Beiträge von Puquio

    40 Jahre trifft es da eher.

    Das muss dann sehr wahrscheinlich der Gebietsteil sein, der nicht mehr auf dem Foto ist, aber links sich anschließt. Ich hab etwas in alte Luftaufnahmen geblickt. Der zentral auf dem Foto liegende Teil im Vordergrund war 1986 noch nicht da, ist ab 2001 aber auf Satellitenbildern zu sehen. Irgendwo da dazwischen muss er entstanden sein. Der hintere Teil des Fotos mit den ganzen Müller Lagern ist auch älter als 1986.

    Hier noch ein Nachtrag, weil mich die hervorragende Öffentlichkeitsarbeit von Proinvest für ihr Illertisser Projekt beeindruckt:


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    Man beachte den Turm im Hintergrund. Dabei handelt es sich um den Übrungs- und Löschschlauchtrocknungsturm der Feuerwehr (dieser Neubau wird im Forum in eigenem Thread behandelt).



    Edit: Leider hat der Rechteinhaber nun die Einbindung auf anderen Websites deaktiviert, einfach auf YT anschauen ;)

    Du meinst pseudo-historisch für Oma Emma und Opa Hans damit alles schön ordentlich und auf "alt" getrimmt aussieht?

    Rothenburg 2.0?

    Ich glaube es war eher das Gegenteil gemeint und noch weitere Dekonstruktion erwünscht. Aber ich würde mich da gerne bei Deinem Gedanken einklinken, weil ich es tatsächlich nicht für ein Sakrileg hielte, wenn man sich in die Bestandsbauten der Rebengasse mehr einfühlte. Beispielsweise weist das Eckehaus gegenüber nur ein Vollgeschosse auf, der Neubau 3. Das ist auch deswegen relevant weil der Giebel gedreht wurde, und daher von Süden eine erhebliche Verschattung zu erwarten ist im Winter. Ich begrüße an sich die Giebeldrehung, weil das Haus gegenüber der Platzgasse schon groß dimensioniert ist und die Gasse ansonsten zu wenig Giebel aufweist, ebenso begründet das die Aufstockung hier am Eck. Wenn man die Baukörper in reinholds Grafiken anschaut, wird man sich auch eher dem eigentlichen Problem bewusst, dass der Müllersche Besitz zu hoch aufgestockt wird in der Rebengasse. Warum ist das bei gewünschter Verdichtung ein Problem? Weil es die Gefahr für mich erhöht, dass die dann verzwergt erscheinende Bestandsbebauung in der Rebengasse eher weggerissen wird.

    Zur eigentlichen Gestaltung worauf Flax Kommentar hauptsächlich gemünzt war, kann man meines Erachtens noch zu wenig sagen mit dieser reduzierten Darstellung des geplanten Neubaus.

    Wenn man im Glacis noch was findet, könnten das nur die im Boden versteckten Grundmauer der Blockhäuser sein, soweit noch vorhanden.

    Ja, genau so sehe ich das auch, hier das Modell und hier. Da es bereits Anfang des 20. Jahrhunderts in diesem Bereich zur Einebnung und Überbauung kam u.a. mit der Reithalle, ist auch nicht unwahrscheinlich, dass alles abgetragen wurde. Deswegen halte ich das auch für keinen Grund, nicht dort eine Brücke zu bauen, nur falls etwas gefunden wird, sollte es nicht einfach verschwinden.

    Für mich eines der spannendsten Gelände in Ulm, wenn man Dein erstes Foto so anschaut, spektakuläre Landschaft auch naürlich fortgesetzt bei den Grundstücken auf den Safranberg. Ein bisschen schade, dass das Gebäude nicht ein wenig damit spielt, ähnlich der psychiatrischen Klinik, die mit dem Hang zumindest ein wenig interagiert.

    Eigentlich schon enorm wie dieser Nördliche Industrieteil von Ulm gewachsen ist. Und das ohne viel tam tam.

    Das könnte daran liegen, dass das Gebiet noch vor der größeren Verbreitung des Internets entwickelt wurde. Oder erinnere ich mich falsch? Müsste so 20+ Jahre auf dem Buckel haben.

    Ich vernachlässige diesen doch recht beliebten Thread viel zu sehr, jedoch habe ich eine Webseite für Euch mit aktuellen Bildern. Bin auch selbst kurz dran vorbeigefahren, leider am Lenkrad und damit ohne Foto, aber kann den Stand bestätigen, sieht im Moment durch das Holz nach einem gelben Feuerwehrhaus aus- mehr noch als auf den Fotos, sehr schick. Würde mir erhoffen, dass man das Holz schützt, statt ergrauen zu lassen.


