Beiträge von Finn

    Architekten kritisieren Hochhauspläne [SWP+]

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    Es war eine knappe Entscheidung im Bauausschuss des Ulmer Gemeinderats. Sechs Stadträte stimmten am 28. April für das Vorhaben der Volksbank Ulm-Biberach, an der Ecke Neutorstraße/Zeitblomstraße einen neungeschossigen neuen Unternehmenssitz zu bauen. Fünf lehnten es ab. [...] In einem Schreiben an den OB und den Gemeinderat führt die Ulmer Kammergruppe mehrere Punkte an, weshalb sie die Entscheidung des Bauausschusses für falsch hält. Die fachliche Beurteilung des Vorhabens sei eindeutig. Schon der Gestaltungsbeirat aus externen Fachleuten sowie das von der Stadt mit einer Studie beauftragte Büro Max Dudler, von dem der Entwurf für den benachbarten Theater-Erweiterungsbau stammt, waren zu dem Schluss gekommen, dass ein neungeschossiges, rund 35 Meter hohes Gebäude auf diesem Grundstück städtebaulich und räumlich nicht zu vertreten sei. Dass die Mehrheit des Bauausschusses diesen Einschätzungen nicht gefolgt ist, bezeichnen die Architekten, Stadt- und Landschaftsplaner in ihrem Schreiben als „unverständlich“ und „ganz grundsätzlich falsch“.


    Mir ist jetzt auch endlich eingefallen, woran mich die Pläne erinnern:

    (Quelle: Duckipedia)


    Aus der Duckipedia:

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    Laut eines Plans des Zeichners Don Rosa ist der Geldspeicher 38,75 Meter hoch, knapp 36 Meter breit und hat 11 Stockwerke. In der Don Rosa Collection war ein Bauplan als Beilage enthalten, der auch in der Geschichte Gauner gegen Geldspeicher vorkommt.

    Kommt doch ganz gut hin...

    Tolle Aufnahmen vom Bau damals bis jetzt.

    Vor allem bei den Drohnenaufnahmen am Schluss zeigen wie viel breiter das ganze mal wird wie es jetzt ist.

    Klar, wobei das bereits errichtete Segment ja noch ein Stück donauaufwärts geschoben wird, an die Stelle der aktuell noch genutzten östlichen Brückenhälfte.

    Fertig, aber unbewohnt: Warum der Nuwog-Neubau in Pfuhl noch leer steht [NUZ+]

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    Der Neubau der Nuwog-Wohnungsgesellschaft der Stadt Neu-Ulm im Stadtteil Pfuhl stand schon vor Baubeginn unter keinem guten Stern. Anwohnerinnen und Anwohner äußerten immer wieder Kritik an dem knapp 14 Millionen Euro teuren Vorhaben an der Leipheimer Straße, Ecke Rosenweg: Dem grauen Klotz fehle es an Grün, er sei viel zu überdimensioniert, so die Kurzfassung. Im Ort wundern sich Menschen darüber hinaus, warum noch immer niemand dort eingezogen ist. Zumal es vor gut einem Jahr schon hieß, dass die Wohnungen fertig sind und die Vermarktung gerade anlaufe.

    Der nachträgliche Einbau eines Aufzugs (der allerdings nicht bis in den Keller geht, da man sich gegen einen teuren Durchstich der Tiefgaragendecke entschied) führte zu Verzögerungen, da er zum einen erst kürzlich in Betrieb genommen wurde, zum anderen aber auch zu Änderungen der Teilungserklärungen im Grundbuch führte. Die Nachfrage sei allerdings auch schleppend, auch da das Gebäude in der Öffentlichkeit kritisch gesehen wurde und wird.

    Was soll man mit dem Ladenzentrum Stifterweg machen? [SWP+]

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    In die Jahre gekommen: Das ist eine nette Bezeichnung für das Ladenzentrum am Stifterweg. Dennoch ist das wenig anschauliche Ensemble wichtig für die Nahversorgung am Eselsberg. Aber wie soll es mit dem Areal und den Gebäuden weitergehen? Darüber wurde im Ulmer Bauausschuss debattiert, und die Räte hatten zwei „Entwicklungsstrategien“ zur Auswahl, die ihnen beide Bauchschmerzen bereiteten.

