? 🙂 Diese „Verschwörungstheorie“ macht Sinn, wenn mit dem Blaubeurer-Tor-Tunnel der Anfang gemacht wird, dann folgt mit den Jahren Stück für Stück „der Rest“ bis zur Adenauerbrücke!


    Aber das ist schon zu weit gedacht. Aber „der Weg ist das Ziel“… 🙂


    Und Ulm hat ja „wirklich“ eine Bustradition inne. Eine vernünftige / sympathische (Not)Lösung würde ich für etwas anderes schon opfern können / wollen..

  • https://www.swp.de/suedwesten/…stungswerk_-59406549.html


    https://m.augsburger-allgemein…-hindurch-id60511361.html


    https://www.swp.de/suedwesten/…rosser-wurf-59405907.html


    Verwaltungsspitze stürmt voran und spielt den Ball ab zum Gemeinderat...


    - die Verwaltungsspitze rund um Baubürgermeister Tim von Winning (Stürmer) hat auf einer Pressekonferenz klar gemacht, dass dem Gemeinderat (Kapitän, 10er) in einer Sitzung (Oktober) die Tunnelösung / aufgelöster Blaubeurer-Ring / Neuausrichtung des Blaubeurer-Tores "vorgelegt" wird


    - keine wirtschaftlich sinnvolle Sanierung möglich


    - auch in Bauzeit, Beeinträchtigung und Kosten liegen die Vorteile bei der angestrebten Tunnellösung


    - Im Idealfall wäre der Baubeginn 2024 und könnte 2028, also noch vor der LGS 2030 vollendet werden


    - Ersatz der Blaubeurer-Tor-Brücke könnte so 2028 kommen, Wallstraßenbrücke bis 2034, Adenauer Brücke ab 2035


    - Der Tunnel würde 200m lang sein, 6,50 m tief und gegen 40 Millionen kosten


    - Würde er länger ausfallen, müssten sehr viele Leitungen verlegt werden, dort wäre dazu noch die Blau / Hochwasserentlastungsgraben und so müsste man schließlich 12 Meter in die Tiefe gehen


    - Freiwerdende Flächen könnten pünktlich zur LGS 2030 gestaltet werden


    - Ambitionierter Plan


    - Ohne Mithilfe von Land/Bund nicht möglich (Anträge bereits gestellt)


    - "Besserer" Verkehrsfluss würde entstehen


    - Gutachten bestätigt es (2 T-Kreuzungen mit Ampeln)


    - der Kreisverkehr würde/müsste aber aufgehoben werden


    - Blaubeurer-Tor "in Szene setzen" (damals ein Drittel des Tores wurde "geköpft")


    - Baubürgermeister: "Das Blaubeurer-Tor bekommt eine ganz besondere Bedeutung, sowohl für die LGS als auch darüber hinaus"


    - Das BürgerForum startet dazu mit einer 1,5 tägigen Auftaktveranstaltung (24/25 September in der Ulm Messe). Freitag geht es los mit einer Info-Veranstaltung. Am Samstag folgt dann die Auftaktwerkstatt. Es folgen ein öffentlicher Dialog und am 25.11.2021 eine Ergebniswerkstatt im Stadthaus (Informationen aus der Einladung)


    - Dort kann dann die interessierte Stadtgesellschaft ihre Ideen einbringen


    - Dafür wurden (representative) 10% der Bürgerschaft angeschrieben / eingeladen (200)


    - Im Oktober eine "Ergebniswerkstatt"


    - Daraus könnte ein Rahmenplan entstehen der dem Gemeinderat dann auch "vorgelegt" wird


    © Foto: Foto: asp Architekten/Stuttgart, Christoph Hoffmann, TREIBHAUS Landschaftsarchitektur/Hamburg

  • Auch wenn es mir vor den Bauarbeiten graust, weil ich da täglich durch muss, und die geschätzten Kosten dafür mit Sicherheit wesentlich

    höher sein werden als momentan prognostiziert, finde ich, dass wäre das Beste was dem Blaubeurer Tor passieren könnte.


