Beiträge von Finn

    Ulm wird Hauptstandort: zwei Milliarden Euro für Quantencomputer „Made in Germany“ [Schwäbische+]

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    Die Politik öffnet ihr Füllhorn, die Freude in Ulm ist riesig. Wie die Bundesregierung am Dienstag bekanntgab, soll mit insgesamt zwei Milliarden Euro ein weltweit erster konkurrenzfähiger Quantencomputer „made in Germany“ entwickelt werden. Das Projekt ist bundesweit verortet, Hauptstandort soll aber Ulm sein.


    Wie Ulm den Computer der Zukunft baut [SWP+]

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    Große Freude in Ulm: Warum die Geburtsstadt Einsteins zentraler Standort zur Entwicklung des ersten deutschen Quantencomputers wird und was das in finanzieller Hinsicht bedeutet.

    Krasse Geschichte. Da kriegt Jogi ja mal standesgemäße Nachbarn.


    Man stelle sich noch vor, die Batterieforschungsfabrik wäre (wie es korrekt gewesen wäre) auch auf den Oberen Eselsberg gekommen. Und bei diesem BW-KI-Park gibt es wohl auch noch keine Entscheidung. Ulm am Puls der Zeit...

    Fünf Standorte für ein Fußballstadion [SWP+]

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    Wo in Ulm könnte eine Fußballarena entstehen? Die Stadt will fünf Möglichkeiten näher untersuchen. Welche das sind, worauf es ankommt, und was der SSV 1846 Fußball will.


    Fußballarena: Kein Standort geht als Favorit ins Spiel [SWP+]

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    Wo könnte eine Fußballarena in Ulm entstehen? Fünf Standorte sind in der Diskussion. Die Fraktionen haben unterschiedliche Vorlieben - und bringen einen sechsten ins Spiel.


    Ehrlich gestanden lief dieses Vorhaben immer so ein bisschen unter Luftnummer bei mir - aber wenn alle Fraktionen grundsätzlich Zustimmung signalisieren, könnte es ja doch realistischer sein als (von mir) angenommen.


    Die möglichen Standorte wäre laut SWP:

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    * an der B 10 bei Lehr südlich des Gewerbegebiets Ulm Nord, also in Autobahnnähe

    * bei Jungingen östlich des Gewerbegebiets Stockert, ebenfalls in der Nähe der A 8

    * nördlich des Berliner Rings in der Nähe der Sporthalle Nord

    * auf dem Messegelände in der Ulmer Oststadt

    * an der Verbindungsstraße L 240 zwischen Gögglingen-Donaustetten und Unterweiler


    Die FWG hat noch einen Standort bei der Autobahnausfahrt Ulm-Ost, also bei Seligweiler, vorgeschlagen. Man müsse sich nicht auf die Ulmer Gemarkung beschränken.


    Mein größtes Problem bei einem solchen Vorhaben sind die gigantischen Flächen, die für die Parkierung asphaltiert werden müssten und bis auf die Heimspieltage und ein paar Events komplett leer bleiben. Mehr noch als eine gute ÖPNV-Anbindung wäre mir wichtig, die Parkierungsflächen (wenn sie schon geschaffen werden müssen) besser auszulasten.


    Unter dem Gesichtspunkt würde mir ein Standort auf dem Oberen Eselsberg am ehesten gefallen. Etwa so:


    Orange das Stadion mit Außenflächen, hellblau ein Riesenparkhaus. Das Parkhaus könnte direkt vom Berliner Ring aus angebunden werden, der wiederum gute Verbindungen in alle Himmelsrichtungen herstellt. Gleichzeitig könnte das Parkhaus dem Oberen Eselsberg als so eine Art Mobilitätszentrum dienen, wo allerlei weitere Fortbewegungsmittel zur Feinerschließung bereitstünden.


    Geschickt fände ich den Bau einer Bedarfshaltestelle für die Straßenbahn mit eingleisiger Anbindung an die Linie 2, wenn man das in die laufenden Ausbaupläne gepackt kriegt. Wenn man es ernst meint mit der Multifunktionalität ("Geplant sei deshalb 'eine Eventarena', in der Veranstaltungen, Tagungen und vieles mehr stattfinden könnte – nicht auf dem Rasen, sondern in den Räumlichkeiten. Sie wären ohnehin dafür ausgestattet."), könnte man sich auch nur Synergien für die Uni und den Science Park herbeispinnen.

    Haufenweise tolle Beiträge, auf die ich gerne einzeln eingehen würde - wenn ich die Zeit hätte...


    Stattdessen haue ich eine neue Überlegung rein ^^


    Ist der Blaubeurer Ring bald Geschichte? [Schwäbische+]

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    Zehntausende Autos rollen jeden Tag auf der B10 durch Ulm. In zehn Jahren soll die Bundesstraße völlig anders aussehen. Der Knoten am Ehinger Tor, der Söflinger Kreisel und das Blaubeurer-Tor-Ring sollen grundlegend umgestaltet werden. Dazu kommen große Brückenbaustellen an beiden Enden der Stadt.

