Beiträge von Finn

    Alles gut. Ich schätze deine große Leidenschaft und Begeisterung für alles Ulmische auch wirklich sehr :) . Mir macht es ja auch Freude zu beobachten, was so alles aus Ulm und Umgebung kommt und welche Wellen es schlägt oder schlagen kann - zuletzt zum Beispiel der Großraum-Transportwagen des DRK oder die neuesten Erkenntnisse des ZSW. Wird zwar nicht ganz dazu reichen, dass am Ulmer Wesen die Welt genesen wird... aber für ein Städtchen dieser Größenordnung ist das schon sehr respektabel.


    Und es ist natürlich sehr richtig, dass man für einen funktionerenden (lokalen) Diskurs auch eine gute, gemeinsame Informationsgrundlage braucht. Deswegen bin ich auch so gerne in den Bürger-Informationssystem unterwegs, und auch die Homepages der Städte Ulm und Neu-Ulm liefern regelmäßig gute Informationen. Wo die regionalen Zeitungen eigene Rechercheleistung reinstecken, finde ich es aber schon angemessen, dafür einen Obolus zu verlangen - selbst, wenn ich beispielsweise mit dem (fehlenden) Lektorat der SWP nicht sehr glücklich bin.

    Ich denke, Verlinkung der Quelle und Formulierung/Zusammenfassung in eigenen Worten (also mit sehr limitiertem Copy-Paste aus dem Artikel) sollte OK sein? Kann mir ja niemand verbieten, das von mir angelesene Wissen an meine Mitmenschen weiterzugeben - die Zeitungen haben auch mit Bezahlschranke kein Exklusivrecht an der Information, nur an deren Aufbereitung.

    Ich glaube auch, dass es im Rahmen, wie es im Forum bislang ablief, grundsätzlich voll okay sein sollte - aber ich will es nicht darauf ankommen lassen, da noch etwas weiter zu gehen. Gerade bei der Frage, was nur aus den PMs der Städte durchgeleitete Infos und was eigene journalistische Arbeit in der Berichterstattung ist, kann man das ohnehin nie so ganz trennscharf unterscheiden. Im Zweifelsfall muss halt ein anderer (Thorsten) für uns den Kopf hinhalten.

    Spannende Idee. Vor allem der Radfahrer- und Fußgängerweg auf Ebene 0 wäre toll. Dem könnte ggf. entgegenstehen, dass es in diesem Bereich wohl mit vielen Leitungen und einem wohl dort befindlichen Hochwasserentlastungsgraben Konflikte geben könnte, ganz zu schweigen von etwaigen Mehrkosten.


    Ich hatte mir auch überlegt, die Zubringerstraße aus Richtung NU zur Blaubeurer Straße statt in einem Bogen an den Dichterviertel-Neubauten vorbei über eine kleine Brücke direkt über den Tunnelmund zur Kreuzung zu führen, soweit mit der lichten Höhe machbar. Stelle ich mir nicht so arg viel teurer vor, würde aber dem neuen, kleinen Blaubeurer-Tor-Park noch einmal etliche Quadratmeter an zusammenhänger Grünfläche zuführen.


    Mit der Visualisierung bin ich übrigens auch etwas beruhigter, was die zwischenzeitliche Meldung angeht, man könne die freigewordenen Flächen am Blaubeurer Tor später überbauen. Da sehe ich kein Potential. Bei den anderen Quadranten - Bahnpark, IKEA-Parkplatz, Frießer - kann ich mir bauliche Entwicklungen aber nach wie vor sehr gut vorstellen. In der Idealvorstellung der Stadt könnten ja auch alle Bahnflächen, die auf der Visualisierung abgebildet sind, früher oder später zu Bauflächen werden.


    Aber das kommt doch ganz auf die Ampelschaltungen an, oder? Den Artikeln zufolge soll sich der Verkehrsfluss in diesem Bereich mit dieser Lösung sogar deutlich verbessern, was ich - wenn ich an die Staus im Berufsverkehr denke, die heute rund um das Blaubeurer Tor herrschen - für absolut glaubwürdig und wahrscheinlich halte.

    Und wo ich schonmal hier im Thema bin, auch bei den Ampelschaltungen hat sich in den letzten Monaten was getan. Hatten wir glaube ich auch noch nicht im Forum: An den Ampelkreuzungen Albert-Einstein-Allee, Virchowstraße/Schinderwasen und Eselsbergsteige wurden in beiden Richtungen Linksabbiegerampeln eingeführt. Eine wahre Erleichterung für diejenigen, die bislang mit teils halbsbrecherischen Maneuvern versuchen mussten, im Berufsverkehr links abzubiegen. Die Ampeln sind sensorgesteuert und schalten erfreulich schnell auf grün, wenn ein Auto ankommt. Fußgänger müssen nun mit Schalter explizit grün anfordern - als Linksabbieger aus dem Schinderwasen kommend hat man nun nicht immer Vorrang zu gewähren, das war etwas ungewohnt.