    Aus Mangel an Bildrechten keine direkte Einbindung, ich hoffe die Links haben eine gewisse Haltbarkeit:

    http://www.ostermann-illertiss…24122834.jpg?t=1611566816

    http://www.ostermann-illertiss…24269286.jpg?t=1615278572

    http://www.ostermann-illertiss…24281163.jpg?t=1615582941


    Auf dem zweiten Bild sieht man die rückwärtige Kalthalle hinter dem eigentlichen Feuerwehrhaus. In der Übersichtskarte damals (hier oben im Eingangspost noch nicht geplant und gezeichnet gewesen).

    Ich würde sagen, dass es städtebaulich zwei recht verschiedene Ansprüche erfüllen muss, weswegen eine Unterscheidung nicht schlecht ist. Vorne am Münsterplatz braucht man eine recht dominante Bauhöhe und auch besonderen Wert auf repräsentative Ausführungsqualität sowie Wahrnehmungstiefen in sehr verschiedenen Distanzen (quer über den Münsterplatz z.B. Wohingegen in den engen Gassen spezifische Blickwinkel nur bestehen, man deutlich genauer auf die umgebende kleine Bebauung achten sollte und eingepasster Bauen müsste.

    Für alle denen die Planungen zum Bahnhof Senden entgangen sind, es gab immer mal wieder im Sammelthread von Senden z.B. hier Informationen. Jedoch geht soetwas schnell unter und ist unter ,,im Bau" auch noch etwas verfrüht. Nun zusammengeführt hier aus den Unterlagen des Eisenbahn-Bundesamtes, welche vor einem halben Jahr veröffentlicht wurden:


    Rückbau der vorhandenen Bahnsteige 1 bis 4

    Neubau des Hausbahnsteiges am Gleis 1

    Neubau des Mittelbahnsteiges zwischen Gleis 2 und 3

    Neubau einer Personenüberführung


    Als Bahnsteigzugang ist eine neue Fußwegüberführung mit einer lichten Höhe von ≥ 6,70 m, einer Durchgangsbreite von 2,50 m und einer Länge von 34 m geplant, die alle vier Gleise überspannt. Die Überführung wird jeweils über eine Treppenanlage mit einer Treppenbreite von je 2,40 m an den Hausbahnsteig Gleis 1, an den Mittebahn-steig Gleis 2/3 und an den Landgrabenweg angeschlossen.Zur Herstellung der Barrierefreiheit werden an allen Zugängen Aufzugsanlagen mit ei-ner Stahl-Glaskonstruktion vorgesehen.

    Das Vordach am Bahnhofsgebäude soll laut Stadtrat entsprechend des Bahnsteigs umgebaut werden.

    Gehweg zur Steganlage von/zu der Ortsstraße anlegen.

    Der Schuppen zwischen dem Bahnhofsgebäude und dem Haus Bahnhofstraße 1 wird [mit (Anm.)] abgerissen.

    Für [Frühjahr 2021 (Anm.)] ist ein Wettbewerb für das Bahnhofsumfeld geplant.


    https://www.eba.bund.de/Shared…ob=publicationFile&%3Bv=1

    Was dort ausgegraben wurde sind Erdwälle und Grabenanlagen, völlig ohne Mauerwerk.

    Teilweise sind diese Wälle nur durch Verfärbungen im Erdreich zu sehen, sonst nichts.

    Danke für die Aufklärung was gefunden wurde:thumbup: Es wäre nämlich durchaus erwartbar, dass Gebäudereste gefunden werden könnten. Ich habe mal ein Overlay erstellt, sorry für die Auflösung, hatte kein besseres Material.


    Rot sind Bauten, Blau der Wassergraben bzw. die Donau, dunkel grün das Glacis (wohl das von Dir angesprochene Erddenkmal?) bzw. das Ravelin am Bismarckring und Courtine.


    Also dürften wohl, wenn nichts gefunden wurde auch auf der innenstadtzugewandten Seite, die baulichen Spuren schon zerstört sein.

    Am Bahnhof in Senden finden in nächster Zeit erste Vorbereitungen statt zur Umgestaltung des Bahnhofsumfeldes. Das Gebäude Bahnhofsstraße 1 wird abgerissen. Das Projekt wird von der Stadt als Bahnhofsumfeld Senden (BUS) geplant, ist aber in Zusammenhang mit den Planungen der Bahn für den Bahnhof selbst zu sehen.