    Daraus:

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    Dafür gibt es Raum für neue Träume: SPD-Stadtrat Martin Rivoir fragte: „Kann man auch am Blaubeurer Tor vorbeibauen?“ Von Winning nannte den Vorschlag „charmant“.

    Da bin ich erstmal drüber gestolpert. So habe ich noch gar nicht darüber nachgedacht, aber "charmant" trifft's ganz gut. Noch ein bisschen weitergesponnen, auch in Richtung der Überlegung von Reiner L. und Sputnick : Was ist billiger als eine neue Brücke übers Blaubeurer Tor? Genau, keine Brücke übers Blaubeurer Tor.



    Wie wäre es, wenn man den Abschnitt der B 10 einfach westlich des Blaubeurer Tors auf die Ebene 0 runterführt? Klar, man müsste dann alle möglichen Beziehungen neu ordnen, und für die wichtige Ost-West-Verbindungen zwischen der Kernstadt und Blaubeurer Straße müsste man einen (wahrscheinlich aber nur zweispurigen und kurzen) Tunnel buddeln - aber unterm Strich könnte man schon etliche Millionen Euro an Invest und Instandhaltungskosten günstiger rauskommen, und das Blaubeurer Tor wäre komplett freigestellt.

    Das Gebäude dürfte wohl erhalten bleiben, im Artikel war ja von einem Umbau in Richtung Wohngebäude die Rede.



    Ich würde einen kompletten Neubau mit Blockrandbebauung vorziehen und dafür dann den Blockinnenbereich mit Grünflächen aufwerten. Dieser Abschnitt der Augsburger Straße ist ja insgesamt nicht sehr ruhmreich...

    Vorstellbar wäre für mich eine Standseilbahn von der Tramhaltestelle "Lehrer Tal" bis zur Wilhelmsburg hoch.

    Ob so etwas nachhaltig finanzierbar und betrieblich sinnvoll ist lasse ich mal dahingestellt.

    Die Verwaltung ruft Kosten von 12-16 Mio. Euro für so eine Standseilbahn auf. Günstig ist das nicht. Am Ende läuft es auf einen Pendel-Busverkehr zwischen Ehinger Tor und Wilhelmsburg raus, vielleicht als Schmankerl mit einem semi-autonomen Elektro- oder Wasserstoffbus oder so...

    „Mängelhöfe“: Mieter gehen auf die Barrikaden


    https://www.swp.de/suedwesten/…en-56517271.html?_XML=AMP

    © Südwest Presse

    Ich würde das ehrlich gesagt nicht überbewerten. Mängel gibt es bei Neubauten immer, nur stehen diese hier natürlich ordentlich im medialen Fokus. Der extreme Zeitdruck hat da aber natürlich sein Übriges getan. Kosten ein, zwei Monate an Extra-Bauzeit mehr oder weniger als die Mängelbehebung hinterher?

    Der Ulmer Gestaltungsbeirat tagt wieder am 07.05.2021. Es gab wohl auch im März eine Sitzung, aber von der findet man rein gar keine Informationen nirgendwo - und auch die Tagesordnung zur Sitzung am 07.05.2021 findet man nur, wenn man auf der Homepage der Stadt genau danach sucht. Ist ja nicht neu, dass die Stadt die Infos hier sehr gedeckelt hält, und ich verstehe ja auch, dass es nicht-öffentliche Tagesordnungspunkte gibt. Aber wenn mittlerweile auch die Presse von den öffentlichen Tagesordnungspunkten ausgeschlossen ist, kann man sich's auch ganz sparen...


    Sei's drum: Am 07.05.2021 soll wohl ein Projekt in der Weststadt besprochen werden, und zwar in der Uhlandstraße 2-8 und Söflinger Straße 117/119. Dabei handelt es sich um diesen Wohnblock direkt gegenüber vom Alten Röhrenwerk und neben dem Café Adelbert, das Reiner gut bekannt ist:



    Es wird wohl in Richtung Neubau mit (fast) ausschließlich Wohnnutzung gehen, vielleicht mit gewerblicher Nutzung im EG an der Söflinger Straße. Der Neubau dürfte in der Uhlandstraße auch direkt an den Blockrand vorgezogen werden - die Vorgärten haben ja einen sehr überschaubaren Wert als Grün- und Erholungsflächen. Wird sich wohl um ein Gebäude im Eigentum der heimstätte handeln, oder? An strittigen Punkten könnte ich mir die Höhenentwicklung (mit heutzutage deutlich großzügigeren Geschosshöhen oder einem Punkthaus am Eck) oder die Dachform (Flachdach vs. Satteldach) vorstellen.

    cortauri : Die Varianten mit der Luftseilbahn sind ja schon hinfällig, da aus dem Rennen - per Beschlussvorlage wird, wie von Matze beschrieben, nur eine Standseilbahn von der Haltestelle Lehrer Tal zur Wilhelmsburg für eine vertiefte Untersuchung empfohlen.


