Beiträge von Sputnick

    Bei dieser Gelegenheit: Wir sollten ein bisschen darauf achten, nicht zu viele Infos aus Zeitungsartikeln abzuschöpfen - nicht, dass wir mal Ärger bekommen.

    Ich denke, Verlinkung der Quelle und Formulierung/Zusammenfassung in eigenen Worten (also mit sehr limitiertem Copy-Paste aus dem Artikel) sollte OK sein? Kann mir ja niemand verbieten, das von mir angelesene Wissen an meine Mitmenschen weiterzugeben - die Zeitungen haben auch mit Bezahlschranke kein Exklusivrecht an der Information, nur an deren Aufbereitung.

    Und wo ich schonmal hier im Thema bin, auch bei den Ampelschaltungen hat sich in den letzten Monaten was getan. Hatten wir glaube ich auch noch nicht im Forum: An den Ampelkreuzungen Albert-Einstein-Allee, Virchowstraße/Schinderwasen und Eselsbergsteige wurden in beiden Richtungen Linksabbiegerampeln eingeführt. Eine wahre Erleichterung für diejenigen, die bislang mit teils halbsbrecherischen Maneuvern versuchen mussten, im Berufsverkehr links abzubiegen. Die Ampeln sind sensorgesteuert und schalten erfreulich schnell auf grün, wenn ein Auto ankommt. Fußgänger müssen nun mit Schalter explizit grün anfordern - als Rechtsabbieger aus dem Schinderwasen kommend hat man nun nicht immer Vorrang zu gewähren, das war etwas ungewohnt.


    Das weiter oben geschilderte Problem mit den Sekunden-Rotphasen ist seit dem Umbau nicht mehr in meinem Beisein aufgetreten.

    Dann buddele ich diesen Thread mal wieder aus, weil ich nichts passenderes gefunden habe. Hatten wir wirklich keinen eigenen Thread für die letztes Jahr erfolgte Sanierung des Berliner Rings zwischen den beiden Einfahrten zur Eselsbergsteige?


    Hier geht es jetzt jedenfalls weiter, dieses und die nächsten beiden Wochenenden wird der Belag zwischen der oberen Einfahrt Eselsbergsteige und der Wilhelm-Runge-Straße unter Vollsperrung saniert, jeweils von 20 Uhr freitags bis 5 Uhr montags. Eine Umleitung von Norden kommend scheint über die Wilhelm-Runge-Straße eingerichtet zu werden - aber wohin denn bitte soll die führen? Macht der Daimler auf bis zur Albert-Einstein-Allee? Eventuell geht's aber auch abschnittsweise, so dass zunächst das Stück bis zur Albert-Einstein-Allee gesperrt wird, und man über die Lise-Meitner-Straße umleiten kann... ich bin gespannt.


    Noch ist alles offen, aber schweres Gerät ist bereits angerückt und am oberen Ende des Schinderwasens geparkt, Schilder und Warnbaken stehen bereit, einiges ist auch schon markiert. Da wird man in wenigen Stunden dann wohl Akkordarbeit schieben. Ich hoffe, dass das für morgen angesagte Sauwetter den Bauarbeitern keinen Strich durch die Rechnung machen wird...

    Laut Insolvenzverwalter "habe die Insolvenzanmeldung keine akute Ursache, sondern sei aufgrund eines „nachlaufenden Liquiditätsproblems“ aus dem Jahr 2019 notwendig geworden. Damals habe es ein Problem mit einem externen Partner gegeben. In der Folge habe viel investiert werden müssen. Das habe eine „Kettenreaktion“ verursacht, Folge: Im ersten Halbjahr 2021 verzeichnete das Unternehmen Umsatzrückgänge. Und die waren offenbar nicht mehr beherrschbar."


    Der Neubau gehört davon abgesehen der UWS, Scanplus ist bislang auch noch nicht dort eingezogen. Ob sie jemals einziehen werden, oder ob das Gebäude einen anderen Ankermieter erhalten wird, steht wohl noch in den Sternen. Teile der Bürofläche waren ohnehin schon von Anfang an für andere Mieter vorgesehen, auch der für Scanplus vorgesehene Teil sei ein "klassisches Bürogebäude" und könne daher auch an eine andere Firma vermietet werden - wenn es denn in der heutigen Zeit überhaupt noch Bedarf dafür geben sollte.

    Jetzt sind sie insolvent! Doch mit dem Bau übertrieben, wie einst IT Informatik? Letztere gibt es nicht mehr.

    Kam wohl sehr plötzlich. Liquiditätsschwierigkeiten durch Umsatzrückgänge „aufgrund von Projektverzögerungen, die nicht im Verantwortungsbereich des Unternehmens lagen“. Insolvenz in Eigenverwaltung, d.h. wenn die Sanierung erfolgreich ist oder ein Investor gefunden wird, geht's weiter mit der Firma, wenn ich das richtig verstehe.

