Beiträge von Sputnick

    Was schade ist, dass es keine Verpflichtende Regelung gibt, dass alle Parkplätze mit Stromanschluss sein müssen. Oder Alternativ Fahrradstellplätze mit Ladefunktion. Aber leider sind Fahrräder laut Satzung nicht auf PKW Tiefgaragenstellplätze erlaubt (die Versicherungen verbieten das).


    War zumindest bei mir so, hatte einen Tiefgaragenstellplatz, aber kein Auto und durfte mein Fahrrad dort nicht parken.

    So einen Stromanschluss musst du aber erst mal bekommen, dass du 142 Stellplätze mit Ladestation versehen kannst... normale Steckdose vielleicht, aber selbst das dürfte schon kritisch werden in der Größenordnung. Die Diskussion hatten wir letztens in der Eigentümerversammlung, nachdem sich ja die Gesetzeslage auch entsprechend ändern soll (oder schon geändert hat?), und das ist wirklich nicht trivial zu lösen für größere Wohnanlagen.

    Die wird aber wieder abgerissen... (Brücke über Leibi)... Das Geld wurde förmlich in den Sand gesetzt. Anders sieht es bei A7 Überführung aus.

    Ich muss jetzt doch mal necroposten. Soweit ich das bis jetzt gesehen habe, hat man die vor dem Ausbau schon existierende Brücke nun doch nicht abgerissen, sondern nur den vorhandenen Oberbau ausgebaut und verstärkt. Das Bauwerk harrt jetzt schon seit geraumer Zeit der endgültigen Überdeckung mit Asphalt.

    - der Schienenbonus ist eindeutig nachweisbar auf der Verlängerung nach Böfingen und der gesamten Linie 2

    Das ist doch eigentlich der Hauptpunkt. Diskutieren und spekulieren kann man ja immer, aber wenn man die nackten Fakten sprechen läßt, hat die Linie 2 (vor Corona) zu einem netzweiten (inkl. Bus) Fahrgastzuwachs von rund 10.000 Fahrgästen (gut 10%) pro Werktag geführt, mit entsprechend weniger Individualverkehr in die City. Und das, obwohl die Haupt-Buslinien wie 3 und 5 ja weiterhin quasi unverändert fahren, die Linie 2 also weniger ein Busersatz ist, sondern ein zusätzliches Angebot bildet. Das gleiche Phänomen läßt sich auch in anderen Städten beobachten, wo schienengebundener ÖPNV ausgebaut wird. Immer wieder gibt es jahrelange Diskussionen um den Bau von Tramlinien, und wenn die Linie dann mal da ist, übertrifft sie normalerweise alle Erwartungen. Jeder von uns kennt schließlich Leute, die lieber Bahn fahren als Bus.

    Umso unbegreiflicher, dass man sich gerade in Wiesbaden gegen die geplante Citybahn und für Busse entschieden hat. Aber hier in Ulm haben wir mit solchen Entscheidungen ja auch Erfahrung.

    Man könnte also in gewissem Rahmen sagen dass diese weichen Faktoren wichtiger sind als Preis oder vielleicht sogar Lage.

    Das ist auf jeden Fall so bei mir. Ich fahre zum Beispiel niemals freiwillig in die Fischerviertelgarage, obwohl oft das am günstigsten Gelegene, weil mir das zu eng ist, und weil ich mit einer Mittelklasselimousine da nicht vorwärts in die Lücken reinkomme (und man wird ja gebeten, nur vorwärts einzuparken). Den Stress brauche ich wirklich nicht, und dann am besten noch rumrangieren wenn hinter einem schon drei andere warten... nein danke!

