Sanierung, Umbau und Neubauten mit geringer Resonanz

  • Ab nächster Woche beginnen die Dachsanierungsarbeiten am Gebäude Marlene-Dietrich-Str. 1+3 nachdem letztes Jahr bereits das TFU Gründerzentrum Marlene-Dietrich-Str. 5 dran war.


    Habe noch ein Foto gefunden der beiden Häuser zu Zeiten der Amerikaner (Jahr 1953), gut zu sehen sind noch die Einschusslöcher der Geschütze welche noch nicht zugepinselt wurden.


    Die vielen Schornsteine wurden mit der Zeit stillgelegt, im Keller sind allerdings noch alle Anschlüsse vorhanden :)


    Die Wände dieser Gebäude sind übrigens sehr stabil gebaut, Beton kam in kleineren Mengen zum Einsatz, als dies heute der Fall ist. Jede Wand wurde doppelt gemauert ist somit knapp 50 cm breit. Kein Wunder das diese Gebäude Baujahr 1936 noch immer in TOP Zustand sind. Lediglich das Dach mit seltsamer Styropor-Innendämmung der Ami's ist einfach undicht geworden, da die Biberschwänze ihre "Haltenasen" verloren haben und verrutscht oder gar heruntergefallen sind.


    Im Vordergrund der damalige Paradeplatz, heute einerseits Grünfläche mit Brunnen und Sitzgelegenheiten auf der anderen Seite Richtung Heinz-Rühmann-Str. zeigend wurde der Wohnbau realisiert mit einem Bild von Aquarium ein paar Posts weiter oben.


    [Blockierte Grafik: http://www.usarmygermany.com/U…10th%20Inf%20Regt%203.jpg]


    Quelle: http://www.usarmygermany.com

  • Das nenne ich mal Engagement für das Bauforum :D.


    Und danke für das historische Foto und die geschichtlichen Ausführungen. Mir gefällt ausgesprochen, dass hier niemand an den Abriss gedacht hat - Neu-Ulm als ehemalige und mehrfache Kasernenstadt braucht einfach diese Ausweise seiner Geschichte.

  • Hallo Finn,


    vielen Dank für dein Lob :thumbsup:


    Hatte am Samstag noch etwas Zeit und bin mal ganz frech das Gerüst raufgestiegen, ist auch ne tolle Aussichtsplattform.


    Erstaunlich ist eher dass das Dach so lange gehalten hat, auch bei Stürmen etc. war ja nur auf die einfachste Weise eingedeckt.


    Die Dachdeckerfirma ist übrigens AK Dachtechnik aus Gera, die Gerüstbauer kommen aus dem tiefsten Erzgebirge (Aue-Schwarzenberg). Leider sind die Dachdecker nur zu 4, was ich persönlich absolut für einen Witz halte, diese Flächen kann man so nicht zeitsparend und effektiv bearbeiten. Die Frist der Stadt ist Ende Januar und bis jetzt ist noch nicht einmal das ganze Dach abgedeckt und die Unterkonstruktion angebracht.


    Als Dämmmethode wird die Aufsparrendämmung angewendet, zum Einsatz kommen hier Bauder PIR Platten. Das Dach wird dann insgesamt gute 30 - 40 cm höher. Nach innen ist dort leider kein Platz (Lagerstätte der Stadt, Firmen usw.).


    Ich hoffe nur das "unser" Dach ein ähnliches Qualitätsniveau zum Schluss hat, wie es beim Nebengebäude der Fall gewesen ist. Dort waren alle Arbeiten incl. Spengler an Schrapp&Salzgeber aus Bellenberg vergeben worden. Diese waren dann auch fast mit der gesamten Firma (incl. Lehrling, Sekretärin, Hund usw. :D ) vertreten. Diese haben in 2 Monaten das gesamte Dach ordentlich und zügig in Etappenarbeit saniert.

  • Nachdem inzwischen auch schon wieder ein halbes Jahr vergangen ist und die Arbeiter erst vorletzte Woche den Nordwestteil des Daches abgedeckt haben ist nun Mitte letzter Woche wie von Zauberhand die Ostseite schon komplett neu eingedeckt.


    Wie ich im November schon befürchtet hatte ist die Arbeitsplanung und die generelle Systematik der Dachdecker milde gesagt ziemlich für den Papierkorb. Solch eine unkoordinierte Dachsanierung habe ich selten erlebt. Heute wird hier mal ein Hölzchen hingeschraubt, morgen wird dort mal ein Dämmplättchen eingebaut. Übermorgen wird mal wieder ein Dachziegelchen irgendwo aufgelegt. Furchtbar :thumbdown:


    Auch die Arbeitszeit von Montag 12 Uhr bis Freitag 10 Uhr ist ziemlich unmöglich. :pinch:


    Klar wenn man Montagmorgen von Gera erst losfährt ist man erst gegen Mittag hier, Freitags wird dafür schon früh schluss gemacht um rechtzeitig wieder daheim zu sein. Fazit: Gerade mal 3 Tage mit voller Arbeitszeit.


    Übrigens: Neulich als dieser tolle Sturm hier rüber gefegt ist haben die Dachdecker die Aufsparrendämmung mit ordentlich viel Wasser unter der Folie auf das Dach geschraubt. Bin mal gespannt wann der erste Gutachter wieder auf der Matte steht zwecks Schimmelbildung etc.



