Angepinnt Stadtgespräche Ulm

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    • Ulm hat 30 Millionen Euro mehr im städtischen Haushalt [SWP]
      Dank eines guten Arbeitsmarktes und damit sprudelnder Steuern kann sich Kämmerer Martin Bendel über ein ordentliches Haushalts-Plus freuen.
      Dazu die Sitzungsvorlage aus dem Hauptausschuss. Man konnte insgesamt 36 Millionen Euro zusätzlich generieren, von denen 23,5 Mio. auf ein Plus aus der Gewerbesteuer entfallen. Vom Zusatzertrag musste man noch zusätzliche Aufwände i.H.v. ca. 6 Mio. abzwacken, daher die 30 Millionen aus dem Artikel. Netter Batzen.
    • Spekulation über Abt-Neubau am Münsterplatz in Ulm [SWP]
      In der Ulmer City gibt es Erwartungen, dass der neue Abt-Eigentümer Erwin Müller einen großen Wurf am Münsterplatz plant. Noch ist aber nichts konkret.
      Also doch. Nachdem dem ehemaligen Abt-Chef Schwaderer zugesichert wurde, seine Wohnung im Haus behalten zu können, hätte ich nicht damit gerechnet. Aber Herr Schwaderer ist dann ja doch vor kurzem gestorben.

      Von allen Nachkriegsbauten am Münsterplatz würde ich das Abt-Gebäude noch am ehesten behalten, so von der Frontansicht zum Münsterplatz her. Zumindest im EG und in den OG1-3 macht es eine ganz gute Figur, OG4 und das Dach hätten vielleicht überarbeitet werden können, genauso wie die vom Münsterplatz abgewandten Gebäude und Fassade. Aber für mich gehört es zum Inventar des Münsterplatzes und ist eines der guten, behaltenswerten Beispiele der Nachkriegsarchitektur in Ulm.

      Mit einem Neubau kann ich mich anfreunden, wenn es an dieser herausragenden Stelle ein richtig, richtig großer Wurf wird. Gut zu hören, dass die Stadt schon involviert ist und darauf pocht. Mehr Höhe und Giebelständigkeit (wie in Vorkriegszeiten) sollte man erwarten können, auch als Taktgeber für künftige Entwicklungen rund um den Münsterplatz.

      Ich wünsche mir auch, dass man das Glockenspiel und vielleicht auch einige Gestaltungselemente des aktuellen Hauses integrieren kann, etwa die Optik der Steinfassaden. Und schön wäre es auch, wenn man das Gebäude als Abt-Gebäude beließe und das grässliche Müller-Orange nicht auf den Münsterplatz knallt. Für die Platzgasse und die Rebengasse wäre ein Neubau natürlich ein großer Gewinn; wobei ich mich fragen würde, wie viel Verkehr Pfauen- und Rebengasse für Tiefgarage und Anliegerung wegstecken können.

      Das Sortiment könnte vielleicht auch von der Aufnahme von temporären Concept Stores profitieren. An den Abt dachte zuletzt erst, als ich diesen Artikel gelesen habe.
    • Wie die Geschmäcker doch auseinander gehen. Ich finde gerade dieses Gebäude von all den Nachkriegsbauten am Münsterplatz am wenigsten erhaltenswert.
      Auch das Glockenspiel finde ich nicht unbedingt erhaltenswert. Ich finde an der Stelle müsste noch nicht mal unbedingt ein Giebelhaus stehen, aber auch ein reines Flachdach würde nicht passen.
      Giebeldächer hat es in Ulm schon viele, ich würde es mal schön finden, wenn mal es mehr Vielfalt bei der Architektur in Ulm geben würde.
      Vielleicht ein Gebäude mit teils postmodernen Elementen mit einem Dach, das in Richtung Mansardendach geht. Die Fassade würde ich mit Glas und Naturstein am besten finden.
      Und natürlich Arkaden im Erdgeschoss wie beim jetzigen Gebäude.

      Eine große öffentliche Tiefgarage wäre gut für den Innenstadthandel. Ja, das Müllerorange wäre am Münsterplatz nicht so schön und ich hoffe auch auf eine schönere Ladengestaltung.
      Denn diese finde ich allgemein bei Müller, ob Kaufhaus oder die anderen Filialen nicht so ansprechend.
    • Glockenspiel muss bleiben! Keine Kompromisse :D .

