Neubau Wallstraßenbrücke und Blaubeurer-Tor-Tunnel (WSB-BTT)

  • Hätte man bei der Gelegenheit nicht hier gleich einen Fußgängerübergang mit einbauen können? Damit die Baustellenführungen vom Startpunkt bei der Aussichtsplatform über die Brücke im Vordergrund sicher ins Baufeld gelangen können, und man mal wieder mittendrin sein könnte statt nur dabei? ;) :whistling:


  • Heute Morgen bei Sonnenaufgang eine Proberunde im Spatz gedreht auf dem Weg in die Innenstadt. Dabei war noch wenig Verkehr. Aufgefallen war mir, dass die Ampeln echt gut geschaltet sind. Bei der Einfahrt ab Blaubeurer Straße springt dann pünktlich die Durchfahrt bei der Ampel B10-Abfahrt auf grün, sodass der Zeitverlust bei einer Durchfahrt West/Ost (und vermutlich umgekehrt ebenso) minim sein wird.


    Probleme erwarte ich höchstens

    • Bei der B10-Abfahrt von der ehemaligen Esso herkommend. Ein wenig Rückstau der Ampel führt möglicherweise zur Blockade der Autos, die vom Westring/Söflinger Kreisverkehr auf die B10 und von der B10 auf die Abfahrt kreuzen wollen.
    • Auf der IKEA-Seite des Spatz durch die Last-Minute-Spurwechsler, die die freie Spur blockieren


    Der Klassiker wird auch sein, dass die einen oder anderen zu Beginn der Umstellung auf der Südseite die alte Ring-Spur nehmen anstatt durch die Spatz-Schlaufe zu fahren. Dort stehen zwar Durchfahrtsverbote, aber es ist nun eben eine breite Baustelleneinfahrt.

  • Der Klassiker wird auch sein, dass die einen oder anderen zu Beginn der Umstellung auf der Südseite die alte Ring-Spur nehmen anstatt durch die Spatz-Schlaufe zu fahren. Dort stehen zwar Durchfahrtsverbote, aber es ist nun eben eine breite Baustelleneinfahrt.

    ... vermutlich aber nicht mehr lange, die Asphaltfräse ist schon unterwegs...

  • Ich muss aber sagen, nachdem ich das vorhin selbst mal gestetet habe: Ich finde die Verkehrsführung durchaus gelungen und die Beschilderung bzw. Markierungen ziemlich klar, abgesehen davon, dass es (wenn ich nichts übersehen habe) genau gar keinen Hinweis gibt, wie man aus der Blaubeurer Straße nach Norden kommt, nämlich via Rampe in der Schillerstraße, die überhaupt nicht ausgeschildert ist, vielleicht weil sie nicht wirklich geeignet ist für größere Verkehrsmengen... Muss nochmal checken, ob stattdessen der Weg über den Söflinger Kreisel ausgeschildert ist.


    Natürlich sind die Ampeln etwas ungewohnt, aber sie vermeiden stressige Spurwechsel, weil man an allen relevanten Stellen direkt von der Ampel in die passende Spur einfahren kann. Die Wartezeiten waren auch nicht länger als früher an den Einfahrten, wenn vorne mal wieder einer sich nicht getraut hat, reinzufahren. Ich war allerdings auch nicht zur Stoßzeit unterwegs, und man wird sehen müssen, wie sich das einpendelt.


    Ich begrüße es jedenfalls sehr, dass die Stresssituation Blaubeurer Ring nun Geschichte ist, und freue mich nun auch auf den beampelten Endzustand in wenigen Monaten.

  • Interessanterweise endet an diesem Wochenende ja auch die nur ein paar Monate währende Geschichte des Blaubeurer Rings als echtem Kreisverkehr. Das wurde er ja erst mit Inbetriebnahme der Cartoffel im letzten Winter, und das wird er nie wieder sein - auch wenn der Spatz vielleicht gerade so noch als "Ring" durchgehen mag...

    Aber der Blaubeurer Ring war doch Jahrzehnte (zumindest bis in 90er Jahre) ein echter Kreisverkehr? Die Bypässe gab es erst mit dem Umbau auf 2 Kreisspuren.

    Oder wie war das gemeint?


    Gruß Alex

  • Aber der Blaubeurer Ring war doch Jahrzehnte (zumindest bis in 90er Jahre) ein echter Kreisverkehr? Die Bypässe gab es erst mit dem Umbau auf 2 Kreisspuren.

    Oder wie war das gemeint?


    Gruß Alex

    War er denn jemals ein echter, d.h. auch so beschilderter, Kreisverkehr, oder schon immer eine runde Kreuzung? Ich kenne den Originalzustand nicht, muss ich zugeben... aber in den Zehnerjahren war er's jedenfalls nicht mehr.