    Das weiter oben geschilderte Problem mit den Sekunden-Rotphasen ist seit dem Umbau nicht mehr in meinem Beisein aufgetreten.

    Oh, das ist erfreulich.

    Zumindest scheint ja das Schreckgespenst eines Stundenhotels vom Tisch zu sein. Der Standort selber wird sich, auf die ein oder andere Weise, sicherlich rentierlich betreiben lassen. Ich sehe übrigens auch die Nähe zum Orange Campus, der ja auch durchaus eine internationale Reichweite haben will (Talentschmiede auch für ausländische, ggf. sogar amerikanische Nachwuchsspieler), mittlerweile als Faktor an.


    Bei dieser Gelegenheit: Wir sollten ein bisschen darauf achten, nicht zu viele Infos aus Zeitungsartikeln abzuschöpfen - nicht, dass wir mal Ärger bekommen.

    Ich muss mal so ganz vorsichtig die Bremse reinhauen... über den Nuxit haben wir verschiedentlich gesprochen, da habe ich auch eine gewisse Relevanz für das Forum gesehen, aber bei der Fragestellung, in welche Parteiämter die Frau OB'in gehievt wird, sehe ich leider keine großen Bezüge zu uns

    Ist sicherlich kein Trost, aber den Frust teilst du mit vielen. Mir ist der auch geläufig. Eine richtig gute Lösung, die wirklich alle zufrieden stellt, wird es leider auch nicht geben... Diskriminierungserfahrungen machen nicht so viel Spaß :).


    Weil Ulm selber so massiv überzeichnet ist und die Preisentwicklung durch die Decke schießt, würde ich gerne mehr Aktivität in den verkehrlich gut erschlossenen Umlandgemeinden sehen. Da gibt es noch viele ungehobene Potentiale. Und ich glaube nicht, dass man im unmittelbaren Einzugsgebiet von Ulm wirklich so defensiv vergeben darf, wie es manchen vorschwebt. Mir fehlt da im Wohnungsbau ein Pendant zum Stadtentwicklungsverband Ulm/Neu-Ulm, der kommunenübergreifend die Bauplatzvergabe im gewerblichen Bereich regelt, und das mit einigem Erfolg. Wieso soll man Gewerbeflächen so denken dürfen, Wohnbauflächen aber nicht?


    Hallo,

    hat hier inzwischen jemand mehr Infos?
    Wir wären auch an einer Doppelhaushälfte interessiert.

    Falls jemand möchte, gerne Kontakt aufnehmen!

    LG!

    Hallo Sven, hallo Sinifehr, auch euch: Willkommen im Forum!


    Ich wollte schon länger auf eure Anfragen antworten, bin aber leider nicht dazu gekommen. Leider lässt sich diese Frage wohl nicht pauschal beantworten, da dürfte es zahlreiche denkbare Ansätze geben. Ein Ansatz könnte es sein, auf Bauträger oder Architekt/innen zuzugehen, die in diesem Bereich bereits aktiv haben - die haben nicht nur Erfahrungen, sondern oft auch Kontakte bzw. ähnlich gelagerte Anfragen vorliegen.


    Aus unserer Sicht kann man auch gerne das Forum dafür nutzen, dass Interessentinnen und Interessenten untereinander Kontakt aufnehmen und sich kennenlernen. (Geht auch an die zahlreichen Mitleser da draußen.) Wenn hier Bedarf besteht, können wir gerne einen entsprechenden Thread öffnen. Ich würde lediglich kommerzielle Anbieter draußen halten, weil das Forum nicht zu einer schnöden Geschäftsanbahnungsplattform verkommen darf.

    Bezüglich des Austauschs über das Müllmanagement in der Fußgängerzone von der Seite 36 habe ich mal ein wenig mich umgesehen und so einen Abhilfeversuch erspäht:


    Ganz ehrlich - das ist so schwäbisch, dem kann ich gar nicht böse sein...

    Hallo Elyse, und willkommen im Forum! :)


    Das ist leider superschwer zu sagen, wie das ausgeht. Erschwerend kommt hinzu, dass solche Vergabepraktiken EU-rechtlich sehr kritisch sind und durchaus einige Kommunen rechtswidrige Vergaben durchgeführt haben, wenn die Kriterien zu eng gefasst und zu viele Gruppen ausgeschlossen haben. Im Land wird gerade der Aufbau einer Task Force zu dieser Frage angestrebt, wobei die Stoßrichtung hier ist, dass - wie auch immer definierte - "ortsansässige" Familien weiterhin zum Zug kommen können. (Siehe auch Kommentar in der StZ.)


