Beiträge von Puquio

    Ich hielte es für die Zielrichtung des EDC, eine Adresse von internationalem Ruf zu etablieren, auch nicht eben für zielführend, sich an das Fußballstadion eines Regionaligisten dranzuhängen...

    Dies ist definitiv die Schwäche meines Vorschlags. Jedoch muss sich ein EDC erstmal so positionieren können. Auch da wieder kommt der Pessimist - ich sehe das nicht greifbar. Wir reden da von einem Investment im hunderter Millionbereich. Dies ist nicht aus der Luft gegriffen, man kann sich vergleichbare Technik- und Experimentiermuseen von internationalem Ruf anschauen.

    Ich habe keine Ahnung, wie man so eine Kombination baulich zusammenkriegen würde ^^

    Nun, eines, was man vermeiden sollte ist, dass man diese klassichen Stadionbilder vor Augen hat - immer aus der Luft, Blick ins große grüne Zentrum, viel umbaute Luft. Dagegen steht man vor einem Stadion, ist erstmal der Eindruck, unglaublich viel Monumentalität, ein riesen Bau. Bevor man nun aber wie bei anderen 3. Liga Stadien mit diesem Volumen nichts macht, und kaum einen geschlossenen Mantel baut, kann man dieses beeindruckende Raumvolumen auch nutzen und eben doch, wie in DimDims Foto vom Einstein-Center am Hbf eben noch ein wenig großzügiger umbauen. Dann hat der Fußball ein Stadion, dass mehr nach 2. Liga und mehr aussieht, das Discovery Center hat ein Bauvolumen, das extrem repräsentativ wirkt, die Eventnutzung braucht auch eine eher geschlossenere Arena, da sehe ich die Synergie.

    Und wenn das Geld nicht reicht für eine komplette Ummantelung, dann wäre auch denkbar, wie bei anderen Stadien dieser Größe eben dann nur eine Schauseite so zu bauen, in der dann das Center und der Entrée des Stadions trotzdem toll zur Geltung kommt.

    Die Dimensionen und die Qualität der Architektur wird ansonsten nicht erreicht werden bei zwei Einzelprojekten, das ist meine Unterstellung (entgegen bisheriger vorliegender Visualisierungen).

    Die weiteren Ideen - Landesgartenschau 2.0, Einstein Discovery Center - diskutieren wir vielleicht zu gegebener Zeit am gegebenen Ort, also in anderen Threads, weiter ;) .

    Ich fände es von den Verantwortlichen relativ clever die beiden Ideen, Event-Fußballarena und Einstein Discovery Center zu verbinden. Das ginge an dem innenstadtnahen Standort. Denn die wirtschaftlichen und auslastungstechnischen Bedenken sind natürlich sehr real, eine Dauer-Mantelnutzung der Arena also vorteilhaft, wie man es von anderen Stadien, z.B. in der Schweiz kennt. Auch bin ich da leider ein wenig Pessimist bei den ganzen Träumereien bezüglich Einstein-Center. Schon eine hochqualitative Ausstellung verschlingt viele, viele Millionen. Da fehlt dann ganz sicher das Geld für solche aufwendigen architektonischen Highlights, wie es die Visualisierungen gerne glauben lassen. DimDim schlägt, wenn ich es richtig verstanden habe für den Stadionneubau eine Einstein-bezogene Architektur vor. Warum also nicht gleich den Schritt ganz gehen, und beide Einrichtungen zusammen denken?

    Augsburg Konigsplatz: Die Station hat 5! Zulaufrichtungen und ist für mich fast schon das Ideal eines Trambahnknotens.

    Da dort z.B. Trambahnen mit ca. 40m Länge verkehren stehen dort auch nur max. 2 Fahrzeuge/Bahnsteig, ebenso auch Busse.

    Die Station ist komplett überdacht, hat ein Fahrkartenzentrum und auch Kioske.

    Das sehe ich auch so, ich finde diesen dreieckigen Knoten genial und bin nicht mehr traurig, dass dieser nicht unter den Platz verlegt wurde. War in Augsburg aber natürlich auch eine bessere Ausgangslage: Die Station war in diesem Grundschema schon vor dem Umbau bestehend. sie steht genau auf einem (dreieckigen) Ravelin der ehemaligen Festungsanlage. Darauf zu gingen schon seit Jahrhunderten besagte 5 Hauptverkehrsachsen, weil sich dort das Gögginger Tor befand.