    Die zugehörigen Unterlagen finden sich in der Bürgerinfo. Die Beschlussvorlage und die Alternativen sind gut les- und nachvollziehbar.



    Im Kern ist das Ladenzentrum mit seinem Konzept aus den 1950/1960er Jahren schon lange aus der Zeit gefallen und funktioniert in dieser Form einfach nicht mehr, zumal die Nutzung der weitläufigen Fläche schwach ausfällt. Die Stadt müht sich allerdings schon seit sehr langer Zeit vergeblich darum, über ein seit 1995 (!) geltendes Vorkaufsrecht genügend Grundstücke zu erwerben, um eine sinnvolle Nachnutzung via Abriss und Neubau zu realisieren. Es sind wohl 15 Eigentümer (-gemeinschaften) im Ladenzentrum vertreten.


    Die Verwaltung sieht zwei Möglichkeiten:

    • Man kann den bisherigen Plan weiter verfolgen, auch wenn es noch einmal 10, 15 oder mehr Jahre dauern kann, bis man die Flächen zusammenhat - oder auch gar nicht. Bis dahin soll das Ladenzentrum punktuell etwas aufgehübscht und gepflegt werden.
    • Man akzeptiert die Struktur des Ladenzentrums, wie sie ist, saniert die eigenen Gebäude und versucht, auch die anderen Eigentümergemeinschaften (etwa über ein neues Sanierungsgebiet) zu Sanierungen zu motivieren. Eine grundsätzliche Restrukturierung wäre dann künftig aus wirtschaftlichen Gründen nicht mehr möglich.

    Die Gemeinderätinnen und -räte votierten bei allem Bedauern für die erste Option, also den Beibehalt der bisherigen Strategie.


    Ich halte das auch für richtig. Die Situation vor Ort ist sehr unbefriedigend, aber festschreiben für die nächsten Jahrzehnte sollte man die Struktur mit größeren Sanierungsmaßnahmen nicht. Und vielleicht haben wir ja Glück und irgendwann fällt da ein Meteor drauf oder so :).

    Neues Wohnviertel geplant: Folgt auf den Untergang der „Krone“ doch noch ein Happy End? [NUZ+]

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    Ein verlassener Rasthof und nebendran 17 Hektar Brache: So ambitionierte Pläne der Reaktivierung, wie die Gemeinde Dornstadt sie verfolgt, muss man sich erst mal getrauen.

    Der lesenswerte Artikel stellt den aktuellen Sachstand zum Projekt dar, den man sich auch (ohne Bezahlschranke) auf der Seite der Gemeinde Dornstadt aneignen kann. Interessant: Der Bürgermeister soll sich eine Reaktivierung der Krone als Hotel vorstellen können.


    Im Übrigen habe ich ein paar Artikel zum Thema verpasst...


    2024:

    Neubau der Dornstadter Höfe mit autofreier Anbindung über B10 [SWP+]

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    Mit dem Kauf der „Krone“ sichert sich die Gemeinde die Anbindung der neuen Dornstadter Höfe. Was jetzt passiert.


    2025:

    Dornstadt hebt Veränderungssperre für Krone-Areal auf [SWP+]

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    Gemeinde verhandelt derzeit über ein städtebauliches Konzept, wie das Quartier „Dornstadter Höfe“ über die B10 hinweg an den Hauptort angeschlossen werden kann.

    Daraus:

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    Derzeit verhandle die Gemeinde mit einem weiteren Eigentümer, dem weitere Grundstücke an der B10 gehören, über das städtebauliche Konzept für eine solche Anbindung und die weitere gewerbliche Nutzung der Flächen. Unter anderem sollen die Ein- und Ausfahrtsituation auf die Bundesstraße verbessert, eine Umsteigemöglichkeit für den ÖPNV geschaffen und ein sicherer Übergang für Fußgänger und Radfahrer über die B10 ermöglicht werden.

