Beiträge von Wolfe

    Würde da ein südlicher Gleisanschluss aus Gründen des Betriebsablaufs (auch zeitliche Abläufe), Kapazität und Wirtschaftlichkeit nicht wirklich Sinn machen? Was sagen die Bahnexperten hier im Forum dazu?:/

    Bedauerliches Ergebnis aus meiner Sicht! Ich habe mit Nein gestimmt und zwar aus Überzeugung. Mein Elternhaus ist direkt am Rand des Plangebiets und habe meine Kinder- und Jugendjahre am und in dem "Waldstück" verbracht. Ökologisch wertvoll ist es für mich nicht. Blaustein, auch wenn es das Prädikat Stadt trägt, wird so ein kleinbürgerliches Dorf ohne echte Mitte bleiben. An allen derzeit diskutierten Wohnprojekten wird rumgemeckert und auf die dörflichen Strukturen verwiesen. Wenn das nicht zieht muss die Ökologie herhalten. Bin auf die anstehenden Projekte in den Lixauen und den Stadelwiesen gespannt. Irgendwann muss der Schritt zu Wohnungsbedarf und städtischen Strukturen im Kerngebiet im Tal gelingen. Ich bin überzeugter Demokrat und Abstimmungen sind dazu da, diese zu akzeptieren.

    Du meinst also, dass das Regionalstadtbahnkonzept damit noch abgebrochen werden kann? Ich habe es so gelesen, dass die Züge mitten durch Reutlingen fahren mit der Finanzierung, das wäre dann aber doch wortwörtlich in Beton gegossen? Kam so im SWR Aktuell.

    Von abbrechen spricht doch keiner. Das ist ein langer und zäher Prozess. Lediglich dass sich die jetzigen Finanzierungszusagen nicht auf das Gesamtkonzept beziehen. Das ist modular aufgebaut. Nächster Schritt ist tatsächlich ein 2,8 km langer durch Reutlingen. In einem weiteren Modul wird dieser Ast nach Pfullingen und später die Honauer Steige nach Engstingen verlängert. Dazu kommt dann ein weiterer Ast, welcher in ferner Zukunft nach Gomaringen und Mössingen führt (Gomaringer Kurve). Parallel soll der innerstädtische Ast inTübingen entstehen und die bisherigen Regionalbahnen verlängert werden (Bad Urach /Herrenberg / Horb und bis Balingen). Das sprechen wir zusammen von annähernd einer Mrd. wenn mal alles realisiert ist.


    Das schöne könnte tatsächlich im Endausbau eine Verbindung über Münsingen bis Schelklingen und damit eine Verknüpfung mit der Regio S-Bahn In Ulm sein.

    Ganz soweit ist es nicht. Sie haben Finanzierungszusagen für Modul 1 und den Kauf von 30 "Tram Trains" erhalten. Diese fahren zunächst auf der Ammertalbahn und der Strecke von Tübingen nach Metzingen auf bereits seit Jahrzehnten bestehenden aber jetzt elektrifizierten und ertüchtigten Streckenabschnitten. Die eigentlichen Herzstücke, welche innerstädtischen Schienennahverkehr mit dem regionalen Netz der Bahn verbindet sind in der Planungsphase. Sowohl die innerstädtische Verbindung vom Bahnhof Tübingen zur Uni hoch als auch die Streckenführungen in Reutlingenund Pfullingen (mit Albaufstieg nach Engstingen) sind noch Zukunftsmusik und kosten mehrere hundert Millionen. In Tübingen gibt es im Herbst 2021 erst einen Bürgerentscheid, dann Planung und Umsetzung.


    Also summa summarum reden wir von gut 10 Jahren. Obwohl ich das Projekt interessant und gut finde. In Tübingen meckert eine BI schon wieder die Straßenbahn sei nicht ökologisch genug und will Schnellbusse. Jetzt weiß ich warum ich in dieser Stadt nie bleiben wollte.:wacko:

    Technisch ist das fraglos kein Problem aber ist es auch wirtschaftlich? Zumindest für Ulm sag ich eher nein und der Zug ist vor gut 20 Jahren abgefahren. Erst das 5-Linien-Konzept eingestampft und danach hat man sich auf die heutige Straßenbahn im sukzessiven Ausbau entschieden. Ich denke man sollte diesen Weg auch weiter verfolgen. Im verdichteten Stadtgebiet als Rückgrat die Straba und für die Fläche eine echte S-Bahn mit Knoten Hbf. sowie Andienungen entfernterer und schienenloser Orte durch Busse zu den Haltepunkten mit Schienenanbindung.


    Beispielsweise könnte ein Bus von Langenau über Bernstadt, Beimerstetten, Dornstadt, Tomerdingen pendeln und die Leute zeitnah zu den Haltepunkten Beimerstetten oder Langenau bringen. Von dort erfolgt dann der hoffentlich dicht getaktete Transport in die Stadt. Analog könnte man diese Zubringerbusse für andere Linien vorsehen. Das verstehe ich unter funktionierendem Nahverkehr in der Fläche.