    Nicht eines deiner Beispiele ist mit der Haltestelle Ulm HBF vergleichbar, nicht mal die Bahnsteiglänge dient als Argumentationshilfe.

    Und jetzt stell dir mal eine dritte Tramlinie aus NU kommend vor die ebenfalls noch über Ulm HBF geführt wird. Oder eine stärkere Taktverdichtung in der HVZ?

    Du hast es betrieblich eingeordnet, was ich natürlich nicht leisten kann, und entsprechend nachvollziehbar ist für mich die für dich mangelhafte Vergleichbarkeit. Aber worauf ich mein Interesse lenkte war, dass die Haltestellen alle so ungefähr 80 Meter hatten, eben gerade trotz doch sehr unterschiedlicher Betriebsarten. Das wirkte auf mich, als wäre eine solche Länge eine scheinbar gut angenommene Lauf- und Nutzungsdistanz. Umso interessanter dann, dass Ulm sich einen fast 50% längereren Halt gebaut hat und es im Forum dann genau die Kritik gibt, dass es sehr weit sich anfühlt. Das stützt die These, dass es ein gewisses Optimum bei um die 80 Meter gibt für solche Hauptumsteigehaltestellen, um nicht als zu weitläufig sich anzufühlen und dennoch gut betrieblich zu funktionieren.

    Kommentar der SWA dazu:


    "Das Projekt kam zu dem nüchternen Ergebnis, dass die Verkehrssicherheit durch Bodenampeln nicht erhöht werden kann. Jürgen Fergg, Augsburger Stadtwerke-Sprecher, sagte diesbezüglich: "Die Menschen sind aufmerksamer, gehen aber trotzdem bei Rot."


    Es nützt auch nichts gegen die viel zu langen Laufwege an der Haltestelle.

    Der Kommentar der SWA bezieht sich aber auf deren (lächerlichen) projektbasierten Einsatz: Smartphonenutzer vor der Tramstrecke zu warnen, weil die nach unten nur schauen und nicht vor sich. Eine Beurteilung, ob damit der Einstiegsbereich klarer markiert werden kann, sollte also auf anderer Basis erfolgen.


    Bezüglich der Laufwege ist das natürlich keine Lösung, aber so hatte ich das auch nicht gedacht, weil die Schienen nunmal so nun liegen, wie sie es tun, da hilft gar nichts mehr. Es sollte mehr dem von Hafenbad angesprochenen Problem entgegenwirken, dass bei Doppelbelegungen gerade für Ortsunkundige die Orientierung fehlt.

    Es gibt nur einen gewaltigen Unterschied zwischen den Vergleichsobjekten, die die Frau Hoppe da heranzieht. Die Graffitis von damals bzw. diese Einritzungen waren bedeutend unauffälliger und haben dem Gesamteindruck mit etwas Distanz in kaum einer Weise Schaden zugefügt. Siehe hier:

    https://i.pinimg.com/originals…476f13d5--pompei-ieri.jpg

    https://i.pinimg.com/originals…b9de874c3a5727431dff6.jpg

    https://geo.img.pmdstatic.net/…6a-6e165994258e-jpeg.jpeg

    https://media-cdn.tripadvisor.…ntonio-somma-day-tour.jpg


    Auch - und das laste ich dem Graffiti-Stil ganz grundsätzlich an - haben diese Ausdrucksformen von damals keinerlei Aggression im Ausdruck. Dagegen die beißenden Signalfarben mit spitzen Winkeln und Zacken lassen eine entsprechende Interpretation zu.

    Eventuell könnte man noch LEDs im Boden nachrüsten, die dann sogar die Türenposition vorhersagen und damit einen Einstieg beschleunigen. Andere Länder haben mit solchen Systemen gute Erfahrungen gemacht. Die große Nachbarstadt Augsburg hat LEDs zur Warnung vor der Tram im Boden:

    https://newatlas.com/stadtwerk…strian-lights-road/43069/


    Es scheint also eine nicht allzu teure Lösung zu sein und sicher farblich steuerbar. Ich finde solche intuitiven Lenkungsdesigns klasse, z.B. blaue Linie 1 hält an den blauen Markierungen und man kann direkt einsteigen, sogar ohne lesen zu können.