  • Noch ein Nachtrag von gestern Abend, der auf mich wie ein schlechter Slapstick gewirkt hat. Wer es nicht selbst gesehen hat kann's vermutlich kaum glauben.


    Ein Rettungswagen, von Süden kommend ist auf den Spatz abgebogen. Vor der Ampel zur Ludwig Erhard Brücke hält er kurz, folgt dann dem Ring. Kommt dann am Wackenhut vorbei wieder zur Ludwig Erhard Brücke, blinkt auf der Brücke schon links. Er sieht vermutlich die 2,1m Sperre an der Neutorbrücke. Fährt 1x den Bogen unter der Kienlesberg Brücke bei der swu um dann darüber Richtung Eselsberg zu fahren. Am Ende rangiert er sich um die spitze Kehre wieder zurück Richtung Michelsberg. Er wollte wohl zur Kinderklinik und hat alles falsch gemacht, was man falsch machen konnte.

    Ich hänge mal die Bilder hinten an, obwohl man oft fast nix erkennen kann. (Ich habe ja weder am Anfang gedacht, dass es so ein Spektakel wird, noch, dass am Ende immer noch ein weiterer Akt dazu kommt)

    Für Verkehrsbeobachtungen ist eine Pause auf dem Aussichtspunkt immer wieder interessant.ert.

  • Aber der Blaubeurer Ring war doch Jahrzehnte (zumindest bis in 90er Jahre) ein echter Kreisverkehr? Die Bypässe gab es erst mit dem Umbau auf 2 Kreisspuren.

    Oder wie war das gemeint?


    Gruß Alex

    Der Ring war nie ein Kreisverkehr.

    Anfangs waren es 4 ampelgeregelte Kreuzungen. Die Ampeln wurden entfernt und es wurden 4 Kreuzungen zweispuriger Einbahnstraße. Diese würden dann Stück für Stück durch bypässe ertuchtigt.

    Also dürfte man schon immer z.b. Richtung Ludwig Erhard Brücke aus der inneren Spur geradeaus, aber nie von der äußeren Spur weiter im Ring fahren

  • Noch ein Nachtrag von gestern Abend, der auf mich wie ein schlechter Slapstick gewirkt hat. Wer es nicht selbst gesehen hat kann's vermutlich kaum glauben.


    Ein Rettungswagen, von Süden kommend ist auf den Spatz abgebogen. Vor der Ampel zur Ludwig Erhard Brücke hält er kurz, folgt dann dem Ring. Kommt dann am Wackenhut vorbei wieder zur Ludwig Erhard Brücke, blinkt auf der Brücke schon links. Er sieht vermutlich die 2,1m Sperre an der Neutorbrücke. Fährt 1x den Bogen unter der Kienlesberg Brücke bei der swu um dann darüber Richtung Eselsberg zu fahren. Am Ende rangiert er sich um die spitze Kehre wieder zurück Richtung Michelsberg. Er wollte wohl zur Kinderklinik und hat alles falsch gemacht, was man falsch machen konnte.

    Ich hänge mal die Bilder hinten an, obwohl man oft fast nix erkennen kann. (Ich habe ja weder am Anfang gedacht, dass es so ein Spektakel wird, noch, dass am Ende immer noch ein weiterer Akt dazu kommt)

    Ich bin selbst Angehöriger einer Blaulichtorganisation und wir werden von der Stadt Ulm über unsere Führung seit jeher gut mit Infos über Sperrungen und Umbau versorgt. Seit den Problemen mit der Neutorbrücke sind wir angehalten, die Straßenbahnbrücke zu nutzen. Wie man auf deinen Bildern erkennen kann, kommt der RTW von auswärts, d.h. der wurde vermutlich für eine dringliche Verlegung beauftragt und kam dann mit der Ulmer Streckenführung nicht ganz klar. Ich würde vermutlich bei der aktuellen Autobahnbaustelle bei Memmingen auch kurz zucken, wenn ich da mit Sonder- und Wegerechten auf dem Weg zu einem Einsatz wäre. Unschöne Situation, aber in diesem Fall muss man immer bedenken, dass der Patient ja in diesem Moment bereits durch Fachpersonal betreut wird.

  • Der Ring war nie ein Kreisverkehr.

    Anfangs waren es 4 ampelgeregelte Kreuzungen. Die Ampeln wurden entfernt und es wurden 4 Kreuzungen zweispuriger Einbahnstraße. Diese würden dann Stück für Stück durch bypässe ertuchtigt.

