Beiträge von Puquio

    Bei der Frage, ob PV-Anlagen auf Altstdtdächer passen finde ich ja, wenn man es nicht zu sehr ausbaut. Aber vielleicht muss man hier auch sich allgemein an ein neues Antlitz auch in Altstadtgebieten gewöhnen.

    Ich glaube, dass es sogar essentiell ist, solange der Energiemarkt in Deutschland so konstruiert ist, wie er ist. Wohnen in der Altstadt darf nicht teurer sein aufgrund der Energie, wie woanders. Wenn man pro Wohneinheit max. 4-6 Solarzellen zulässt, und diese nicht immer vollflächig verbauen lässt, verhindert man auch, dass die Optik stark leidet. Zur Erinnerung, es gab auch nicht die ähnlich aussehenden Dachflächenfenster in früheren Zeiten, ganz zu schweigen von sonstigen technischen Aufbauten die reversibel kamen und gingen über die Jahrzehnte, z.B. Fernsehantennen, oberirdische Stromkabel, Dachterrasseneinschnitte, Schneefanggitter, manche Dachrinnen, manche Dachdeckungsmaterialien und -farben usw...


    Ich finde da muss die Summe aller dieser Dinge gesehen werden und dann das Ergebnis stehen, dass die makroskopische Dachlandschaft (die Summe aus Rhythmik, überwiegende Farbe, Unruhe, Oberflächenstruktur) nicht beeinträchtigt ist. Wenn sie beeinträchtigt ist, dann kann man die Solarzellen z.B. aufteilen in kleinere Felder, kann sie auf Dachgauben setzen, oder auch rot eingefärbte Module vorschreiben.

    Ich finde das zeigt sehr schön, dass man in Neu-Ulm zu den Großen schaut. Ich kenne viele Städte der Größe Neu-Ulms (und größer!), wo es gerade mal für die Bahn solche digitalen Schilder gibt. Oder irre ich mich da? Wäre ja ein gutes Zeichen für eine Doppelstadt über die Grenzen hinweg.

    Vielleicht ja eine Möglichkeit das LGS Gelände nochmal auszuweiten. Die Entwickelungen der letzten Zeit zum Blaubeurer Tor (plus die negativen Entwicklungen im Zusammenhang der Wilhelmsburg, wie Forderung nach radikalem Baumerhalt, keine ausgeprägte Infrastruktur) lassen diesen Bereich wie die ,,Kernzone" der Gartenschau erscheinen, nicht nur wortwörtlich. Hier finden die größten Veränderungen statt, hier wird das meiste Geld verbaut, hier wird wohl einer der womöglich größten Freiflächen zur Verfügung stehen. Warum das also nicht noch expandieren :)

    Das Thema könnte (mit korrigiertem Titel) auch in den neuen Stadtbildbereich. Dann weiß man etwas klarer, dass es um Maschinen in der Öffentlichkeit gehen soll.

    Ich habe mit dem Brutalismus begonnen und dort wurde ich ja gefragt, ob ich auch andere Stile vorstellen könne.

    Meinem Eindruck nach hat diese Perspektive das Forum bereichert.

    Da auch nochmal hier in Textform (und nicht nur per Emoji) mein großes Kompliment an Aki.


    Dein Eindruck UlmerMuenster , wenn ich mir diese Unterstellung erlauben darf, kommt wohl daher, dass nicht gerade super viel neue Threads ansonsten angefangen werden zur Zeit. Das wäre dann aber nicht das Problem dieser schönen Baustilstränge, sondern liegt anderswo begründet.

    Aktuell tendiere ich dazu, die bislang auf mehrere Threads verteilten Beiträge zu "Architekturstilen" in einem Sammelthread zusammenzuführen. Wäre das ein Ansatz?

    Denkbar wäre, dass dies zu einem großen Durcheinander führt. Wie wäre stattdessen eine große Rubrik ala Lexikon oder so, wo man hier im Forum regionalgeprägt nachlesen kann, was zB. nun dieser Historismus hier ist. Das würde erlauben die Stränge getrennt zu halten, aber auch zusammengefasst, sodass sie auch nicht denjenigen stören, der nur tagesaktuell informiert werden möchte.

    Der Großteil des Videos dreht sich um den Energiewandel, aber schaut die ersten 3 Minuten, da wird viel zur Mobilitätswende in der Nachbarstadt Tübingen berichtet:

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    Ich finde, da staunt man schon ganz schön, was da scheinbar infrastrukturell gemacht wurde, und vor allem auch in Ulm möglich gewesen wäre.

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    Ich finde, da staunt man schon ganz schön, was da scheinbar infrastrukturell gemacht wurde, und vor allem auch in Ulm möglich gewesen wäre.