    Das deutet für mich darauf hin, dass man schon seit ein oder zwei Jahren abgerückt ist vom Plan, die Krone abzureißen und eine große Querungsanlage samt Busbahnhof an dieser Stelle zu errichten, sondern eine Lösung andernorts auf dem Areal sucht.


    Ich halte die Wiederbelebung der Krone und eine allgemeine Wiederbelebung des Geländes für wünschenswert. Ich weiß, dass Polizei und Zoll das Areal gerne für regelmäßige Kontrollen nutzen, aber es ist halt auch eine große, versiegelte Fläche, die ansonsten unnütz rumsteht.

    Kita, Tagesmütter: In der Sattlergasse entsteht ein „Haus der Familie“ [SWP+]

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    Seit fast vier Jahrzehnten ist die Familien-Bildungsstätte in der Sattlergasse neben Synagoge zu Hause. Nun soll aus dem bekannten FBS-Standort ein gemeinsames „Haus der Familie“ werden. Die Stadt will dafür die Häuser Sattlergasse 2 bis 6 umbauen und dort künftig auch die städtische Abteilung Kindertagesbetreuung sowie den Tagesmütterverein unterbringen.


    Daraus:

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    Vorgestellt hat die neue Planung Milica Jeremic, Architektin und Leiterin des städtischen Gebäudemanagements. „Wir sind stolz auf das Ergebnis“, sagte sie im Gemeinderat. Die Vorgabe, von zwölf Millionen Euro herunterzukommen, habe die Planer angespornt, vieles noch einmal zu hinterfragen. Aus ihrer Sicht sei der Entwurf dadurch nicht schlechter, sondern besser geworden. [...] Die Häuser sollen nicht entkernt und danach wie neu aussehen. Holztüren werden brandschutzgerecht ertüchtigt und neu lackiert. Stein- und Muschelkalkfliesen bleiben erhalten, Fischgrätparkett wird aufgearbeitet, Akustikdecken werden repariert. Neue Leitungen werden teilweise sichtbar geführt, damit nicht unnötig in Wände und Decken eingegriffen werden muss.

    Interessant. Halte ich für einen sympathischen Ansatz. Die Keller bleiben im Übrigen bis auf Weiteres ungenutzt, da eine Behebung der Feuchtigkeitsschäden zu teuer wäre.

    Bürger finanzieren Wohnungsbau mit [SWP+]

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    Es ist ein Pilotprojekt für die städtische Ulmer Wohnungsgesellschaft (UWS). Erstmals können sich Ulmerinnen und Ulmer - und auch Auswärtige - an einem Wohnungsbauvorhaben finanziell beteiligen. Die UWS plant am unteren Eselsberg 86 Mietwohnungen in fünf Einzelgebäuden, der Bau soll im Herbst 2026 starten. „Mährblick“ hat die UWS das Vorhaben genannt, wegen der Lage am Mähringer Weg und der guten Aussicht Richtung Innenstadt. Das Projekt soll zu einem Teil mit dem Geld von Anlegerinnen und Anlegern finanziert werden: Die Zeichnungsfrist beginnt am Montag, 8. Juni, um 10 Uhr. Es wird ein reines Online-Verfahren. Auf der Homepage crowdinvesting.uws-ulm.de wird das Projekt vorgestellt.


    Rendite: Gutes Gewissen [SWP+]

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    Jetzt wird es spannend: Schafft es die UWS, privates Geld für kommunalen, auch geförderten, Wohnungsbau im Umfang von 6 Millionen Euro zu akquirieren? Am Montag geht die Geldanlagemöglichkeit an den Start, und vieles spricht dafür, dass sie ein Erfolg wird. Die Konditionen orientieren sich am Markt, die UWS ist als städtisches Unternehmen in Ulm verankert, genießt Vertrauen, ist die größte Vermieterin und trägt in erheblichem Maß dazu bei, dass überhaupt noch günstige Mietwohnungen entstehen.


    Man kann sein Geld sicherlich ertragreicher anlegen - aber trotzdem tippe ich darauf, dass die Anteile schnell überzeichnet sein werden.

