Nachrichten aus Handel und Wirtschaft

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    • Nachrichten aus Handel und Wirtschaft

      Nachdem wir in letzter Zeit hin und wieder Diskussionen aus diesem Bereich geführt haben, lege ich diesen Thread an, um die anderen Themen nicht zu sehr zerfransen zu lassen. Dies soll insbesondere ein Beitrag dazu sein, den Thread "Stadtgespräche" etwas sauberer zu halten und den Baubezug anderer Threads, wie etwa demjenigen zu den Sedelhöfen, etwas zu schärfen.

      In diesem Thread können Nachrichten rund um Handel und Wirtschaft in Ulm diskutiert werde, solange diese einen Bezug zu Bauen und/oder Stadtentwicklung haben oder voraussichtlich haben werden. Ein CEO-Wechsel bei Magirus Brandschutz etwa ist nicht unbedingt Thema für das Bauforum. Wenn aber das Blautalcenter seinen zweiten Ankermieter binnen eines Jahres verliert, könnte das bauliche Änderungen nach sich ziehen.
    • Nach Euronics verlässt auch V-Markt das Blautalcenter [SWP]
      Harter Schlag für das Ulmer Blautalcenter: Dort verabschiedet sich nun der V-Markt, nachdem zuletzt der Elektrohändler Euronics ausgezogen war und sich in Neu-Ulm neu angesiedelt hat. Somit verlassen innerhalb kurzer Zeit beide Ankermieter das große Einkaufszentrum an der Blaubeurer Straße. Das Familienunternehmen Kaes in Mauerstetten, das die V-Märkte betreibt, bestätigte am Donnerstag die Schließung des Lebensmittelmarkts zum. 1. Februar 2017. Es sei in den vergangenen drei Jahren nicht gelungen, den V-Markt im Blautalcenter in die Gewinnzone zu bringen.
      Das ist durchaus besorgniserregend, auch wenn es sich klar abgezeichnet hatte. Vor der Renovierung des Marktkaufs hatte ich gehofft, dass der Standort an der Einsteinstraße aufgegeben wird und die Edeka-Gruppe (der Marktkauf angehört) stattdessen die Fläche im Blautalcenter übernimmt. Das hätte Platz gemacht für eine Weiterentwicklung des Standorts an der Einsteinstraße, zwischen Stadtregal und zukünftigem Magirus-Areal. Mit der Marktrenovierung und dem Parkhausbau war das Schicksal der Supermarkt-Ladenfläche im Blautalcenter aber besiegelt.

      Aber auch, wenn die Fläche (wie auch früher schon angedacht) aufgeteilt werden sollte -- womit will man sie bespielen? Mit noch mehr Textil? Die relative Abgelegenheit wird nicht helfen, die Flächen vermarktet zu kriegen. Ohne Supermarkt und ohne Elektronik-Geschäft verliert das Blautalcenter aber noch mehr an Anziehungskraft. Keine beneidenswerte Aufgabe, so in die anstehenden Verkaufsgespräche zu gehen.

      Ein Elektronikmarkt wird nicht mehr kommen, aber vielleicht lässt sich die Ex-Euronics-Fläche einem Einzelhändler aus dem Bereich des höherwertigen oder Bio-Lebensmitteleinzelhandels schmackhaft machen. Diese Ladenfläche ist ja tatsächlich ebenerdig von einer Parkebene erreichbar. Ein denn's, ein Feneberg oder ein basic könnte eine solche Fläche bespielen, und er wäre vom Marktkauf nebenan nicht so betroffen wie ein ein regulärer Supermarkt.

      Zwei Ideen:
      • Die V-Markt-Fläche mit einer für ein Einkaufscenter innovativen Nutzung belegen, die kein Handel ist. Man denke an Dinge, für die Leute auch mal 30, 50, 100 km anreisen: Kletterhallen, Kartbahnen,... das Miniatur-Wunderland in Hamburg ist ein riesiger Erfolg und ein unheimlicher Frequenzbringer. Mir fehlt da zugegeben etwas die Fantasie, aber diese Dinge gibt es.
      • Den Ost-Teil des Blautalcenters bis etwa Höhe Ex-Euronics kappen. Man könnte den Teil abreißen und die Fläche, genau gegenüber dem Magirus-Areal, neu entwickeln. Oder man könnte die Flächen umbauen, etwa zu einem Bürokomplex. Parkflächen sind vorhanden, Verpflegung auch. Möglicherweise wäre eine der beiden Möglichkeiten ja rentabel. Bevor das Center wegen der beiden großen Leerstände anfängt, ernsthaft in die Bredouille zu kommen, kann man es vielleicht mit einer Gesundschrumpfung probieren.
    • Als das Center vor kurzem teilweise renoviert worden ist, hatte ich mir auch schon Gedanken über seine Zukunft gemacht. Einkaufscenter auf der grünen Wiese (wenn auch jetzt so langsam eingewachsen ;) ) sind aus heutiger Sicht städtebaulich verwerflich, und Handelsflächen haben wir in UL/NU auch eher zu viel als zu wenig. Aber dieses Riesending absaufen zu lassen ist halt auch keine Option; das Center ist keine zwanzig Jahre alt und gerade gelungen aufgehübscht worden, Abschreibungen hin oder her.