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    Hier die ganze Neubaustrecke mit der seltenen Erfahrung eines Seitenwechsels bedingt durch den Bauzwischenstand der Filstalsbrücke.

    interkommunalen Wohngebiet auf dem Oberen Scheibenberg

    Oh, das dürfte dann das erste richtige Zusammenwachsen der Siedlungsflächen sein zwischen Ulm und Blaustein.


    Es gab ja auch mal die Idee, ein Paket aus den Verlängerungen der Linien 1 (Kohlplatte) und 2 (Science Park III) sowie ggf. der Linie 3 zu schnüren, um gesichert auf einen guten Kosten-Nutzen-Faktor zu kommen.

    Hatte ich mir fast gedacht, dass sich das anders niemals lohnen würde.

    Unter dem Arbeitstitel „Neue Mitte Senden“ arbeiten beide Partner gemeinsam an einer Überplanung des von der Harderstraße und der Hauptstraße eingefassten Bereichs vor dem Bürgerhaus, der auch den alten Marktplatz und das Bestandsgebäude der Sparkasse umfasst. [...]

    Angedacht ist, in mehreren neuen Gebäuden sowohl die Angebote der Sparkasse als auch öffentliche Nutzungen und Wohnnutzungen zu vereinen. So plant die Stadt, die bislang in der Zeisestraße angesiedelte Stadtbücherei in die Innenstadt zu holen. Großen Wert soll bei der Neugestaltung auf mehr Grün gelegt werden, auch soll den Menschen der öffentliche Raum, durch eine Neuordnung der Parkflächen in einer Tiefgarage, zurückgegeben werden.


    Erste Planskizzen sollen bereits Anfang nächsten Jahres dem Stadtrat vorgestellt werden. Auch ist vorgesehen, die Bürger in die Umgestaltung einzubinden.

    Es soll ein Parkraum- und Fahrradkonzept geben.

    Senden hat sich hohe Ziele gesetzt, denn es nimmt sich für dieses Projekt die ,,Neue Mitte" Ulm als Vorbild.



    Eine schöne Visualisierung des Ist-Zustands findet man hier: https://www.stadt-senden.de/in…65115&publish%5Bstart%5D=

    Dazu noch zwei Artikel der einschlägigen Zeitungen:

    https://www.swp.de/lokales/neu…ist-geplant-61330401.html

    https://www.augsburger-allgeme…eraendern-id61217281.html


    Und es gibt bereits eine Förderzusage:

    https://www.stadt-senden.de/in…66359&publish%5Bstart%5D=

    https://www.augsburger-allgeme…ierung-zu-id61282276.html

    Man wird nun bald nicht nur weitere Abbrucharbeiten, sondern auch (Auf-)Bau beobachten können:

    Die Planung und Bau des Steges soll bereits ab Frühjahr 2022 durch die DB Station & Service AG erfolgen.


    https://publish.cmcitymedia.de…=1350509&id3=45500&mode=1

    (Die Grafik nochmal, falls einer der Quellenlinks kaputt geht.)


    Hier noch ein SWP Artikel zum Bahnhofsumbau:

    https://www.swp.de/lokales/neu…kehr-werden-60769537.html

    Die erste meiner Meinung nach sinnvolle Idee zu einem Erhalt dieser Pakethalle. Dann steht sie wenigstens nicht umsonst inmitten der Verbindungsachse Zeitblomstraße.

    Bin schon gespannt welche Bereiche die Kanzlei der Öffentlichkeit bereitstellt. Von den Visualisierungen tippe ich darauf, dass der Essensbereich im Neubau untergebracht ist, mit der davor liegenden Terrasse. Zuerst hatte ich noch ein bisschen gehofft, dass es in der 1. Reihe an der Donau zur Zugänglichkeit kommt, aber ich verstehe, dass das sehr viel verlangt wäre.