Beiträge von David

    Was mich ein wenig überrascht hat: Aus Blaustein pendeln werktäglich 4.200 Menschen allein zur Arbeit nach Ulm, hinzu kommen dann noch Schülerinnen und Schüler, Studierende, Azubis... Blaustein hat knapp 16.000 EW. Grob überschlagen dürfte gut die Hälfte der Leute aus Blaustein ihren Tag in Ulm verbringen. Ja, klar, die Städte grenzen direkt aneinander und sind teils schon fast verwachsen - aber das hat ja auch wirtschaftliche Folgen, wenn die Kaufkraft und auch die in Gewerbesteuereinnahmen umgemünzte Arbeitskraft tagtäglich in die wohlhabende Universitätsstadt nebenan abfließt.


    Dann könnte man sich gleich die ganzen Kosten für die Stadt und deren Verwaltung einsparen, indem man Blaustein nach Ulm eingemeindet ;)

    Klimawandel in Ulm: Bäume sind krank: Welche Arten dem Stadtklima trotzen | Südwest Presse Online (swp.de)



    Bei allem Respekt aber die Fassaden als Grund für die Setzung von Säulen-Hainbuchen in der Karlsstraße, ist für mich null plausibel. Entlang der Straßenbahn-Trasse kann man ja es noch verstehen, aber in sovielen Straßen in Ulm gibt es große Bäume mit ausladenden Kronen, obwohl dort Wohnhäuser stehen. Da muss halt alle 2 Jahre mal der Bauhof kommen und ein paar störende Äste absägen.


    Im Sommer heizt sich die Stadt enorm auf und braucht ewig bis sie wieder abkühlt, für ältere Menschen kann brütende Hitze lebensgefährlich werden.

    Wir brauchen mehr Bäume in der Stadt, die in der Lage sind mit großen und ausladenden Kronen Schatten zu spenden aber mit Alibi-Bäumchen alá Karlsstraße wird das nichts.

    Der Großteil des Videos dreht sich um den Energiewandel, aber schaut die ersten 3 Minuten, da wird viel zur Mobilitätswende in der Nachbarstadt Tübingen berichtet:

    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne Ihre Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklären Sie sich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.


    Ich finde, da staunt man schon ganz schön, was da scheinbar infrastrukturell gemacht wurde, und vor allem auch in Ulm möglich gewesen wäre.


    Absolut ! Wenn man ein bisschen mehr Mut hätte, dann wäre vieles mögliches. Auch wenn wir in Ulm eine gute Wohnungsbaupolitik machen, finde ich dennoch das man von Tübingen in Sachen Wohnungsbau einiges lernen können. Wohnen ist die soziale Frage des 21. Jahrhunderts und da schafft es der Tübinger OB mit Nachverdichtungen viele Wohnungen zu schaffen. Auch wenn man dafür privilegierten Menschen Druck machen muss, wenn das öffentliche Interesse überwiegt. Da würde ich mir mehr Mut von der Stadtspitze wünschen ...

    Die FUG möchte einen neuen Wärmespeicher bauen, der rund 76 Meter hoch werden soll. Nächste Woche Dienstag, am 22. November, findet dazu eine Grundsatzentscheidung im Ausschuss für Stadtentwicklung, Bau und Umwelt des Ulmer Gemeinderates statt. Es ist dazu ein Fassadenwettbewerb angedacht. In der Beschlussvorlage findet ihr ein paar Visualisierungen, was dieser Bau im Stadtbild ausmachen wird, wenn er ein einfarbig grauer Behälter wäre.


    https://buergerinfo.ulm.de/vo0050.php?__kvonr=7906

    Ich muss ehrlichweise sagen, ich bin mit Tim von Winning als Bürgermeister für Stadtentwicklung, Bau und Umwelt ziemlich zufrieden.


    Die Wahl nächstes Jahr finde ich ehrlicherweise viel spannender, die OB Wahl. Ulm braucht dringend eine/n OB der eine Vision für die Stadt hat, in welche Richtung die Stadt sich entwickeln soll. Also Infrastruktur und Flächenplanungen nicht nur projektbezogen denken, sondern einen ganzheitlichen Fokus auf Entscheidungen haben sollte. Und vor allem natürlich Innenentwicklung vor Außenentwicklung nicht nur in den Sonntagsreden vortragen sondern auch in die Tat umsetzen. Und wenn man in Ausnahmefällen Neubaugebiete auf der grünen Wiese baut, dann selbstverständlich ausschließlich mehrgeschossiger Wohnungsbau. Außerdem sollte die/der zukünftige OB Ulm lebenswerter machen, mit weniger MIV und stattdessen volle Kraft in den Straßenbahn- und Radwegausbau stecken. Denn Mobilität ist die Grundvoraussetzung für soziale und gesellschaftliche Teilhabe und muss daher ökologisch, sozial und inklusiv sein.