    Ich verstehe ja, dass auf der Visualisierung möglichst viel gezeigt werden soll und mehr (virtuelle) Bäume einiges verdecken könnten ...

    ... aber mein erster Gedanke war: ... da wird wohl der Ein- oder Andere "prähistorische" und geliebte Baum das zeitliche Segnen müssen und als Echtholzschrank enden.

    Nicht falsch verstehen, wenn ich das Ziel sehe, ist das verkraftbar und nötig ;)


    Aber da wird es wieder massive Proteste, Einsprüche und rosa Schleifchen an den Bäumen geben ....

  • Bin ebenso begeistert über diesen Entwurf. Angefangen bei der Erschließung entlang der Gleise (Hochhaus am Blaubeurer Tor optional) bis hin zum Tunnel und der Freilegung der Burganlage. Hier hat der Denkmalschutz, sofern dieser damals etwas zusagen hatte im Kollektiv mit der Stadtspitze versagt. Dem Vorschlag von cortauri kann ich mich nur anschließen.

    Obwohl die Probleme der Welt immer komplexer werden, bleiben die Lösungen beschämend einfach.
    Bill Mollision

  • finde den Vorschlag katastrophal

    Blaubeurer Straße auf die Ludwig-Erhard-Brücke: Ampel muss passiert werden

    Blaubeurer Straße nach Norden: 2 Ampeln müssen passiert werden

    Ludwig-Erhard-Brücke auf Blaubeurer Straße: Ampel muss passiert werden

    Ludwig-Erhard-Brücke nach Süden: 2 Ampeln müssen passiert werden

    B10 von Nord/Süd auf Ost/West: Ampel muss passiert werden


    das wird Staus ohne Ende nach sich ziehen











    . 2 Ampel, meinen die das ernsthaft?

  • https://www.swp.de/suedwesten/…loesung-aus-59433167.html


    - IHK Ulm (wirtschaftlicher Motor / Spielmacher, 6er/8er) "flankiert" die angestrebte Tunnellösung


    - Stärkung (Verkehrsfluss) der Nord-Süd-Achse


    - Jedoch sollten: "Die beiden über Ampelanlagen gesteuerten Knotenpunkte so leistungsfähig gestaltet werden, dass der Verkehr mindestens so gut abwickeln wie heute"


    - Unfallträchtiger Ringverkehr


    - "Massenunfallhäufigkeitsstelle" (Vom Süden kommend), 40-50 Unfälle pro Jar


    - Früher fingierte Unfälle (Sollten die rote Karte sehen)


    - Der Ball liegt nun beim Gemeinderat (tolles Angriffspressing der Spatzen)

  • Ich finde es nicht schlimm, wenn es jetzt eine bzw. zwei Ampeln gibt.


    Jetzt mit dem Kreisverkehr kann man in der Regel ja auch nicht einfach durchfahren. In Anbetracht der vielen Unfälle ist das durchaus berechtigt. Bei einer guten Ampelschaltung müsste es sogar eine grüne Welle drin sein. Damit müsste der Verkehr sogar besser fließen.

  • Spannende Idee. Vor allem der Radfahrer- und Fußgängerweg auf Ebene 0 wäre toll. Dem könnte ggf. entgegenstehen, dass es in diesem Bereich wohl mit vielen Leitungen und einem wohl dort befindlichen Hochwasserentlastungsgraben Konflikte geben könnte, ganz zu schweigen von etwaigen Mehrkosten.


    Ich hatte mir auch überlegt, die Zubringerstraße aus Richtung NU zur Blaubeurer Straße statt in einem Bogen an den Dichterviertel-Neubauten vorbei über eine kleine Brücke direkt über den Tunnelmund zur Kreuzung zu führen, soweit mit der lichten Höhe machbar. Stelle ich mir nicht so arg viel teurer vor, würde aber dem neuen, kleinen Blaubeurer-Tor-Park noch einmal etliche Quadratmeter an zusammenhänger Grünfläche zuführen.