    Kann mir gut vorstellen, dass das Parkhaus sehr stark genutzt wird, wenn es baulich so angenehm ist. Ich weiß noch bei dem Sedelhofparkhaus, das war schon auch frei, aber da ist man ungern rein, weil eng und irgendwie gruselig tief ^ ^ Habe sogar schon beim wirklich zufriedenstellenden Deutschaus gesagt bekommen, ungern bis in die obersten Stockwerke zu fahren, weil da soviel Spirale zu fahren ist. Man könnte also in gewissem Rahmen sagen dass diese weichen Faktoren wichtiger sind als Preis oder vielleicht sogar Lage.

    Ja, im Deutschhaus fahre ich auch immer weit nach oben, einfach weil ich dann das ganze Parkdeck für mich habe und mich direkt neben den Ausgang stellen kann, statt mich in irgendeine Lücke zu quetschen. Genau das gleiche gilt übrigens auch in der TG in der Frauenstraße (unterm Müller), da sehe ich so oft Leute ihre dicken Karren mühsam in engste Lücken rangieren, fahre selbst ein Stockwerk tiefer und hab das ganze Parkdeck zur Auswahl...


    Die Aussichtsplatform im Deutschhaus ganz oben ist übrigens auch einen Besuch wert, wenn man da mal parkt. Wunderschöner Blick über die Stadt und aufs Münster!


    EDIT: Jetzt lese ich erst, dass Leute *nicht* nach oben fahren wollen im Deutschhaus. Da bin ich dann wohl anders gepolt, und die Spirale macht Spaß ;-)

    Ihr seht das aber auch ein wenig aus der Perspektive von schnellen Fahrzeugen. Rücksichtsvolles Fahren heißt in diesen Fällen leider sich nach dem Schwächsten richten. Wenn ein Auto nicht so schnell beschleunigt, dann müsste man seinen schnelleren Wagen leider auch unter seinem Potential fahren. Zu erwarten, dass schwachmotorige Fahrzeuge sich nur auf die Überholspur wagen, wenn nie ein Auto in Sicht ist, ist bei unserer LKW Dichte nicht ganz fair. Und ich kenne auf jeden Fall beide Seiten, bin schon einen 250 PS großen BMW gefahren und einen 72PS kleinen Opel, unfassbar unterschiedlich wie da mit einem umgegangen wird. Ich kann mir auch nur deshalb vorstellen, dass manche ein Tempolimit fordern. Meinem Eindruck nach war es tatsächlich sofort besser mit dem Bußgeldkatalog, sogar in München :D

    Ich habe halt das Gefühl, dass Fahrer von "langsamen" Fahrzeugen oft nicht in der Lage sind, die Geschwindigkeitsunterschiede richtig einzuschätzen. Das merkt man zum Beispiel daran, dass man schonmal vorsichtshalber nach links zieht (gerne ohne Blinker), wenn am Horizont ein LKW sichtbar wird, und damit den schnellen Verkehr völlig unnötig ausbremst, der ansonsten noch problemlos hätte überholen können. Genauso weigern sich viel zu viele Leute, mal kurz rechts rüberzugehen und die Schlange hinter sich vorbeizulassen, auch wenn zwischen den LKWs ein Kilometer Lücke wäre und niemand, auch nicht der "Langsame", auf die Bremse treten müsste. Ich verlange ja von niemandem, dass er aufs Überholen verzichtet, aber man kann das eben auch so machen, dass der schnellere Verkehr möglichst wenig behindert wird.

    Da hänge ich dann drei Minuten hinter einem Fahrzeug mit 110 km/h fest, bis wirklich auch der letzte LKW in Sichtweite überholt ist, obwohl mir 5 Sekunden zum Vorbeiziehen gereicht hätten. Und am besten bleibt der Schleicher dann nochmal 500 m links bevor er endlich wieder einschert, könnte ja nochmal ein neuer LKW am Horizont auftauchen...

    In solchen Situationen wünsche ich mir eine Aufhebung des Rechtsfahrgebots, dann könnte ich nämlich die Lücke zwischen den LKW problemlos zum Rechtsüberholen nutzen.

