Beiträge von Puquio

    Es ist eigentlich kein so großes Bauthema, aber ich habe das Thema hier ja schon bisher begleitet, daher füge ich es mal ergänzend ein:

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    Dass die Fahrzeuge hier für den US Markt produziert werden, zeigt für mich, dass IVECO hier der bestimmende Faktor ist.

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    Hier noch mit minimal ergänzenden Informationen die Stadt selbst.

    Wie geht es denn mit R-Pharm weiter? Das Unternehmen dürfte einer der größten Arbeitgeber in Illertissen sein, oder?

    Ich hab gehört, dass sie in jüngerer Zeit ihre Mitarbeiterzahl relativ stark gesteigert haben von etwa 350 auf ca. 450. Nachdem BASF nur noch 300 Mitarbeiter hat nach Arbeitsplatzabbau, dürfte es sich um den größten Betrieb handeln, ja. Aber es gibt einige Firmen dieser Kategorie um die 250-300, wie Weiss Kunststoffe, Weh, Dimter, eventuell Motz. Also sprich relativ gesunder Branchenmix, im Gegensatz zu z.B. Vöhringen mit einem Riesen Wieland, oder Weißenhorn mit zwei größeren Arbeitgebern.

    An sich würde ich das auch denken. Dann habe ich aber die Zeit überschlagen: Das wären im Ulmer Fall ca. 4 Minuten Fahrtzeit. Ich denke das macht den ausschlaggebenden Unterschied, dass die Anstrengung nur sehr kurz ist im Vergleich zu vielleicht 15 Minuten Fahrtzeit ohne Hilfe durchgängig bergauf wäre. Zumal das in diesem Hangbereich recht begrenzte Landesgartenschaugelände hier wohl keine andere Möglichkeit einer Verbindung für Radler bietet. Zumindest kann ich mir nicht vorstellen, selbst mit E-Bike, diese Steigung dort fahrend zu bewältigen, da würde man immer Umwege in Kauf nehmen müssen. Aber vielleicht ist das ja sowieso gar nicht vorgesehen, dass die Radweginfrastruktur schon während der Gartenschau genutzt wird als Radfahrer - Stichwort Sicherheit, zwischen den vielen schaulustigen Fußgängern, die sich entlang des Geländes bewegen.


    Naja, so ein Abklopfen der Argumente ist in jedem Fall bereichernd, selbst wenns zu nichts führt. Inspiration können so Ideen allemal sein.

    Prinzipiell finde ich sowas gut.

    Aber in einer Stadt, die weder ein Fahrradparkhaus am HBF hinbekommt noch eine vernünftige ÖPNV-Haltestelle ebendort...

    Gerade deshalb ist es klug solche ,,Einmalevents" für derartige Infrastruktur zu nutzen. Da stehen Geldtöpfe bereit, es gibt politisch Spielraum mehr zu riskieren, vermeintliche ,,Spielerei" zu bauen, und dann aber hoffentlich nicht nur den Effekt zu haben, dass die Landesgartenschau ein paar einzigartige Highlights erhält, oder dass nach der Gartenschau wirklich substanziell etwas bleibt (in Form einer besseren und doch günstigen kleinen Anbindung der Wilhelmsburg und der Alb). Sondern dass man etwas geschaffen hat, was weitere Türen öffnet, weil man erkennen kann, dass die Fahrradnachfrage gut ist und sich steigern lässt z.B. So kann dann so ein Projekt sogar weitere angesprochene Projekte befruchten.

