Abriss/Neubau Gänstorbrücke

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    • Du bist mir um Sekunden zuvorgekommen :) .

      Jedenfalls ist das eine ziemliche Bombe. Ich hätte nicht damit gerechnet. Wenn es sein muss, muss es wohl sein, aber die Städte werden die Maßnahme sehr gut durchtakten und mit dem Neubau der Adenauerbrücke koordinieren müssen.

      Die SPD hat wohl schon im August mit einem Neubau gerechnet und gleich gefordert, diesen straßenbahntauglich zu machen. Sicher nicht verkehrt.
    • Man muss die Autofahrer da vielleicht ein bisschen schützen. Die Gänstorbrücke war als vierspurige Autobrücke immer schon dazu da, einen großen Teil dieses Verkehrs aufzufangen; spätestens, seitdem man mehr und mehr Autoverkehr von der Herdbrücke weglenken möchte.

      Was sich im Vergleich zu vor siebzig Jahren klar geändert hat: Es sind einfach viel mehr Autos unterwegs, als man sich damals hätte vorstellen können, und die Autos sind im Schnitt größer und schwerer. Das scheint die Lebenszeit der Brücke um ein gutes Jahrzehnt verkürzt zu haben. Ich frage mich weiterhin, wieso die Brücke bei den turnusmäßigen Prüfungen bis vor kurzem noch relativ gut abschnitt, jetzt aber so rapide abstürzte...

      Ein ausführlicher Artikel mit Redaktionskommentar bei der Neu-Ulmer Zeitung dazu:

      Die Gänstorbrücke muss neu gebaut werden [NUZ]
      Das neue Bauwerk soll stehen, bevor die Adenauerbrücke abgerissen wird. Doch zuerst gibt es weitere Tests.

      Der Verkehr in Ulm und Neu-Ulm muss sich ändern [NUZ]
      Die Gänstorbrücke muss neu gebaut werden. Knotenpunkte werden ausgebaut, um den Verkehr auszuhalten. Andere Konzepte müssen her. Kommentar von Sebastian Mayr.
      Klingt so, als ob es möglich wäre, die Neubauten der Gänstorbrücke und der Adenauerbrücke vernünftig abzustimmen.

      Meiner Meinung nach sind die beiden Städte jetzt auch dringend gehalten, die städtebaulichen Situationen beidseits der alten/neuen Gänstorbrücke neu zu ordnen. Man weiß ja, dass prinzipiell schon die Absicht vorliegt, den Augsburger-Tor-Platz und die Kreuzung Basteistraße/Münchner Straße zu verändern. Jetzt wäre ein guter Anlass dafür, mit oder ohne Straßenbahnkonzept.
    • Ich kann Sebastian Mayr zu großen Teilen zustimmen.
      Eigentlich rächen sich jetzt mehrere Versäumnisse:

      - die fehlende 4. Donaubrücke am Steinhäule. Der Verkehr von Pfuhl/Offenhausen und den östlich davon gelegenen Orten fährt eben über die Gänsbrücke um Ulm zu erreichen.Die vierte Brücke fehlt im Ringkonzept der Doppelstadt.

      - der nicht begonnene Ausbau der Straßenbahn nach und in Neu-Ulm. Vielleicht ist das die Initialzündung für das Umdenken und Umschwenken den Schienen-ÖPNV zu stärken und nicht auf immer noch mehr Busse zu setzen die zusammen mit dem MIV die Straßen verstopfen.

      - der Fehler die Zufahrt in die Innenstadt von NU für den Autoverkehr nicht etwas zu erschweren, bzw. Angebote zum Umstieg anzubieten Dazu gehören eben P+R-Plätze am Stadtrand nit Trambahn-Anschluß. Dazu größere Angebote an Tangentiallinien (natürlich auch Busse).
      Wie so etwas klappen kann darf man in Augsburg und Freiburg bewundern, sogar in der gleichen Spurweite.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Reiner L. ()

    • Zunächst zu deinem vorherigen Post. Die warten erst mal die Tests mit den Schwerlastkränen ab. Die Ergebnisse führen dann wahrscheinlich zu weiteren Maßnahmen oder Beschränkungen.

      Zu deinen Ausführungen zum Kommentar von S. Mayr:

      Zu 1. Volle Zustimmung und haben einige hier schon als großen Fehler gesehen. Jetzt rächt es sich halt!

      Zu 2. Erst wenn der Noerenberg als ausgemachter Steaßenbahnfeind als OB abgelöst ist kann das was werden. Die Linien nach Ludwigsfeld und Pfuhl/Schulzentrum oder noch besser Burlafingen sind überfällig und Ausdruck modernem Nahverkehr. Das würde auch die vierte Brücke dann überflüssig machen.