    Der Abzweig (alt) von B10 in die Breitenhofstraße ist ja schon seit ein paar Tagen komplett gesperrt, nachdem man die Wochen davor noch um die Absperrung rum zum Recyclinghof und zur Gärtnerei fahren durfte - beides ist seitdem (ausschließlich) aus Finningen erreichbar, seit heute ja vermutlich auch über die neue Ausfahrt. Die B10 in Fahrtrichtung Nersingen ist ebenfalls seit ein paar Tagen auf die nördliche Brückenseite verlagert worden. Am Ende der Breitenhofstraße ist auch schon schweres Straßenbaugerät aufgefahren. Man wird also wohl sehr zeitnah damit beginnen, die südliche Fahrspur der B10 in diesem Abschnitt in den Endzustand zu versetzen - bislang ist die Auffahrt auf die Brücke ja nur provisorisch asphaltiert, und auch die Höhenlage entspricht noch nicht dem Endzustand.

    Die Breitenhofstraße liegt gut im Zeitplan, ist mittlerweile fertig asphaltiert und auch die neue Auffahrt zur B10 nebst nun verkehrsbeinselter Einmündung in Richtung Recyclinghof ist fertig. Von der Gärtnerei aus gesehen kann man sich gar nicht mehr vorstellen, dass es da vor zwei Wochen noch geradeaus weiterging, da die Straße nun eben einen harmonischen Bogen in Richtung B10 nimmt, der gleichzeitig aber auch knapp hinter der Gärtnerei bereits aufwärts geht, so dass selbst die frühere Sichtachse nicht mehr vorhanden ist.


    Es fehlen noch Markierungen, Begrenzungspfosten und Beschilderung. Das sollte bis zum geplanten Eröffnungstermin nächste Woche machbar sein. Lustigerweise kennt mein BMW-Navi die neue Auffahrt schon und zeichnet sie (richtigerweise) als derzeit gesperrt bereits in die Karte ein.


    Was mir aufgefallen ist: Die neuen Schotterstreifen entlang der Straßenränder haben einen sehr ungewohnten Farbton. Nicht kalkweiß mit Gelbstich, wie sonst überall in dieser Gegend üblich, sondern irgendwie bräunlich-orange? Frage mich ja, wo sie das Material herhaben und warum man das gewählt hat...

    Ich wäre etwas ratlos als Stadt, was zu machen ist, außer die Müllauffangkapazität zu erhöhen.

    Da ist man wohl mittlerweile in Karlsruhe schon etwas weiter, hatte ich gar nicht auf dem Schirm, da ich nur noch selten dort bin. Inzwischen melden die Unterflur-Müllcontainer wohl automatisch, wenn sie voll sind, so dass sie bedarfsgerecht geleert werden können, zumindest gab es 2017 einen entsprechenden Feldversuch. Inwieweit das mittlerweile flächendeckend umgesetzt worden ist, entzieht sich meiner Kenntnis.

    Am Hbf in Karlsruhe komprimieren solarbetriebene Müllschlucker den Müll auf ein Fünftel seines Volumens, und befördern ihn dann in 120-Liter-Tonnen, die ebenso automatisch melden, wenn sie geleert werden wollen. Unfassbar, was da mittlerweile für ein Aufwand betrieben werden muss...

    Sputnick Ich denke auch, dass die formulierte Kritik abseits von geschmacklicher Fragen durchaus treffend ist. Jedoch muss man sich vergegenwärtigen, was häufig alternativ gebaut wird. Schau auf Dim Dims vorletztes Bild, das Gebäude Ecke Frauenstraße. So wird stattdessen dann gebaut, wenn nicht durch Bebauungspläne eine Dachgestaltung vorgeschrieben wird. (Ich weiß an dem Gebäude Richtung Frauenstraße schließen dann noch Giebel an) Das ist vollkommen austauschbar und kann so in jeder Stadt stehen. Die Giebelhäuser könnten definitiv noch mehr Originalität aufbringen, so werden beispielsweise in Lübeck nicht unähnlich Giebelhäuser errichtet. Da würde der Dachüberhang schon helfen, den es im Norden nicht gibt. Oder eventuell sogar überkragende Stockwerke? Sowas sieht man nun wirklich nicht häufig heute in modernen Bauten.

    Ja, ich bin auch eigentlich voll für moderne Giebelhäuser, weil ich die ganzen Kuben, Kästen und was sonst so in die Innenstädte gerotzt wird auch nicht mehr sehen kann. Es ist ja auch in gewisser Weise eine Ulmer Spezialität. Ich ärgere mich nur, dass man mit wenig Aufwand das ganze einfach noch viel schöner und abwechslungsreicher gestalten könnte, wenn man nur wollte.