    Also dürfte man schon immer z.b. Richtung Ludwig Erhard Brücke aus der inneren Spur geradeaus, aber nie von der äußeren Spur weiter im Ring fahren

    Ich habe aus eigener Neugierde einmal auf GIS BW die alten Orthophotos abgerufen und demnach schien es (weit vor meiner Zeit in Ulm) folgendermaßen gewesen zu sein:

    • 60er Jahre (vor Bau Wallstraßenbrücke) bis in die 70er Jahre: zweispuriger Kreisverkehr mit Bypass von Süd nach Ost. Von West nach Ost und umgekehr sind sogar drei Spuren markiert.
    • 80er Jahre: Ring wird mit Haltelinien ausgestattet, daher beginnt vermutlich da die Zeit der Ampelregelung. Von Süd nach Ost fällt ab dem Bau der Ludwig-Erhard-Brücke der Bypass weg.
    • Ab 2. Hälfte 90er Jahre: die Haltelinien verschwinden, stattdessen werden große Sperrflächen markiert. Der Ring hat nun rundherum nur noch zwei Spuren.
    • Anfang 2000er Jahre: diverse Sperrflächen werden begrünt. Bypass von Ost nach Nord (DB-Seite) sowie von West nach Süd (Wackenhut) entsteht. Der Ring erhält offensichtlich an den Einfahrten Schilderbrücken, die die Spuren kennzeichnen. Von Süden her fährt man in drei Spuren in den Kreisverkehr. Die provisorische Sperrung der ganz rechten Spur erkannte bis vor kurzem noch, als der Umbau begann.


    Ob natürlich jetzt der Ring in diesem Phasen als echter Kreisverkehr (mit Schild 215) oder als unechter Kreisverkehr mit Vorfahrt gewähren (ohne 215, aber mit 205 oder 206) gekennzeichnet war, sagen die Luftbilder nicht aus. ;) Wer sich selbst ein Bild machen möchte, dem sei Startseite - Geoportal BW (Menü "Karten" => "Digitaler Luftbildatlas") ans Herz gelegt.

  • Ich habe aus eigener Neugierde einmal auf GIS BW die alten Orthophotos abgerufen und demnach schien es (weit vor meiner Zeit in Ulm) folgendermaßen gewesen zu sein:

    • 60er Jahre (vor Bau Wallstraßenbrücke) bis in die 70er Jahre: zweispuriger Kreisverkehr mit Bypass von Süd nach Ost. Von West nach Ost und umgekehr sind sogar drei Spuren markiert.
    • 80er Jahre: Ring wird mit Haltelinien ausgestattet, daher beginnt vermutlich da die Zeit der Ampelregelung. Von Süd nach Ost fällt ab dem Bau der Ludwig-Erhard-Brücke der Bypass weg.
    • Ab 2. Hälfte 90er Jahre: die Haltelinien verschwinden, stattdessen werden große Sperrflächen markiert. Der Ring hat nun rundherum nur noch zwei Spuren.
    • Anfang 2000er Jahre: diverse Sperrflächen werden begrünt. Bypass von Ost nach Nord (DB-Seite) sowie von West nach Süd (Wackenhut) entsteht. Der Ring erhält offensichtlich an den Einfahrten Schilderbrücken, die die Spuren kennzeichnen. Von Süden her fährt man in drei Spuren in den Kreisverkehr. Die provisorische Sperrung der ganz rechten Spur erkannte bis vor kurzem noch, als der Umbau begann.


    Ob natürlich jetzt der Ring in diesem Phasen als echter Kreisverkehr (mit Schild 215) oder als unechter Kreisverkehr mit Vorfahrt gewähren (ohne 215, aber mit 205 oder 206) gekennzeichnet war, sagen die Luftbilder nicht aus. ;) Wer sich selbst ein Bild machen möchte, dem sei Startseite - Geoportal BW (Menü "Karten" => "Digitaler Luftbildatlas") ans Herz gelegt.


    An dieser Stelle im Video zum Bau der Wallstraßenbrücke ist das Schild 215 zu erkennen, aber ohne 205 (Vorfahrt gewähren), es war also scheinbar mal ein unechter Kreisverkehr. In den Aufnahmen sieht es aber nicht danach aus als ob der einfahrende Verkehr auf die Vorfahrt besteht.
    https://youtu.be/Er-RpHaTcQg?t=464

  • Schaut so aus, als würde die westliche Brückenhälfte auf den weiteren Abriss vorbereitet - die Absperrungen sind von den Bereichen entfernt, die nicht überm Tor liegen. Sieht also so aus, als würde man demnächst die Querschnitte setzen und links und rechts vom Tor konventionell abreißen, noch bevor der Mittelteil rausgehoben wird...