Beiträge von Wolfe

    Mal wieder würde Neu-Ulm in der architektonischen Bedeutungslosigkeit versinken. Nicht das ein Hochhaus zwingend der Stadt ein neues Gesicht geben würde. Vielmehr ist es aus meiner Sicht ein wichtiger architektonischer Bestandteil eines Gesamtgebildes.

    Ich denke, dass nicht zwingend der Büroturm entstehen muss. Was aber unter allen Umständen vermieden werden sollte ist, dass eine unvollendete Brache am Kreisverkehr entsteht. Dann wenigstens eine Änderung der Bebauung auf Grundlage der benachbarten Wohngebäude mit gewerblicher Nutzung im EG. Vermutlich werden auch die institutionellen Anleger in diesen znsicheren Kapitalmarkt- und Wirtschaftszeiten einfach vorsichtiger und überlegen gut, ob ein 13-stöckiger Büroturm noch Rendite bringt.

    Sind sie mal auf den Wirtschaftswegen die ja so toll geplant wurden gelaufen oder gefahren? Die sind so Schmal auch in den Kurven das man nicht mit 2 Schleppern aneinander vorbei kommt und man immer ins Bankett muss. Das hätte man deutlich besser machen können.

    Wir können uns gerne auf ein "Du" einigen hier im Forum.


    Ja ich bin teilweise die neuen Wirtschaftswege zu Fuß und mit dem Fahrrad abgefahren. Ich fand es sehr komfortabel. Ganz klar gebe ich jedem recht, wenn er sagt für den landwirtschaftlichen Gegenverkehr ist es nicht ausreichend. Aber wo ist das der Fall? Wie cortauri bereits sehr ausführlich dargelegt hat gibt es auch hier Vorgaben und die sind aus meiner Sicht absolut ausreichend. Es ist ja nicht zu viel verlangt, dass man mit dem Trekker auch mal anhält, wenn der Kollege mit seinem Ungetüm entgegenkommt. Muss man als Autofahrer an vielen alten Überlandstraßen auch machen und jeder kann damit leben.

    Man kann über Vorschriften und Bürokratie des Staates denken was man will. Ja, in einigen Bereichen ist der Staat sogar bekloppt, nicht aber was den Straßenbau mit seiner Kategorisierung und Kanalisierung (nach Fahrzeugarten und bauartbedingten Höchstgeschwindigkeiten) angeht. Für die Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs auf deutschen Straßen ist die Einordnung als Kraftfahrstraße richtig und gut. Man hat die B10 nicht für den schnelleren landwirtschaftlichen Verkehr gebaut aber ihn bei den Maßnahmen auch nicht vergessen, sondern zur Sicherheit aller mit neuen parallelen und breiteren Wirtschaftswegen bedacht. Vielleicht erst einmal nüchtern betrachten und durch den Kopf gehen lassen als einfach immer nur dem bösen Staat für alles die Schuld geben!

    Charmante Idee? Kann ich nur zustimmen. Trotzdem will ich hier ein paar Gedanken los werden.


    Das Projekt EDC:

    Wenn es denn so kommt zweifelsohne ein Projekt mit großer Strahlkraft für Ulm. Der "Förderverein" hat teils sehr gute Ideen die Finanzierung für das ESC anzuschieben und Werbung zu machen. Alleine der Glaube fehlt mir zwischenzeitlich diese immensen und kolportierten Summen von 50 bis 75 Mio. zusammen zu bekommen. Bislang fehlt mir hier der große Wurf in Form eines "Sponsors/Investors" mit einer beträchtlichen Summe. Ich denke da an entsprechende Unternehmen oder Stiftungen aus den USA oder Israel.


    Der Standort:

    Die Paketposthalle als Standort finde ich überragend, da das gesamte Areal mit dem Theaterviertel erst am Anfang seiner Entwicklung steht und das EDC ein echter Anker sein kann. Ich muss Herrn Winning recht geben, wenn er die Halle und deren Bauweise anpreist. Ob sie aber den Bedürfnissen eines High-Tec Discovery-Centers gerecht werden kann vermag ich nicht zu sagen und überlasse hierzu den Architekturstudenten das Feld. Die Entwürfe für das EDC am Standort Blauberer Tor waren klasse und verheißungsvoll. Bislang war die Halle als Materiallager für den Straßenbahnbau Linie 2 und das Schnellbahnprojekt "mißbraucht" worden aber tatsächlich halte ich die Halle für außergewöhnlich (schauen lohnt sich). Parkplatzfrage und ÖPNV sowie Fernanbindung kann man mit dem Standort nicht besser lösen.