    Die Vergabe, wie sie gerade durchgeführt wird, heißt übrigens mehr oder weniger offiziell "Ulmer Vergabemodell", weil sie federführend vom Alt-OB Gönner entwickelt wurde. In Öpfingen zeigte sich bekanntermaßen, dass das Modell rechtliche Schwächen hat, und auch ansonsten gibt es beim Verfahren über Baupilot viel Anlass zur Kritik.


    So oder so, die größte Hürde ist wohl unabhängig von diesen Vergabefragen leider, dass es für die schiere Zahl an Bewerbern einfach leider viel zu wenig zu vergeben gibt. Das Wohnungsangebot hält mit dem Boom in der Region nicht mit, und ich sehe auch keine Anzeichen dafür, dass der Boom abebbt.

    In einigen Abschnitten, etwa beim Eingang, finde ich diesen Gegenentwurf ganz spannend. Gleichzeitig ist das architektonische Zitat an dieser Stelle auch etwas fehlplatziert, würde ich sagen - ein solches Gebäude würde ja die Formsprache von keinem Gebäude in dieser Gegend aufgreifen, sondern sich quer dazu legen.
    Gerade der vollflächige Spitzgiebel ist natürlich ziemlich brutal...


    Witzigerweise macht mir das aber irgendwie noch mehr Lust auf das Kinder- und Jugendtheater. In der Fußgängerzone brauche ich mehr Durchlässigkeit und Leichtigkeit, das darf nicht oppressiv wirken, aber an der Neutorstraße kann das eine echte skulpturale Wirkung entfalten - so ein richtiger Monolith.

    Auf diesem Bild sieht man gut, wie verlebt der Bodenbelag in diesem Abschnitt ist... und man sieht auch das Potential für abwechslungsreiche Nutzungen in der Mitte der Hirschstraße. Da wurde ja im Innenstadtdialog ganz viel vorgeschlagen, womit ich mich auch anfreunden könnte - kleine Baumgruppen, Sitzgelegenheiten, ein Brunnen oder andere Wasserelemente... muss kein durchgehendes Band sein, die Durchlässigkeit und die Aufstellflächen für die Brandbekämpfung müssen gewährleistet sein. Aber Potential ist da, wie gesagt.

    Zu den Parkgebühren, das bekommen die im Rathaus immer schnell hin, wenn sie was erhöhen, sonst sind sie ja oft recht langsam im beschließen und umsetzten von anderen Dingen

    Och, eigentlich finde ich das Tempo der Stadtverwaltung ganz gut, vor allem angesichts der teilweise ziemlich komplexen Gemengelagen und für eine Stadt in dieser Größenordnung ungewöhnlich vielen "großen" Entscheidungen und Vorhaben. Da kenne ich ganz andere Verwaltungen...

    Ab sofort: Linksabbiegen ins Hafenbad verboten

    Ohne Diskussion und Information im Vorfeld hat die Stadt die Verkehrsführung von der Olgastraße ins Hafenbad geändert: Linksabbiegen ist ab sofort verboten.

    https://www.swp.de/suedwesten/…ad-verboten-58720053.html


    Finde ich im Rahmen der Verkehrssicherheit vor allem für die Trambahn sehr gut. Es wurde leider von unvorsichtigen und rücksichtslosen Autofahrern viel zu oft vor den Bahnen eingeschert um nach links abbiegen zu können.

    Die Stadt bekommt wohl ordentlich Flak für diese Entscheidung ab, aber eigentlich zieht sie ja nur die Konsequenz daraus, dass zu viele Autofahrer hier nicht die minimal notwendige Umsicht haben walten und die Stelle zu einer Gefahrenstelle haben werden lassen.

    Post des Jahres :)

    Und ich stimme zu 0% zu. Ich kann mich noch gut an meine Kindheit erinnern, als ich auf mein Festgeld-Sparbuch von der SPK Ulm 6% bekommen habe. 6% !!! Bei dem Zinsnuveau mußte man noch vergleichsweise wirtschaftlich solide handeln -- z.B. sich nur das Haus kaufen, was man sich auch wirklich leisten kann (mit entsprechender Anzahlung/Laufzeit/Raten, oder gleich schwäbische Finanzierung, also ohne Kredit). Bitte nicht immer dem Kapitalismus und dem Freien Markt Dinge ankreiden, die durch die Politik (in diesem Fall Billig-Geldpolitik um ausufernde Staatsverschuldung zu ermöglichen) verursacht werden. Ja, die Marktverzerrungen und Exzesse sind nur das Symptom, aber nicht die Ursache.