      Ich würde dem Center noch so lange Zeit geben, bis Magirusareal und Moco-Areal bebaut sind. Da stehen große Entwicklungsmaßnahmen an, die grob geschätzt eine dreistellige Zahl je an Arbeitsplätzen und Einwohnern in die Nachbarschaft spülen werden. Sollte die Beringerbrücke durch eine Radfahrer-/Fußgängerbrücke vielleicht auf Höhe der Magirusstraße ersetzt werden, rückt auch das Hetzenbäumle näher. Das macht den Braten vielleicht auch nicht fett, aber es kann schon für mehr tägliche Frequenz sorgen.

      Vielleicht ist ja wirklich eine Möglichkeit, es von einem Einkaufscenter wegzuentwickeln und mehr Funktionen ins Haus zu bringen. Das Fitnessstudio finde ich schon einmal nicht verkehrt. Die Speiserei dürfte auch davon profitieren, wenn mehr Arbeitsplätze in der Nähe entstehen. Indoor-Dauerattraktionen wie eben das angesprochene Miniatur-Wunderland oder ein VR-Erlebnisparcour wären auch ein Beitrag. Vielleicht ein Hotel? Beste Verkehrsanbindung, Stellplätze en masse, Sicht wahlweise auf die Blau oder ins Center...

      Meint ihr, das Parkdeck Ost verträgt noch Last? Wieso nicht z.B. dreigeschossige Büroaufbauten, die über einen Skywalk über die Blau mit einem kleinen Bürohochhaus im Magirusareal verbunden werden, das wiederum Parkplätze im Blautalcenter anmieten und ausweisen kann... ;) . Eigentlich müsste hier dasselbe Paradigma gelten wie für Innenstädte im Allgemeinen: Funktionsmischung ist Trumpf. Wohnen dürfte unwahrscheinlich sein, aber wieso nicht Handel, Büro, Freizeit, Hotel?

      Ihr seht, ich würde die Krise als kreative Chance wahrnehmen. Wäre doch schön, wenn in Ulm ein Rezept gefunden wird, wie man kränkelnde Malls wieder auf die Beine stellt.
    • ich glaub nicht dass da irgendein Parkdeck mehr Last verträgt. man hat mir gesagt dass das BC auf ungünstigem Untergrund gebaut wurde und die Gefahr des Einsackens besteht.
      Meiner Meinung nach hat das BC folgende Probleme:
      - Überfluss an Lenbensmittelläden in der Blaubeurerstr. Wenn die Leute zum Aldi kommen werden sie nicht im VMarkt einkaufen. Außerdem sind da noch der Kaufland und der Marktkauf da
      - MediaMarkt ist um die Ecke
      - abwechslungsarmes Angebot an Geschäften
      - nich tvorhandene Abindung an die Blau

      @Finn: wieso findest du solche Einkaufscenter 'auf der grünen Wiese' verwerflich? sie helfen den Autoverkehr von der Innenstadt fernzuhalten und wie wir alle wissen sind heutzutage Autofahrer in der Innenstadt nicht erwünscht
    • panpikus schrieb:

