Beiträge von Finn

    Ich denke schon. Nachdem hier schon fertige Planungen vorliegen, die durch alle Gremien gegangen sind, und ein vorhabenbezogener Bebauungsplan beschlossen worden ist, würde ich als Investor mir die Zeit und das Geld für Umplanungen sparen - arg viel mehr WE oder BGF sind hier auch nicht herauszuholen, allenfalls WE in gewerblich genutzte Flächen umzuwandeln. Mal sehen, was passiert.

    List-Schule wird für 40 Millionen Euro saniert [Schwäbische+]

    Zitat

    Die Friedrich-List-Schule bleibt ein Sorgenkind der Stadt Ulm. Nicht wegen ihrer Beliebtheit: Die Einrichtung mit vier Zweigen kommt bei den Schülern an, aktuell besuchen 2800 junge Leute die Berufsfachschule Wirtschaft, eines der beiden Berufskollege oder das Wirtschaftsgymnasium.
    Nach zwei Amok-Fehlalarmen samt Großeinsätzen und einer Sperrung von Giftstoff-belasteten Räumen legte die städtische Abteilung Gebäudemanagement den Ulmer Stadträten eine weitere schlechte Nachricht auf den Tisch: Fast 40 Millionen Euro kostet die dringend nötige Sanierung des Gebäudes.


    Friedrich-List-Schule in Ulm wird für 38 Millionen Euro saniert [RegioTV]

    Zitat

    Die Friedrich-List-Schule in der Ulmer Innenstadt ist deutlich in die Jahre gekommen. Deshalb wird sie jetzt Grundsaniert. Das Vorhaben ist vorerst auf 38 Millionen Euro angesetzt. Eine stolze Summe wenn man bedenkt, dass nur saniert und nicht neu gebaut wird. Wir waren Vor Ort und haben uns das mal genauer angeschaut.


    Bei den aufgerufenen Kosten hätte ich ernsthafter geprüft, ob Teilabriss und Neubau der unsanierten Gebäudeteile wirtschaftlicher gewesen wären. Wenn der Auftrag gewesen wäre, mit einem Neubau eine bauliche Lösung zu finden, die die kürzlich sanierten und erweiterten Gebäudeteile integriert, hätte es sicherlich gute Konzepte geben können.

    Ich habe auch noch einmal nachgedacht... und da fiel mir zum Beispiel ein, dass im Zuge des Umbaus der Kässbohrer-Kantine auch ein Neubau Teil des Antrags war - siehe diese Beschlussvorlage aus dem Jahr 2015, v. a. Anlage 6. In der Vorlage ist von einem Wohngebäude, wobei sich das allerdings geändert haben könnte.


    Ansonsten könnte ich mir auch noch wie Wolfe vorstellen, dass der Vermieter des Bordells nördlich vom UWS-Neubau das Areal anders entwickelt. Witzig wäre vielleicht noch, dass ein Teil des westlichen Gebäuderiegels des Alten Röhrenwerks für ein Hotel umgebaut wird. Dann geht mir aber auch die Fantasie aus. (Nicht ausschließen möchte ich, dass es sich um eine Falschmeldung handeln könnte.)

    Besitzer will Hotel Golden Tulip für 14 Millionen Euro verkaufen – im Internet [Schwäbische+]

    Zitat

    Dass ein komplettes Hotel zum Verkauf im Internet angeboten wird, kommt selten vor: 14 Millionen Euro wird für das „Golden Tulip“ im Internet verlangt. Die Verkaufsargumente: 6,1 Prozent Rendite, 1a-Lage und vier Sterne. „Sehr gefragtes Hotel. Nach Vertragsende und bei Neuvermietung ist eine höhere Miete durchaus realistisch“, heißt es im Anzeigentext des Verkäufers, der Anter-Group.


    Daraus:

    Zitat

    In Bau ist derzeit das Me&All-Hotel mit 147 Zimmern bei den Sedelhöfen. In Planung sind ein noch namenloses Boutique-Hotel hinter Galeria Karstadt Kaufhof in der Deutschhausgasse, ein Centro Hotel in der Kässbohrerstraße und zudem offenbar ein Hotel der Achat-Gruppe in der Reuttier Straße in Neu-Ulm. Überlegungen gebe es zudem, in der Wilhelmsburg ein Hotel zu eröffnen.