    Von Mittelspurschleichern fange ich lieber gar nicht erst an.

    An dem Video sieht man mal wieder, wie Abstände überhaupt nicht eingehalten werden. Irgendwie fehlt den Leuten hierfür das Verständnis. Sieht nicht gravierend aus und den Abstand hält so gut wie keiner richtig ein, darum schreib ich das hier mal rein, dass es mehr Leuten bewusst wird.

    Beispiel am Schluss, Abstand zwischen schwarzen BMW und weißer Audi. Abstand geschätzt ca. 21 Meter. (6 Meter hat eine Linie, 12 Meter der Zwischenraum). erlaubte Geschwindigkeit 60 km/h, also eigentlich müssten es 30 Meter sein. Der weiße Audi fährt aber 78,45 km/h. (da habe ich echt lange gemessen). Er bräuchte also einen Abstand von 39,23 Meter.


    Da er unter 80 km/h war kommt er noch mit 25 Euro davon, über 80 km/h wären das ein Punkt und 75 €.


    Und für die Geschwindigkeitsüberschreitung wären es 30 Euro. Nach dem wieder eingestampften neuen Bussgeldkatalog wären es 60 Euro.

    Ich finde es aber auch sauschwer, das richtig abzuschätzen, ich hab mir vor einiger Zeit auch schon mal einen Punkt eingefangen an einer Stelle, wo ich dank Radio schon wusste dass dort ein Abstandsblitzer steht, den auf der Brücke auch von weitem schon gesehen habe, und daher extra großen Abstand gehalten habe. Im Nachhinein hätte ich mir doch mal das Beweisvideo mal zeigen lassen sollen, da ich mir bis heute noch sicher bin, dass ich mehr als genug Abstand hatte (und ganz bestimmt nicht die angeblichen 40 m oder so bei 150 km/h). War damals leider zu faul, deshalb nach Pasing zu fahren, aber das ärgert mich heute noch. Sollte ich mich wirklich so verschätzt haben, ist es ein Wunder, dass ich meinen Führerschein noch habe.


    Und gerade bei der in diesem Thread besprochenen Baustelle wird häufiger Abstand gemessen, und zwar Richtung München an der Brücke direkt hinter der Baustelle. Also gerade da, wo die Kolonne anfängt wieder herauszubeschleunigen, und man mit entsprechenden PS sehr leicht schon zu schnell für den gegebenen Abstand wird, wenn der Vordermann weniger Gas gibt als man selbst. Da hatte ich auch mal gedacht, sie hätten mich erwischt, ein Strafzettel kam aber nie...


    Allgemein ist es aber gerade auf der Autobahn auch so, dass es völlig unrealistisch ist, auf der linken Spur den vorgeschriebenen Abstand zu halten, weil dir dann ständig jemand von rechts vor die Karre fährt, weil die Lücke ja "groß genug" ist...

    Ich hab die Tage mal die neue Tiefgarage ausprobiert. Der Belag der Ein- und Ausfahrtrampen ist derart uneben, man denkt man sei noch auf einem Provisorium unterwegs, dabei sollten die Buckelpisten eigentlich ihren endgültigen Belag schon haben. Die Garage selbst ist dafür recht geräumig, auch die Säulen sind nicht so bescheuert angeordnet wie in manch anderer Tiefgarage. Schick und praktisch, aber erst mal sehr verwirrend finde ich, dass die Ausfahrt per Kennzeichenerkennung geregelt wird, man also sein bezahltes Ticket beim Ausfahren nirgends mehr reinstecken muss. Beim ersten Mal dachte ich aber, ich hätte umsonst bezahlt, weil die Schranke einfach aufging. Beim zweiten Mal, testweise ohne zu bezahlen, wurde ich dann freundlich auf den Mangel hingewiesen ;-) Da zahlt es sich aus, dass man problemlos nochmal ausscheren kann, und auch ein Kassenautomat direkt neben der Ausfahrt steht.