      wieso findest du solche Einkaufscenter 'auf der grünen Wiese' verwerflich? sie helfen den Autoverkehr von der Innenstadt fernzuhalten und wie wir alle wissen sind heutzutage Autofahrer in der Innenstadt nicht erwünscht
      Hallo panpikus,
      nicht erwünscht würde ich so nicht sagen. Und auf die "Grüne Wiese" mag ich nicht fahren, in diese Kaufbunker mit angeschlossener Blechwüste...
      Aber ist es als Ulmer wirklich_nötig_mit dem Auto in die Innenstadt zu fahren wenn ich nichts schweres einkaufen mag?
      Ja, Parkhäuser und Tiefgaragen werden , wenn die Tiefgarage unter der Friedrich-Ebert-Straße und die Sedelhöfe fertig sind, genug vorhanden sein. Für meinen Geschmack fast schon zuviel des Schlechten...
      Wenn ich die Fahrt mit dem Auto in die City inkl. Parkplatzsuche und Gebühren in Relation setze zu den Ticketpreisen für Bus oder Tram kann der einzige Grund dafür doch nur an der Bequemlichkeit vieler Autofahrer liegen. Andere Schilderungen oder Ausdrucksweisen über das Thema mag ich hier nicht nennen, wir sind ein recht fachbezogenes und zivilisiertes Forum, finde ich.
      Es ist ein Armutszeugnis für IHK und Cityhandel wenn die Stadt Ulm respektive die Parkhausgesellschaft im Lauf der letzten 30 Jahre ein Parkhaus nach dem anderen gebaut hat, dies aber keinerlei Wohlwollen oder gar Erwähnung derjenigen findet. Es wird einfach als Selbstverständlichkeit aufgenommen. Einkaufszentren wie Blautalcenter oder Glaciscenter müssen ihre Parkgaragen selbst bauen.
      IHK und Cityhandel interessiert nicht ob und wie die Menschen im näheren städtischen Umfeld mit den alltäglichen Autolawinen klarkommen sollen, Hauptsache die Kasse und die eigene Bequemlichkeit wird nicht tangiert.
      Baustellen werden nicht mehr hingenommen wenn sie das Umfeld für die Stadtbewohner verbessern sollen (Bau der Tramlinie 2, Neue Mitte, Rückbau Karlstraße und Frauenstraße), es zählt leider nur noch das egoistische Vorwärtskommen mit dem eigenen Auto.

      Sorry, das musste leider mal raus, ist auch keine persönliche Kritik an dich, panpikus.
    • @Reiner L
      wenn ich mehrere Einkaufstüten und Getränkekisten, dazu ein Kleinkind und ab und zu noch eine Schwiegermutter, die auf einen Rollator angewiesen ist, nicht durch ständig überfüllte Busse schleppen will, könnte man das natürlich auch 'Bequemlichkeit' nennen. Meine Zeit ist mir kostbar, daher versuche ich beim Einkaufen meist so viel es geht in einer Runde abzuklappern. Die Blaubeurerstraße oder die EC in Senden oder Erbach sind dann sehr praktisch
      Btw. Schon mal versucht mit einen Kinderwagen in den 3er einzusteigen? wenn da schon mal 2 drin sind ist der Käse gegessen. Dazu kommt das asoziale Verhalten vieler 3er
      Passagiere...ich war jahrelang mit dem Bus unterwegs und weiss wovon ich spreche.

      wo ich dir recht gebe ist es, dass viel Leute unnötigerweise mit dem Auto unterwegs sind. Wenn einer vom Ehinger Tor zum Stadtregal unbedingt mit dem Auto kommen muss anstatt auf ein Fahrrad zu steigen ist es für mich unverständlich.
    • Wenn's jetzt so schnell dunkel wird, kann man ja nichts mehr machen außer vor dem Rechner zu hängen :D . Demnächst schieße ich wieder ein paar Fotos zum Ausgleich...

      Ich würde das alles in den Kontext der Stadtbauparadigmen stellen. In der Nachkriegszeit, in der auch schlicht viel tabula rasa in Deutschland war, wollte (und konnte) man klar gegliederte und getrennte Stadtbereiche haben. Es musste nicht einmal räumlicher Zusammenhang zur Kernstadt bestehen. Böfingen ist kein schlechtes lokales Beispiel. Etwas später gesellte sich das Prinzip der autogerechten Stadt dazu. Nach einigen Jahrzehnten hat man festgestellt, das eine derart funktional getrennte Stadt vor allem lange Wege, viel Verkehr und jede Menge Lärm erzeugt und die Aufenthaltsqualität entsprechend gering ist. Vor allem die Kerngebiete -- die Innenstädte -- wurden teils regelrecht ausgehöhlt: Handel und Arbeitsplätze am Ortsrand, Wohnen im EFH draußen im Grünen, in der Stadtmitte dafür Verkehr.

