Beiträge von Rauchtaucher

    „Von den ganzen Krisenthematiken lassen wir uns nicht unter Druck setzen“ [NUZ+]

    Der junge Investor (32 Jahre alt) klingt erfrischenderweise ziemlich entspannt.

    Ich habe in den letzten Monaten/Jahren bei den unterschiedlichsten Bauprojekten mehrfach Jungunternehmer und Unternehmensnachfolger kenngelernt, mit denen man sehr entspannt und pragmatisch zusammenarbeiten konnte und die sich von "Problemen" und Stolpersteinen nicht haben beirren lassen. Die junge Generation kann m.E. "Ärmel hochkrempeln" und lösungsorientiertes erfrischendes Arbeiten auch ganz gut. Manchmal muss man einfach machen.

    Interessante hierzu ein kleiner Zufallsfund im Bezug auf Unterstützung von Stadion-Neu- bzw. umbauten: Stadionneubau Oldenburg: Millioneninvestition trotz Finanzkrise

    Klar lassen wir das Thema offen, das Bauforum hat einen langen Atem :). Der Thread ist auch taufrisch, erst sechs Jahre alt - zuletzt habe ich einen fünfzehn Jahre alten nach "Fertiggestellt" geschoben...

    Das Bauforum als Politbarometer - die Wirkung des politischen Bauturbos lässt sich an der Halbwertszeit der aktiven Threads ablesen 🤪

    Moin liebe Architektur- Bau- und Sanierungsfans.


    Für die Freunde gepflegter Ingenieurskunst tut sich das nächste "Schmankerl" auf, für die Freunde des gepflegten MIV eher eine Hiobsbotschaft.


    Der Westringtunnel scheint so marode zu sein, dass er mindestens generalsaniert, wenn nicht sogar neu gebaut werden muss.

    Es wird versucht dies bis nach 2030 zu verzögern, ich denke wir dürfen gespannt sein.


    Ich wünsche einen schönen Sonntag.

    Moin, die UWS plant große Investitionen in den nächsten Jahren und will eine Kapitalerhöhung in Höhe von 6 Millionen Euro dafür per Crowdfunding finanzieren.

    Dabei sollen auch Investitionen ab 500€ für den "kleinen Geldbeutel" möglich sein, ähnlich dem Model der SWU letztes Jahr.


    Interessanter Ansatz, ich bin gespannt, ob das Anklang findet, ich könnte mir aber gut vorstellen, dass das funktioniert, gerade in Zinsschwachen Zeiten.

    Moin,


    wenn ichs richtig im Kopf habe, dann wurde die Interims-Rosensteinbrücke in Stuttgart mit einem LR 11000 eingehoben. Das war im Spätherbst ´25 die Einzelteile des Krans lagen aber m.E. noch bis ins neue Jahr vor Ort. Ob das der selbe Kran ist, kann ich allerdings nicht verifizieren.




    VG Rauchtaucher

    Moin allerseits.


    Nicht ganz so umfangreich wie der B-10 Umbau in Ulm oder das Lessing-Gymnasium in Neu-Ulm, aber vielleicht doch ganz interessant: Die Inge-Aicher-Scholl Realschule am Schulzentrum Pfuhl soll einen Erweiterungsbau bekommen. Der Entwurf im Bild sieht architektonisch nicht besonders aufregend aus, muss aber bei einem Zweckbau / Schulgebäude erstmal auch nicht sein.


    Kostenschätzung : 20 Millionen Euro


    MfG RT

    Moin allerseits,


    gerade in der SWP gesehen, die internationale Schule Neu-Ulm möchte neu bauen, ein Platz ist ebenfalls bereits gefunden:


    Geplanter Bildungscampus für Neu-Ulm: Standort für Neubau der Internationalen Schule steht fest | swp.de


    Und auch im Ratsinformationssystem steht das Thema auf der Tagesordnung mit einem städtebaulichen Konzept. Interessantes Projekt, die Fläche schließt an die Fläche des "Wohnen am Illerpark" an und umfasst unter anderem auch zusätzliche Wohngebäude

    Na ja die Vorschlagstrasse hat für mich in Burlafingen schon eine Schwäche. Es gibt zwar sehr viel Tunnelstrecken im Bereich "Augsburgs westliche Wälder". Die für meinen Geschmack fast schon übertrieben sind, aber im Bereich Burlafingen hat man sich das gespart, was für die Ortsentwicklung echt schade ist.