    Anstelle des Abrissgebäudes wird perspektivisch ein Bahnsteg errichtet werden, der Teil der barrierefreien Umbauten am Bahnhof wird. Bis dahin wird die Lücke dann als Fahrradabstellplatz genutzt.




    Ich begrüße das ganze Projekt wirklich sehr, mir sind die Umstiege in diesem Bahnhof leider sehr unangenehm. Das Potential ist definitiv da, die Gefahr eines Raumverlusts wie in Vöhringen am Bahnhof z.B. durch den Abriss sehe ich hier weniger.

    Ich bin kein großer Baumschützer, aber falls es tatsächlich dort Relikte der Festungsanlagen gibt, sollten diese möglichst wiederhergestellt werden nach den Arbeiten. Baukulturerbe kann man nicht unbegrenzt zerstören, irgendwann ist nichts mehr da bzw. wie in manchen Fällen so geschehen zu zerrissen, um als schützenswert noch deklariert zu werden. Um wacklige Bruchsteinmauern aus dem Mittelalter wird gerungen, die Bundesfestung, einmalig in ihrer Größe, mit ihren 150 Jahren und häufig qualitätsvoll in Sandstein/Ziegel ausgeführt, wird als Gesamtensemble ständig missachtet, zum Beispiel zuletzt vor etwas mehr als einem Jahrzehnt in Neu-Ulm neben der Glacis Galerie zerstört oder aber einfach vernachlässigt. Ich hoffe das ändert sich mit der LGS, wie in Neu-Ulm auch die Anlagen herausgeputzt wurden und damit für jeden deren Mehrwert erlebbar zu machen.

    Da werden ruckzuck Graffiti etwas Farbe reinbringen... ist quasi nicht zu verhindern, selbst mit den Kameras. Ich würde das Thema proaktiv angehen und die Fassaden guten Sprayern als legale Flächen anbieten. Wer zuletzt mal im Hbf Stuttgart war, wird die "Secret Walls Gallery" in der leergeräumten Bahnhofshalle gesehen haben - da sind schon verdammt hochwertige Sachen dabei.

    Finde ich kann man diskutieren, Basketball wird gerade in den USA mit dieser Art der Kunst sicherlich verknüpft. Jedoch spricht es für mich für ein Armutszeugnis in der Architektur, wenn Sprayer den Gestaltungsjob des Architekten übernehmen.

    Dass man es quasi nicht verhindern kann, würde ich gar nicht mal sehen. Es gibt mittlerweile so einige Anbieter, welche versprechen mit ihren Lacken die Sprühfarben abwischbar zu machen. Aber ganz klar, das Kind ist schon in den Brunnen gefallen, wenn Menschen die Wände als leere Leinwand empfinden.

    Es handelt sich hier nun um ein nicht direkt mit dem Projekt Agile Iller verknüpften Projekt, jedoch müsste es damit in Einklang stehen:


    Verbaut werden etwa 400.000€ gefördert vom Freistaat Bayern, um die Iller erlebbarer zu machen mit Themenwegen, Wasserzu- und -übergang. Dazu wurde nun in Altenstadt ein ,,Erlebnissteg" über den Illerkanal beschlossen. Projektträger ist die LEW Wasserkraft.

    Zitat

    Zu den Kommunen, in denen ebenfalls Projekte zur Aufwertung der Iller geplant sind, gehören Buxheim, Fellheim, Kellmünz, Pleß, Vöhringen und Illertissen. In Fellheim soll zum Beispiel ein naturnahes Ufer angelegt werden, das Menschen einen Zugang zur Iller und einen Lebensraum für Kiesbrüter bietet. In Buxheim und Pleß sind unter anderem Wasserspielelemente geplant.

    https://www.augsburger-allgeme…ltenstadt-id59295526.html

    Da käme ich bei 61,5 Mio. Euro raus; maximal 81,5 Mio. Euro, minimal 41,5 Mio. Euro.

    Das ist eine ziemlich gute Schätzung würde ich meinen. Die jetzt untersuchte Ulmer Strecke hat etwa 2km Länge maximal. Die bereits erwähnte neue in Mexico City hat fast 5km und mehr Stationen. Deren Kosten beliefen sich auf 76,3 Mio. Euro. Der Erbauer bzw. Hersteller war die österreichische Leitner AG. Gut möglich, dass Ulm das also günstiger als besagte 76 Mio. bekommt. Jedoch handelt es sich um die einfache Ausführung, in Neu-Ulm wurde wohl auf eine teurere Lösung gesetzt. Bleibt dennoch ein recht teures Unterfangen auch mit vielleicht 60 Mio. Die Buga Seilbahn in Koblenz hat glaube ich nur 12 Mio. gekostet. Nur zum Vergleich, was im Budget einer Gartenschau eventuell drin ist.


