Angepinnt Regio-S-Bahn Donau/Iller

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    • Reiner L. schrieb:

      ShyFly schrieb:

      Wäre denn die Elektrifizierung von Donau-, oder Brenzbahn im S-Bahn-Konzept vorgesehen gewesen? Könnte mich nicht daran erinnern, jemals davon etwas gehört zu haben.
      Vorgesehen wohl nicht, wäre aber Aufgrund Winfried Hermanns Elektrifizierungs-Aktion schon ein schönes nice-to-have.
      Ich sehe das nicht nur als "nice to have" sondern sogar als ein must, da ein S-Bahn Konzept ohne komplette Elektrifizierung, zweierlei Fahrzeugtypen erforderlich macht.
      Denkt man an die Unterhalt und Wartungskosten oder Fahrzeuganschaffungen, bedeutet das einen sehr hohen zusätzlichen Kostenfaktor. Umweltschutz mal nicht berücksichtigt.
    • mucerl schrieb:

      Reiner L. schrieb:

      Vorgesehen wohl nicht, wäre aber Aufgrund Winfried Hermanns Elektrifizierungs-Aktion schon ein schönes nice-to-have.
      Ich sehe das nicht nur als "nice to have" sondern sogar als ein must, da ein S-Bahn Konzept ohne komplette Elektrifizierung, zweierlei Fahrzeugtypen erforderlich macht.Denkt man an die Unterhalt und Wartungskosten oder Fahrzeuganschaffungen, bedeutet das einen sehr hohen zusätzlichen Kostenfaktor. Umweltschutz mal nicht berücksichtigt.
      Ich bin da ganz bei dir, aber ob das die DB Netze auch so sieht?
    • Reiner L. schrieb:

      mucerl schrieb:

      Reiner L. schrieb:

      Vorgesehen wohl nicht, wäre aber Aufgrund Winfried Hermanns Elektrifizierungs-Aktion schon ein schönes nice-to-have.
      Ich sehe das nicht nur als "nice to have" sondern sogar als ein must, da ein S-Bahn Konzept ohne komplette Elektrifizierung, zweierlei Fahrzeugtypen erforderlich macht.Denkt man an die Unterhalt und Wartungskosten oder Fahrzeuganschaffungen, bedeutet das einen sehr hohen zusätzlichen Kostenfaktor. Umweltschutz mal nicht berücksichtigt.
      Ich bin da ganz bei dir, aber ob das die DB Netze auch so sieht?
      Servus Rainer, ja da hat Du recht, die DB AG wird das sicherlich nicht so sehen, aber das Land will ja auch die Elektrifizierung der Strecken. Und da ist meiner Meinung nach auch das Land gefördert, zumal Ulm als Standort und Stadt boomt. Da verstehe ich nicht, weshalb machen Strecken keine Prio bekommen und das auf die lange Bank geschoben wird.
      Von den Einwohner her ist Ulm zwar noch überschaubar, aber der ÖPNV muss mit der Stadt wachsen. Dazu gehört für mich auch ein vernünftiges S-Bahn Netz, das das Umland anbindet. Mit der Elektifizierung und den entsprechenden Fahrzeugen, steigt auch der Umstieg auf den ÖPNV. Man sieht es auch an der Tram, die mehr angenommen wird als der Bus.
      Bei mir hier in München ist der ÖPNV an der Grenze des Möglichen und täglich S-Bahn Ausfälle, U-Bahn hoffnungslos überfüllt, etc.Man hat hier den Ausbau der zweiten Stammstrecke auf die lange Bank geschoben, was sich jetzt rächt. Kann man zwar jetzt nicht mit Ulm vergleichen, aber was ich damit sagen will, dass Ulm den Sprung nicht verpassen sollte und Druck auf das Land ausüben muss.
    • Vorgesehen und Teil der S-Bahn-Planung war die Elektrifizierung etwa der Brenzbahn nicht, weil das Vorhaben auf Bundesebene früher schon abschlägig beschieden wurde. Im Zielkonzept des Regionalverbandes von 2016 heißt es auf S. 32f:

      12.2 Elektrifizierung weiterer Strecken

      [...] Die Elektrifizierung des durch die Regio-S-Bahn-Linien bedienten Streckennetzes ist Voraussetzung für den Einsatz moderner, energieeffizienter und umweltfreundlicher elektrisch angetriebener Fahrzeuge. [...] Zudem bestehen in einem voll elektrifizierten Netz mehr Freiheitsgrade zur Schaffung von Durchmesserlinien. [...]
      Unabhängig von der Realisierung des regionalen SPNV-Zielkonzeptes sollte am Ziel der Elektrifizierung aller auf Ulm zulaufenden Strecken festgehalten werden. Dementsprechend wurden die von der Regio-S-Bahn Donau-Iller befahrenen bislang nicht elektrifizierten Bahnstrecken
      • Ulm–Memmingen–Kempten–Oberstdorf (Illertalbahn)
      • Ulm–Aalen (Brenzbahn)
      • Ulm–Sigmaringen–Tuttlingen (Donaubahn)
      im Rahmen der Projektanmeldungen für die Fortschreibung des Bundesverkehrswegeplanes 2030 beim Bund für die Elektrifizierung dieser Bahnstrecken angemeldet. Allerdings wurde die Elektrifizierung dieser Strecken mit der Begründung, dass es sich um Maßnahmen für den Schienenpersonennahverkehr handelt, nicht in den Bundesverkehrswegeplan 2030 aufgenommen.
      In den Bundesverkehrswegeplan muss man es schaffen, wenn man sein Verkehrsinfrastruktur-Vorhaben finanziert kriegen will. Hat man mit den genannten Strecken versucht, aber nicht geschafft. Die Begründung im Zielkonzept fand ich etwas schwammig, also habe ich einfach mal direkt im BVWP nachgeschaut...

      ProjektnummerBezeichnungBegründungResultat
      1-181ABS Ulm - Aalen (Brenzbahn)Trotz einer erwarteten Zunahme des SGV auf der Strecke, kann der Nutzen einer Elektrifizierung und eines Ausbaus für den überregionalen Verkehr die Investitionskosten nicht decken. Da das Projekt deshalb nicht wirtschaftlich ist, ist es nicht in den BVWP aufzunehmen.In Erstbewertung ausgeschieden
      1-184ABS Ulm - Memmingen - Kempten - Oberstdorf (Illertalbahn)Trotz einer erwarteten Zunahme des SGV auf der Strecke, kann der Nutzen einer Elektrifizierung und eines Ausbaus für den überregionalen Verkehr die Investitionskosten nicht decken. Da das Projekt deshalb nicht wirtschaftlich ist, ist es nicht in den BVWP aufzunehmen.In Erstbewertung ausgeschieden
      1-004ABS (Freiburg -) Immendingen - Sigmaringen - Herbertingen - Ulm (Donaubahn)Durch die geringe Nachfrage nach Ost-West-Verbindungen im betroffenen Abschnitt ist kein Nutzen des Ausbaus für den SPFV und den SGV gegeben. Da es sich daher um eine SPNV-Maßnahme handelt, ist der Projektvorschlag nicht in den BVWP aufzunehmen.In Erstbewertung ausgeschieden



      Kontext: Der BVWP 2030 hat einen Schwerpunkt auf Schienenpersonenfernverkehr gelegt, Schienenpersonennahverkehr wurde eher ausgeklammert. Auf der Brenzbahn und Illertalbahn hätte man zwar eine Steigerung des Schienengüterverkehrs erzielen können, aber kalkulatorisch wohl nicht genug, um die Investition zu rechtfertigen.

      Der Vorstoß des Landes bezieht sich auf den SPNV, also den Nahverkehr, der vom BVWP 2030 übergangen worden ist. Man will also Vorhaben finanzieren, die der Bund ansonsten erst allerfrühestens irgendwann nach 2030 angelangt hätte. Ehrt das Land, finde ich, ist aber auch gut investiertes Geld. Priorität haben aber erstmal relativ kurze Streckenabschnitte, die schnell und effektiv umgesetzt werden können. Das kann man auf dieser Karte gut nachvollziehen. Bei den langfristig anzugehenden Strecken vermute ich, dass sie schon wieder in den nächsten BVWP rutschen könnten...