    Gespannt bin ich mit dem Bauablauf zwischen Neu-Ulm und Nersingen, denn so wie es aussieht, gibt es zwischen Neu-Ulm und Burlafingen wohl eine Verlegung der Gleise. Was eigentlich eine totale Sperrung der Strecke erfordert. Vielleicht integriert man das aber auch in der 5-monatigen Sperrung bei der Generalsanierung der Strecke ab Mitte 2030.

    Was mich besonders interessiert sind die Planungen für den neuen Halt Burlafingen (wo kommen die Bahnsteige hin) und was passiert jetzt mit der geplanten Sanierung des Haltes Nersingen. Fällt der jetzt aus?

    Mit einer Troglösung könnte man den Bahnhalt Burlafingen beim Kreisel Adenauerstraße Richtung Überführung Adenauerstraße ansetzen und die Adenauerstraße geschmeidig ebenerdig führen. Die Fußgängerunterführung Flurstraße - Adenauerstraße aufheben und als Deckel über den Trog führen. Wäre eine nette Möglichkeit Burlafingens Trennung aufzuheben und den Bereich um den neuen "Bahnhof" schön und neu zu gestalten.


    Im Bereich Flurstraße/Adenauerstraße P&R-Möglichkeit anbieten und gut ist. Wäre aus meiner Sicht eine zukunftsweisende Entwicklung.

    Moin in die Runde,


    Danke Puquio für diesen Satz, den ich mal isoliert zitieren und aufgreifen möchte.

    Ich hoffe nur wir begeben uns nicht auf einen Weg damit wie mit der autogerechten Stadt.


    Was mir insgesamt immer wieder auffällt und was sich m.E. nicht nur auf das Thema Mobilität beschränkt ist eine vielfach einseitige, bzw. zumindest nicht ganzheitliche Betrachtungsweise von Zukunftsthemen. Gefühlt gibt es oftmals eher eine problemorientierte Bearbeitung von Einzelthemen. Es wird das "Problem" des ruhenden und bewegten MIV gesehen und eine Verbesserung des ÖPNV und der Bedingungen des Radverkehrs gegenübergestellt. Ähnlich verhält es sich mit dem Wohnraumbedarf, aktuell ja wieder medial, gesellschaftlich und politisch ein Schlüsselthema - Lösung, mindestens 400.000 neue Wohnungen pro Jahr.


    Am schlimmstenfalls wird innerhalb von Legislaturperioden gedacht, der Vorgängerregierung aufs Butterbrot geschmiert, wo diese kläglich gescheitert ist.


    Ich würde mir wünschen, das man von Problem- und Fehlerorientierung einen Weg hin zu einer Lösungskultur über lange Zeiträume gelangt.

    Dann könnte man Themen wie Mobilität und "Landflucht", Urbane Wohnungsnot und Gentrifizierung, Klimawandel und Flächenfraß, Migration und Fachkräftemangel ganzheitlich angehen, Synergien nutzen und gemeinsame Probleme Zukunftsthemen in Einklang bringen. Das bedeutet unter Umständen auch mal unpopuläre Entscheidungen, trifft im Zweifel aber die Lebenswirklichkeiten einer Mehrheit präziser, als mit dem Holzhammer isolierten, gefälligen Aktionismus durchzusetzen.