      Deswegen ging man im Rahmen der Neuen Urbanität dazu über, Nutzungsmischungen und Mobilität im Umweltverbund (ÖPNV, Rad, Fußwege) ganz nach oben zu setzen. Mit Ausnahme von störendem Gewerbe (Industrie, Logistik,...) sollen Wohnen, Gewerbe, Handel, Gastronomie... gemischt werden. Macht kurze Wege und eine "lebendige" Stadt. Aus dieser Sicht sind großflächige monofunktionale Ansiedlungen wie eben Einkaufscenter am Ortsrand halt nicht mehr erwünscht. Das Stadtregal nebenan ist ja auch wegen seiner vorbildlichen Mischnutzung mehrfach prämiert worden.

      [img]http://i.imgur.com/wb6HWWc.png[/img]
      (Quelle: Stadt Ulm; Bildrechte: Dr. Brenner Ingenieurgesellschaft mbH)

      Bei der Frage des Modal Splits sehe ich kein ganz oder gar nicht und auch keine Trennung nach strikten Gruppen. Ich selber bin in der Stadt in abnehmender Häufigkeit mit dem Wagen, zu Fuß und mit dem ÖPNV (seltener Rad) unterwegs. Wir leben ja in einem freiheitlichen Land, prinzipiell kann jeder das Fortbewegungsmittel seiner Wahl nutzen. Aber es gibt halt nicht genug Platz in der Stadt, damit alle Auto fahren, und dann ist es schon okay, nach notwendigen und nicht notwendigen Fahrten zu unterscheiden. Muss ich an einem Tag zum Sport, zum Steuerbüro, zur Tante, zum Mahler raus, nehme ich natürlich den Wagen. Muss ich nur zu Punkt A und zurück, Zug/Bus/Straßenbahn.

      Für Handwerker, Menschen mit Gebrechen auf dem Weg zum Arzt, Eltern mit ihren Kindern, Auswärtige, etc etc muss immer Zugänglichkeit per Pkw gewahrt bleiben, kein Thema. Wegen unserer Topographie kann man auch nicht allen alles zumuten. Diejenigen aber, die nicht unbedingt auf das Auto angewiesen sind, kann man aber ruhig auf Alternativen stoßen. Das sind dann die, die die Straßen verstopfen, und denen muss man es nicht unbedingt bequemstmöglich machen. Wenn die trotzdem in die Stadt drängeln, wäre ich eher auf die sauer als auf die Stadt.

      Ein Combino fasst bis zu 175 Personen und spart enorm an Raum, Energie und Emissionen gegenüber meinetwegen 87,5 Autos à 2 Personen. Wenn in Zukunft ein Physio von seiner Wohnung auf dem Kuhberg die Linie 2 zu seinem Arbeitsplatz im RKU nimmt, statt den Clio aus der Garage zu holen, bleibt auch mehr Platz auf den Straßen für seinen Kollegen, der von Dellmensingen auf den Eselsberg fährt. Deswegen ist der Regionalbahnausbau unter dem Markennamen S-Bahn auch so wichtig: attraktive Verbindungen ab Klingenstein, ab Thalfingen, ab Gerlenhofen, ab Burlafingen könnten so viel Verkehr von der Straße holen...

      Und es ist ja wirklich nicht so, dass die Stadt radikal umgebaut wird. Das Szenario für 2025 sieht nur eine relativ moderate Verschiebung des Modal Split um 4 Prozentpunkte zum Umweltverbund hin. In absoluten Zahlen: 244.950 Wege statt 254.550. Und für die wird immer noch sehr viel Geld investiert. Mir fehlen hier zwar die Zahlen, aber es ist wohl plausibel, dass in den MIV monetär mehr gesteckt wird als die 50%, die er gerade anteilsmäßig hat.
      Das geht teilweise in Neubauten wie die zwei Parkhäuser mit knapp 1.200 Stellplätzen, die gerade für richtig dick Knete hergestellt werden, vor allem aber in Pflege und Erneuerung der bestehenden vielen Infrastruktur. Die frisch geteerte Blaubeurer Straße, den teuer sanierten Westringtunnel oder die Söflinger Kreisbrücke nimmt man halt als Ärgernis oder allenfalls als Selbstverständlichkeit hin. So wird es auch bei der Adenauerbrücke sein. Umbauten wie in der Neue Straße, Karlstraße oder Friedrich-Ebert-Straße reduzieren natürlich Kapazitäten, aber irgendwo muss man auch Anreize setzen, statt nicht notwendigen Pkw-Fahrten Straßenbahn oder Bus in Erwägung zu ziehen. Für die notwendigen Fahrten sollte die Kapazität reichen. Finden wir aber zugegeben erst nach Abschluss aller Arbeiten heraus...