    Eines der wichtigsten Projekte des Landrats der vergangenen Jahre nimmt damit Fahrt auf. Schon damals beim Verlust der Kreisklinik Illertal und der Entfremdung des südlichen Landkreises vom nördlichen, wurden entsprechende Vorschläge in den Raum geworfen. Diese wurden dann immer wieder bemüht bei städtischen Innenstadtprojekten - zwischenzeitlich wirkte es fast wie die Taube auf dem Dach. Dass es nun tatsächlich so kommen wird und auch mit einem gewissen Gewicht, dürfte den südlichen Landkreis wieder mit dem nördlichen versöhnen, was wohl auch Ziel dieser sanften Dezentralisierung ist. Man muss sich nur nochmal vergegenwertigen, was dieser Stadt alles genommen wurde, um die Bedeutung zu verstehen: Kreisfreiheit, Amtsgericht, Vollversorgungskrankenhaus mit Hubschrauber, große Polizeidienststelle, Kreisbildstelle (heute Kreismedienzentrum), Landkreismuseum, Sparkassensitz, und sicher einiges mehr, was ich nicht mitbekommen habe aus der Distanz.

    Ich bin gespannt, was der Landkreis mit seiner alten Liegenschaft neben dem ehem. Krankenhaus, und dessen Gebäuden vor hat. Das ist eine riesige zentrale Fläche direkt an der Staatsstraße. Aber auch die Gestaltung des neuen Gebäudes auf dem Grundstück der Sparkasse wird von entscheidender Bedeutung sein, ob es ein Gewinn für die Stadt wird oder nicht. Diese Fläche ist von extrem hoher Bedeutung fürs Stadtbild.

    Ich kann den entsprechenden Strang hier im Forum gerade nicht finden, aber Wir hatten genau darüber schon eine ausgeprägte Debatte. Ich hatte auch Deine Position eingenommen. Wie viel Zubau ist überhaut nötig und was sind die Ursachen für die hohe Nachfrage. Deine herangezogenen Zahlen wären nur aussagekräftig unter der Prämisse, dass sich in den vergangenen 30 Jahren nicht die durchschnittliche Wohnungsbelegung reduziert hätte. Sie ist aber von 2,3 auf 2,0 gesunken. Was nach kleinem Unterschied klingt ist ein großer Effekt und ist in der Demografie aber auch in gesellschaftlichen Änderungen hin zu mehr Singlehaushalten begründet. Ich kann natürlich nicht ausschließen, dass die Zahlen zur Haushaltsgröße für Deutschland nicht umgekehrt genau aus Einwohnerzahl und Wohnungsbestand berechnet wird. Das würde bedeuten, dass meine Einordnung wertlos wäre, weil in der Realität auch viele Wohnungen einfach leerstehen könnten. Aber wenn Wir nun annehmen, dass die Haushaltsgröße anders ermittelt wird, dann hätten Wir die Entwicklung des Wohnungsbestandes nahezu perfekt real abgebildet mit dieser einen Erklärung.


    Bezüglich Perspektive: München erwartet bis 2040 1,8 Millionen Einwohner zu besitzen. Für diese Zahl stellt die Stadt städtische Ressourcen zur Verfügung. Es wäre zwar denkbar, dass man hier einfach aus der vergangenen Wachstumsjahren extrapoliert, aber ich nehme stark an, dass diese folgenden gewaltigen Investitionsentscheidungen nicht derart fehleranfällig fundiert werden. Entsprechend könnte es sich als großer Fehler herausstellen, wenn Ulm davon ausgeht, dass es sich nicht auf weiteres Wachstum einzustellen hätte.

    Stimmt, die lokale Nachfrage, nicht nur die regionale, sollte natürlich auch dauerhaft gewährleistet werden. Deshalb find ich die Idee mit dem Fahrradlift womöglich umsetzbar. Es ist kein Dauerbetrieb notwendig, sondern je nach Bedarf geht die Anlage an. Und es scheint ja in Trondheim in irgendeiner recht anonymen Straße zu funktionieren. Das dürfte also ideal sein, wenn man nicht genau weiß, wie viel Nachfrage entstehen kann.