    Was ist aber mit dem Verkehr der von Ulm nach Neu-Ulm (Innenstadt) möchte, der müsste ja bis zur Europastrasse und dann durch die Memmingerstr,... ich weiß nicht, ob dass so sinnvoll ist.

    Alternativ durch die Ulmer Innenstadt über Herdbrücke oder Gänstorbrücke, auch nicht ideal.

    Das ist genau Kern des Vorschlags, in dessen Konsequenz die Ringstraße ähnlich der Schützenstraße (hier wurde am Petrusplatz bereits sehr tief eingegriffen in diese Richtung) ihre Gestalt als Durchgangsstraße verliert.

    Vielleicht wird es klarer, wenn ich ein paar Beispiele bringe: Aus München: Wenn ich am Olympiaeinkaufszentrum wohne und die alte Pinakothek besuchen möchte, dann kann ich natürlich ins Auto steigen, auf der Ringbundesstraße und dann die Dachauer Straße bis in die Maxvorstadt fahren. Ich brauche dafür nur die halbe reine Fahrtzeit als mit den Öffentlichen, gefolgt vom Fahrrad. Was macht also München? Sie bauen Straßen zurück für Fahrradspuren. Sie machen es sehr sehr teuer und schwer einen Parkplatz in der Maxvorstadt zu finden. Sie führen zum Jahreswechsel ein Dieselfahrverbot ein auf der Ringstraße. Ziel ist es in der Kernzone Autos raus zu halten, die nicht unbedingt da rein müssen.

    Und aus Barcelona: Hier hat man in zentraler Lage mehrere Häuserblocks zusammengefasst zu Superblocks, innerhalb derer nun Verkehrsberuhigung vollzogen wird. Das Ziel: Durchfahrtsverkehre heraushalten, Verkehr reduzieren und ersetzen durch andere Verkehrsmittel.

    Die beiden Städte sind enorm beliebt und steigern so nachweislich ihre Qualität (keine erheblich gestiegenen Autoverkehre dafür mehr Platz für andere Verkehrsträger), dienen damit als Vorbild, denn sie setzen jeweils um, was Länder wie die Niederlande vormachen: Das Auto darf nicht die schnellste Option sein, sonst wird jeder fahren und in zentralen Bereichen die Straßen überlaufen und die Lebensqualität sinken. Nun ist Ulm/Neu-Ulm keine Millionenstadt, Wir brauchen hier Unseren Autoverkehr, daher dürfen Unsere Maßnahmen nicht so systematisch autofeindlich sein. Aber auch hier gilt, es fährt keiner Straßenbahn, wenn das Auto schneller, bequemer und gefühlt billiger ist. Daher ist so eine Wegeverlängerung für zentrale Stadträume ein Konjunkturprogramm für den öffentlichen Nahverkehr. Nun kann man streiten, was zuerst da sein muss, denn leider muss öffentlicher Verkehr vorher schon in Studien nachweisen, dass die Nachfrage hoch sein wird.

    Richtig bleibt aber, dass eine Beruhigung einzelner bisheriger Durchgangsstraßen (Ulm Neue Mitte, Frauenstraße, Herdbrücke, der Vorschlag mit der Ringstraße), sowie die gezielte Reduzierung einzelner Abzweige (Schützenstraße, Augsburger Straße, der Vorschlag mit der Bundesstraßenabfahrt), beides ineinandergreifende Maßnahmen sind, um in Neu-Ulm aber auch allgemein die Basis zu schaffen für einen dauerhaften großvolumigen ÖPNV und dichte Zentren, wie man sie von der attraktiven europäischen Stadt kennt. Ulm hat das bis heute, weil die verkehrlichen Fehler (Autos bis auf dem Münsterplatz, Verkehrsschneisen, Abrisse, geringe Dichten) der Nachkriegszeit spätestens mit der LGS weiter rückgebaut werden und auf den ÖPNV gesetzt wird. Neu-Ulm leidet unter einem schwachen Zentrum und kaum existentem großvolumigen ÖPNV. Wo liegt also der Handlungsbedarf? Wirklich nur bei einer Fahrspurwegnahme einer Strecke, die durch den Ausbau einer Parallelstrecke überkompensiert wurde?

    Die Auf- und Abfahrt halte ich zumindest als Umleitungs und Entlastung für die Abfahrt Neu-Ulm für sinnvoll, ebenso die direkte Möglichkeit in die Schützenstrasse einzubiegen.