      Zu 3. Funktioniert nur mit besser ausgebautem Nahverkehr, also 2. und dann 3. Neu-Ulm ist auf dem MIV ausgerichtet.
    • Ich hatte erstmal angenommen, dass man keine Gewichtsbegrenzung verordnen kann, weil auch Busse die Brücke nutzen bzw. nutzen können müssen. Aber dafür gäbe es ja das Verkehrszeichen "Bus frei".

      Ich glaube der Verwaltung, dass man den Prozess nicht arg beschleunigen kann. Sachen wie Planfeststellungsverfahren dauern einfach ewig. Zweifellos werden die kommenden sechs Jahre den Leidensdruck in Neu-Ulm noch ein bisschen erhöhen; wenn das eine neue Mobilitätsdiskussion in Neu-Ulm auslöst, die auch ins Kommunal- und Bürgermeisterwahljahr 2020 getragen wird, soll mir das recht sein. Nicht vergessen: Die Stadtverwaltung führt für den Nuxit unter anderem als Argument ins Feld, die Nahverkehrsplanung in die eigene Hand nehmen und an den eigenen Bedüfnissen ausrichten zu können. Und der ist auch für 2020 geplant. Na denn.

      Als Nachtrag, war etwas versteckt auf der SWP-Seite:

      Gänstorbrücke vor dem Abriss [SWP]
      Es ist nichts mehr zu machen: Die Gänstorbrücke muss ersetzt werden. Die Schäden sind so gravierend, dass sie nicht zu beheben sind, „die Brücke ist am Ende“. Das machte der für die Verkehrsinfrastruktur zuständige Abteilungsleiter Gerhard Fraidel den Stadträten im Ulmer Bauausschuss deutlich. Sie hatten nach den bisherigen Untersuchungen damit bereits gerechnet.
      (Nebenbei: Das ist der erste SWP-Online-Artikel seit einer ganzen Weile, den man einfach durchlesen kann. In letzter Zeit sind die Artikel vollgestopft mit irgendwelchen "Das könnte sie auch interessieren"-Blöcken und Links und Verweisen und und und... und dann werden auch zunehmend beliebige Wörter fett formatiert. Die erste Meldung zur Gänstorbrücke war für mich fast vollkommen unleserlich.)
    • Finn schrieb:

      Nebenbei: Das ist der erste SWP-Online-Artikel seit einer ganzen Weile, den man einfach durchlesen kann. In letzter Zeit sind die Artikel vollgestopft mit irgendwelchen "Das könnte sie auch interessieren"-Blöcken und Links und Verweisen und und und... und dann werden auch zunehmend beliebige Wörter fett formatiert. Die erste Meldung zur Gänstorbrücke war für mich fast vollkommen unleserlich.
      Die Qualität ist in den letzten 2 Jahren allgemein schlechter geworden bei der SWP. Das darf man ruhig mal öffentlich so kundtun.
    • Finde ich eigentlich gar nicht mal, am Redaktionellen störe ich mich nicht so sehr. Mit anderen Regionalzeitungen verglichen, ragt die SWP eigentlich weder heraus noch fällt sie ab. Ich mein, die Sprüche über die Wildwestpresse sind ja ungefähr so alt wie die Zeitung selber ;) . Aber das letzte Online-Redesign hat ihr definitiv nicht gut getan.

      Ganz andere Frage, die mir seit Tagen umgeht: Straßenbahn über die neue Gänstorbrücke, ja bitte. Aber wohin? Klar, Pfuhl/Offenhausen/Burlafingen bietet sich an. Gleichzeitig habe ich ein bisschen Bauchgrummeln, wenn die Straßenbahnanbindung dieser einwohnerstarken Ortsteile nicht in die Neu-Ulmer Innenstadt ginge, sondern in die Ulmer Ost- und Innenstadt. Fühlt sich irgendwie falsch an.

      Und noch eine Frage, die mich auch beschäftigt: Mal angenommen, die Stadt will den Augsburger-Tor-Platz tatsächlich auch gleich mit neu aufstellen. Wie könnte oder sollte das aussehen?