    Mir ist übrigens gerade aufgefallen, dass der gepostete Link von mir gar nicht richtig funktioniert, hier nochmal der Link zur deutschen Wiki: https://de.wikipedia.org/wiki/Fahrradlift Da steht auch kurz was zur Sicherheit.


    Am Rande: Das Einstein Discovery Center wird da nicht hin können, da wäre der Libeskind aber auch die Ausstellungsgestalter viel zu sehr limitiert. Aber es wäre immerhin einer der prominentesten Orte der Stadt so erhaben am Michelsberg, das auf jeden Fall.

    cortauri Ich hatte jetzt mehr an die LGS gedacht, und daher auch eine Nutzung direkt auf dem Gelände, sprich da wo die Zahnradbahn auch hoch wäre zur Wilhelmsburg. In die Wissenschaftsstadt gibt es ja immerhin die Straßenbahn, in der man sein Fahrrad mitnehmen darf - kostenlos. Da könnte man auch noch einen Fahrradanhänger dranhängen, wie in Stuttgart. Und die Stuttgarter Straße ist zu kurvenreich und damit sehr lang. Der verkehrende Bus dort, hat wohl nicht die Kapazität. Außerdem wäre eine möglichst eigene Trassierung im Sinne der Radfahrer, die nicht gerne mit Autoverkehr in Kontakt sind beim fahren.

    Der Lift könnte einen Fokuseffekt bewirken, sodass Radfahrer über die Wilhelmsburg in alle Richtungen auf die Alb fahren. Entsprechend könnte man die Radinfrastruktur sowohl unten in Ulm, als auch oben auf der Alb darauf ausrichten. Ersteres bereits im Zuge der LGS. Das würde sicherstellen, dass die Hauptfahrradroute in Ulm sich entlang der Bundesfestung entwickelt. Ich schiele da auch etwas auf die Studie zu den Schnellradwegen.

    Hallo Lena,

    von meiner Seite Willkommen hier. Ulm steht da in manchen Stadträumen zur Zeit tatsächlich in meiner Wahrnehmung am Scheideweg. Der Baudruck ist sehr hoch, gleichzeitig haben Wir in der Weststadt, in der Neustadt, und weiteren frühen Stadterweiterungsgebieten, aber auch in der Innenstadt selbst stark gealterte oder aus der Zeit gefallene Bausubstanz. Da kommt es und wird es noch zu vielen (Ersatz-)Neubauten kommen. Bisher wird dabei der Charakter dieser Viertel kaum wertgeschätzt und berücksichtigt. Außerhalb von Ulm sieht man sogar die Spitzgiebelbauten zunehmend kritischer, welche eigentlich als angemessene Einpassung hier wahrgenommen werden, und sogar weiter als Charakteristikum verwässert bis lächerlich gemacht werden (siehe Heigeleshof). Aber solche Gestaltungen, zusammen mit vorgeblendetem Ziegel, zählen bereits zur Spitze der Einpassung ins wertvolle Umfeld hier. Dabei bietet Ulm bereits Investoren durch sehr großzügig eingeräumte Nachverdichtungsspielräume (sehr hohe Aufstockungen u.a.) eigentlich gute Bedingungen. Leider im überwiegenden Fall nicht zum Gewinn der Gestaltung. Mir erscheint hier das Gefühl für den Wert dieser Stadträume in weiten Teilen zu fehlen, anders ist wohl nicht der teils prekäre Zustand der an sich erstaunlich weitläufigen und geschlossenen Bebauung in der Weststadt z.B. zu erklären. Oder auch so manche billig gestalteten Neubauprojekte mitten zwischen stimmigen Altbauensembles. Aktuelle Themen, wie Nachhaltigkeit scheinen dabei eher wenig relevant, statt dass man z.B. in der Ulmer Altstadt mit Holzständerbauweise experimentiert, wird lieber weiter fleißig betoniert. Statt dass man die Altbauten möglichst nicht so verwahrlosen lässt, wie in größeren Teilen der Weststadt (die Bevölkerungsstruktur, die Preisstruktur, der Stadtraum, die architektonische Sensibilität bei Umbauten, alles dort deutet darauf), vielleicht sogar Gestaltungsleitlinien erarbeitet, lässt man den Dingen ihren Lauf, und erntet so Ersatzneubau, wo eigentlich gerade über Abrissstopp debattiert wird.