    Nachtrag: Ich muss meine Interpretation der Grafik korrigieren. Die runden Kringel in der Grafik aus der Studie scheinen keine Stationen zu sein. Zumindest schreibt die NUZ: ,,Der Hauptunterschied [zur Neu-Ulmer Strecke] sei, dass dort [in Ulm] eine Punkt-zu-Punkt-Erschließung geplant sei, eben vom Bahnhof zur Wilhelmsburg, und keine Flächenerschließung wie bei den anderen beiden Strecken." Das hätte natürlich entsprechend große Auswirkungen auf die Kosten, wenn das stimmt.

    https://www.augsburger-allgeme…eben-wird-id59278631.html

    4 Minuten Fahrzeit von Bahnhof Ulm oder Ehinger Tor, zum Bahnhof Neu-Ulm ist schon eine Ansage. oder 6 Minuten von Bahnhof Neu-Ulm zu einer Endhaltestelle in Ludwigsfeld.

    Die Fahrtzeiten sind wirklich interessant, weil eine schnelle Verbindung auch tendenziell weitere Destinationen attraktiv erschließbar macht. Der Effekt dürfte besonders deutlich werden in Ulm zur Alb hoch. Wenn man in ähnlichen 4-6 Min die halbe Altstadt umkreist hat oder mal schnell oben auf der Burg über der Stadt steht wäre das schon ein enormes Transportangebot.

    Wobei nicht vergessen werden sollte, dass die Stärke der Seilbahn ja gerade auch in einer stark variierenden Auslastung liegt mit Geschwindigkeit, und, je nach Typ, Gondelzahlanpassung. Deshalb habe ich Deine Zahlen bezüglich Kapazitäten weiter oben auch mit etwas Nice-to-have Feeling betrachtet. Für die Wilhelmsburg wird wahrscheinlich keine maximale Kapazität gesucht sein, eher günstig im niedrigen Grundbetrieb. Und das ist eben möglich.


    Reiner L. Bezüglich der Stationen habe ich ein wenig weiter überlegt und ich denke, an der Wilhelmsburg müsste der Bau in den Berg gebaut werden. Unten bei der P-Variante fände ich jedoch cortauris Einwurf sehr berechtigt und zielführend, nämlich mit niedrigen Einstiegen zu arbeiten. So können die historischen Toranlagen möglichst nicht beeinträchtigt werden und ein wichtiger schneller Verkehrmittelwechsel ist attraktiver. Die O-Variante könnte dagegen einfacher komplett oben bleiben, mit Steg und Ludwig-Erhardbrücke.

    Das Traurige, das in den Zahlen liegt ist, dass Wir das Wachstum brauchen, um die Demografie aufzufangen. Trotz dieses Wachstum soll es weniger Erwerbstätige geben, dafür mehr alte Menschen. Der Wachstumseffekt wird also prognistiziert überkompensiert werden und damit nur ein Pflaster auf einer klaffenden Problematik sein, die anderswo eben schlimmer sein wird. Die Frage wäre auch, ob das Wachstum rein aus Binnenkonkurrenz oder durch Zuwanderung gewonnen wird.

    Rauchtaucher Unter der Prämisse, dass eine Seilbahn in der Anschaffung etwa soviel kostet wie eine Straßenbahn, könnte ich mir vorstellen, dass die Zahl der Anwohner nicht ausreichend ist (~7000 aus dem Kopf raus). Gefallen findet bei mir, dass die Orte wohl kaum mit Straßenbahn zu erschließen sind, dafür Lehr natürlich entlang der B10 sehr schnell mit Bus und Jungingen mit dem Zug. Wie wäre denn bei der Wilhelmsburg einen kleinen lokalen Verkehrshub einzurichten für Busse nach Norden? Das könnte eine Seilbahn auslasten und die Busse müssten nicht durch den Stadtverkehr. Das würde Orten wie Lehr und co. wahrscheinlich trotzdem einen Zeitgewinn bringen in die Innenstadt und umgekehrt Pendler vielleicht in die Industriegebiete. Das ginge oben auf der Fläche halbwegs eben auch mit Elektrobussen.


    Das würde dann der Ost-Variante der Seilbahn besser entsprechen. Danke für den Einwurf natürlich nicht nur von Innen nach Außen sondern auch nach Innen zu denken.