Urbanes Gebiet Wilhelmspark (ehem. Abstellgruppe Ost)

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    • Urbanes Gebiet Wilhelmspark (ehem. Abstellgruppe Ost)

      Seit spätestens 2014 (siehe auch Beitrag von Sputnick) ist bekannt, dass die sogenannte Abstellgruppe Ost in den 2020ern bebaut werden soll. Es handelt sich um insgesamt neun Stichgleise, die der "Bahn" (DB, DB Regio, RAB,...) als Abstellgleise für Züge des Regionalverkehrs dienten. Die Bahn hat die Abstellflächen als solche aufgegeben und nutzt sie aktuell als Aufstellflächen und für die Baustelleneinrichtung für das Ulmer Portal des Albabstiegstunnels. Sie liegen nördlich der Wilhelmstraße, am Fuß des Michelsbergs.



      Die Stadt möchte die Fläche unter dem Projektnamen "Wilhelmspark" gerne zur innenstadtnahen Bebauung nachnutzen. Sehr grob wurde im Jahr 2014 die Zeit nach 2021 als möglicher Start genannt, was auch noch der Stand im Januar 2017 war, als das Areal zusammen mit dem Schotterparkplatz an der Wilhelmstraße in der Postwurfsendung zu den laufenden und künftigen Großbaustellen als Teil des Planungsbereiches rund um den Bahnhof dargestellt wurde. Konkretere Angaben gibt es nicht; es heißt lediglich, dass hier ebenso wie im Theaterviertel, an der Schillerrampe und im Dichterviertel "den modernen Ansprüchen an Wohnen und Arbeiten in hoher baulicher Dichte mit attraktiven Freiräumen gerecht werden" soll. Na dann.


      In der Handlungsstrategie Gewerbe, die von Gemeinderäten einstimmig beschlossen wurde, wird für das Areal die Ausweisung als Urbanes Gebiet empfohlen -- freilich mit "Vorkehrungen gegen den Schienenlärm", der hier ja nicht unerheblich ist.

      Man kann hier einigermaßen sicher von einer Mischnutzung ausgehen: Geschosswohnungsbau und nichtstörendes Gewerbe, v.a. Dienstleistungen und Büroräumlichkeiten. Die Zahl der WE schätze ich mal grob im mittleren dreistelligen Bereich, denn die Fläche ist wirklich nicht klein. Wie viel Raum für Grünflächen bleiben, die dem Gebiet wohl den Namen verleihen sollen, wird man schauen müssen... ich tippe, dass sich das stark im Westen, zu den Schienen hin, als natürlicher Lärmschutz massieren wird.

      Offen ist für mich auch die Zufahrtsituation. In den Planungen für die Neugestaltung der Karlstraße ist eine separate Linksabbiegespur von der Kreuzung Neutorstraße/Karlstraße kommend in die Bessererstraße vorgesehen. Ich nehme an, sie ist neben der Syrlinstraße als Hauptzufahrt zum Wilhelmspark vorgemerkt, aber sie ist auch relativ schmal sowie dicht bebaut und beparkt. Ich bezweifle, dass das von der Infrastruktur her ausreicht. Allerdings habe ich noch im Hinterkopf, dass in irgendwelchen Planungen eine neue Straße vorgesehen war, die vom Theaterviertel aus unter der Ludwig-Erhard-Brücke und hinterm SWU-Gebäude in das Areal führen könnte. Dann sähe die Sache schon wieder anders aus.



      Im Wesentlichen wollte ich mit diesem Thread den Status Quo dokumentiert haben. Es gibt noch ganz andere Baustellen, die es in der Stadt gegenwärtig abzufrühstücken gilt, aber 2021+ ist so weit auch nicht mehr...