      Die Giebelständigkeit habe ich hier als Wunsch formuliert, weil sie das Gegenteil von Traufständigkeit ist :D . Traufständige Gebäude können nur schwer ein richtig gutes, städtebaulich wertvolles Profil entwickeln. Ein Ensemble aus Münster, Stadthaus und hoher, giebelständiger Randbebauung am nördlichen und westlichen Münsterplatz male ich mir ganz hübsch aus. Wenn sich Mansardwalmdächer darunter mischen, werde ich sicher nichts sagen -- Mansardwalmdächer sind mit Abstand meine liebsten städtischen (und ländlichen) Dachformen.

      Die Neubauten können und sollen natürlich auch modern interpretiert werden können, auch der Vorkriegsmünsterplatz war ein Sammelsurium an Architekturstilen. Die prägenden Dachformen waren tatsächlich Spitzgiebel und Mansardwalm, wie man z.B. hier sehen kann. Nur auf Traufständigkeit kann man bitte verzichten.

      Die Tiefgarage unter einem neuen Abt kann gar nicht öffentlich werden, dazu fehlen die Kapazitäten in den zu- und ableitenden Straße (Sterngasse, Pfauengasse, Rebengasse). Die TG kann nur für Mitarbeiter und Anwohner in möglichen neuen Wohnungen in den Obergeschossen vorgesehen sein. Abgesehen davon hat man auch die Rathausgarage für öffentliche Zwecke...
    • Aki schrieb:

      Das mit den Medien ist immer so ne Sache. Benetton geht es allgemein schlecht. auch andere Filialen in anderen Städten werden geschlossen.
      Klar hat sich die obere Bahnhofsstraße verändert, das ist auch mir aufgefallen, aber das ist denke nicht der Hauptgrund für die Schließung.
      Denke auch das diese Filiale einfach zu klein ist.
      Die waren ja schon vor Ewigkeiten (Anfang der 80er) in der Platzgasse in einem Mini-Ladengeschäft. Meine erste Freundin ging da als Kundin ein und aus... :D Seit deren Fortgang dort hatte ich die garnicht mehr auf dem Schirm...
    • Ich habe mal einen Artikel über Benetton gelesen. Ja, in den 80ern und auch in den 90ern waren die sehr beliebt und populär. Aber sie haben so manchen Trend verschlafen und es ist ja allgemein derzeit so, dass es der Branche, gerade der in der mittleren Preiskategorie nicht so gut geht. Ich persönlich finde das sehr schade. Vielleicht wäre ein Standort, der Damen-, Kinder- und Herrenkleidung vertreibt an einem Standort in Ulm besser, als wenn es mehrere kleine Läden sind.
    • Ich weiß nicht, was da so alles in die Entscheidung mit reinspielt. Eine Rolle wird sicherlich die Baustelle am Bahnhof spielen, die das schwierige Klientel, die von der Innenstadt einer Großstadt so angelockt wird, auf die obere Bahnhofstraße massiert und konzentriert. Die Benetton Group ist wohl auch seit längerem in einem Umstrukturierungsprozess, und vielleicht kann oder will man sich die Miete an diesem Standort nicht länger leisten. Die Bahnhofstraße ist von großteiligen Ladenstrukturen geprägt (Kaufhof, P&C, Sport Sohn, Reischmann, bald Sedelhöfe), kleinere Boutiquen gehen da tendentiell ein bisschen unter. Ab der Hirschstraße bis zur östlichen Innenstadt ist alles ein bisschen kleinteiliger. Mal schauen, was nachkommt.
    • Ulmer Finanzlage ist hervorragend [SWP]
      Wenn Finanzbürgermeister Martin Bendel über den Haushalt für 2018 spricht, reiht sich ein Superlativ an den anderen. Das Investitionsvolumen mit mehr als 120 Millionen Euro weiter historisch hoch, die Steuereinnahmen sprudeln, die Überschüsse aus den Jahren 2016 und 2017 mit 50 beziehungsweise 30 Millionen Euro deutlich über Plan, alle Investitionen bezahlbar „ohne einen Cent neue Schulden“. Kurz zusammengefasst: „Die Ulmer Finanzlage ist ausgezeichnet.“
      Angesichts der anstehenden, teuren Infrastrukturmaßnahmen sehr erfreulich. In dieser glücklichen Lage ist beileibe nicht jede Kommune.