    Die Kassenautomaten unterstützen sogar kontaktloses Bezahlen, damit auch solche Dinge wie Google Pay, wirklich sehr praktisch. Überall wird Werbung dafür gemacht, dass man bei Bezahlung einen Welcome-Back-Voucher in Höhe von 60 Cent erhalten soll, einzulösen beim nächsten Parken (damit wäre die Sedelhofgarage derzeit die günstigste Parkmöglichkeit in Ulm); das hat bei mir aber zweimal nicht geklappt. Ich hab dann einfach mal per Hilfetaste bei der Aufsicht angerufen und die Vouchers in die Hand gedrückt bekommen. Hoffentlich wird das Problem noch behoben; der Kollege wusste von nichts, also war ich wohl der erste, der sich beschwert hat...


    In der Gesamtschau wird sich dieses Parkhaus wohl als mein Favorit in der City etablieren dank praktischer Zahlmöglichkeiten, geräumiger Parklücken und perfekter Lage, zumindest wenn es weiterhin so schön leer bleiben sollte. Vorher war's das Deutschhaus, wo man eigentlich auch immer einen Parkplatz bekommt (im Gegensatz z.B. zum Rathaus).


    Getrübt wurde das Ganze dadurch, dass es zumindest am Ausgang Albert-Einstein-Platz kein zugängliches Treppenhaus gibt, man also den Aufzug nehmen muss. Der kam erst auf mehrmalige Aufforderung und war dann ziemlich überfüllt, auch mit Bauarbeitern teilweise ohne Maske, was ich schon recht unangenehm fand. Zu allem Überfluss wollte dann die Tür minutenlang nicht schließen; zufälligerweise war auch einer der Aufzugstechniker an Bord, der dann durch beherztes Rütteln und Ziehen das Ding wieder in Gang bekam. Da läuft aber auf jeden Fall noch nicht alles rund. Und ich hoffe, wenn die Baustelle mal fertig ist, dass die Aufzüge dann auch etwas an Tempo zulegen.

    Und a propos Baustelle: das sind die Sedelhöfe noch allerorten. Beim Ausfahren aus dem Parkhaus durfte ich dann auch nochmal einige Minuten warten, bis ein Baustellenfahrzeug die Straße geräumt hat. Da wundert es mich dann doch nicht, dass nicht jeder seine Lebensmitteleinkäufe schon da erledigen will...

    Vermutlich meint er die meist auf Stelzen verlaufende Hamburger U-Bahn (die trotz dieser Tatsache zu den nur vier in Deutschland existierenden echten U-Bahn-Netzen gehört)?

    Man sollte den psychologischen Faktor wirklich nicht unterschätzen. Ich habe in meinem Bekanntenkreis nur Leute, die um eine Größenordnung lieber Tram fahren als Bus, und kann mich auch selbst dazuzählen. Das geht so weit, dass ich vom Pfaffenhau aus lieber hoch zum Energon gehe um da die 2 zu kriegen, als die buchstäblich naheliegende Haltestelle des 5er in Anspruch zu nehmen. Obwohl die beide in ähnlicher Zeit ans gleiche Ziel kommen.


    Busse sind eng, laut, unbequem (die Ulmer Busse ganz besonders, wie sollen da zwei normal gebaute Menschen nebeneinander sitzen können?). Zu Stoßzeiten ist es ein Kampf, sich mit allen anderen durch die paar Türen zu quetschen, wenn man überhaupt hinkommt. Schienenfahrzeuge sind leise, komfortabel und gleiten dahin, und bieten einfach mehr Platz. Und der verkehrliche Aspekt kommt dann noch obendrauf: mit dem 5er bin ich durchaus schon ab und an eine Stunde im Stau auf der B10 oder sonstwo gestanden...