    Aber das kommt dabei halt heraus wenn man sparen möchte (laut Ausschreibung das günstigste Angebot). Leider war die Terminierung auf Ende Januar gesetzt. Jetzt ist das bestimmt genauso teuer oder teuerer als das Angebot vom Schrapp & Salzgeber. :D


    Bester Witz war aber als ich bei der Stadt mal wieder nachgefragt hatte ob denn die Fenster und die Fassade nach bzw. beim Abbau des Gerüsts wieder gereinigt werden (das Gerüst ist der letzte Mist, da hängt noch der halbe Hausputz und Mörtel vom Vorgänger dran) bekam ich erstmal eine Rückfrage ob die denn dreckig seien :D . Bei uns könnte man inzwischen auch die Rollos unten lassen, das hätte den selben Effekt, nämlich nur eine Mattscheibe 8)


    Alles in allem ziemlich vermurkst ;(


    Grüße vom lärm und dreckgeplagten baufix

  • Die Dachdecker sind inzwischen fertig hatten aber 4 Monate Verspätung.


    Inzwischen ist auch ein Heckmeck zwischen der Stadt und der Dachdeckerfirma entstanden, da diese offiziell eigentlich noch für die Fensterreinigung zuständig gewesen wären.


    Die hatten aber wahrscheinlich ein etwas anderes Verständnis dafür, denn nur den äußeren Fenstersims mit einem kleinen Besen abzukehren kann keine Fensterreinigung sein.


    Und haltet euch fest, eigentlich sind tatsächlich alle Fenster durch das total verdreckte (da war locker ein kompletter Hausputz drauf) Gerüst wie Sandgestrahlt. Durch die Regentropfen und das Spritzwasser wurden die kleinen Steinchen immer gegen das Glas geschleudert und haben jetzt nach einer Standzeit von Mitte September 2014 bis Ende Juni 2015 volle Arbeit geleistet.


    Die Fassade sieht auch schon einem Schachbrett ähnlich, da inzwischen die Kunststoffringe welche immer an dem Stoßkanten der Dämmplatten eingebracht sind durch den weißen Putz scheinen.



    Wenn reinhold vielleicht mal wieder an einem ruhigen Tag ein paar ausdrucksstarke Bilder knipsen könnte wäre dies echt super :thumbup:

  • Habe heute Bilder in Neu-Ulm gemacht. In der Augsburger Straße ist dieser Aufbau fast fertig. Finde sowas oft schwierig mit so aufbauten, passt oft nicht zum alten Unterbau. Bei dem Gebäude musste ich mich auch erst daran gewöhnen. Inzwischen stört mich der Aufbau nicht mehr


    IMAG0066.jpgIMAG0067.jpgIMAG0067.jpg

  • Auch schräg gegenüber tut sich was. Weiß jemand, was genau da geplant ist? Und ein zwei Häuser Weiter wird wohl auch so ein Aufbau auf ein Eckgebäude gebaut. auf einem Eckhaus kann ich mir das gut vorstellen. Auch das Gebäude am Kreisel Bei der Post in Neu-Ulm bekommt eine neue Verkleidung. Das unschöne Grün verschwindet:)

  • Und noch was anderes, so allgemein. Heute bin ich mal von einer Passantin angesprochen worden wegen der Bilder bzw. was ich da mache. Ging es euch bei euren Fotos auch schon so?

    Ich mache meine Fotos meist in Arbeitskleidung. Dadurch komme ich leichter nicht nur auf unsere Baustellen und ich muß keine lästigen Diskussionen führen ob ich da wohl sein darf.
    Ansonsten: Ich beantworte gerne Fragen zur Linie 2, was auch schon öfters von den Anwohnern genutzt wurde.

  • Die Aufstockung sieht sehr schick aus, mit der abgestuften Dachlandschaft. Die Farbwahl der Fassade (ist die auch neu?) ist ziemlich ungewöhnlich, passt aber ganz gut nach Neu-Ulm. Gefällt mir :) .


    Ich noch nie beim Fotografieren angesprochen worden, auch wenn es manchmal ein paar neugierige Blicke gab. Allerdings warte ich in der Regel, bis mir keine Passanten mehr vor die Linse laufen können. Es wäre mir ja auch unangenehm, von einer fremden Person fotografiert zu werden.

  • Das Gebäude hat schon länger diesen Rotton. In Google Maps ist es auch schon Rot, allerdings hat das Erdgeschoss da noch nicht diese graue Farbe und auch das Dach ist beim niedrigeren Gebäudeteil nicht grau wie jetzt, sondern rot.
    In Neu-Ulm gibt es ja in der Innenstadt schon mehrere Gebäude, die so einen ähnlichen Rotton haben.


    Ich schaue auch, dass mir keine Leute vor die Linse laufen. Diese Frau dachte, ich fotografiere in das Lokal hinein. Habe ihr dann erklärt, warum ich Fotos gemacht habe.
    Und einmal ging es mir so, dass jemand dachte, ich hätte sein Haus fotografiert, was ich nicht mal gemacht habe. Er meinte, es gab damals in der Gegend mehrere Einbrüche und daher sei er wachsamer