Nachrichten aus Handel und Wirtschaft

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    • Aus „Herwig“ wird „Hans im Glück“: Erneut Gastronomie statt Handel in Ulm [SWP]
      Nach dem Aus für die Buchhandlung Herwig am nördlichen Münsterplatz zum Jahreswechsel zieht dort 2018 dann die Münchner Burgerkette „Hans im Glück“ ein.

      „Hans im Glück“ zieht bald an den Münsterplatz [NUZ]
      Burger-Kette wird Nachfolger der Buchhandlung Herwig.

      Der nächste Name, den ich eher in den Sedelhöfen erwartet hätte.
    • In Ergänzung zur Meldung von Anfang Juli, dass Modepark Röther zu Möbel Mahler zieht:

      Mahler stellt sich in Neu-Ulm neu auf [SWP]
      Das Möbelhaus kann neben Mode Röther und Edeka auch Radl Bauer als neuen Mieter gewinnen. Das führt zu einer großen Rochade und nennenswerten Investitionen.
      Händler fürchten Möbel-Mahler-Pläne [NUZ]
      Einrichtungshaus siedelt mehrere große Geschäfte an. Verband warnt vor gravierenden Verwerfungen.
      Für den Standort sicherlich eine Stärkung. Ein großes Radgeschäft und ein großer Edeka profitieren sicherlich vom nahen und großen Parkhaus. Für den Innenstadthandel ist weiterhin vor allem die großflächige Ansiedlung von Röther ein Schlag. Immerhin dürfte der Straßenzug auf dem Mahler-Areal nach den Maßnahmen etwas attraktiver ausschauen.
    • Es geht zwar nicht konkret um Ulm, aber ich verfolge die jüngsten Nachrichten zu Galeria Kaufhof mit einem flauen Gefühl im Bauch.

      Wenn ich mich nicht irre, gehört das Ulmer Haus zu den umsatzstärksten im Konzern, sodass ein größerer Einschnitt erstmal andere Standorte treffen dürfte. Aber die Situation scheint so volatil zu sein, dass alles passieren kann, auch wenn ich eine Schließung für unwahrscheinlich halte. Bleibt spannend.
    • Mal hier rein...

      30 Spielcasinos droht das Aus [SWP]
      Spielhallen müssen einen Mindestabstand von 500 Metern aufweisen. Betreiber, die dagegen verstoßen, erhalten keine Konzession von der Stadt.
      Soll mir nicht unrecht sein, auch wenn das rechtlich und vielleicht auch ethisch eine schwierige Sache ist; die Branche ist ja nicht illegal, und der Entzug einer Konzession kommt fast schon einer Betriebsschließung von Amts wegen gleich. Da gibt es zurecht große Hürden, über die die Behörden springen müssen.

      Trotzdem, Spielhallen sind milieuprägend und sind oft ein Teil der Ursachen, wieso die eine oder andere Gegend sozial abschmiert. Man denke nur an die Blaubeurer Straße oder das Universumcenter. Vielleicht bin ich da zu hoffnungsvoll und die Spielhallen werden 1:1 durch Wettbüros und Shishabars ersetzt, aber womöglich könnte das an der ein oder anderen Stelle Anlass zu einer städtebaulichen Veränderung liefern. Ich denke da etwa an die Baracke an der Neuen Straße, neben den Xinedome, die schon lange abgerissen und deren Grundstück adäquat überbaut gehört...
    • Ohne die Hintergründe zu kennen, klingt das für mich nach einer typischen Entscheidung auf oberster Management-Ebene, mit oder ohne Einflüsterung von topbezahlten Unternehmensberatern. Strategische Ausrichtung, Effizienz, Effektivität, blablubb.

      Zum Vorgang möchte ich trotzdem nicht zu viel sagen, da IIRC Mitarbeiter hier mitschreiben oder mitlesen und ich nicht eben sehr gut informiert bin. Vielleicht ein Trost: Der Arbeitsmarkt in der Gegend freut sich wahrscheinlich auf alle, die den Umzug nicht mitmachen und in der Region bleiben wollen. Man denke an Nokia und Continental. Auch die Gebäude werden sicherlich ihre Nachnutzer finden.

      ***

      Hier stellt sich die Lage wieder etwas anders dar:

      Forschungsabteilung aus Ulm wird abgezogen [StZ]
      Der Autobauer Daimler zieht seine Forschungsabteilung aus Ulm ab. Die Beschäftigten seien am Donnerstag per Mail über die geplante Verlagerung informiert worden, teilte die IG Metall mit. Daimler bestätigte die Pläne: Die Forschungsaktivitäten im Pkw-Bereich sollten an den Standorten Sindelfingen und Untertürkheim sowie am neuen Prüf- und Technologiezentrum Immendingen konzentriert werden, hieß es.
      Daraus:
      Als IT-Standort solle Ulm ausgebaut werden, mittelfristig sollten dort einige hundert zusätzliche Arbeitsplätze entstehen.
    • Entsprechende Gerüchte gingen schon seit Jahren auf dem Oberen Eselsberg rum. Von Kollegen, die schon länger in der Gegend (bei anderen Firmen) beschäftigt sind, hört man daß der Daimler-Standort schon vor 10 Jahren geschlossen werden sollte... nunja, mal sehen was da wirklich passieren wird. Eine "IT-Abteilung" hochzuziehen macht an der Stelle ja eher wenig Sinn, außer sie meinen "Software-Entwicklung" (was ja nun nicht IT ist, aber die Medien kennen den Unterschied häufiger nicht...).