    Dir schwebt also ein "Karlsruher Modell" ohne Einbindung des Kernstadtgebietes vor? Erscheint mir ja eher konträr zum Vorbild, wo es ja vor allem darum ging, die Region direkt mit dem Marktplatz zu verknüpfen ;-) Aber ist ja wie gesagt in Ulm weniger kritisch als in Karlsruhe, weil der Hbf als zentraler Knoten in Laufdistanz zum Stadtzentrum liegt.

    Dennoch natürlich ein interessanter Gedanke, die Orte in der Region durch Wagenmaterial anzubinden, das für innerörtlichen tramähnlichen Verkehr (also dichte Halte, Führung im Straßenraum) geeignet ist, und zwischendrin dann auf DB-Gleisen fährt. Gibt's sowas schon irgendwo?

    Ich denke, bei den Vor- und Nachteilen des Karlsruher Modells scheiden sich die Geister. Dass die Regio-S-Bahnen an jeder Milchkanne halten und bis in die Innenstadt fahren, wird ja vor allem als Vorteil gesehen, immerhin gibt es dadurch auf den meisten Streckenästen einen Takt < 60 Minuten. Klar dauert es länger, aber die umstiegsfreie Reisemöglichkeit hat wohl gerade viele Leute vom Auto zur Bahn gebracht. Es hilft ja auch nichts, wenn man 15 Minuten schneller am Hbf ist, aber dann noch durch den halben Bahnhof laufen muss um dann bei Wind und Wetter nochmal auf eine andere Bahn zu warten, um zum Ziel zu kommen - von der schlechteren Taktung ganz abgesehen. Auf den Ästen, wo eine bestehende Regionalzugverbindung durch das Karlsruher Modell ersetzt wurde, kam es jedenfalls stets zu gigantischen Fahrgastzuwächsen, so schlimm kann's also nicht sein. Zusätzlich gibt es auf den Regio-S-Bahnlinien auch Expresszüge, die nicht überall halten (aber trotzdem direkt in die Innenstadt fahren).


    Über mangelnden Fahrkomfort konnte ich mich eigentlich nie beklagen, da gibt's bei der DB Regio deutlich unangenehmeres Wagenmaterial. Und selbst im Vergleich z.B. mit den relativ modernen Triebwagen der HZL finde ich die Karlsruher Fahrzeuge angenehmer. Zumal es mittlerweile eine neue Generation Zweisystemer gibt, die auf dem Stand der Technik sind.


    Die Bahnsteighöhen waren lange ein Problem, durch den kontinuierlichen Austausch des Fahrzeugparks (insbesondere die Außerdienststellen der alten Berliner Holzschüsseln) konnte man die aber in den letzten Jahren auch vereinheitlichen und so ziemlich alle Bahnsteige mittlerweile barrierefrei ausbauen.


    Das Hauptproblem beim Karlsruher Modell in den letzten Jahren und Jahrzehnten war vund ist or allem die Überlastung der Stammstrecke durch die Innenstadt, weshalb ja auch der Tunnel gebaut wird. Die Fahrzeuge sind deutlich größer als die in Ulm, verkehren oft in Doppeltraktion, und dann hat man zu den HVZ eine gelbe Wand aus 120m-Zügen, die sich im Schritttempo mitten durch die zentrale Fußgängerzone wälzt. Der Tunnel wird das entschärfen, allerdings auch zur Folge haben, dass man nicht mehr von überall her umsteigefrei auf den Marktplatz kommt...


    Für Ulm würde das ganze Konzept, glaube ich, heute nicht mehr umsetzbar sein, nicht nur wegen der in Beton gegossenen Schmalspur und der engen Radien. Da es (derzeit) nur zwei Linien gibt und ein Großteil des ÖPNV durch Busse abgewickelt werden muss, ist ein Umstieg in vielen Fällen trotzdem nötig. Der kann dann auch am Hbf stattfinden. Zumal der Hbf in Ulm deutlich näher am Zentrum liegt, viele Ziele gerade externer Besucher also fußläufig erreicht werden können, als in Karlsruhe, wo der Hbf 2 km entfernt ist und daher fast jeder dort Anreisende eh nochmal in die Tram umsteigen muss.


