Beiträge von Finn

    Der Stadtrat Neu-Ulm tagt heute, TOP10 behandelt die Machbarkeitsstudie für die Seilbahn. Auf Anfrage der Verwaltung schlägt die SWU die folgende Aufteilung für die Erstellung der Machbarkeitsstudie vor:

    Zitat

    Teil 1: Durchführung einer Machbarkeitsstudie über den Bau eines Personenbeförderungssystems (z.B. Seilbahn, Seilbahn-Hybrid-System, Schrägbahn, Schwebebahn o.ä.) als Teil des ÖPNV-Systems der Stadt Ulm, um die Wilhelmsburg an den Stadtkörper anzubinden.


    Teil 2: Durchführung einer Machbarkeitsstudie über den Bau eines urbanen Seilbahn- bzw. Seilbahn-Hybridsystems vom Zentralen Omnibus-Bahnhof Ulm (ZOB) zum Zentralen Umsteigepunkt Neu-Ulm (ZUP).


    Teil 3: Durchführung einer Machbarkeitsstudie über den Bau eines urbanen Seilbahn- bzw. Seilbahn-Hybridsystems vom Zentralen Umsteigepunkt Neu-Ulm (ZUP) nach Neu-Ulm Ludwigsfeld

    Die Stadträtinnen und Stadträte können auch beschließen, auf die Durchführung der Studie zu verzichten. Mal sehen, was rumkommt.

    Verzögerung bei Bauanträgen: Häuslebauer müssen noch warten [SWP+]

    Zitat

    Wer in Blaustein ein Haus bauen möchte, braucht momentan viel Geduld. Grund sind die laufenden Haushaltsberatungen der Stadt.

    42 Millionen Euro Schulden in den kommenden Jahren klingt nicht gut, zumal die Gewerbesteuereinnahmen in den nächsten Jahren ziemlich volatil ausfallen dürften. Andererseits ist man in direkter Nachbarschaft zu Ulm so ein bisschen zum Wachstum verdammt, und das geht nicht ohne Infrastrukturmaßnahmen...

    Ich kann mir vorstellen, dass es an der Konstruktionsweise liegt - 2003 wäre ja direkt am Wasser abgestützt worden, während der Siegerentwurf von Brückenkopf zu Brückenkopf gespannt wird und auch sonst ohne Bögen auskommt. Ich bin kein Ingenieur, kann mir aber vorstellen, dass gerade das ziemlich aufwändig und teuer in der Planung und Herstellung ist, obwohl die Brücke ironischerweise deutlich am simpelsten aussieht. Vielleicht kann hier jemand mit mehr Fachkenntnis Aufklärung leisten?


    So oder so, hoffen wir erstmals, dass die alte Brücke noch lange genug steht...

    TTC Neu-Ulm verpflichtet Meistertrainer und Supertalent [SWP+]

    Zitat

    Florian Ebner hat mit seinem vor einem Jahr gegründeten Tischtennis-Bundesligisten TTC Neu-Ulm viel vor. Der Klubchef hat von Meister TTF Ochsenhausen Trainer Dmitrij Mazunov und Toptalent Vladimir Sidorenko verpflichtet. Und will eine kleine Tischtennis-Arena in Neu-Ulm bauen.


    Daraus:

    Zitat

    Um das einrichten zu können und die leidige Hallenproblematik zu beenden, plant Ebner, das bestehende Golfheim an der Neu-Ulmer Kammer-Krummen-Straße mit einem Aufbau zu erweitern, um so eine kleine Tischtennis-Arena entstehen zu lassen, die über 400 Zuschauern Platz bieten und zu Trainingszwecken genutzt werden soll. In der Bundesliga hat sich die Ratiopharm Arena für den TTC als zu groß erwiesen. Im Edwin-Scharff-Haus war die Stimmung deutlich besser, der Aufwand für den Umbau jedoch viel zu groß. Ein Bauantrag liegt der Stadt Neu-Ulm bereits vor. [...]

    Nette kleine Kuriosität. Dürfte bei 400 Zuschauerplätzen eigentlich gar nicht mal so klein werden, selbst wenn die benötigte Spielfläche relativ kompakt ist. Der Golfplatz liegt so weit abseits, dass der Neubau städtebaulich nicht von Belang sein wird, aber die ungewöhnliche Natur des Vorhabens ist ja doch erwähnenswert :).