      Eine Idee, die ich hatte, war die hier:



      Ich habe zunächst einmal an den Siegerentwurf für den Theodor-Heuss-Platz gedacht, der die Verkehrssituation dort elegant auseinanderklamüsert. Statt eines Verkehrsplatzes eine durchgängig gemachte Söflinger Straße, in die Einstein- und Wagnerstraße untergeordnet einmünden. Schöner Bonuseffekt: Größere und zusammenhängendere Flächen für weitere Nutzungen. Also, zwei klare Achsen: Augsburger Straße und Reuttier/Brückenstraße (gelb). Würde zwei Grüninseln schaffen (grün)... und genug Platz für eine großzügige und umsteigerfreundliche Straßenbahnhaltestelle (lila).

      Man könnte sich vorstellen, dass hier zwei Linien zusammentreffen. Eine führt nördlich über die Gänstorbrücke zur Olgastraße und Ulm Hbf, eine andere südlich über die Reuttier und Bahnhofstraße zum ZUP. Nur: Wo sollen zwei Linien östlich hin? Pfuhl/Offenhausen/Burlafingen wären schon mit einer Linie bedient. Man könnte sie sich in Offenhausen gabeln lassen; der Nordast über Pfuhl/Hauptstraße und Schulzentrum nach Burlafingen, der Südast über Pfuhl/Leipheimer Straße bis irgendwo in der Mitte. Dürfte aber schwer werden, bei zwei so nahen Linien auf einen positiven Nutzen-Kosten-Faktor zu kommen. Und NU tut sich ja schon mit einer einzigen Linie schwer...

      Insofern: Die Gedankenspielerei hat Spaß gemacht, aber IMHO zu nichts geführt.
    • Da hast schon recht. Die Ostlinie Offenhausen/Pfuhl hätte ich in meinen Gedanken auch über den Bahnhof NU und von dort auf gemeinsamen Gleisen mit der Linie von Ludwigsfeld über die Herdbrücke nach Ulm geführt. An der Neuen Straße entweder, je nachdem wo die Linien hinführen sollen entweder Richtung Friedrich-Ebert-Straße auf der separaten Busspur oder doch eine Gabelung. Eine führt Richtung Westen und eine über die Frauenstraße zur Olgastraße. Von da links weg über König-Wilhelm-Straße zumindest bis zum neuen Wohngebiet safranberg/Heidenheimer Straße. Mein persönlicher Traum wäre die Stuttgarter Straße hoch an der EH, den Kliniken (später Wohngebiet), Hauptfriedhof, Wilhelmsburg nach Jungingen. Aber alles Trämerei und Zukunftsmusik. In NU auf jeden Fall muss ein veränderter politischer Wind wegen für eine Straßenbahn. Die derzeitigen Betonköpfe halte ich dafür nicht bereit.
    • Wolfe schrieb:




      Zu 2. Erst wenn der Noerenberg als ausgemachter Steaßenbahnfeind als OB abgelöst ist kann das was werden. Die Linien nach Ludwigsfeld und Pfuhl/Schulzentrum oder noch besser Burlafingen sind überfällig und Ausdruck modernem Nahverkehr. Das würde auch die vierte Brücke dann überflüssig machen.
      nein, das wäre zwar eine große Aufwertung des ÖPNV in der Region aber es würde die vierte Brücke überhaupt nicht überflüssig machen
    • Die vierte Brücke fände ich in keinem Fall überflüssig, sondern eine Entlastung für Gänstorbrücke und die Thalfinger Donaubrücke. Da ist nämlich in den Stosszeiten auch ganz schön viel los.
      Was die Tramlinien in und nach Neu-Ulm angeht:
      Für mich hätte die Linie nach Ludwigsfeld klare Priorität, geführt über Neue Mitte - Herdbrücke - Ludwigstr. - ZUP - Allgäuer Ring - Vorfeld - Wiley - Ludwigsfeld.
      Die Pfuhler Linie würde sich am Rathaus Neu-Ulm gabeln und über den Augsburger-Tor-Platz nach Offenhausen und Pfuhl führen, Linienführung ist da für mich offen, Verlängerung nach Burlafingen auch möglich.
      Eine Trambahn über die Gänstorbrücke wäre für mich nicht prioritär, aber man sollte die Brücke zumindest so bauen daß eine Linie darüber möglich wäre. Alleine die Möglichkeit einer Entlastungsstrecke ist ja schon reizvoll um Kurswagen dort fahren zu lassen, z.B. von der Wissenschaftsstadt kommend über Theater - W.-Brandt-Platz - Augsburger-Tor-Platz weiter nach Pfuhl.
    • Die marode Gänstorbrücke über der Donau wird jetzt überwacht [NUZ]
      Eine Monitoringanlage schlägt Alarm, wenn es irgendwo knackt. Im November ist ein Belastungstest mit richtig schwerem Gerät geplant.