    Hätte man damals das Fünf-Linien-Konzept umgesetzt und den Busverkehr zumindest im Stadtgebiet weitgehend durch Trams ersetzt, könnte das vielleicht heute anders aussehen.

    Na ja das Karlsruher Model ist für Ulm noch nicht tot, man kann immer noch in Teilbereichen beide Spurweiten verlegen, hat Karlsruhe auch.

    Karlsruhe hat seit den 50ern keine Schmalspurbahn mehr ;-) Das gesamte Netz ist seit Jahrzehnten Normalspur, nur am Ettlinger Tor finden sich noch ein paar Meter Dreischienengleis als Museumsstück.


    Ich vermute, dass in Ulm so einige Gleisbögen und Lichtraumprofile zu eng wären für die breiteren, normalspurigen Fahrzeuge, selbst wenn man flächendeckend die Schienen nochmal rausreißen wollen würde.

    Ich persönlich würde hier eher auf ein Schienenverkehr, wie in Karlsruhe setzen. Karlsruhe hat eine Art Straßen-/S-Bahn. Fährt also als Straßenbahn durch die Stadt, kann aber auch größere überregionale Strecken fahren. Das klappt sehr gut, weil Sie sowohl normale Schienen de rbahn befahren können, also auch die gleiche Spurweite als Straßenbahn hat.

    Das berühmte Karlsruher Modell, eine Erfolgsgeschichte von der ich selbst über ein Jahrzehnt lang profitiert habe. Hat man sich hier leider damit verbaut, indem man für die Ulmer Straßenbahnen auf Schmalspur gesetzt hat (und das leider auch für die Linie 2 in Beton gegossen hat) - ein Tramtrain-Netz für den Großraum Ulm/Neu-Ulm wäre eine tolle Sache gewesen. Für Dornstadt alleine würde sich sowas, denke ich, nicht lohnen...

    Ich habe die Bäcker in der Heilmeyersteige eigentlich nur in 100m Laufentfernung. Mag ich beide nicht. Kirsamer und weiter entfernt produzierende Betriebe wegen des überflüssigen Transportes über weite Entfernungen nicht. Und den Staib wegen einigen Verkäuferinnen nicht die es nicht so mit der Hygiene haben. Ich schwinge mich dann lieber aufs Rad oder in den Bus und fahre entweder nach Söflingen runter oder in die Ladenpassage am Eselsberg.

    Mein aktueller Bäcker der Wahl ist der Schwarz im REWE unten im Blaupark. Die machen tolle Brote, und tolle Leberkäswecken. Haben aber den Nachteil, dass da oft mal viel los ist, und gerade zu Coronazeiten sind mir die Verhältnisse dort manchmal etwas zu beengt, gerade auch weil die Bäckerschlange werktags mit den REWE-Kunden und Leergutautomatennutzern kollidiert, und sonntags Ein- und Ausgang durch die gleiche schmale Seiteneingangstür gehen - warum man dort dann nicht den Haupteingang mitnutzt für EInbahnverkehr, erschließt sich mir nicht... und Samstag vormittags findet man teilweise nichtmal einen Parkplatz. Der neue Staib ist da deutlich bequemer.

    Was die beiden Bäcker in der Heilmeyersteige (Ecke Virchowstraße) angeht, stimme ich aber zu, die sind beide nicht besonders lecker.

    Ich glaube, an dieser Stelle spielt auch der Durchgangsverkehr eine Rolle - den Berliner Ring passieren viele, die überhaupt nicht auf dem Eselsberg wohnen. Die Filiale liegt verkehrsgünstig, und da biegt man halt auch am Wochenende schnell mal ab, um auf dem Weg zur Schwiegermutter noch ein paar Kuchenstücke mitzunehmen oder ein paar Brötchen für den nächsten Tag.