    Ich erinnere mich noch, als ich im Jahre 2011/2012 neu zugezogen bin, wohnte ich eine Zeit lang in der Fischergasse 20. Ein paar Häuser weiter Richtung Donau, an der Ecke zum Saumarkt, wurde zu der Zeit ein neues Haus errichtet (ich kann mich auch noch an die archäologischen Vorarbeiten erinnern). Als der Rohbau dann die Giebelhöhe erreicht hatte, habe ich zum ersten Mal bewußt diese Bauform wahrgenommen, die ich ja aus Karlsruhe überhaupt nicht kannte. Ich fand das sehr faszinierend, auch mit dem Doppelgiebel und mit dem vermutlich historisch bedingten Knick in der Südostfassade. Ich erinnere mich noch gut, wie ich sehr darauf gespannt war, wie man diese Giebel wohl am Ende in Szene setzen würde, und mich darüber gefreut hatte, dass man wohl einen Neubau in den Flair der Altstadt einpassen wollte.

    Das Ergebnis war dann eher niederschmetternd, weil der fertige Kasten mit seiner weißen Fassade, den großen, dunklen Fenstern als Kontrast und den nicht vorhandenen Dachüberhängen (meiner Meinung nach, natürlich) so ganz und gar nicht ins Ensemble passt, und auch heute noch wie ein Fremdkörper wirkt. Auch da hätte man aus der schönen Grundform in exponierter Lage so viel rausholen können durch eine passende Fassadengestaltung und einer Dachtraufe, die zur Umgebung passt.


    Klar, besser als ein Nullachtfünfzehn-Kubus. Aber ich werd einfach nicht warm mit der Ästhetik.

    Gegen überquellende Mülleimer könnte man diese im Boden versenkten großen Müllkästen installieren, wodurch im Straßenbild es weiterhin wie einfache Mülleimer ausschaut. Da braucht es jedoch zur Leerung immer diese Müllautos mit Kranarm.

    Die Dinger hat man schon vor vieien Jahren in der Karlsruher Fußgängerzone aufgestellt. Überirdisch ein normaler, stadtbildtauglicher Mülleimer, untendrunter viel Raum. Geleert werden die frühmorgens von relativ kleinen Fahrzeugen, bin mir aber nicht sicher ob die das per Kran oder per Saugarm machen. Neben den Mülleimern ist jedenfalls eine aufklappbare Serviceöffnung im Boden eingelassen.

    Trotzdem gibt es zu bestimmten Zeiten an neuralgischen Punkten eine Müllflut, wie reinhold ja auch sagte, werden einfach unfassbare Mengen an Müll durch die ToGo-Seuche produziert. Man muss ja froh sein, wenn die Leute den Verpackungsmüll dann zumindest um die vollen Mülleimer stapeln, statt ihn einfach irgendwo liegenzulassen.

    Wie ich vor längerer Zeit in einem anderen Thread schonmal gesagt habe: Ohne Dachüberstände sieht das einfach so richtig unpassend, fast steril aus. Mit wenig Aufwand könnte da große Wirkung erzielt werden, wenn man einfach das Dach auf allen Seiten etwas auskragen ließe und so ein "traditionelles" Erscheinungsbild erzeugen würde. Dazu würden dann die modernen Fassaden, wie sie sind, auch so richtig gut passen.


    Aber diese glattgebügelten Dinger... nee, nix für mich.

    Ich würde nicht so vorschnell an deiner Stelle urteilen.

    Nur um das noch klarzustellen: Ich wollte hier kein Urteil fällen, auch nicht über die Idee, die B10 zu unterbrechen. Ich fände das selbst wohl gar nicht so verkehrt. Allein, mir fehlt der Glaube daran, dass diese Diskussion nochmal an irgendeiner der Stellen aufgemacht wird, die über so etwas entscheiden könnten, und ich glaube auch nicht, dass es auf Seiten von Stadt, Land oder Bund irgendjemanden in zuständiger Position gibt, der einen solchen Plan verfolgen oder unterstützen würde. Von daher meine persönliche Meinung (nicht Urteil!), dass die Idee unrealistisch ist, und darauf aufbauend dann der Gedanke, dass man unter dieser Prämisse einer weiterhin vierspurigen B10 eben das Beste rauszuholen versuchen sollte, beispielsweise mit der nun diskutierten Tunnellösung. Nachdem Finn die nochmal visualisiert hat und ich mir das nun besser vorstellen kann, gefällt mir die Idee im Übrigen noch besser.