    Behinderungen ab Montag auf A8 bei Ulm [Schwäbische]

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    Für den sechsstreifigen Ausbau der A8 östlich von Ulm in Richtung Augsburg sind Vorarbeiten nötig. Ab Montag, 30. März, beginnt zwischen der Anschlussstelle Ulm-Ost und dem Autobahnkreuz Ulm/Elchingen (Bayern) die Instandsetzung der Bestandsautobahn. Erst in Richtung Stuttgart, dann in Fahrtrichtung München. Mit Behinderungen sei zu rechnen, es gilt Tempo 80. Jedoch sollen dem Verkehr immer zwei Fahrspuren zur Verfügung stehen.


    Dieses Foto habe ich vor etwa einem Monat geschossen, Mitte/Ende Februar... das Gebäude sah äußerlich schon eine Weile fertig aus, war aber (noch) unbewohnt. Ist in der Zwischenzeit mal jemand da vorbeigekommen?

    Kleines Update: Auf der Bürgerinfo-Seite wird bei der fraglichen Sitzung jetzt "schriftliches Verfahren" angezeigt. Damit steigen die Chancen, dass wir uns mit ein paar frischen Plänen und Gedankenspielen ablenken können :).

    Die Sitzungsunterlagen sind nun übrigens online, aber die spannenden TOPs - Bericht Citybahnhof und Söflinger Straße 231-235 - fehlen :(. Die nächste Sitzung ist auch erst wieder am 5. Mai...

    Bei der Bürgerinfo ist der Bericht zum Wettbewerb sowie der aktuelle Projektstand zum Neubau der Gänstorbrücke online. Man liegt wohl zeitlich im Plan; aktuell befindet man sich im Verhandlungsverfahren mit den Wettbewerbssiegern, im April wird das Planungsbüro beauftragt.


    Sehr lesenswert ist die Broschüre zum Wettbewerb, die das Verfahren dokumentiert und alle Einreichungen vorstellt - den Sieger und die beiden dritten Plätze dabei ausführlicher. Die Beurteilungen kann man im Protokoll des Preisgerichts nachlesen. Schön transparent :).


    Ich war auch in der Glacis-Galerie und habe mir die Projektplakate und Modelle angeschaut. Die Fotos sind leider, wie oft bei mir, nicht sonderlich gelungen - aber da die Fotos in der Broschüre nur s/w sind, will ich dennoch auszugsweise einige - als Ergänzung zur Broschüre - posten.


    Zumindest nach meiner Einschätzung sollte sich die Coronakrise nicht allzu nachteilig auf die Planungen zur neuen Gänstorbrücke auswirken. Jetzt wird erstmal am Rechner geplant...


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    3. Platz, Einreichung 2003.


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    3. Platz, Einreichung 2006.


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    Einreichung 2004, mit Bäumle auf der Brücke. Sorgte ausweislich des Protokolls wohl für Stirnrunzeln...


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    Einreichung 2007, mit massigem Solobogen. Soll konstruktiv aber ungünstig sein.


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    Einreichung 2009, mit skulpturalen Waben, die den Straßenverkehr von Fußgängern und Radfahrern trennen.


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    Einreichung 2010. Holzbrücken und Holzhybridbrücken sind im Kommen, die Kombination aus Holz und Stahl wäre hier wohl auch möglich, aber der Entwurf stellte für die Preisrichter wohl insgesamt keine Verbesserung der Situation dar.

    Der Umbau des Weinbergwegs soll kommende Woche zum Beschluss kommen. Auch in der zweiten Runde empfiehlt die Verwaltung die im Eingangspost abgebildete Variante 2, wobei noch versucht werden soll, den bergab führenden Schutzstreifen von 1,50 m auf 1,65 m zu verbreitern, auf Kosten des (recht breiten) Fußwegs, der von 4,15 m auf 4,00 m verschmälert werden soll. Das ist immerhin etwas.

    In der Bürgerinfo kann man jetzt die Pläne zum Abbruch der Blaubrücke Innere Wallstraße und Ersatzneubau etwas weiter östlich, in Verlängerung der Goethestraße, finden.