    Fahrradparkhaus:

    Danke für den Beitrag des Radparkhauses aus Holland. Ein Fahrradparkhaus oder Mobilitätshub an der Pakethalle wäre völlig verkehrt. Ein solches gehört in den unmittelbaren Bereich des Schillerstraße mit den direkten Zugängen zu den Gleisen und ÖPNV. Einerseits könnte ich mir eine Splittung vorstellen. Einmal an der Schillerstraße im geplanten Parkhaus der DB und ein weiteres auf Seiten des Bahnhofsplatzes. Jetzt komm ich nach Besuch der neuen Tiefgarage am Bahnhof zu meiner kühnen Idee. Die Ebene -1 als Mobilitätshub mit den Ladestationen für E-Autos auf der einen Seite (das reicht momentan und die TG ist technisch bereits auf den darunterliegenden Ebenen für den Wallbox-Ausbau vorbereitet), im restlichen Bereich ein Fahrradparkhaus mit Lademöglichkeiten für E-Bikes und E-Scooter. Das ganze zu einem annehmbaren Tarif. Für gefahrlos Ein- und Ausfahrten mit flachen Rampen lässt sich durch die Verkehrsführung mit Kreisverkehr und ausreichendem Platz eine Lösung finden. Das wäre ein innovatives Konzept mit Strahlkraft für die Stadt Ulm. Wenn man sieht, dass die Ebene -1 bei meinem Besuch zur besten Einkaufsstoßzeit nahezu leer war (E-Ladeplätze) sollte das zum Nachdenken anregen. Wären sicher teure Plätze und von wenig Begeisterung der Parkbetriebsgesellschaft begleitet aber ein echter Schritt in die Zukunft. Der überirdische Platz wäre dann auch mehr für den Fußgänger vorbehalten, wie es sich gehört. Und sind wir mal ehrlich, die Tiefgarage ist ein Hingucker aber auch exorbitant teuer gewesen. So könnte man wenigstens ein Leuchtturmprojekt daraus machen.

    Halte ich genau für die richtige Maßnahme. So sieht richtiger Umgang mit der Vergangenheit aus und nicht die Entfernung aller Devotionalien und Straßennamen. Diesen Nihilismus in unserer Gesellschaft halte ich für falsch und nervt nur noch.

    Hallo

    Wird das Projekt so umgesetzt wie in Anlage 5 Erschließungsplan dargestellt?

    Da ich im Sitzungsarchiv der Stadt Ulm nix gefunden habe und damit keine Änderungsanträge bekannt sind gehe ich von einer Realisierung der damals in den Sitzungsvorlagen vorgelegten Pläne aus.

    Ich bin auch überzeugt, dass es sich um zwei unterschiedliche Projekte handelt. Den Standort des Blue Sight verorte ich auf das gegenüberliegende Eckgrundstück und mach das an den Planskizzen fest. Die passen nicht mit dem NVision-Bau zusammen, obwohl die Architektur fast wie eine Kopie erscheint.

    Auszug aus Dem SWP+ Artikel vom 13.04.2022:

    Zwei Jahre Bauzeit vorgesehen

    "......Das Ziel ist, im nächsten Jahr mit dem Bau zu beginnen und 2024 fertig zu sein. „Das ist sehr, sehr sportlich“, sagt Torsten Fisch, Leiter der Abteilung Mobilität. Umso mehr, als ein zweites größeres Projekt gleich mit erledigt wird: der Bau von 510 Fahrradabstellplätzen auf dem südlichen Bahnhofplatz.
    Dort ist zwischen ZOB und Fußgängersteg eine richtig große Anlage für Fahrräder geplant: mit 420 doppelstöckigen, überdachten Abstellplätzen, 80 abschließbaren Radboxen, Platz für Lastenräder, E-Tretroller und einer Verleihstation für Fahrräder. Zusammen mit den Carsharing-Plätzen in der Tiefgarage entstehe eine Mobilitätsstation, sagte Fisch. In und um die Fahrradabstellanlage will die Stadt Bäume pflanzen; sie spricht von einem „Baumhain“........"



    Also doch besser als der erste Eindruck vermittelte. Kann man auch in den textlichen Festlegungen zur Vorlage nachlesen. Ich denke die Anzahl ist mit Augenmaß gewählt und aus meiner Sicht allemal besser als ein hohes, gesichtsloses Fahrradparkhaus mitten auf dem Platz

    Eigeninteressen- und Ideologiepolitik! Die Großen in Berlin, Stuttgart und München machen es vor und im Kleinen wird es weiterverfolgt. Ist doch in den letzten Jahren erfolgreich, dass eine Minderheit mehr Gehör erlangt und der Mehrheit die Richtung vorgibt! Das ist Sozialisation: "Lernen am Vorbild!"


    Die Politik steuert doch nicht dagegen sondern lässt sich davon gängeln, anstatt mal klar zu machen, dass Politik dem Gemeinwesen und den übergeordneten Interessen der Mehrheit dienen soll.

    Alle Kliniken an der Albert-Einstein-Allee konzentriert: So soll es nach den Plänen des Uniklinikums Ulm in 25 bis 30 Jahren auf dem Oberen Eselsberg aussehen.

    © Foto: Honorarfrei/SWP


    https://www.swp.de/lokales/ulm…s-dem-takt_-63363799.html


    Mal was aktuelles zu diesem Thema. Die Projekte verzögern sich teils deutlich. Das räumt das zuständige Ministerium ein. Gründe sind vielfältiger Natur.