    Moin,


    ich bin da etwas hin und hergerissen. Grundsätzlich sehe ich auch eine Notwendigkeit, Lebensräume lebenswerter zu gestalten und das geschieht nach Jahrzehnten Automobilherrschaft und autofreundlicher Städte unter anderem eben durch eine Reduzierung des bewegten und ruhenden KFZ-Verkehrs. die Niederlande leben das m.E. vorbildlich, meine letzten Aufenthalte dort waren mit sanftem Druck durch die örtlichen Gegebenheiten sehr angenehm autoarm gestaltbar. Sanfter Druck dahingehend, dass in Innenstädten das Parken exorbitant teuer ist (Parkhaus in Amsterdam ~65€ für 4 Stunden Parkzeit) und es im Straßenraum teils keinen Parkraum für Externe gibt. Dafür tatsächlich fast überall ausreichend P&R-Parkplätze in der Peripherie mit Tagespreisen zwischen 1,50€ - 3,00€ und eine direkte preiswerte ÖPNV-Verbindung in die Stadtkerne.


    Dabei gestalten die Niederländer m.E. teils "radikal" die Wegeverbindungen um.


    Insgesamt spürt man (zumindest im Vergleich zu deutschen Verhältnissen) eine Mentalität, die Rücksicht fordert und fördert. Ehrlicherweise verhalten sich dort gefühlt weder die KFZ-Nutzer noch die Radfahrer oder Fußgänger dermaßen rücksichtslos wie hierzulande. Und das ist m.E. ein Faktor, der einen elementaren Wandel hier eher behindert und erschwert, weil das gesamtgesellschaftliche Problem des Umgangs miteinander nicht angegangen wird. Da sind Streitigkeiten um Radverkehr, KFZ-Reduzierung, Parkraum etc. allenfalls Symptome für eine immer weniger konsensfähige Gesellschaft.



    Das übrigens nur meine subjektive Meinung ohne Anspruch auf Abbildung einer allgemeingültigen Lebensrealität.

    Moin,


    interessanter Ansatz als Kompensation für wegfallende Parkplätze: Parkhaus als Deckel über die B10.

    Funktioniert ja am Flughafen Stuttgart mit dem Bosch-Parkhaus seit langem ganz gut und mindert den Flächenfraß.


    Vielleicht insgesamt eine denkbare Antwort auf die Unterbringung des Quartierverkehrs nicht nur für diesen Fall. Ggf. sogar mit Lärmschutzwirkung für die Umgebung.

    Ich darf da mal den Orange Campus rauskramen und Finn aus dem OC-Thread zitieren:


    Nun ist auch die Beschlussvorlage online. Die Verwaltung schlägt vor, den Antrag der BBU für das Vorhaben in dieser Form abzulehnen, da die geforderten Unterlagen nicht vollumfänglich eingereicht wurden.


    Stattdessen soll dem Verein ein Deal angeboten werden. Demnach könne der Verein nicht nur den Investitionskostenzuschuss erhalten, wenn er das Vorhaben massiv abspeckt und auf die kommerziellen Angebote (Fitnessstudio, Gastronomie, Büroflächen zur Vermietung) verzichtet, sondern könne auch mit einem dauerhaften Betriebskostenzuschuss durch die Stadt rechnen.


    Damit möchte man der BBU wohl einen gesichtswahrenden Verzicht auf das Vorhaben mit dem aktuellen Stand schmackhaft machen und gleichzeitig die Tür zwischen Stadt und Verein offenhalten. Ob die BBU darauf einsteigt, schauen wir mal. Städtebaulich fände ich eine Reduktion auf ein "Vereinsheim" mit Leichtbauhallen am Donauufer sehr schade.


    Grundsätzlich ein notwendiger Ansatz der öffentlichen Hand, kommerzielle Angebote bei der Förderung weitestgehend auszuschließen um Marktneutralität zu wahren.

    Auch wenn das Thema Seilbahn in Ulm/Neu-Ulm vom Tisch ist, vielleicht lohnt sich ja doch ein Blick über den Tellerrand zum Beispiel nach Bonn, wo aktuell die Vorbereitungen für den Bau einer Seilbahn als Bestandteil des ÖPNV-Konzepts anlaufen.


    In der Beschreibung des "warum" sind ist m.E. vielleicht doch die ein oder andere Parallele zu unserer Doppelstadt zu erkennen...