    (Auszug Rahmenplan; Quelle: Stadt Ulm)


    (Quelle: Stadt Ulm)


    Die baufällige Brücke am Schubart-Gymnasium wird zurückgebaut, der Uferbereich weitestgehend renaturiert. Die Platzierung der neuen Brücke entspricht dem übergeordneten Ziel einer durchgängigen Innenerschließung des Quartiers für Fußgänger und Radfahrer, wie im Rahmenplan angedeutet. Die Brücke entsteht im selben Stil wie die anderen Ersatzneubauten über die Blau in jüngerer Zeit (bspw. am Blautalcenter), also mit Stahlgeländer und Holzbohlenbelag. Gesamtkosten wohl knapp unter 850.000 Euro. Mit dem Wegfall der Brücke an der Inneren Wallstraße wird auch der Schulbereich des Schubart-Gymnasiums etwas geschützter und die Wegführung im geplanten Glacis-Grünzug klarer.


    Kurz musste ich überlegen, ob der Ersatzneubau überhaupt sein muss - man kann ja prinzipiell auch den kleinen Umweg über die Gartenstraße nehmen und die dortige Blaubrücke nehmen. Es ist davon auszugehen, dass im Zuge der Coronakrise die Gewerbesteuer-Einnahmen einbrechen und auch viele andere Projekte zurückgestellt werden. Aber das Projekt wird über das Programm Stadtumbau West gefördert; 500.000 Euro erhält die Stadt vom Bund bzw. Land noch in diesem Jahr, der städtische Anteil ist auch schon für das Jahr 2020 geblockt. Ich denke, das kann man noch mitnehmen. Ist ja auch ein schöner kleiner Baustein für das Dichterviertel.

    Grundsätzlich ja. Wenn es bei Gebäuden Handlungsbedarf gibt, stehen Sanierung oder Abriss und Neubau als Alternativen zur Wahl. Oder, die Dinger stehen zu lassen. Wenn die Eigentumsverhältnisse verwickelt sind, bleibt aber oft nur noch Sanierung oder Nullalternative, als stehen lassen, übrig.


    Das kann dann städtebaulich immer ein bisschen weh tun, wenn die fraglichen Gebäude den Stadtraum prägen oder gar dominieren. Das muss man aber von Fall zu Fall diskutieren, finde ich; ich bin da auch gar nicht so der große Verfechter davon, alles plattzumachen, was einem gerade nicht in den Plan passt. Beim Universumcenter etwa kann ich mit dem Hochhaus leben, auch wenn ich mir wünschen würde, dass es ein bisschen mehr Kontext (also andere Hochhäuser in der Nähe) erhält. Beim Sockelbau würde ich auch gerne selbst und unentgeltlich die Abrissbirne schwingen ^^. Auch da war zuletzt nur eine Aufhübschung im Gespräch - die aber meines Wissens nicht umgesetzt worden ist.


    Bei den beiden Peter-und-Paul-Häusern bin ich mit mir selber uneins. Mir ist klar, dass bei solchen Objekten niemand dafür votieren wird, seine oder ihre selbstbewohnte Eigentumswohnung abreißen zu lassen. Wäre ja schön doof. So rein städtebaulich könnte ich mir aber schon schönere Lösungen für diese Ecke vorstellen.

    Ein grauer Riese soll Farbe bekennen [SWP+]

    Zitat

    Der Sex-Shop hat zugemacht. Die Rio Rita Bar ist laut Makler Klaus Abele „in Rente gegangen“. Der Betreiber des Korallen-Handels ist auf die Ostalb umgezogen. Die Ladenzeile im Peter-und-Paul-Haus am Augsburger-Tor-Platz in Neu-Ulm, 1967 als „neuestes Wahrzeichen der Donaustadt“ gefeiert, hat sich in den vergangenen Monaten deutlich geleert. [...] Doch an der Zukunft wird gearbeitet. [...] Wie Hugo Enz vom Hausverwalter Treuhand Bilger auf Anfrage mitteilt, soll das Gebäude mit dem Kurztitel A58 – nach der Adresse Augsburger Straße 58 – eine umfassende Fassadensanierung bekommen.

    Wie so oft zeigt sich, dass Gebäude mit einer Vielzahl von Eigentümern quasi für die Ewigkeit dastehen. Man denke hier auch an das Donaucenter oder das Universumcenter; dass DC Developments es geschafft hat, die Eigentümergemeinschaft des Bahnhofplatz 7 zu überzeugen, grenzt da schon an ein Wunder.


    Ich will dabei das Bemühen der Hausverwalter nicht in Abrede stellen. Die haben es sicher nicht leicht, sich durch die vielschichtigen Interessen der Eigentümer zu navigieren. Am Ende bleibt aber alles, was man tun kann, Kosmetik.

