Bundesfestung Ulm

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • panpikus schrieb:

      ich bin zwar nicht Mike, aber DAS BUCH ALLER BÜCHER ist jeden einzelnen Cent wer!

      Und für den schnellen Leser bzw. für Wanderung auf dem Ulmer Festungsweg und zu den einzelnen Bauwerken (mit toller Übersichtskarte hinten im Umschlag): Die Bundesfestung - Ein Führer durch die Festungsanlagen

      Und hier noch das antiquarische Buch des Gründeres vom Förderkreis Bundesfestung Ulm, Dr. Otmar Schäuffelen: Die Bundesfestung Ulm und ihre Geschichte - Europas größte Festungsanlage

      DAS BUCH ALLER BÜCHER welches von panpikus empfohlen wird, kann ich dir aber ebenfalls wärmstens weiterempfehlen!
    • Wer ist letztens mal auf der B10 nach Norden aus Ulm rausgefahren und hat sich über den ungewohnten Anblick der Doppelcaponniere gewundert? Wie's ausschaut, bleibt er uns erhalten.

      Im Mai 2015, als dem Gemeinderat der Brückenzustandsbericht vorgelegt worden war, schnitt die Fußgänger-/Radfahrerüberführung an der Doppelcaponniere mit 4,0 ziemlich desaströs ab. Sie sollte abgerissen und ersetzt werden.

      Nun ist die alte Brücke weg, und in der Verwaltung regt sich jetzt der Wunsch, es dabei auch bewenden zu lassen. Denn: Es bietet sich ein unerwartet eindrucksvoller Blick auf besagte Doppelcaponniere. Die Verwaltung hat also den Neubau gestoppt und dem Gemeinderat einen Entwurf vorgelegt, demzufolge eine alternative Wegführung untersucht und beschlossen werden soll, um auf einen Neubau der Brücke zu verzichten.

      Informationen gibt es dazu in der Bürgerinfo. Sehr lesenswert sind hier auch die Anlagen, die den Vorher-Nachher-Zustand dokumentieren und eine alternative Wegführung vorschlagen.

      [img]http://i.imgur.com/G7wef98.png[/img]
      (Quelle: Stadt Ulm)

      Die Idee sieht vor, auch die beiden anderen Brücken, die im weiteren Verlauf über die Wallstraßenbrücke im Bereich der Abfahrt von der B10 zum Alten Fritz und über die Kienlesbergstraße führen zu entfernen. Eine alternative Radwegverbindung soll entlang der Festungsmauer führen. Ein Teil des (unhistorischen?) Geländers, im Bild oben rechts der Mitte, müsste dem zum Opfer fallen. Auch wäre die Abfahrt von der B10 circa auf Höhe Alter Fritz zu kreuzen, was nicht ungefährlich ist.

      Aber ich persönlich glaube, dass das diese neue Aussicht wert wäre. Erst recht, wenn noch die Brückenfundamente zurückgebaut werden. Außerdem entfielen auf Dauer die Unterhalts- und Instandsetzungskosten der drei Brücken (gemindert um die einmalig fälligen Abbruchkosten).
    • Förderkreis Bundesfestung: Reparieren, was der Frost zerstört [SWP]
      Positive Zahlen hat der Förderkreis Bundesfestung Ulm vorzuweisen: Er hat inzwischen 310 Mitglieder, die Zahl der ehrenamtlichen Arbeitsstunden erhöhte sich auf mehr als 12.000, und bei den 388 Führungen erfuhren genau 8535 Gästen Interessantes über die Festungsgeschichte und die Arbeit der Ehrenamtlichen. [...]
      Im Fort Oberer Kuhberg läuft noch immer die aufwendige Sanierung der Außenfassade des rechten Flankenturmes (Nordturm). Hier kam es aufgrund des undichten Daches und Gesimses über Jahre zu einer Durchfeuchtung des senkrechten Mauerwerks.
    • Ein Fass ohne Boden mit bislang viel zu geringer Wertschätzung und finanzieller Unterstützung. Bis heute nicht als schützenswertes Baudenkmal eingestuft, obwohl sie Europas größtes Festungsbauwerk ist.

      Daher ziehe ich den Hut und habe allergrößte Hochachtung vor den Leistungen des Festungsvereins!

      Allmählich keimt ja die Hoffnung, dass zumindest die Wilhelmsburg stärker in den Fokus rückt ( siehe LGS). Ein immenses Potential schlummert da.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Wolfe ()

    • Da kann ich mich dir nur anschließen!

      Mir geht es da wie beim Münster: Man gewöhnt sich viel zu schnell daran. Aber manchmal habe ich so Momente, in denen ich staunend auf dem Münsterplatz stehe oder von der Kienlesbergbastion zur Wilhelmsburg hinaufschaue und mir denke, irre, was wir hier in der Stadt haben.

      Ich fände es immer nach wie vor vertretbar, das kleine Wäldchen vor der Wilhelmsburg abzuholzen, um den Blick auf die Burg von der Innenstadt aus freizulegen. Auch an so banalen Dingen scheitert manchmal das Bewusstsein: Man weiß, dass die Burg da ist, aber man sieht sie nicht. Dabei könnte man eine Blickbeziehung zu so vielen Orten in der Innen- und Weststadt aufbauen. Und ich würde mir wünschen, dass die Überreste der alten Radweg-/Fußgängerüberführung an der Wallstraßenbrücke, vor der Kienlesbergbastion, komplett abgerissen und abgetragen werden. Der Blick muss freigegeben werden.
    • Da gebe ich panpikus recht, viele Bürger wissen nicht viel über die Bundesfestung Ulm und das sie auch die größte Festungsanlage Europas ist.
      Ich kenne mich mit den Kriterien nicht aus, aber ich könnte mir sogar vorstellen, dass die Bundestfestung Ulm insgesamt mit den anderen Bundesfestungen
      in Mainz, Luxemburg, Landau und Rastatt auch ein Kandidat wäre für ein UNESCO-Weltkulturerbe, denn sie sind ein Zeugnis des Festungsbaus des 19. Jahrhunderts
      und auch vielleicht des Zeitgeistes der Zeit nach den Kriegen Napoleons
    • Um damit den Bogen zur Landesgartenschau zu schlagen:
      Wie schon mal geschrieben halte ich es für sinnvoller die LGS nicht an der Westfront der Bundesfestung abzuhalten sondern dafür die Ostfront zu verwenden, von der Wilhelmsburg über das Glacis an der Stuttgarter Straße bis hinunter zum Glacis am Ostplatz und in die Friedrichsau hinein. Dort wurde ja an der Donau eine aufwendige Renaturierung des Donauufers betrieben die ja noch nicht ganz abgeschlossen ist. Ein Teil der Ostfront von der Wilhelmsburg bis herunter zum Alten Fritz wäre bestimmt auch integrierbar.
      Das ließe sich doch alles wunderbar in eine LGS einbeziehen und man könnte die Friedrichsau nach fast 40 Jahren mal wieder aufmöbeln. Käme auch von der Kostenseite bestimmt nicht teurer daher wie die Schaffung eines Grünstreifens an der B10 vor der Westfront und eingezwängt in ein Gewerbegebiet. Schreckliche Vorstellung für mich, trotz der Nähe des Blauparks...
      Die Verbindung durch den ÖPNV für Menschen die nicht bergauf zur Wilhelmsburg laufen können oder wollen, könnte man durch eine temporäre Buslinie oder eine "Gummibahn" mit mehreren Zwischenhalten gewährleisten.
      Soweit meine Gedanken dazu.