      Ich bin aber auch kein Hundertprozentiger. Handelsschwerpunkte, Wohnschwerpunkte, Gewerbeschwerpunkte und reine Industriegebiete, alles okay. Man muss ja mit der Stadt arbeiten, die man hat. Das Blautalcenter müsste man ideologisch sauber im Sinne der Neuen Urbanität vielleicht dichtmachen, aber ich würde es unbedingt erhalten wollen. Es ist einfach zu schade, die dortige Infrastruktur wegzuschmeißen, und das Center ist ja innen auch sehr saniert und angenehm. Wäre doch ein Clou, es ausgerechnet mit einer Mischnutzung retten und als so eine Art Stadtteilzentrum etablieren zu können ;) .
    • man muss aber auch beachten dass ein Einkaufscenter am Stadtrand eben viel besser erreichbar ist für die außenliegenden Stadtteile. Die Innenstadtbewohner können ja gerne in der Innenstadt einkaufen. Für Leute die außerhalb wohnen (z.b. Wiblingen) ist es weitaus praktischer außen zu bleiben als sich in die Innenstadt zu quälen. ...Auch eine Art den übermäßigen Verkehr zu verringern.
    • Einkaufen: Kampf um den Kunden bei den Centern [SWP]
      In den Centern in Ulm und Neu-Ulm laufen die Kunden aber auch an zahlreichen leeren Ladenlokalen vorbei. Insgesamt stehen momentan im Blautalcenter acht Verkaufsflächen leer. Auch auf der anderen Seite der Donau in der Glacis-Galerie gibt es noch freie Flächen.

      Im Blautalcenter droht ein großer Leerstand [NUZ]
      Mit dem V-Markt verlässt Ende Januar ein weiterer Ankermieter Ulms großen Einkaufstempel. Warum der Zeitpunkt für den Immobilienbesitzer besonders ungünstig ist.
      Interessant, dass Decathlon weiterhin sucht. Sollten sie in den Sedelhöfen fündig werden, au weh... das gäbe einen regelrechten Handelskrieg. Aber als Discounter brauchen sie eher größere und günstigere Flächen. Im Blautalcenter könnte man die Ansiedlung mit einem Erlebnisangebot kombinieren, nur ist das wohl derzeit nicht genehmigungsfähig.
    • Hier wäre noch zu sagen, der V war ja schon der dritte dem es zu groß war, was keinen Umsatz für die Fläche brachte. Vielleicht haben es jetzt die Manager geschnallt das das nicht so geht. Wenn ich da einkaufe, dann kaufe ich den täglichen Bedarf an Lebensmittel, aber doch kein Klamotten, Elektronik. Besen, Haushalt, oder Kinderspielzeug. Da sollte man 4-6 Läden rein stecken und einen kleinen Lebensmittelmarkt mit 1000 qm. das ist doch genug. Ich hoffe die sehen das jetzt anders, der Rewe in der Glacis ist auch nicht so groß, sogar kleiner als der am Stadion.
      Sedelhöfe Galerie, klick, Orginalgröße,
      "Die beste Methode das Leben angenehm zu verbringen, ist, guten Kaffee zu trinken." ( Jonathan Swift )
    • Das ist schon ein sehr unglückliches Vorhaben insgesamt. Die ewig lange Bauzeit mit (wenn ich mich nicht irre) unverschuldeten Verzögerungen und der hohe Standard gingen sicher ins Geld. Städtebaulich war die Wiederherstellung eines eingeschossigen Flachdachbaus in dieser Innenstadtlage sowieso ganz schön zweifelhaft. Die Ecke gehört eigentlich zusammen mit den benachbarten Parzellen (Döner-Imbiss, Handwerksbetrieb) mit einem vernünftigen Stadthaus komplett neu überbaut.
    • Der weiter oben von Finn ins Spiel gebrachte Vorschlag, das BC weg von einem Einkaufs- nämlich in ein Erlebnis-Center zu entwickeln, wurde jetzt vom Management der Glacis-Galerie aufgegriffen.
      swp.de/ulm/lokales/ulm_neu_ulm…er-anlocken-14181473.html
      Auf die etwa 200 Quadratmeter große Fläche im Erdgeschoss, die bis Mitte des Jahres vom Modeunternehmen Zero bespielt wurde, zieht die Neu-Ulmer FKV Dance Tanzschule. .... Tim Mayer erhofft sich von der Neubelebung mehr Laufkundschaft im Center. Zudem unterstreiche es die Zielsetzung, die Glacis-Galerie weg vom reinen Einkaufszentrum hin zu einem „Erlebniscenter“ zu entwickeln.
    • Das hatte ich auch vorhin gelesen. Halte ich prinzipiell für eine gute Idee, bei den Tanzschülern und der Zielgruppe der Galerie sollte es genügend Überschneidungen geben. Hoffe, die Tanzschule kann die Mieten stemmen...