    Hervorhebung von mir. Hab ich da was verpasst?

    Ich habe mir mal erlaubt, deinen Thread in diesen zu integrieren - sonst wird dieser Forenbereich vielleicht etwas zu kleinteilig...


    Vor ein paar Tagen erst gab es diese Meldung in der SWP zu einem Biber, der sich wohl auf dem Weg von der Blau zur Donau verirrt hatte. Selber hatte ich noch keine nennenswerten Begegnungen mit Wildtieren in der Stadt, würde dem Thema aber ehrlich gesagt in der Stadtplanung keine besondere Rolle zumessen. Sie passen sich ja gewissermaßen schon dem Leben in der Stadt an.

    Zum Arbeitsprogramm noch ein paar kurze Kommentare, die ich mir nicht verkneifen kann:

    • Das Vorhaben in der Multscherstraße ist mir neu, sagt das wem was? Ganz in der Nähe ist die Bleidornkaserne, aber eben nicht an der Multscherstraße. Andererseits deutet die Existenz von zwei Bauabschnitten an, dass das etwas Größeres sein könnte...
    • Parkhaus Schillerstraße: yeah! Hoffentlich verbunden mit Aussagen, wie und wann die Schillerstraße umgebaut bzw. saniert wird.
    • Ich hätte nicht gedacht, dass es so bald mit dem Umbau der Karlstraße weitergeht. Verwaltung und Gemeinderat hatten den 3. Bauabschnitt ja angesichts der mühsamen Baustellenzeit für die ersten beiden Bauabschnitte vertagt, mein Eindruck war: auf unbestimmte Zeit.
    • Mörikestraße kann das grüne Monster oder die schon teils abgeräumten Flächen zur Viertelmitte hin meinen.

    So - wollte erst antworten, wenn ich mal Zeit habe, mich damit zu beschäftigen.


    Spannender Vorschlag, an eine solche Variante hatte ich noch nicht gedacht.Wenn ich das richtig sehe, würde die Straßenbahn hier zwischen Ehinger Tor und Fachmarktzentrum im Wesentlichen oberhalb der B 10/28 verlaufen, im Anschluss dann im Wesentlichen entlang der Festungsmauer der Courtine vom Werk XI? Hat was, am Straßenverkehr einfach vorbeizuschweben. Sollte die Seilbahn wirklich realisiert werden, dann würde wohl auch kein Weg an der Courtine vorbeiführen.


    Der attraktivste Aspekt wäre die Querverbindung Michelsberg-Safranberg, kein anderes Verkehrsmittel könnte das schaffen. Die Viertel sind so nahe und - aus topographischen Gründen - doch so fern... Auch unbedingtes Pro: Der ebenerdige Einstieg/Ausstieg an der Wilhelmsburg. Die Attraktivität einer Seilbahn hängt auch davon ab, wie bequem und umstandslos ihre Nutzung ist.


    Mit der Station am Fachmarktzentrum würde ich fremdeln - bei einem großen Teil des Warenbestandes dort ist das Kfz die sinnvollste Transportmöglichkeit, die wenigsten dürften mit dem ÖPNV zu den Geschäften fahren. Andererseits: Prima Lage für ein allfälliges Depot.


    Aber je länger ich mich mit dem Thema beschäftige, desto unsicherer werde ich, was die Sinnfrage angeht. Ich sehe schon einen klar umrissenen "Use Case", der ein solches Vorhaben begründen könnte - dazu gehört unbedingt auch eine dauerhafte und wirklich massive Nutzung der Wilhelmsburg weit über die LGS hinaus. Aber in welchem Verhältnis stehen Aufwand und Ertrag?


    Schließlich möchte ich noch betonen, wie charmant die Karte bestätigt, dass Neu-Ulm platt wie ein Pfannkuchen ist und sich dort von Rikschas bis zu Pferden jedes Verkehrsmittel mehr aufdrängt als ausgerechnet eine Seilbahn... schon irre ^^.

    Wir haben also auf ein limitiertes Gut eine potenziell unendliche Nachfrage.