    Bei dieser Gelegenheit: Mit Thorsten ist besprochen, dass wir das Thema, solange es sich in einem gewissen Rahmen bewegt (circa so wie bisher - alles gut!), laufen lassen werden. Es betrifft einfach sämtliche Lebensaspekte, inklusive unserer Forumsthemen.


    Eine Bitte: Ein gewisser Bezug sollte gewahrt bleiben (also keine laufenden allgemeinen Newsupdates posten), und eine laufende Kommentierung der Entwicklungen ist auch nicht unbedingt zielführend. Ich bin mir aber sicher, dass uns diverse Themenbezüge in der nächsten Zeit nicht erspart bleiben werden =O

    Es sind sogar sechs Geschosse über den Hanggeschossen; auf der Homepage gibt es noch ein paar weitere Visualisierungen mit anderen Perspektiven, die es besser zeigen. Vom Tal her sind das dann drei Achtgeschosser, durchaus stattlich.


    Ich finde den Entwurf gestalterisch und funktional, soweit ich das beurteilen kann, auch ganz gut. Wenn ich das richtig sehe, werden die Innenhöfe durchaus gewerblich genutzt, man sieht ein paar Sprinter in die Visualisierungen hineinmontiert. Finde ich gut, ein Hauch Münchner Gewerbehöfe auf dem Eselsberg...


    Spontan fand ich aber schwach, dass die drei Punkthäuser einen merkwürdig weiten Abstand zueinander haben. Da es keine Tiefgarage zu geben scheint, tippe ich darauf, dass das an den notwendigen oberirdischen Parkierungsflächen zwischen den Gebäuden liegt. Vielleicht lag es auch an den Vorgaben des Bauherrn (BGF, Baukosten), dass man hier nicht noch ein viertes Gebäude und eine Höfenstaffelung eingeplant hat.

    Wenn ich mich richtig erinnere, war hier keine feierliche Eröffnung zu einem bestimmten Datum geplant, sondern ein etappenweise Übergabe an die zukünftigen Mieter. Bei den Handelsflächen wird es unweigerlich zu Verzögerungen kommen - umso mehr, falls vielleicht noch gar nicht alle Flächen vermietet sein sollten. Bei den Büroflächen könnte es ggf. eher klappen, aber auch da müssen die Mieter überhaupt erstmal in der Lage sein, die Flächen jetzt auch zu beziehen. Die Aufnahme des Hotelbetriebs im Bahnhofplatz 7 ist vielleicht sogar für dieses Jahr undenkbar.


    Eigentümer der Sedelhöfe ist ja die Aachener Grundvermögen, in deren Besitz die Gebäude wohl aber erst mit der Übergabe zur Fertigstellung gehen. Das könnte noch einmal haarig werden...

    Haus 1 ist schon abgerüstet? Sehr cool. Müsste ich mir mal in Echt ansehen (nur wann...), aber aber die Natursteinfassade sieht wertig aus, ebenso die Fenstereinfassungen und -elemente. Auch dachte ich zunächst, dass das Gebäude fast schon klein wirkt - aber das sind zwei hohe Geschosse für Handelsnutzungen in EG und OG1 und vier weitere Vollgeschosse ab OG2 plus Dachaufbau! In der Stuttgarter Königstraße sind viele Gebäude auch nicht höher. Wie schnell sich doch die Maßstäbe verschieben...


    Was mich etwas irritiert, und das auch schon etwas länger... die Gebäudefassaden zum Bahnhof hin wirken etwas gesichtslos. Es gibt keine klare Eingangssituation in die Gebäude.

    Egal wer gerade wo regiert, für alle ist diese Situation was komplett neues.

    Daran denke ich auch öfter. Es gibt keine Erfahrungswerte, jeden Abend sieht die Lage wieder anders aus als am Morgen, und wirklich alle Bereiche sind ausnahmslos betroffen. Das ist fast wie ein Wintereinbruch bei der Bahn, da kann man noch so viele Einsatztruppen aufstellen und die Einsatzleitung verstärken, wenn es auf jeden Bahnkilometer runterschneit, schneit es auf jeden Bahnkilometer runter - nur, dass der Winter mit einiger Wahrscheinlichkeit einmal im Jahr kommt, eine solche Situation wie die jetzige in Friedenszeiten vielleicht alle paar Jahrhunderte.


    Da kommen wir aber auch irgendwie durch. Bleibt gesund :).