      SPD: Antje Esser für vierte Donaubrücke [SWP]
      Die Gänstor- und die Adenauerbrücke müssen ersetzt werden. Antje Esser bringt deshalb eine weitere Donau-Überquerung ins Gespräch.

      Mehr in die Brücken investieren [SWP]
      Leitartikel Chirin Kolb über den Abriss der Gänstorbrücke
    • Finn schrieb:

      Die marode Gänstorbrücke über der Donau wird jetzt überwacht [NUZ]
      Eine Monitoringanlage schlägt Alarm, wenn es irgendwo knackt. Im November ist ein Belastungstest mit richtig schwerem Gerät geplant.
      SPD: Antje Esser für vierte Donaubrücke [SWP]
      Die Gänstor- und die Adenauerbrücke müssen ersetzt werden. Antje Esser bringt deshalb eine weitere Donau-Überquerung ins Gespräch.
      Mehr in die Brücken investieren [SWP]
      Leitartikel Chirin Kolb über den Abriss der Gänstorbrücke

      Ich finde, Frau Esser hat hier völlig Recht. Der Verkehr hat sich seit 1997 sehr verstärkt. Selbst wenn alle Brücken ohne Einschränkungen offen wären, gibt es tagtäglich Staus ohne Ende - gut, das ist vielleicht auch den vielen Baustellen in der Doppelstadt geschuldet. Ich selbst bemerke es jeden Abend beim Heimweg von der Frühschicht. Ich arbeite im Starkfeld. Egal, ob ich über den Kammerkrummen oder die Reuttier Straße fahre, es gibt regelmäßig Staus.
      Eine zusätzliche Brücke als Verlängerung zur Kammerkrummenstraße würde vor allem das tägliche Verkehrschaos im Pfuhler Ried etwas lindern.

      Außerdem ist zu bedenken, dass die Situation die nächsten Jahre nicht besser wird. 2019/2020 will die Stadt Neu-Ulm die Reuttier Straße von der Meininger Allee bis zur Finninger Straße sanieren....
    • Was vielleicht ganz interessant ist: Esser hatte 2008 und 2014 für das Amt der Landrätin kandidiert und führt die aktuell zweitstärkste Fraktion im Gemeinderat an. Sie scheint Ambitionen zu haben.

      Ich glaube nicht, dass hier die vierte Brücke als Wahlkampfthema lanciert worden ist, dafür scheint die Bemerkung zu beiläufig gewesen zu sein. Aber spätestens in einem halben Jahr werden die potentiellen OB-Kandidaten anfangen, sich in Position zu bringen, und Verkehr wird sicher ein großes Thema sein.
    • Finn schrieb:

      Was vielleicht ganz interessant ist: Esser hatte 2008 und 2014 für das Amt der Landrätin kandidiert und führt die aktuell zweitstärkste Fraktion im Gemeinderat an. Sie scheint Ambitionen zu haben.

      Ich glaube nicht, dass hier die vierte Brücke als Wahlkampfthema lanciert worden ist, dafür scheint die Bemerkung zu beiläufig gewesen zu sein. Aber spätestens in einem halben Jahr werden die potentiellen OB-Kandidaten anfangen, sich in Position zu bringen, und Verkehr wird sicher ein großes Thema sein.
      Ob Frau Esser oder ihre Referent(in) hier mitliest? :D
      Ich kann die ablehnende Haltung der anderen genannten nicht unbedingt nachvollziehen, scheint wohl sehr klientelgesteuert zu sein.
      Einerseits vertändlich, was die Kammerkrummenstraße angeht, andererseits ist nicht einzusehen warum andere den Verkehr ertragen sollen damit einige auf der Insel der Glückseligen leben können.
    • Es ist ganz klar, dass so eine vierte Donaubrücke für nicht wenige mit Belastungen und Umständen verbunden wäre. Auch Elchingen und Böfingen würden ordentlich etwas abkriegen. Muss man in der Abwägung unbedingt beachten. Ich kann mir aber vorstellen, dass die Gewichtung heute eine andere sein könnte als noch vor ein paar Jahren, als das Thema zuletzt auf der Tagesordnung stand.
    • panpikus schrieb:

      vor allem die damalige Aussage von Wetzig 'Die Stadt Ulm will diese vierte Donaubrücke nicht.'

      Was für eine Anmaßung sowas zu behaupten...ich bin mir ziemlich sicher dass die Mehrzahl der Ulmer Bürger schon damals diese vierte Brücke gewollt hätte
      Ich würde mal behaupten daß sich Herr Wetzig auf die Verwaltung oder den Gemeinderat der Stadt Ulm bezog, nicht auf die Einwohner der Stadt.