    Es gibt natürlich wie immer auch gute Ansätze, so das Ziel die Wagnerstraße aufzuwerten und deren Wert damit zu honorieren. Auch im Dichterviertel wurde und wird vieles richtig gemacht (abseits des Mobilitätskonzepts). Ich will daher nicht nur als Stänkerer wahrgenommen werden, aber manchmal braucht es auch ein wenig den Finger in der Wunde.

    Ich begrüße daher ausdrücklich, das Thema Bauen und vor allem das Wie, prominenter auf die Agenda zu heben.

    Nur als Ergänzung zur Regio-S-Bahn: Hier finde ich am dramatischsten, dass die Illertalbahn keine 2-Gleisigkeit bekommen wird. Das Illertal ist sehr eng mit Ulm verknüpft, mindestens bis Illertissen ganz klares Einzugsgebiet mit sehr hoher Bevölkerungsdichte. Die Südbahn ist mittlerweile viel enger an Ulm geknüpft. Wenn es selbst im Illertal nicht gelingt eine Zweigleisigkeit durchzusetzen wundert es mich auf allen anderen Ästen erst recht nicht. Auch wenn ich eine bedeutende Schuld im Konkurrenzdenken zwischen BY und BW verorte (woran ja auch bisher hartnäckig der Straßenbahnausbau gescheitert ist).

    Bin mir nicht ganz sicher, was du mit einer zweifachen Kreuzung der Memminger Straße meinst - die ÖPNV-Trasse soll ja in der Präferenzvariante konsequent östlich der Memminger Straße bleiben.

    In Deiner im Forum eingebundenen Anlage 5 kreuzt die Trasse die Memminger Straße direkt am Busbahnhof, um in die Mitte der Fahrbahn zu kommen, und beim ehem. Spital der Bundesfestung kreuzt sie wieder die Memminger Straße, um diese Mittelposition nach Osten zu verlassen.

    Wenn die Fachleute in ihrer Untersuchung feststellen, dass das Potential bei einer Ost-Trasse höher ist, glaube ich das mal.

    Ich würde mir da niemals rausnehmen den Fachleuten in ihre Arbeit zu reden. Aber bewusst muss man sich sein, dass sie eben nach bestimmten Parametern vorgehen, und soweit mir bekannt, gehts da nicht um die Effekte, die ich beschrieben habe, und als mögliches Problem meine zu erkennen. Oder konkretes Beispiel: Den Fachplanern wird es ziemlich Schnurz sein, wie die Memminger Straße sinnvoll weiter entwickelt werden kann, wie das sehr ausgefranste Stadtbild geschlossen werden kann, der sehr weite Straßenraum, um perspektivisch die Neu-Ulmer Kernstadt in diesen Bereich auszudehnen, wie es nun um den Allgäuer Ring u.a. begonnen wurde.

    Für den Fall, dass eine Erschließung Wiblingens tatsächlich über Ludwigsfeld erfolgen soll, sehe ich das genauso. Die Strecke zwischen den Siedlungsgrenzen Ludwigsfelds und Wiblingens müsste so kurz wie möglich bleiben und den Ortskern Alt-Wiblingens durchmessen.

    Dachte da hätten Fahrtzeitanalysen ergeben, dass eine Routenführung Wiblingen, Ludwigsfeld, Neu-Ulm, Ulm zu lange wären, als dass dies attraktiv darstellbar wäre? Entsprechend fraglich ist wohl auch eine Verlängerung über Ludwigsfeld hinaus nach Süden z.B.