    Dadurch, dass die Auf- und Abfahrt nur in Ulmer Richtung konzipiert ist, stellt sie eine reine Verknüpfung dar, um von und in die Neu-Ulmer innerstädtische Zone zu fahren und zu kommen. Über die Ringstraße auch als Abkürzung (über diese zentralen Bereiche) in die östlichen Industriegebiete, was angesichts des Ausbaus der B10 durchs südliche Stadtgebiet nicht erwünscht sein kann. Einzige Ausnahme bildet hier die Wiblinger Straße, die in der Tat eine Umleitung darstellt und ggf. durch eine Rechtsabbiegepflicht bei einem Erhalt der Abfahrt bestehen bleiben könnte.

    Das ist eigentlich untypisch für eine Stadt. Da werden vergleichbare zentralen Verbindungen generell versucht möglichst ohne MIV zu lösen, um einen Verkehrskollaps zu vermeiden. Sieht man den Ulmer und Neu-Ulmer innerstädtischen Bereich wirklich als ein Doppelzentrum, so wäre eine solche Umstrukturierung an den Abfahrten unumgänglich.

    Das würde auch das Thema Entlastung relativieren. Wenn nur noch diejenigen, die weitere Strecken als von zentralen Bereichen Ulms zu zentralen Bereichen Neu-Ulms zurücklegen die B28/B10 und die Abfahrt zur ausgebauten B10 nutzen, dann gibt es dort auch weniger Stau. Die Abfahrt der B28 auf die B10 ist halt unterdimensioniert, weil diese ebenfalls auf einer Brücke steht, da gehören 2 Abfahrtsspuren hin, wie in Gegenrichtung die Abfahrt auch hat. So hätte man den gleichen Effekt, wie die eine Abfahrt an der Adenauerbrücke, aber die Vorteile, die Zentren ohne unnötigen Autoverkehr eng zu verknüpfen.

    Hier noch eine Einordnung, warum nun zum Fahrplanwechsel die Änderungen so sind, wie sie sind (und hier ja teilweise kritisiert wurden):

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    Meiner Meinung hat man sich da mit mit exotischen Projekten wie "Seilbahn" etwas verzettelt.

    Es war im Zuge der LGS 2030 lohnend sich für Ulm diese Möglichkeit anzuschauen. Jetzt mit den wohl kommenden Buslinien gewinnt die Stadt nichts an neuen Verkehrsverbindungen. Wenn dann nicht die Chance für die Fahrradinfrastruktur durch die drei Brückenabrisse und das durchgängige Band der B10 in brauchbarer Form genutzt würde, hätte man immerhin den Michelsberg ordentlich erschlossen gehabt.

    Die Aussage wäre sehr viel treffender in meinen Augen auf Neu-Ulm zu richten. Deren öffentliche Verkehrsplanung steckt vollkommen fest und wurde mit einer sinnlosen Seilbahndebatte tatsächlich mehr behindert als vorangebracht.

    Ich sehe in der Ringstrasse vor allem eine innerstädtisch genutzte Ost-West-Verbindung.

    Dazu wäre es auch ratsam die Abfahrt von der B28/B10 herunter zur Ringstraße/Schützenstraße aufzugeben. Dies würde die Straßenbahnverbindung in diesem ,,innerstädtischen Bereich" ankurbeln von Ulm aus, und erst wieder um die B10 im Süden der Zone eine Anfahrt per Auto aus Richtung Ulm als attraktiver sich darstelllen lassen.

    Was die Pläne angeht: Selbst dort sind nur Radfahrstreifen vorgesehen die auch vom MIV überfahren werden können.

    Bei den zuletzt hier im Forum diskutierten Fahrradprojekten scheint das fast schon die Regel zu sein, so wurden am Bahnhof ja extra die Poller so plaziert, dass der Fahrradstreifen teil der Verkehrsfläche mit dem Auto ist. Auch bei der Münchner Straße lese ich in den Planungen nur von einer Trennung mittels "Frankfurter Hut", was meines Erachtens nicht darauf hindeutet, dass die Verkehrsfläche der Fahrradfahrer baulich bedeutend abgetrennt wird.


    Hat man hier Angst, dass in ein paar Jahren das Pendel zurückschlägt und man dann all die abgetretenen Verkehrsflächen wieder dem Auto rückwidmen können muss?





    Welche Effekte ergeben sich dadurch jedoch auf die Nachfrage?

    Die u.a. psychologischen Effekte wurden bereits in Beitrag #19 f. hier im Strang angeschnitten, jedoch hat die unzureichende Trennung noch weitere erhebliche Nachteile: Die Vorbilder Dänemark und Niederlande setzen recht gerne auf eine bauliche Trennung, weil damit die Sicherheit erhöht wurde. So werden in Kreuzungen die Autos gezwungen auf das erhöhte Niveau der Fahrradstrecken zu fahren und nicht - wie in Deutschland üblich, dass Fahrradfahrer und Fußgänger ständig aufwärts und abwärts gehen/fahren, um Einfahrten und Fahrbahnen für Autos zu überqueren.