    Ich habe das Gefühl, wir bewegen uns aktuell schon am oberen Ende der staatlichen Eingriffe auf dem Wohnungsmarkt, die im politischen Raum mehrheitsfähig sind. Ich bin zwar persönlich ein Verfechter einer kraftvolleren Wohnungsbaupolitik, aber bei Maßnahmen wie etwa Schritt 3 glaube ich, dass die Mehrheit das den Markt regeln lassen würde.


    Andererseits ist der Staat aber auch nicht am Ende dessen angelangt, was er jetzt schon tun kann. Bei den Studierendenwohnheimen bin ich etwa voll bei dir: Zu viele sind hier Vermieterinnen und Vermietern ausgeliefert, die nachgerade predatorisch unterwegs sind. Hier müssten auch nur staatliche Akteure unter sich alles ausmachen (Studierendenwerk als Tochtergesellschaft der Universität und damit des Landes auf der einen Seite, die Stadt Ulm auf der anderen Seite). Hinsichtlich des Schritts 4 habe ich die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass sich etwas in Richtung Werkswohnungen tun könnte, was auch in einigen LT-Wahlprogrammen stand. Da als Stadt Projekte zu ermöglichen würde nicht nur Wohnraum schaffen, vielleicht auch mit der UWS oder PEG als Dienstleister, sondern wäre auch echte Wirtschaftsförderung.

    Ich habe mir zum Vergleich auch mal den Bahnhalt Amstetten angeschaut, der mit zwei unterschiedlichen Rampenanlagen erschlossen wird:



    Im Osten ist die Rampe ziemlich steil und hat eine recht knackige Spitzkehre, im Westen ist sie flacher und "fahrbarer". Einen Höhenunterschied habe ich nicht parat, aber fahrbar ist die östliche Rampe nur mit sehr viel Geschick :) und ich kann mir vorstellen, dass sie bei Neubauten auch gar nicht mehr zulässig ist. Die östliche ist jedenfalls kompakter und braucht rund 240 Quadratmeter an Fläche (so 8x30 m rum); die westlich hat keine rechteckige Form, aber ich würde sie mal mit etwa 17x55 m veranschlagen, also über 900 Quadratmeter.


    Im Bestand und ohne große Eingriffe fiele es mir auch schwer, mir so etwas in Blaustein vorzustellen - allenfalls noch als Spirale in diesem grünen Flecken zwischen Bahngleise und Straße auf der Ostseite:


    Mit größeren Eingriffen vielleicht schon, etwa wenn man die Parkplätze vor der Apotheke anknabbert und die Ehrensteiner Straße ein bisschen nach Osten verschwenkt, oder wenn man eines der ältlichen Gebäude auf der Weststeite rausnimmt, falls es wirtschaftlich nicht sanierbar sein sollte. Aber das Projekt dauert ja so schon zehn Jahre und es hat noch keiner einen Spaten in die Hand genommen :S.

    Ich habe in den letzten Monaten/Jahren bei den unterschiedlichsten Bauprojekten mehrfach Jungunternehmer und Unternehmensnachfolger kenngelernt, mit denen man sehr entspannt und pragmatisch zusammenarbeiten konnte und die sich von "Problemen" und Stolpersteinen nicht haben beirren lassen. Die junge Generation kann m.E. "Ärmel hochkrempeln" und lösungsorientiertes erfrischendes Arbeiten auch ganz gut. Manchmal muss man einfach machen.

    Das denke ich mir in letzter Zeit auch immer öfter. Ich will echt keine Generationenschelte betreiben, aber es gibt da so eine Verbissenheit bis teils hin zum Zynismus bei manchen, für die das Teil des eigenen Selbstverständnisses als erfahrener Fahrensmann ist. Braucht's nicht. Wünsche dem Herrn Rupp ein gutes Händchen bei diesem Projekt!