      ***

      „Projekt Genesis“ vor dem Start [NUZ]
      Ratiopharm-Mutterkonzern Teva investiert am Standort Ulm mehrere hundert Millionen Euro. Im Donautal rollen bereits die Bagger und erste Jobs entstehen.
      Ist schon von sich aus erfreulich, ist als Nachricht im Bauforum aber auch direkt wie indirekt gut aufgehoben. Wir haben zwar wenig Bildmaterial aus dem Donautal, aber ein bis zu 32 Meter hoher Neubau auf insgesamt 4.600qm Fläche ist schon was. Interessanter finde ich noch, dass ein solches Zentrum von wohl weltweitem Rang auch viele Folgeansiedlungen von Zulieferern und Betrieben aus derselben Branche nach sich zieht. Die brauchen ebenso Flächen (SP3?) wie ihre Mitarbeiter und diejenigen TEVAs Wohnungen (Kohlplatte?), und alle zusammen einen guten ÖPNV. Da dürfte eine Ringlinie der Straßenbahn Donautal-Kohlplatte-Science Park fast doch schon langsam Sinn ergeben :D .
    • Aus diesem SWP-Artikel zum neuen Edeka in den Sedelhöfen:

      Ein wenig Hoffnung bietet da ein Gerücht, von dem City-Manager Henning Krone gehört hat. Wenn nämlich Netto am Münsterplatz Mitte des Jahres ebenfalls dicht macht, könnte im Untergeschoss und im Erdgeschoss auf der Fläche einer früheren Eisdiele auf zwei Etagen ein „City-Rewe“ aufmachen. Ansonsten aber findet Krone die Schließung von Edeka „ärgerlich“ und „katastrophal für die Nahversorgung der Innenstadtbewohner“.
      Die Zusammenlegung der Flächen im Gebäude macht Sinn, aber die Gesamtfläche ist immer noch eher knapp und der Zuschnitt ungünstig. Auch die Anlieferungssituation ist dürftig. Ich spekuliere mal: Ein oder mehrere Rewe-Einzelhändler oder die Zentrale hatten sich um die Sedelhöfe-Fläche beworben, aber den Kürzeren gezogen; das Vorhaben am nördlichen Münsterplatz ist nun der Plan B, nachdem Edeka neben dem City-Supermarkt auch die Tochter Netto zugunsten des Standorts in den Sedelhöfen aus der Innenstadt abzieht und damit Platz macht am Münster.

      Wäre ich als Immobilienentwickler im Auftrag oder in Zusammenarbeit mit einem großen Händler unterwegs, hätte ich ein paar der dicken Bretter in der Deutschhausgasse oder der nördlichen Neuen Straße angebohrt. Ein größerer Umbruch ist da überfällig, und frische Flächen nach heutigen Vorstellungen inklusive vernünftiger Anlieferungssituation ließen sich da gut herstellen. Aldi trauert heute sicher seinem alten Standort in der Deutschhausgasse nach... ;) .
    • Da hat sich seit einer ganzen Weile nichts getan, auch derBebauungsplan ist mittlerweile wieder offline. Melo hatte letztes Jahr in Erfahrung gebracht, dass die Eigentumsverhältnisse kompliziert sind und einer Entwicklung im Weg stehen. So bald tut sich da wohl nichts...

      ***

      Glänzende Geschäfte? [NUZ]
      Sehr unterschiedlich fällt die Bilanz der Einzelhändler aus. Für wen es gut lief, für wen nicht, was die Probleme sind und was diese für die Zukunft bedeuten.
      Der Schwerpunkt der Sedelhöfe liegt ebenfalls im Textilbereich, und auch das Primark-Gespenst spukt noch...
    • Da muss ich mal meine Erinnerungen auffrischen. Den Aldi in der Deutschhausgasse kenne ich auch noch. Ich habe da auch noch als Jugendlicher eingekauft und war da auch oft im Cafe Regenbogen nebenan. Aber beim besten Willen kann ich mich nicht mehr an das genaue Haus erinnern, in dem Aldi war. War das im heutigen Bunk? Oder doch eher nicht? Weil ich hab den als sehr geräumig in Erinnerung.