    Sorry das musste einfach raus ;)

    Ich hätte da jemanden schon im Blick, wem ich meine Stimme gebe, vielleicht ihr auch, aber das soll ja hier kein Werbeblock sein, sondern nur eine Info sein, wo meine inhaltlichen (und personelle) Präferenzen liegen.

    Ich persönlich würde, auch wenn sie nicht in allen Parametern perfekt abschneidet, die Variante 1 präferieren. Denn die Trassenvarianten 2 und 3 machen mit ihrer Streckenführung genau das zunichte, was u.a. eine Straßenbahn attraktiver als ein Bus macht. Ziemlich lineare Streckenführung mit höheren Geschwindigkeiten auf einer unabhängigen Trasse. Ja, dafür müsste man in beiden Fahrtrichtungen, je eine Spur auf der Memminger Straße dem MIV entziehen und der Tram zuführen. Aber das ist für einen ambitionierten und attraktiven ÖPNV notwendig, wobei sogar der MIV sogar von einer attraktiven Straßenbahn profitiert. Denn je mehr Menschen in der Tram sitzen umso weniger sitzen im Auto. Ergo weniger Stau und CO2-Emmsionen.

    Am 09. November (nächsten Mittwoch) findet eine Sitzung des Neu-Ulmer Planungs- und Umweltausschusses statt. Dort werden verschieden ÖPNV Trassenvarianten auf der Nord-Süd Achse diskutiert/behandelt. (Ich schreibe das mal in diesem Thread, denn einen extra Weitere Straßenbahnlinien in Neu-Ulm Thread wollte ich nicht aufmachen. Im Link findet ihr die Beschlussvorlage mit den möglichen Linienführungen einer Tram-Linie 3:


    https://neu-ulm.more-rubin1.de/meeting.php?id=2022-PUA-25



    Es lohnt sich mal ein Blick in den Baupilot, da zeigt sich, wie minimalistisch das Angebot im Vergleich zu anderen Städten und Dörfern ist.


    Edit:

    Dass das "Gejammere hier auf ziemlich hohem Niveau" stattfindet, kann ich übrigens nicht nachvollziehen. Wie gesagt: 2% der Bewerber haben eine Zusage erhalten. Viele derjenigen die leer ausgegangen sind, warten schon 8, 9 oder sogar schon 10 Jahre auf einen Bauplatz.


    Du weisst schon wir im Jahr 2022 sind und nicht mehr in den 80ern ? Es ist nicht mehr so wie früher, dass jeder an seinen Heimatort bleibt, dort eine Ausbildung absolviert und dann am Rande der Stadt ein EFH baut und dann dieses sein Leben lang abzahlt, weil man ja in der gleichen Firma sein ganzes Leben lang arbeitet.


    Ne, da bist du leider vollkommen auf dem falschen Dampfer. Viele studieren oder machen eine Ausbildung, die nicht unbedingt am Heimatstandort stattfindet, sondern manchmal völlig woanders und lassen sich woanders nieder. Und bleiben da vielleicht nicht ein Leben lang, sondern wechseln nach ein paar Jahren/Jahrzehnten den Job. Da kann man nicht einfach sich jedes Mal ein Haus bauen/kaufen.


    Ulm ist eine sehr stark wachsende (Groß)stadt und wenn wir jeden Neuzugezogenen ein Einfamilienhaus zugestehen würden, dann hätten wir in unserer Region keine Landwirtschaft mehr, weil EFH enorm viel Flächen fressen. Dann können wir unsere schöne Natur mit ihren Wiesen und Freiflächen vergessen und den Kampf gegen das Artensterben gleich aufgeben, wenn wir alles zubetonieren und versiegeln.


    Und wie ABC richtig sagt, Einfamilienhäuser sind nicht nur Ressourcenfresser, sondern stehen alles andere als für eine soziale und inklusive Stadt.

    Wie du richtig sagst, nur ein Bruchteil der Leute bekommen einen Bauplatz, weil Boden eine extrem knappe Ressorcce ist. Und die Baumaterialien sind jetzt schon schweineteuer und das wir in den nächsten Jahren nicht besser werden.



    Was ist die Folge von immer mehr Einfamilienhaus-Neubaugebieten ? Trabantenstädte, in denen sich immer weniger Menschen es leisten können zu wohnen, und dann man wundert sich über den immer mehr zunehmenden Autoverkehr. Klar in EFH-Gebieten lohnt sich keine Straßenbahn und die vielbeschworene Krankenschwester muss mit dem Auto in die Stadt fahren, weil sie sich innerstädtisch wohnen nicht leisten kann.