    In Blaustein wird es bei der Beseitigung des Bahnübergangs Hummelstraße und der Erstellung einer neuen Bahnunterführung gaaaaanz langsam ernster. Im Ratsinfo-System kann man die (beschlossenen) Pläne einsehen, genauer gesagt für die von der Stadt zu übernehmende Ausgestaltung der beiden Vorplätze. Realisiert wird die Unterführung aber erst 2028, die Vorplätze folgen 2029, nachdem die Stadt dem Projekt im Grundsatz schon 2016 zugestimmt hatte. (Da waren wir alle noch zehn Jahre jünger.)


    Das Ganze soll dann so aussehen:


    (Bildrechte: Stadt Blaustein, Büro Wassermüller; Quelle: Stadt Blaustein)


    Zur Orientierung: Rechts im Bild ist Nordosten, mit dem Blaustein-Center (REWE etc.), der Blau und dem Rathaus; links im Bild ist Südwesten, mit der B 28.


    Die Unterführung ist ziemlich "straight": für die barrierefreie Erschließung sind Aufzüge vorgesehen, für Fahrräder Schienen entlang der Treppen. Die Vorplätze orientieren sich sehr an der Gestaltung des neuen Marktplatzes in Blaustein, also mit hellem Betonpflasterbelag. Vier neue Bäume, zwei Spitzahorne und zwei Silberlinden, sollen so eine Art Torwirkung haben. Die Möblierung, also Bänke und Mülleimer und dergleichen, orientiert sich an den aktuellen DB-Standards.


    Insgesamt ganz schick alles. Mir gefällt, dass die Gestaltung des Marktplatzes fortgeführt wird. Wenn nur nicht alles so elend lange dauern würde...

    Aber ja ihr Framing von einer "bunten Mischung" aus EFH, DHH, RH und MFH hört sich für Leute außerhalb der kommunalpolitisch-interessierten Bubble gut an und impliziert dass die CDU sich für das Wohlwollen aller Menschen einsetzt. Aber natürlich ist das einfach flächenfressende Klientelpolitik für ein gut betuchtes Klientel.

    Ich sehe demokratietheorisch eigentlich gar kein Problem mit der Forderung. Man kann ja unterschiedlicher Auffassung sein, was eine wünschenswerte Entwicklung für die Stadt ist, und dass die CDU ein Kernanliegen ihrer avisierten Kernwählerschaft vertritt, ist auch recht. In diesem Fall wundert es mich nur etwas, dass die Forderung überhaupt nicht begründet ist, beziehungsweise sogar im Original eigentümlich verklausuliert:


    Zitat

    2. Keine generelle Priorisierung von Gebäudetypen wie auf Seite 8 GD 098/26 gefordert

    Die Stadt tritt ein für ein breites Angebot bei der Neuschaffung an Wohnraum in Form von Geschosswohnungen, Reihen- und Kettenhäuser sowie Einfamilien- und Doppelhäusern.


    Da muss man halt erst nachschlagen, was auf Seite 8 der Gemeinderatsdrucksache (gemeint ist die Anlage 1) steht:

    Also: Tendentiell mehr Flächen für Kettenhäuser, Reihenhäuser und Geschosswohnungsgebäude, weniger Flächen für Einzel- und Doppelhäuser, allerdings unter Berücksichtigung der Begebenheiten vor Ort, insbesondere in den (dörflich geprägten) Ortschaften. Begründet mit knapper werdenden Flächen, zunehmenden Nutzungskonkurrenzen und vor allem der jeweiligen Nachfrage aus zurückliegenden Vergaberunden. Ergänzend wird darauf hingewiesen, dass Ulm der Stadtkreis mit dem höchsten Anteil an Wohngebäuden mit ein oder zwei Einheiten in Baden-Württemberg ist, die regelmäßig auf den Markt kommen.


    Ich nehme daraus mit: Es werden weiterhin Bauplätze für Ein- und Zweifamilienhäuser ausgewiesen, aber (der Nachfrage folgend) etwas weniger und vornehmlich in den ohnehin dergestalt geprägten Ortschaften. Das Neubau-EFH in Söflingen dürfte halt schwierig zu begründen sein. Wenn die CDU dies anders sieht, wird sie bei der Gemeinderatsklausur wohl die Gelegenheit haben, eigene sachliche Argumente und Begründungen entgegenzusetzen und für sie zu werben :).