    Die nette Verkäuferin sprach auch wochenendliche Spaziergänger sowie Krankenhausbesucher an, also von daher... ich kann mir auch gut vorstellen, dass die große Terrasse mit der tollen Aussicht bei gutem Sommerwetter ein Anziehungspunkt werden könnte. Schaumermal... zumindest haben wir tatsächlich ein Brot gefunden, dass wir mögen (wir sind da sehr wählerisch), also war ich nicht zum letzten Mal dort.

    Zieht bestimmt am Wochenende die Kundschaft aus der Umgebung an. Am neuen Eselsberg gibts nur an der Heilmeyersteige einen weiteren Bäcker.


    edit: Da gibts doch noch einen zweiten - auch einen Staib. ggg

    Stellt sich halt die Frage, warum ein Bewohner des Neuen Eselsberges jetzt den Berliner Ring hochfahren (oder -laufen) sollte, um an seine Brötchen zu kommen.

    Für mich als Bewohner des Pfaffenhau V ist das schon eher eine Option; ich habe ansonsten die Wahl, runter zum Blaupark oder zum Kirsamer in der Erhard-Grötzinger-Straße zu gehen. Letzterer taugt nix, und am REWE im Blaupark ist es samstag vormittags schon oft eklig voll...

    Ulm Nord ist jetzt aus Stuttgart und nach München für den Verkehr freigegeben. Auch die Verlängerung des Eiselauer Wegs bis zur L1239 ist fertig. Das Stammhaus der Bäckerei Staib am Eiselauer Weg liegt nun plötzlich direkt an der Ausfahrt und freut sich bereits über Fernfahrer-Kundschaft (mit einem Kaffee-mit-LKW-Special).

    Bäckerei Staib ist seit circa einer Woche offen. Großer schöner Laden mit angeschlossenem Cafe, und zumindest für den Anfang auch sonntags bis nachmittags geöffnet. Unter der Woche hat man ihnen wohl schon vor allem mittags die Bude eingerannt; wie das langfristig im Gewerbegebiet mit Wochenendkundschaft aussieht, wird sich noch rausstellen müssen...

    An der Iller passiert mittlerweile ja auch viel in Sachen Renaturierung, nicht nur um Vöhringen herum. Ich denke, dass das Bewusstsein mittlerweile da ist, nur braucht's halt Geld und Zeit, um einiges wieder ungeschehen zu machen. Natürlich wird es nie wieder zu einem frei mäandernden Fluss kommen, aber zumindest eine vollständige Durchlässigkeit für Fische und große Vogelschutzgebiete entlang des Flusses sind sicher realistisch. In diesem Sinne lohnt es sich übrigens auch, (vor allem im Frühjahr) mal das Nordufer der Donau direkt vor dem Kraftwerk Oberelchingen zu besuchen. Man hat dort mittlerweile einige hundert Meter des Deiches renaturiert und so in ein Vogelparadies verwandelt, das in der Gegend sicher seinesgleichen sucht. Ein Pilotprojekt, das wohl zukünftig weiter ausgedehnt werden soll.


    In Karlsruhe hat man in den letzten Jahren viel für das dortige Flüßchen namens Alb getan. Die Alb war im wesentlichen ein begradigter Kanal, ist mittlerweile zu großen Teilen im Stadtgebiet wieder ein naturnahes Gewässer und wunderschön. Dabei wurde auch viel Grundlagenforschung betrieben, zum Beispiel um Strömungen so zu lenken, dass die Uferbereiche geschützt werden. Das Ergebnis, neben der Rückkehr der Tier- und Pflanzenwelt und der Naherholung für die Menschen, ist eine geringere Strömungsgeschwindigkeit, weniger Erosion und besserer Hochwasserschutz.