    Ich denke es liegt am Geld und Planungskapazitäten. Ich denke man sollte sich auf die zentrale Aufnahme und die Onkologiezunächst konzentrieren. Frauenklinik, HNO und Kinderklinik sind am Michelsberg gut und in Folge von Sanierung und Erweiterungen in den letzten Jahren noch gut und zeitgemäß untergebracht. Mit Sanierung der Inneren Medizin in den nächsten vier Jahren wäre die zentrale Ambulanz mit Sonografie aus medizinischen Abläufen absolut notwendig (Clearingsstelle für das Klinikum). Zudem halte ich die Onkologie für sehr wichtig, da sich die Strahlenklinik bereits am Oberen Eselsberg befindet. Das heißt mit den beiden links und rechts (orange-braunen) gebäudeteilen könnte man sich noch Zeit lassen. Für die beiden erstgenannten Bausteine würde ich schon erwarten, dass Gas gegeben wird und in zehn Vollzug gemeldet werden kann.

    © Foto: Maas & Partner


    Je öfter ich mir die Pläne anschaue und die Ausführungen von Stadt und Investor studiere, umso spannender finde ich das Projekt.


    In der Vorstellungsrunde zum Projektvorhaben wird auch das Düngemittellager von Beiselen auf dem östlich angrenzenden Areal angesprochen. Am Besten wäre eine Entwicklung des gesamten Firmengelände einschließlich der Parkplatzbrache im Osten. Wohnen zur Blau und Gewerbe in Richtung Blaubeurer Straße, ähnlich wie auf dem Areal des BTC.


    Ich hab mir dann das Gesamtareal mit ehemaligem Magiruswerk zur Einsteinstraße hin angeschaut und muss sagen, dass es trotz Nachbarschaft der FUG und im nördlichen Bereich mit der B28 gigantische Möglichkeiten bietet. Der Arm der Blau (aus Söflingen und Blaukanal) bieten schon super Möglichkeiten vom Wohnen im Grün und am Wasser in Verbindung mit top Anbindung an die Stadt. Das ist fast ein eigener Stadtteil mit Potential für rund 2000 Wohneinheiten.


    Zurück zum BTC. Es bleibt also das EG des Ostflügels stehen und die Tiefgarage. Na ja, wenn man sich die massiven Ausmaße (Höhe des Gebäudes und ohne Brechungen durch Fenster oder Lichtbänder) des jetzigen Centers vor Ort anschaut ist da nicht wirklich viel zu retten, um ein Wohnquartier zu realisieren.

    Mir gefällt der Planentwurf auch ganz gut. Im nördlichen Abschnitt ist das Grundstück wegen der Wileystraße ja etwas eingedellt, aber das hat man mit zwei Dreiecken sehr elegant gelöst. Das "Highlight"-Gebäude wird von der Europastraße aus schön zu sehen .......

    Highlight wäre es für mich dann, wenn es einen baulich/architektonischer Hochpunkt (sehr gerne mehr als die vorgesehene Geschoßzahl) geben würde. Ich finde das würde als Beginn/Entree des Wiley-Areals und zum Europaknoten ideal passen.

    Verbuche ich mal als klassischen Nachverdichtungskonflikt.

    Burlafingen ist ein Stadtteil einer wachsenden Stadt inmitten einer prosperierenden Region. Da ist Bauland und Fläche ein hohes Gut und Wohnraum leider Mangelware zu überhöhten Preisen.

    Die Entwurfsplanung ist allemal ein großer Gewinn. Letztlich steht und fällt es mit der Detailplanung und dem architektonischen Konzept der einzelnen Baukörper. Für mich ist es ein schlüssiges Vorhaben von der Nutzung in unmittelbarer Nachbarschaft zur Hochschule. Das Parkhaus macht für die Firmenansiedlungen auch Sinn und könnte zu Schwachlastzeiten am Wochenende noch für die Arena genutzt werden.


    Alles besser als der Status quo!

    Möglich wäre auch eine Erweiterung westlich der Hermann-Köhl-Str am alten Flugplatz auf Dornstadter Gemarkung.

    Oder entlang der A.-Berblinger-Str. in ichtung Beimerstetten.

    Jein. Ich sehe da uch noch enormes Potential, sowohl in westlicher als auch nördlicher Richtung (Beimerstetten) aber auch hier zeichnen sich Probleme mit dem Lärm vs. Altenpflegeheim ab. Im Dornstadter Gemeinderat gab es kürzlich diesbezüglich schon entsprechende Debatten im Zusammenhang mit der Erweiterung des Containerbahnhofs. Das heisst, dass nur nicht störendes Gewerbe möglich wäre. Größere verarbeitende Betriebe dürften es schwer haben.


    Da haben sich die Standpunkte heute schon stark verändert. Es bleibt ein Spannungsfeld zwischen Wirtschaftsentwicklung und Lärmemmisionen bzw. -immisionen für betroffene Anwohner. Man sieht das ja in den Genehmigungsverfahren für Ausbauten von Schienen und Straßen, wo die Anforderungen für Lärmschutz exorbitant steigen.