      ***

      Mehr Autos auf Ulmer und Neu-Ulmer Straßen [SWP]
      Bis zum Jahr 2030 wird der Verkehr in Ulm und Neu-Ulm weiter zunehmen. Die Steigerung ist allerdings deutlich geringer als die der Einwohnerzahl.
      Ich habe mich auf die Suche gemacht, weil mich die Details mehr als die globalen Zahlen interessieren, den Bericht aber nicht gefunden. Anlass des Artikels war seine Behandlung im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt des Stadtrats Neu-Ulm, und aus der Beschlussvorlage kann man zumindest einiges mitnehmen. Es ist mehr denn je davon auszugehen, dass Ulm und Neu-Ulm gemeinsam schon 2030 an die 200.000 Einwohner herankommen, mehr als Saarbrücken, Potsdam, Heidelberg, Ludwigshafen... puh :S . Ganz schöne Herausforderung.

      Haupttreiber der Entwicklung in Neu-Ulm waren mit Steigerungen in der Dimension von 20-30% tatsächlich die neuen Abschnitte der ertüchtigten B 10, während viele innerstädtische Straßen sowie Abschnitte entlang der alten B 10 (Offenhausen, Pfuhl, Burlafingen) spürbar entlastet wurden. Das ist gut. Dass der Verkehr nicht so stark wie die Bevölkerung wächst, ist ebenfalls erfreulich. Im Modal Split (also Verhältnis von MIV zu ÖPNV zu Fahrrad/Fußgänger) gibt es noch Nachholbedarf. Das Fazit der Stadtverwaltung:

      (Quelle: Stadt Neu-Ulm, Sitzung vom 14.11.2017)
    • Oberbürgermeister Gunter Czisch: „Wir müssen mit klarer Kante antworten!“ [SWP]
      Oberbürgermeister Gunter Czisch im Interview über die Sicherheitslage in der Bahnhofstraße, überzogene Reaktionen des Handels und neue Ideen für eine attraktive City.

      Daraus u.a. für das Forum interessant:
      Wie sehen Sie denn die Ulmer Innenstadt in der Zukunft?
      Genau darüber müssen wir uns unterhalten. Ich möchte ein Innenstadtforum initiieren, das den Dialog sucht und sich genau mit diesen Fragen befasst.

      Worum soll es dann gehen?
      Die Zukunft der Innenstadt ist nicht nur ein Thema des Handels. Dazu gehören auch Gastronomie, Aufenthaltsqualität, Sauberkeit, Grün, Lärm, Mobilität ... Es ist also auch ein Thema der Stadtentwicklung: Leben, Arbeiten und Wohnen in der Innenstadt.
      Später schränkt er ein, dass es "nicht immer nur ums Bauen" geht. Trotzdem eine spannende Idee. Könnte das Thema der 2020er Jahre werden.
    • Ja, konkret muss das nicht werden. Vielleicht meint man es ja ernst damit, dass man das in einem Forum wirklich gemeinsam mit ganz vielen anderen Akteuren entwickeln will.

      Ich weiß auch gar nicht, was ich mir so konkret für die Innenstadt wünschen würde... ehrlich gesagt, so schlecht haben wir's nicht. Die Struktur passt soweit. Klar, eine Straßenbahn für die ÖPNV-Trasse in der Neuen Straße, aber das ist als Idee ja nicht eben revolutionär und wird sicher eh diskutiert werden.

      Vielleicht könnte man, wenn wir schon beim Thema sind, die Verknüpfung zur Neu-Ulmer Innenstadt stärken. Die Herdbrücke hat zwar noch ein paar gute Jahre vor sich, aber ich fand platzartige oder bebaute Brücken immer schon faszinierend, ob die Rathausbrücke in Zürich oder die Krämerbrücke in Erfurt. Eine solche Vision für die Herdbrücke, auch als ingenieurstechnischen Meisterwerk, fände ich ganz charmant. Aber das führt ja buchstäblich aus der Innenstadt Ulms raus und damit weg vom Thema.
    • Finn schrieb:

      Vielleicht könnte man, wenn wir schon beim Thema sind, die Verknüpfung zur Neu-Ulmer Innenstadt stärken. Die Herdbrücke hat zwar noch ein paar gute Jahre vor sich, aber ich fand platzartige oder bebaute Brücken immer schon faszinierend, ob die Rathausbrücke in Zürich oder die Krämerbrücke in Erfurt. Eine solche Vision für die Herdbrücke, auch als ingenieurstechnischen Meisterwerk, fände ich ganz charmant. Aber das führt ja buchstäblich aus der Innenstadt Ulms raus und damit weg vom Thema.
      Ich habe ja immer noch die Vision von einem autofreien Boulevard, ganz ohne MIV, zwischen der Neuen Mitte und dem Rathausplatz Neu-Ulm... jaja, ich weiß, wer Visionen hat... ^^