      Czisch und der Regionalverband trommeln jetzt, weil sie es als gute Vertreter der Region halt tun müssen. Ich kann mir vorstellen, dass das Land aus zwei politischen Gründen abwinkt: Weil die zu elektrifizierenden Strecken relativ lang und damit teuer wären, und weil die Region aktuell schon mit der Südbahn eine lange und teurer Elektrifizierung erhält.
    • Und damit ich informative und kommentierende Inhalte mal trenne ( :) ) :

      Schade finde ich es schon, dass die Brenzbahn und die Donautalbahn nicht berücksichtigt werden. Auf der bayerischen Seite knobelt man ja bereits, wie man die Illertalbahn elektrifiziert kriegt. Ganz sauber wird die S-Bahn-Konzept aber auch dadurch nicht, denn es blieben noch drei nicht-elektrifizierte Äste: Ehingen/Riedlingen, Heidenheim/Aalen, und Weißenhorn. Durchmesserlinien würden damit schwierig. Allerdings geht es mit der S-Bahn sowieso so langsam voran, dass man am Ende eh schauen muss, wie man rauskommt.

      Ich glaube immer noch, dass die Brenzbahn Potential hat, aufgewertet zu werden. Eine direkte Verbindung vom Bodensee über Ulm und Aalen nach Nürnberg, von dort aus Anschluss an den schnellen ICE nach Berlin: Echt nicht so schlecht, relativ direkte Verbindung. Ich finde es immer etwas verstörend, über Stuttgart und Mannheim nach Berlin zu fahren...

      Ansonsten bin ich ganz bei mucerl und Reiner. Schon zum Selbstschutz muss Ulm dringend darauf hinwirken, dass das Umland gut und bequem erschlossen wird -- das braucht man einfach als Wohnraumreserve, zur Entlastung der Straßen und nicht zuletzt aus Gründen des Umweltschutzes.

      Edit: Da ich mir gerade die oben verlinkte Karte noch einmal genauer anschaue... heftig, wie groß der Unterschied zwischen dem Nordwesten und dem Südosten des Landes ist. Klar, Nordbaden ist dicht besiedelt, aber dass Südwürttemberg im Vergleich so dermaßen abfällt, verwundert mich doch.
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      Nichts großartig Neues. Die Reaktivierung der Stichstrecke Laupheim-West nach Laupheim als Leuchtturm anzuführen finde ich etwas befremdlich; das war 1999... und wenn die Südkurve gemeint ist, die war auch 2011.
    • Der Einsinger Ortsvorsteher müsste meines Wissens nach noch der Herr Stadler sein. Wolfgang Stittrich ist der Besitzer eines Autohauses in Einsingen und ebenfalls politisch aktiv. Vor ein paar Jahren hat er sein Geschäft an die B311/Abzweigung Einsingen verlegt. Ist ein altes Betriebsgelände direkt an den Gleisen nach Erbach. Sicherlich würde er davon profitieren, wenn die DB da einen Haltepunkt einrichtet. Von der Infrastruktur wäre die Ecke auch sehr gut geeignet für einen S-Bahn Halt. Der Süden des Donautals, vor allem Iveco und das Einsinger Gewerbegebiet, wären damit gut erschlossen. In direkter Nachbarschaft befinden sich auch Haltestellen für die Linien 20 Ringverkehr und 21 Erbach/Ehingen. Auch Türkücü Ulm hat dort sein Vereinsheim mit regelmäßigen Grossveranstaltungen und Trainings.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von guyincognito ()

    • Nochmal nachgeschaut... stellvertretender Ortsvorsteher ist der Herr Sittrich. Doppelt falsch von mir also, ganz schön peinlich :( .

      Einsingen sehe ich fast in derselben Kategorie wie Burlafingen, Klingenstein und Offenhausen/NU-Industrie bei den zu (re-) aktivierenden Haltepunkten. Bietet sich einfach total an. Die gefühlte Ortsmitte Einsingens (also der Wohngebiete) liegt zwar rund 1,2 Kilometer entfernt, das Gewerbegebiet Einsingen aber zu großen Teilen innerhalb des magischen 500m-Radius. Auch zum Umstieg vom und auf den Bus würde sich der Haltepunkt prima eignen.