    Die halbherzige Trennung führt zudem dazu, dass im Winter viele dieser Strecken erschwert nur von Schnee und Eis befreit werden können. Oftmals erfolgt eine klare Priorisierung der Straße, wodurch deren Schneeanfall erstmal beim Fahrradweg landet, und dann -im Falle besagter halbherziger Hütchen, Poller etc- dort auch nur schwer wieder entfernt werden kann.

    Auch düfte eine dauerhafte bauliche Trennung den Fahrradfahrern vermitteln, ähnlich zum Effekt der baulichen Wirkung einer Straßenbahnschiene im Vergleich zur Bushaltestelle, dass diese Verkehrsverbindung verlässlich auch in 5 Jahren noch zur Verfügung steht und man darauf seinen Alltag aufbauen kann.

    In meinen Augen ein ganz und gar unmöglicher Entwurf!

    Man bleibt hier nur knapp unter der Hochhausschwelle in unmittelbarer Umgebung zur spätmittelalterlichen Wengenkirche, deren Bedeutung für Ulm - Stichwort Michelsberg - heute oft vergessen wird. Nun könnte man argumentieren, der Nachbar hat auch eine Höhe von knapp unter Hochhausniveau, doch beginnt dort der Dachansatz bereits bei 16 Metern Höhe, und ist bedingt durch den durchaus für diesen Bereich erwünschten hohen Dachgiebel. Der Entwurf hier nun setzt lieber ein Vollgeschoss noch drauf und macht dafür die Dachneigung völlig unpassend flach.

    Bildrechte Braunger Wörtz Architekten


    Ansonsten hat sämtliche umgebende Bebauung übrigens nur 4 Geschosse, statt der hier nun geplanten 6. Das Zickzackdach soll meiner Wahrnehmung nach nur verschleiern, dass es sich eigentlich um ein zusätzliches Vollgeschoss handelt.


    Die Fassadengestaltung des doch recht einheitlich wirkenden Blocks soll unterteilt werden durch unterschiedliche Fassadenstrukturen, vor allem aber durch in stumpfen Winkeln abknickende vor- und zurückweichende Häuserkanten. Diese Spielerei ist ähnlich wie die gezackte Dachlandschaft in gewisser Weise wie eine unverständige Parodie auf die ehemalige mittelalterliche Stadtstruktur. Die einheitlichen Geschosshöhen und Fenster über den gesamten Block sind möglicherweise ausreichend für das Dichterviertel, werden aber einer Innenstadtbebauung keinesfalls gerecht.


    Besonders inakzeptabel sind hier jedoch die - natürlich - in der Darstellung völlig verharmlosten innenliegenden Balkone in der Fassade. Man beachte, diese sind nur daran zu erkennen, dass keine Fensterteilung bei diesen eingezeichnet wurde. Dabei sollte deutlich werden, welch enorm große Zahl an dunklen Eintiefungen diesen Fassaden und dem Stadtbild zugemutet werden sollen. Ich halte grundsätzlich nicht viel von innenliegenden Balkonen zur Straßenseite, ich habe noch nie eine ansprechende Optik damit erzielt gesehen.


    Einzig positiv erscheint mir, dass offenbar eine belebende gewerbliche Nutzung der Erdgeschosszone vorgesehen ist.


    Aber auch dieser Aspekt kann wohl nur als Teil des abschließenden Gesamtbildes aufgefasst werden, das lautet, Renditeoptimierter Bau. Von den geplanten Südseitenbalkonen, zu überbordenden Geschosszahlen mit geschickt flächenoptimierter Dachlandschaft, bodentiefen Fenstern, Gewerbe, möglichst einheitlichen, repetitiven Bauelementen, ergibt sich ein überraschend klares Bild.

    Den Art déco Stil hatte ich eigentlich im Sinn, als ich vor längerem mal vorschlug in Ulm noch mehr Baustilrichtungen zu sammeln. Da warst Du nun schneller Aki, aber umso mehr freut mich der Strang hier.

    Ich hätte eigentlich die Erwartung, dass die Ringstraße spätestens mit dem Umbau des Allgäuer Rings weiter deutlich an Relevanz verliert. Man hat für viel Geld die in diesem Abschnitt parallel verlaufende B10 kruezungsfrei ausgebaut, möchte perspektivisch die Memmingerstraße bis zum Dietrich Theater stärker zurückbauen, und das umliegende Gebiet dort zunehmend urbaner gestalten. Da stört erheblich eine zerschneidende stark genutzte Ringstraße.

    War Ulm zur Jahrhundertwende relativ arm? Die bisher gezeigten Jugendstil-Beispiele erscheinen überwiegend relativ reduziert, diese überbordende Schmuckornamentik ist sonst ja doch ein Stilelement.