    Es gibt Menschen die wohnen schon jahrelang in einer WG, weil sie nach einer bezahlbaren Wohnung händeringend suchen und wenn sie einmal eine Wohnung gefunden haben, dann liegt die irgendwo im Nirgendwo. Man verzweifelt mit der Anbindung an öffentlichen Verkehrsmitteln, weil man wegen seines Handicap´s o.ä. darauf angewiesen ist, dass ein Bus/Zug fährt. Aber nein ! Es ist wichtiger alle Grünflächen mit Einfamilienhäuser zuklatschen, die sich immer weniger leisten können, und keine Straßenbahn (aufgrund der geringen Einwohnerdichte) fährt damit man mit seinem Porsche auf der mehrspurigen Straße in die Stadt fährt. Lebensqualität in der Kernstadt kann ja einem völlig egal sein, man wohnt da ja nicht ...

    Ich war in der Gemeinderatssitzung, am Mittwoch, dabei, als [der Ulmer 10-Punkte-Plan für Wirtschaft und Arbeit] behandelt wurde. Kritisch sehe ich den Punkt 5 des 10-Punkte Plans.



    Ulm fördert den Ausbau von erneuerbaren Energien und Wasserstoffinfrastruktur für eine möglichst klimaneutrale Wirtschaft.


    Eine möglichst klimaneutrale Wirtschaft können wir uns nicht leisten, angesichts der Klimakrise die nicht nur Länder, wie Pakistan kürzlich, sondern die ganze Welt trifft. Damit ist klar was Zukunftstechnologien sind, nämlich klimaneutrale Produkte und Dienstleistungen. Das erkennen heutzutage schon viele Firmen und gehen dahin wo es viel erneuerbare Energie gibt. Das wird der Standortfaktor Nummer eins werden. Da hat unsere Region noch deutlich Luft nach oben.

    Wenn das auch so mancher im Gemeinderat und an der Stadtspitze erkennen würde, wäre es für uns alle besser. Aber man kann auch minutenlang inhaltslos um den heißen Brei herumreden sowie kritische Analysen aus konkurrenz-technischen Gründen eine Absage erteilen.

    Mir persönlich gefällt es sogar besser als die Visualisierungsvariante, denn diese Blech (oder ist es Stein?) Verkleidungen machen auf mir einen kalten, abweisenden und ziemlich hässlichen Eindruck. Die weiße Fassade im Zusammenspiel mit dem Holz und Glas macht den Neubau echt attraktiv. Zum Glück hat man auch die Bäume erhalten, denn diese sind nicht nur ein wichtiger Bestandteil des innerstädtischen Mikroklimas sondern strahlen allgemein die Attraktivität auf die umliegenden Gebäude aus.

    Weiß jemand von euch, was eigentlich an der Ecke Haslacher Straße/Eichstraße, in Jungingen, gebaut wird ? Seit Monaten geht auf der Baustelle nichts wirklich voran. Jetzt seit ein paar Tage sind die Zwischenwände im Keller gemauert worden aber das wars aber auch.

    Ich persönlich präferiere eine Verlängerung der Linie 1 über die Harthauser Straße, da diese komische Einsteinstraßenversion zu großen Teilen auf der gleichen Trasse wie die 1 führt und in der Einsteinstraße nicht unbedingt dicht besiedeltes Gebiet führt und nur die Kohlplatte und das BTC im Blick hat. Dieses planen von Straßenbahnlinien nur entlang von irgendwelchen Neubauprojekten finde ich nicht nur zu kurz gedacht sondern auch nicht wirklich zielführend ein gutes Netz aufzubauen.


    Was mich auch verwundert ist dieser komische Knick in der Kohlplatte. Auch mal wieder typischer Fall von diesen projektgetriebenen Denken. Wir haben wirklich Wohnungsknappheit in Ulm und diese Stadt wird in nächster Zeit nicht schrumpfen, im Gegenteil. Die Kohlplatte wird nicht das letzte Neubaugebiet in der Ecke sein. Also ich würde sozusagen die Jörg-Syrlin-Straßen-Version mit der Harthauser Straßen-Version kombinieren und so eine zukunftsreiche die Straßenbahnlinie bauen, die auch kommende Neubebauungen im Blick hat.

    Irgendwie hab ich mir von der Fassade mehr erhofft als um es als Laie auszudrücken, nur ein Anstrich. 🫤


    Das Gebäude selbst ist zwar echt gut geworden, aber bei der Fassade hast du wirklich recht. Dieses monotone Weiß ist wirklich nicht schön und würde ein bisschen mehr "Spannung" und Abwechslung gut vertragen.