    Ich glaube nicht, dass man die Betrachtung auf das Zinsniveau verknappen darf. Man muss mindestens die Baukostenindizes und Kaufkraftäquivalente danebenstellen. Oder kurz: Könnte sich ein Durchschnittsverdiener von damals heute dasselbe leisten? Und: Wir können keine conditio sine qua non unterstellen. Ulm und das Umfeld haben sich massiv gewandelt und verzeichnen einen massiven Zuzug - mit entsprechender Einschwemmung von Kaufkraft und teilweise internationalem Kapital. Der Markt und die Marktteilnehmer sind völlig andere als damals. Mit Geldpolitik und Staatsverschuldung hat das herzlich wenig zu tun, wohl aber mit dem freien Spiel der Marktkräfte.

    Ich geb dir absolut Recht, dass die Immopreise überwiegend völlig überzogen und der Markt überhitzt ist. So lange aber das Angebot derart knapp ist, wird auch die Region UL/NU mit S21-Inbetriebnahme in dieser Preisspirale sein. Die öffentliche Hand muss sich hier wieder viel stärker einbringen. Der private Markt regelt das nicht, wie die letzten 15 Jahre zeigen. Den Kommunen fällt mit dem Verkauf ihres teils riesigen Wohnungsbestandes kommunaler und landeseigener Wohnbaugesellschaften heute auf die Füsse. DerVerkauf ihres Tafelsilbers um die maroden Kassen vor 15 Jahren aufzubessern führt jetzt zusozialem Sprengstoff, zumindest in den Metropolen und deren Umland! :(

    Aus meiner Sicht kann ich dem nur 100prozentig zustimmen.

    Dim Dim : Führt langsam schon wieder zu weit ;).


    Ich glaube, dass panpikus ein sehr zutreffendes Wort gewählt hat. Die B 10 ist, jetzt und absehbar, in diesen Dimensionen einfach notwendig. Das muss man nicht mögen (ich mag es auch nicht und habe viel grundsätzlich Sympathie für Rückbauideen wo möglich - so am Ehinger Tor), aber ich akzeptiere die Fakten.


    Ich hätte es reizvoller gefunden wenn man damals die Karlstraße so belassen hätte wie sie war und stattdessen die Olgastraße, zum Beispiel inForm eine Allee zurück gebaut hätte. Wir hätten dann mit der Blaubeuerer Straße-Karlsbrücke. Karlstraße-MünchnerStr eine gute Verbindung von West nach Ost und mit einer zurück gebauten Frauenstraße und Olgastraße hätten wir eine bessere Anbindung der Kern-Altstadr an die angrenzenden Bereiche bekommen

    Wäre tatsächlich eine interessante Idee gewesen, als Alternative zur jetzigen Lösung. Wobei ich die Karlstraße gegenüber dem Stand vor 10 Jahren nicht wirklich als voller/verstopfter empfinde - die hatte auch mit doppelt (naja, 1,5-mal) so vielen Spuren keine nennenswert bessere Verkehrsqualität. Wird schon noch schöner werden, wenn die noch jungen Bäume etwas hochkommen die Umgebungsbebauung weiter aufgefrischt wird.


    Ansonsten stelle ich mich noch auf die Seite der Schwenk-Neubau-Wertschätzer ^^. Ich mag vor allem diese Ansichten:

    Für mich eine der gelungeneren Bauten in Ulm aus dieser Zeit. Schwieriger finde ich eher, und das prägt so etwas die Bebauung entlang der B 10, dass Alt- und Neubau ziemlich kontextlos einfach so an der Bundesstraße rumstehen. Sie haben keine Beziehung zur Umgebung. Deswegen fände ich es gut, wenn das Areal nach Süden hin, die Tankstelle und der Parkplatz am Söflinger Kreisel, entwickelt würden.

    Erinnert mich an den etwas verzweifelten Tim von Winning zuletzt in der Online-Veranstaltung der Stadt zum Beteiligungsformat für die Innenstadt West, als er auf die Müllproblematik in der Innenstadt angesprochen wurde. Seine Aussage war (wenn ich mich richtig erinnere), dass die Stadt richtig viel Geld für die Stadtreinigung in die Hand nimmt, viel mehr als früher, sich aber im Wesentlichen nichts an der Sauberheit ändert. Muss sagen, dass ich seine Beobachtung teile... das ist mittlerweile schon ein tief verwurzeltes gesellschaftliches Problem.