    Das ist dann aber auch durchaus eine Konstellation, bei der der Preisfindungsmechanismus abschmiert und wir im Marktversagen landen können.


    Ich spreche freien Märkten nicht ihre Effizienz und Effektivität ab, aber meiner Meinung nach eignet sich nicht jeder Markt für freies Spiel der Marktkräfte, und dazu zähle ich aufgrund seiner Begrenztheit und seiner immensen sozialen Bedeutung auch den Boden. Hans-Jochen Vogel beackert das Thema schon, seit er in den 1960ern OB in München war, und noch vor ein paar Monaten hat er mit über 90 Jahren wieder einmal dazu veröffentlicht. (Guter Kommentar von Prantl dazu in der SZ.)


    Indes - klar, du hast Recht, die öffentliche Hand kann gar nicht so viel leisten, wie sie vielleicht sollte. Das wäre utopisch. Es braucht auch freie Bauträger und private Investoren, nur: Die Spielregeln sind ja nicht in Stein gemeißelt.

    Was ich einen Bauingenieur hab sagen hören ist, dass Entwicklungsgesellschaften ständig extrem aggressiv kalkulieren, da es fast immer zu Kostensteigerungen kommt, die Baubranche so extrem volatil ist, hohe Kosten (Bauleistung, Bauland -> hohe Investitionssummen) und andere Minusprojekte querfinanziert werden müssen. So kommt es, dass sie extrem gut verdienen und im nächsten Jahr Pleite sind.

    Wenn ich mal reißerisch sein darf, im Baugeschäft sind halt auch einfach viele Banditen unterwegs, die Sorte mit gedeckter Krawatte und weißem Hemd. Erinnert ihr euch noch an Philipp Holzmann? Das gibt's in allen Kragenweiten und allen Varietäten. Mir selber stößt die groteske Unkultur der Sub-Sub-Subunternehmen sauer auf, weil die aggressiven Kostenkalkulationen natürlich nur aufgehen, wenn der Kostendruck bis ans letzte Glied der Kette durchgedrückt wird - wo am Ende oft genug einer steht, den ich nur als Lohnsklaven bezeichnen kann.

    Welcher Student soll den das bezahlen, die neudeutsch genannten Mikroappartments für Studenten kosten

    durchschnittlich 500 -600 € im Monat, woher soll man als Student das Geld dafür hernehmen.

    Ich wäre sehr dafür neue Studentenwohnheim mit einem erschwinglichen Preisniveau von

    etwa 300 € in Monat zu erstellen. Dazu muss es doch eine vernünftige Lösung geben

    Angebote wie das genannte richten sich weniger an selbstständige Studentinnen und Studenten und mehr an Eltern, die ihren Sprösslingen ein Rundum-Sorglos-Paket finanzieren können und wollen. Es scheint genügend von ihnen zu geben.


    Die Frage günstiger Zimmer für Studierende ist ja eigentlich nur ein Unteraspekt der Frage, wie leistbares Wohnen ganz allgemein möglich ist. An der Frage doktern ja alle möglichen Akteure mit diversesten Motivationen herum. Ich mache an dieser Stelle kein Geheimnis aus meiner Meinung, dass ich dem freien Markt die Lösung nicht zutraue.

    Ich bin kein großer Fan von dem, was ich gleich mache - aber ich werde jetzt als Moderator einmal allen reingrätschen müssen. Es ist nicht richtig, alle wieder mit den eigenen Meinungen nach Hause zu schicken, wenn ein Thema wie dieses vor allem gute und vernünftige Gespräche und Auseinandersetzungen braucht, aber - und jetzt kommt's - das Bauforum ist nicht der richtige Ort dafür. (Wenn jemand einen guten Ort dafür kennt, gebt mir gerne einen Tipp...)


    Wenden wir uns mal wieder thematisch passenderen Dingen zu :whistling:.