    Übrigens habe ich heute auch in irgendeinem Artikel zum Thema gelesen, dass bei der letzten Messung vor 10 Jahren nur rund 1% des Verkehrs der B10 wirklich zwischen A7 und A8 abgekürzt hatte, fast der gesamte Verkehr hingegen war Quell- und Zielverkehr in und aus den Städten und in Richtung B311/30. Ich kann nicht sagen, ob es da mittlerweile neuere oder bessere Zahlen gibt, aber zumindest wurde die Diskussion, die B10 als Abkürzung dichtzumachen, in der Vergangenheit schon geführt und die Lage schien eindeutig so zu sein, dass der Abkürzungsverkehr in der Praxis keine Rolle spielt.


    Wie gesagt, hab da nur fix dran vorbeigelesen und finde es jetzt auf die Schnelle nicht mehr wieder, läßt mich aber trotzdem zweifeln, ob unsere Diskussion der Abkürzungsproblematik nicht tatsächlich eine Phantomdiskussion sein könnte. Hat jemand belastbare Daten, die das in die eine oder andere Richtung belegen können?

    Ich sehe an einem Tunnel keine Vorteile.

    Ziel muß es sein den Verkehr in der Stadt zu reduzieren. Den Verkehr, Dreck und Lärm wirst du mit einem Tunnel nicht los, im Gegenteil. Du ziehst damit den Verkehr an weil ein Durchkommen durch die Stadt erleichtert wird. Das sollte für den Durchgangsverkehr nicht das Ziel sein.

    Du erwähnst mehr Verkehr - vielen Dank für deine unfreiwillige Steilvorlage...

    Das sind aber doch zwei völlig unterschiedliche Dimensionen. Ob Brücke oder Tunnel hat keinen Einfluss auf die Verkehrsqualität, wohl aber auf die Aufenthaltsqualität und städtebauliche Faktoren. Sicherlich würde ein Tunnel, gegenüber der heutigen Situation, nicht mehr Verkehr anziehen. Genausowenig wie eine achtspurige Adenauerbrücke. In beiden Fällen bleiben 4 Spuren für den Durchgangsverkehr. Und ein Tunnel würde den Status Quo einer durchgehenden B10 genauso in Beton gießen wie ein Brückenneubau - aber eben auch nicht mehr. Unter der Prämisse, dass die B10 als leistungsfähige Verkehrsachse erhalten bleiben soll, ist der Tunnel (sofern machbar und finanzierbar) daher eindeutig jeder oberirdischen Lösung vorzuziehen, da die städtebaulichen Vorteile ohne anderweitige Nachteile erzielt werden können (zumindest fällt mir keiner ein). Dieser Fall liegt für mich noch sehr viel eindeutiger als die Frage der Spuren auf der Adenauerbrücke, weil ein Tunnel nicht mal mit erhöhtem Flächenverbrauch oder Störungen der Optik einherginge.


    Wenn ich dich aber richtig verstehe, möchtest du weder Tunnel noch Brücke, sondern am Blaubeurer Tor eine Ampelkreuzung mit Bevorzugung des Querverkehrs. Also die Brücke übers Blaubeurer Tor abreißen und den Durchgangsverkehr der B10 komplett unterbrechen, um so die Verbindung unattraktiv zu machen. Das kann man sicherlich fordern, halte ich aber für völlig unrealistisch.

    Bist Du sicher, dass die Brücke noch 20 Jahre halten würde, oder war das gemeint nach einer Sanierung noch 20 Jahre? Weil ansonsten hätte sie eine ganz normale Lebenszeit von 80 Jahren erreicht, wenn sie noch 20 Jahre halten würde, das wäre dann eigentlich nicht überraschend.

    Es heißt, dass die Brücke "in spätestens 20 Jahren ersetzt" werden müsse. Dabei sind die jetzt geplanten "lebenserhaltenden Sofortmaßnahmen" wie die Sperrung der inneren Spuren für LKW und zusätzliche Verstärkungen an den Auffahrten bereits berücksichtigt. Ursprünglich hatte man wohl gehofft, die Brücken sanieren zu können, so dass sie noch wesentlich länger halten, aber nun ist wohl endgültig klar, dass die Brücken nicht sanierbar sind. Dazu kommt noch, dass sie in den 60ern auf ein Zwanzigstel der heutigen Verkehrsmenge und sehr viel weniger Schwerlastverkehr ausgelegt wurden. Ein Ersatzneubau, in welcher Form auch immer, ist also notwendig.


    Der Zeitdruck ist an sich nicht so groß wie bei Gänstorbrücke und Adenauerbrücke, aber wenn man eh einen großen Wurf an der Stelle machen will oder muss, dann wäre es natürlich sinnvoll, das vor der LGS zu tun.