    Genau über diese Jahreszahl bin ich auch irritiert. Wie hätte man sich das vorzustellen? Aufstockung und wie genau soll dann diese Fassade aussehen? Oben neu und verglast und unten rum bleibts beim Alten? Frei nach dem Motto: "Schauen wir mal wie sich der Markt entwickelt, dann machen wir die Fassade lichtdurchlässig oder nicht!?!?


    Versteh ich auch nicht und ein Zeitfenster von 10 Jahren brauch ich für die Marktentwicklung auch nicht. Zuerst der Container vor der Tür und jetzt ein Fassadenfiasko?

    Das ist eineAufstockung um drei Vollgeschosse. Bisher sind es zwei Obergeschosse plus Staffelgeschoss, wo sich Büros und Lagerräume befinden. Das wird wohl abgetragen und drei Vollgeschosse aufgesetzt. Damit wird das Haus vom Höhenniveau an das benachbarte Modehaus Reischmann angelehnt.


    Die Fassade finde ich grundsätzlich gut und lehnt sich hier eher an die Fassadengestaltung des benachbarten H&M an. Auf jeden Fall wertiger und wie mucerl schon anführte ist es den Weltstadthäusern in Düsseldorf usw. ähnlich.


    Ist Ulm Weltstadt und keiner hat es bemerkt?=O:D:D:D

    Da kann dann aber nur dem Bauherr das Geld ausgegangen sein. Die ausführende Baufirma für den Tiefbau ist bei mir um die Ecke und da wird weiter kräftig mit Volllast gearbeitet. Das hätte in Blaustein schon längstdie Runde gemacht, wenn da was in Schieflage wäre.

    Ich vermute, dass die damals geschlossenen Verträge nicht wasserdicht waren. Anders kann ich mir nicht erklären, dass ein Unternehmen machen kann was es will. Wären klare Klauseln verankert hätte man auch Zwangsmaßnahmen einleiten können. Und das alles nachdem der Steuerzahler einen zweistelligen Millionenbetrag .... äh für was eigentlich wirklich??? dem Fastfood Konzern in den Rachen geschoben hat (ja ich weiß McD hatte damals noch einen langfristigen Mietvertrag).

    Wenn ich an die Grabungen beim Bau der Neuen Mitte in Ulm denke zaubert es mir immer noch ein Lächeln ins Gesicht. Archäologen und Studenten die mit ihren Pinselchen und Zahnbürsten sowie filigranen Werkzeug, welche sich besser zur Nagelpflege eignen in der Baugrube saßen und Fuge für Fuge sowie Tongefäße vom Staub befreiten und jeden Quadratzentimeter freilegten. Das war kurzweilig und fast wie Kino. Von den Behelfsbrücken über der Baugrube konnte man diesem Schauspiel sehr gut folgen, man saß praktisch in der ersten Reihe. Am Ende wurde das Ganze zwar kartiert aber doch von den Liebherr-Baugeräten zusammengeschoben.

    Sie verdeutlicht dem Bürger die Abmessungen des Sanierungsgebietes. Kann man machen, muss man aber nicht. Ich denke die betroffenen Haus- und Grundstücksbesitzer sind informiert bzw. wurden gezielt von der Stadtverwaltung angeschrieben.


    Denke das ist ein Teil der transparenten Bürgerbeteiligung!

    Eigentlich sollte sich angesichts des Zustands des Gebäudes diese Frage gar nicht stellen. Die sollten froh sein, wenn ihnen Kommune und Investoren da etwas Modernes hinstellen. Na ja, Filetstück nennt sich das umgangssprachlich und das lässt sich dieses Staatsunternehmen eben zahlen. Leider! Ich weiß auch nicht, ob man derzeit Investoren dafür gewinnen könnte, denn die Stadt selbst kann es nicht stemmen bei kolportierten Kosten von 70 Mio. plus X für Bahnhof und Verlängerung der Passage.

    Sag ich schon lange, dass dieser Teil gesperrt gehört. Wer außer die Andiener von Geschäften muss da rein? Ich hätte diese Schleife schon lange zur Fußgängerzone gemacht aber dann bitte mittelfristig ohne das grobe Kopfsteinpflaster. Selbst mit flachen Herrenschuhen ist das eine Zumutung.

    Ja, in der Tät fände ich einen Neubau besser. Aus nem Ackergaul machste halt kein Rennpferd! Das Ding beheimatet auch bei mir große Erinnerungen an die Jugendzeit aber selbst mit großem Sanierungsaufwand ist das aus meiner Sicht brachliegendes Potential in dieser absoluten Top-Lage.