    Mit der Visualisierung bin ich übrigens auch etwas beruhigter, was die zwischenzeitliche Meldung angeht, man könne die freigewordenen Flächen am Blaubeurer Tor später überbauen. Da sehe ich kein Potential. Bei den anderen Quadranten - Bahnpark, IKEA-Parkplatz, Frießer - kann ich mir bauliche Entwicklungen aber nach wie vor sehr gut vorstellen. In der Idealvorstellung der Stadt könnten ja auch alle Bahnflächen, die auf der Visualisierung abgebildet sind, früher oder später zu Bauflächen werden.


    Aber das kommt doch ganz auf die Ampelschaltungen an, oder? Den Artikeln zufolge soll sich der Verkehrsfluss in diesem Bereich mit dieser Lösung sogar deutlich verbessern, was ich - wenn ich an die Staus im Berufsverkehr denke, die heute rund um das Blaubeurer Tor herrschen - für absolut glaubwürdig und wahrscheinlich halte.

  • Es geht ruckzuck: Morgen und übermorgen schon sollen die Gemeinderätinnen und Gemeinderäte im Bauausschuss und in der ganz großen Runde den Grundsatzbeschluss über das weitere Vorgehen herbeiführen. Die Beschlussvorlage mit Planunterlagen, Machbarkeitsstudie, ausführlicher Sachdarstellung und Kalkulation ist in der Bürgerinfo zu finden.


    Für das Gesamtvorhaben - Umbau Blaubeurer-Kreisel, Neubau Wallstraßenbrücke, Neubau Blaubeurer-Tor-Tunnel - werden Kosten in Höhe von gut 124 Mio. Euro angesetzt. Für die "Volluntertunnelung" der B10 mitsamt aller notwendigen Anschlussstellen gibt die Machbarkeitsstudie Kosten in Höhe von 774 Mio. Euro an... dürfte nicht eben in der Portokasse der Stadt stecken.


    Die Verwaltung schlägt nun also tatsächlich die "Ostverschwenkung in Tieflage" vor, vulgo den B10-Tunnel östlich des Blaubeurer Tors, der zuletzt auch in dieser Form durch die Presse und durchs Forum ging. Interessant: Der Ost-Tunnel ist in der Machbarkeitsstudie nur knapp besser bewertet worden als der West-Tunnel, mutmaßlich aber bauzeitlich attraktiver. Es sind aber noch viele weitere Varianten untersucht worden, inklusive Ständerlösungen für die B10 ("Overlays").


    In der ausführlichen Sachdarstellung stecken viele interessante Details. So führt die Stadt bereits Verhandlungen mit der Bahn, um Flächen unterhalb der Wallstraßenbrücke aufzukaufen, die von der Bahn zwischenzeitlich nur noch als Lagerflächen genutzt werden:


    Wenn die Grundstücke 4000/39 und 4000/40 von der Bahn erworben werden, kann der (für nach 2030 terminierte) Neubau der Wallstraßenbrücke um satte 70 Meter verkürzt werden.

  • Wenn die Grundstücke 4000/39 und 4000/40 von der Bahn erworben werden, kann der (für nach 2030 terminierte) Neubau der Wallstraßenbrücke um satte 70 Meter verkürzt werden.

    Nicht erschrecken, ich stelle mal eine Idee in den Raum, die hoch spekulativ ist: Wäre es dann nicht besser statt die B10 Ab- und Auffahrten mit der B19/B28 Blaubeurer Straße/L.E. Brücke zu koppeln, diese zwischen Tunnel und Brücke ganz im Norden an den Schienen getrennt abzuwickeln?



    Vorteil wäre, dass man eine durchgängige Ost-West-Verbindung hätte, mit möglichen Entwicklungsgebieten direkt anliegend(hellblau). Auch bliebe es bei zwei Lärmkorridoren, der Bahn, gekoppelt mit den Zu- und Auffahrten, und der B19/B28 Achse.