      Nach dem Wegzug von Intel also wieder eine einschlägige Firma weniger. Eigentlich merkwürdig, wo Ulm doch gerade in den Bereichen Software und Automotive eher an Bedeutung gewinnt... und es eine Menge Standortvorteile gibt, von der Uni über die relative Nähe zu Stuttgart und München bis zur Verkehrsanbindung. Aber man wird sehen, was wirklich dahintersteckt.

      Natürlich meine besten Wünsche für die Betroffenen. Ich bin selbst vor ca. 5 Jahren in dieser Situation gewesen, als Nokia zugemacht hat. Aber es findet sich dann doch immer wieder was Neues...
    • Für mich ist Ulm und Neu-Ulm auch eine Stadt. Ich komme ja aber aus Neu-Ulm, vielleicht sehen das Ulmer anders. Viele Besucher wissen auch oft nicht, was ist in Bayern, was in BW.
      Aber ich finde es auch interessant, eine Stadt in 2 Bundesländern. Aber klar, an sich kostet es mehr Geld.

      An sich erkennt man ja an jeder Ampel, ob man jetzt in Neu-Ulm ist oder in Ulm ;) :D
    • Ich sehe Ulm und Neu-Ulm durchaus noch als zwei verschiedene Städte, auch wenn das im Alltag nicht groß auffällt und man de facto natürlich miteinander verwachsen ist. Es macht aber schon noch einen Unterschied, ob die Verwaltung nach München/Augsburg oder Stuttgart/Tübingen schaut, ob in Sachen Verwaltungsvorschriften oder Finanzmittel. Rechts der Donau zum Beispiel immer dann, wenn Straßen saniert werden und die Stadt dann die Anrainer zur Kasse bittet; links der Donau zahlt man als Anrainer nichts.

      Eine Fusion beider Städte, wie sie im Zuge des Nuxit ab und an ins Spiel gebracht wird, ist für meine Begriffe komplett unrealistisch. Wenn Neu-Ulm innerhalb Bayerns die Verwaltungsebene wechselt, ist das unproblematisch, aber eine Einverleibung einer bayerischen Stadt durch eine württembergische wird im 21. Jahrhundert sicher nicht mehr passieren. So drastisch viel würde man da auch nicht sparen; eine fiktive Stadt ULNU bräuchte auch eine größere Verwaltung für ihre dann ~180.000 Einwohner, so ziemlich genau in der Größe der beiden jetzigen Verwaltungsapparate... und es findet ja schon sehr viel Kooperation statt, ob durch die Stadtwerke oder bei der Wasserversorgung oder Abwasserentsorgung. Ein bisschen mehr gemeinsame Weitsichtigkeit wünsche ich mir etwa beim ÖPNV, wobei die Stadt Neu-Ulm da ja (noch) vom Landratsamt abhängt.

      Ich bin mit dem Status Quo eigentlich ganz happy. Beiden Städten geht es prima. Das bisschen Reiberei, das es manchmal gibt, bringt halt ein bisschen Würze ins Geschehen vor Ort; macht es nur umso spaßiger, den Lokalteil zu lesen. Deswegen finde ich es ganz witzig, wenn man zu touristischen Zwecken ein bisschen mehr die bayerischen und württembergischen Karten spielt. Scheint ja auch ganz interessant und amüsant rüberzukommen, wenn man dem im Artikel zitierten Cafébetreiber auf der Donauinsel glaubt.
    • So wie ich weiß war es schon öfters im Gespräch, auch im letzten Jahrhundert, Ulm und Neu-Ulm zusammen zu führen. Einmal irgendwann muss es wohl daran gescheitert sein, dass glaube man sich nicht einigen konnte, ob die Stadt dann in Bayern oder in BW sein sollte und welches Bundesland welche Ausgleichsflächen abgeben müsste. Derzeit halte ich es auch für unrealistisch, dass es zu sowas in den nächsten 20 oder 30 Jahren kommen könnte. Und auch ob der Nuxit kommt ist ja noch nicht sicher.

      Eigentlich mag ich es, diese Stadt in zwei Bundesländern, so wie ich sie sehe. Mein Gefühl ist es auch, dass die Ulmer nicht in Bayern sein wollten und die Neu-Ulmer nicht in BW.