    Der Fachbereich Stadtentwicklung, Bau und Umwelt hat sein Arbeitsprogramm für dieses Jahr vorgelegt - einsehbar in der Bürgerinfo. Wie gehabt möchte ich an dieser Stelle eine brutalst subjektive Auswahl der interessenteren Punkte auflisten, jeweils mit dem avisierten Zeitraum zur Vorlage im Fachausschuss:


    Aufgabe
    Datum
    Evaluation kostenfreie Samstage im ÖPNV
    03.03.
    Sachstandsbericht Citybahnhof
    31.03.
    Verfahren Sanierung Bahnhofstraße/Hirschstraße31.03.
    Aufstellungsbeschluss Söflinger Straße 231-235 (Satzung: 15.12.)31.03.
    Projektbeschluss Abbruch Brücke Innere Wallstraße, Neubau Fußgängerbrücke Goethestraße31.03.
    Beschluss zur dauerhaften Umsetzung Verkehrsberuhigung Marktplatz/Herdbruckerstraße31.03.
    Satzungsbeschluss Dichterviertel/Kleiststraße
    05.05.
    Aufstellungsbeschlüsse Multscherstraße I/II
    05.05/30.06
    Aufstellungsbeschluss Frauenstraße 124
    05.05.
    Aufstellungsbeschluss Parkhaus Schillerstraße05.05
    Aufstellungsbeschluss Dichterviertel/Bleichstraße 20-26
    30.06.
    Baubeschluss Knotenanpassung Karlstraße/Frauenstraße
    30.06.
    Machbarkeitsstudie Straßenbahnausbau Kohlplatte
    30.06.
    Beschluss Neubau ZOB
    14.07.
    Bericht Projektentwicklung Stockmahd14.07.
    Aufstellungsbeschluss Dichterviertel/Mörikestraße14.07.
    Aufstellungsbeschluss Moco-Areal
    14.07.
    Brückenzustandsbericht 2020
    13.10.
    Bericht zum Theateranbau
    17.11.
    Bericht Wachstumsregion Ulm/Neu-Ulm: Wohnen, Arbeiten, Bevölkerungsentwicklung
    Q4
    Neugestaltung Karlstraße 3. BA
    Q4
    Bericht zum Neubau Adalbert-Stifter-GMS
    Q4

    Die Sedelhöfe in Ulm: Ein "cooler Standort" mit den "Five Guys" [NUZ+] [auch Schwäbische+]

    Zitat

    Der "Five Guys"-Chef erklärt, warum die Wahl auf das neue Viertel in Ulm fiel. Welche Geschäfte sonst noch in die Sedelhöfe einziehen.


    Daraus:

    Zitat

    Der Quartiersmix und die Verbindung zur Innenstadt sowie dem Hauptbahnhof hätten die Firma überzeugt. Gilcher: „Die Sedelhöfe werden ein dynamischer und cooler Standort, der dem Zeitgeist von heute entspricht und durch ein weiteres Gastronomiekonzept die Innenstadt bereichern wird.“


    Naja, die übliche Lyrik. Aber es zeichnet sich vielleicht doch schon ein gewisses Muster ab: Zalando, Snipes, Five Guys dürften tendentiell bei jüngeren Zielgruppen auf mehr Resonanz treffen. Ob Zufall oder gewollt (oder überhaupt der Fall), sei dahingestellt.

    Meine eigene Meinung hatte ich ja schon andernorts angedeutet, dabei will ich es dann auch belassen - schon, um nicht ausgerechnet als Moderator über die Stränge zu schlagen...


    Nur noch so viel, weil es mir wichtig ist: Das Dammbruchargument von panpikus teile ich nicht. Dem Beschluss ging ein langer, öffentlicher und wissenschaftlich fundierter Diskurs voran, und er ist (wichtiger noch) mit den Grundsätzen und dem Wesen des Grundgesetzes konsistent. Ich sehe darin keine flüchtige politische Mode, sondern Ausdruck eines gesunden bundesrepublikanischen Selbstverständnisses. Das eine Abwägung stattfindet und nicht jeder Fall gleich liegt, zeigt sich zum Beispiel auch im Rommel-Diskurs, den Puquio  ebenfalls andernorts verlinkt hat.


    Ich kann auch (einige, nicht alle) Gegenargumente verstehen, aber ehrlich gesagt ist mein größtes Problem wenn, dann dass der Name "Eselsbergsteige" so lahm ist =O. Zum Jubiläumsjahr hätte ich Berblingersteige nett gefunden - hoch hinaus, ganz tief runter...