    Die fachlich-sachlichen Gründe gegen die Variantenplanung vom Ehinger Tor und vom Hbf kann ich nachvollziehen, lesen sich gut und interessant. Es scheint alles gut und gründlich untersucht worden zu sein. Kommt jetzt halt zu den Akten, auch wenn es zuletzt ganz witzig war, alles im Kopf durchzuspielen.


    (Quelle: Stadt Ulm)


    Die Idee einer Standseilbahn fand ich anfangs nicht sehr überzeugend, mittlerweile aber ganz sympathisch und durchaus einen vertieften Blick wert. Die beiden Varianten D1 und D2 haben jeweils ihre Tücken - die eine greift in die historische Bausubstanz und die kohärente Erscheinung des Festungsgrabens ein, die andere in den Naturraum und die Anbindung des Ruhetals über die Brücke am Heckenbühl.


    Ich würde D2 bevorzugen. Eine solide Umsteigebeziehung an der Haltestelle Lehrer Tal brächte das Vorhaben eher in Richtung Dauernutzung auch nach der LGS 2030.

    Wäre das Gelände besser angebunden, würde ich glatt sagen: Da müsste man eigentlich mehr daraus machen. Aber so abgehängt, wie es ist, sind die Nutzungsmöglichkeiten beschränkt. Ich finde es auch sozial schwierig, da Leute unterzubringen - man kann sich ja vorstellen, wie es da drinnen ist. Da würde ich sogar eher zur Renaturierung tendieren.


    Auf jeden Fall vielen Dank für die Ortsbeschreibung! Wie eine kleine Abenteurreise :)

    Wie kaputt ist die Brücke an der B 10 in Ulm wirklich? [SWP+]

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    Komplett-Check an der Hauptschlagader: Die Stadt Ulm lässt die Wallstraßenbrücke bei Ikea intensiv untersuchen. Lohnt sich eine Sanierung überhaupt?


    Daraus:

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    Hält die Brücke überhaupt noch 25, 30 Jahre? Was müsste getan werden, um dieses Ziel zu erreichen? Mit welchem Aufwand? Wäre weiter ein uneingeschränkter Verkehr möglich? Und wäre eine Sanierung überhaupt wirtschaftlich? Oder wäre unter finanziellen Gesichtspunkten ein Neubau besser? „Um diese Fragen geht es“, sagt Fraidel. [...] Was also wird aus der Brücke? Erste Antworten wird Gerhard Fraidel den Stadträten am 4. Mai im Bauausschuss geben. Egal, wie sie ausfallen: Es wird teuer. Und unerfreulich für den Verkehr.

    174 Bürger gegen Baugebiet [SWP+]

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    174 Blausteiner wenden sich an den Petitionsausschuss des Landtags von Baden-Württemberg. Der soll die Bebauung der Grünfläche „Südlich Oberberghofstraße“ in Ehrenstein kippen. Dort plant die Stadt Blaustein acht Doppelhäuser und vier Mehrfamilienhäuser. Wertvolle Natur werde zerstört, argumentieren die Antragsteller. Im März hat der Gemeinderat für den Entwurf des Bebauungsplans gestimmt, als nächstes folgt der Aufstellungsbeschluss. Bürger könnten sich zum Vorhaben äußern, eine Informationsveranstaltung sei geplant, kündigte die Stadtverwaltung an.

    Die Blausteiner halten Verwaltung und Gerichtsbarkeit aller Ebenen gut ausgelastet :S.

    Der insgesamt siebengeschossige Neubau an den Gleisen soll laut Artikel im Mai, also am 07.05. im Gestaltungsbeirat verhandelt werden. Drückt m.E. aus, dass der Neubau mit seiner erheblichen Sichtbarkeit (Eisenbahnstrecke, Konrad-Adenauer-Brücke, Donau) das Stadtbild prägen kann. In der Bürgerinfo war ja bislang nur ein Platzhalter eingezeichnet:


    (Quelle: Stadt Ulm; Bildrechte: SGP, Nething)


    Bin da für alles offen. Die Qualität werde ich aber auch daran messen, wie gut das "Technikgeschoss" im OG6 kaschiert wird.

    Super, danke für den Überblick!


    Um den Baumbestand link unten täte es mir schon leid, das ist ja eine ganz erkleckliche Fläche. Am ehesten vertretbar fände ich eine Entwicklung direkt am MTW (eh schon von einem Weg durchschnitten bzw. weniger dicht bewachsen) sowie direkt an der Straßenbahnhaltestelle James-Franck-Ring.


    Wie wäre es mit einem Anbau für das Parkhaus? Sowohl zum Ring hin wie auch zu den grün umrandeten Flächen könnte man weitere Decks schaffen, die vom Bestand aus angebunden werden. Gerade zum Ring hin müsste die Fläche vegetativ ziemlich wertlos sein.