    Die konsequente Durchsetzung von Bauverpflichtungen und Fristen sowie Überwachung vertraglich vereinbarte Bauverpflichtungen sind tatsächlich 2 gute Punkte in ihren Positionspapier.

    Die beiden Punkte finde ich ebenfalls sehr gut! Ich sehe keine guten Gründe, weswegen man akzeptieren sollte, dass baureife und vergebene Grundstücke irregulär über Jahre unbebaut bleiben sollten. Entweder, die Finanzierung steht, oder sie steht nicht. Auf Sand kann man keine Häuser bauen. Auch die Forderungen nach dem Einsatz weiterer Instrumente zur Verringerung von Leerstandsquoten und die Verschlankung der Vergabekriterien finde ich gut; wenn es stimmt, dass in Neu-Ulm oft nur 10-15 Kriterien angelegt werden, in Ulm aber bis zu 50, dann ist da sehr viel Entbürokratisierungspotential.

    Wie das erste vollautomatisierte Binnenterminal Europas entsteht [SWP+]

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    Wer auf das Container-Terminal im Dornstadter Gewerbegebiet zusteuert, den beschleicht unweigerlich ein maritimes Flair. Zwischen Wiesen und Gewerbehallen stapeln sich hunderte Schiffscontainer, wie an einem Seehafen. Drei Frachtkräne ragen in die Höhe. Nur das Singen der Möwen und das Rauschen des Meeres fehlen auf der Albhochfläche. Dafür brummen die Baumaschinen. Seit 2025 wird das Container-Terminal für 148 Millionen Euro erweitert. „Wir wollen mit dem Bau mehr Fracht von der Straße auf die Schiene verlagern“, sagt Bahn-Projektleiter Andreas Witzel bei der Tour über die Großbaustelle. Er deutet in Richtung Autobahn A8, auf der in diesem Augenblick passenderweise ein Lkw hinter dem anderen im Stau steht. Genau das soll sich ändern. Am Dornstadter Terminal sollen künftig 300.000 Container, statt bisher 120.000 Container im Jahr verladen werden. Das Besondere: Sie werden vollautomatisiert betrieben. Damit sind sie in Europa die ersten im Binnenbetrieb.

    Ehemalige Gärtnerei: Weg frei für 62 Wohnungen in der Weststadt [SWP+]

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    Wer am Söflinger Kreisel vorbeikommt, kennt vor allem das frühere Blumengeschäft Röder an der Straße. Das eigentliche Grundstück aber liegt dahinter: eine frühere Gärtnereifläche mitten in der Weststadt, bislang erstaunlich verborgen zwischen Wohnhäusern, Gewächshäusern und Hinterhöfen. Dort soll nun ein neues Wohnquartier entstehen. Auf dem Areal an der Thränstraße plant der Ulmer Unternehmer Constantin Zieher mit seiner Firma Fides zwei Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 62 Wohnungen. Der Bauausschuss des Gemeinderats hat den dafür nötigen vorhabenbezogenen Bebauungsplan einstimmig beschlossen. Mindestens 40 Prozent der Wohnfläche sollen gefördert entstehen.

    Siehe auch die Homepage des Bauträgers. Gutes Projekt!

    Verdacht auf Weltkriegsbomben unter Fußballstadion: Droht jetzt die große Evakuierung? [Schwäbische]

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    Haben die Kicker des SSV Ulm 1846 Fußball zuletzt auf Weltkriegsbomben gespielt? Vor dem geplanten Umbau des Ulmer Donaustadions müssen offenbar mehrere verdächtige Stellen unter dem Rasen auf mögliche Kampfmittel untersucht werden. Nach Angaben der Stadt liegen konkrete Hinweise vor, dass sich Blindgänger unter dem Stadion sowie dem angrenzenden Trainingsgelände befinden könnten. Im Ernstfall müsste der Bereich um das Donaustadion evakuiert werden. Aktuell bestehe aber keine Gefahr.