Bau und Sanierung von Straßen, Wegen, Brücken, Radwegen und Tunneln

  • Auf einer Autobahn ohne Stadt und Industriegebiete, wo man abbiegen kann (Ausfahrten) funktioniert das mit einer Abschnittskontrolle. Was machst du hier mit dem Binnen- und Lieferverkehr? Unzählige Sensorik, um die Sünder zu finden. Schliesslich dürfen Lkw über die B10, wenn sie beispielsweise weiter auf die B28 Richtung Reutlingen, die B311 Richtung Donautal/Ehingen. Alles schon mal diskutiert und wegen des immensen Aufwands wieder fallen gelassen.

    Du hast natürlich Recht, aber möglich wäre das. Wird im Großraum Wien so durchexerziert.
    Mir persönlich ist es auch egal, es macht auf der Stra0e sowieso jeder was er will. Irgendwer wird die Reparatur eh bezahlen müssen. 8)

  • Im März wurde die Brücke über das Blaubeurer Tor in vier Nächten für Notfallreparaturen gesperrt - siehe Meldung in der SWP sowie ausführlich bei der NUZ. Hintergrund waren u.a. gebrochene Mittelträger an der Übergangskonstruktion. Bereits damals war klar, dass die Schäden kurzfristig grundsätzlicher instandgesetzt werden müssen.


    Nun liegt dem Fachbereichsausschuss eine entsprechende Beschlussvorlage der Verwaltung vor. Der Hersteller des Bauteils soll mit der Instandsetzung der Übergangskonstruktion beauftragt werden; die Alternative wäre ein kompletter Austausch, der aber deutlich teurer käme und zu einer mehrwöchigen Vollsperrung führen würde. Die Verwaltung kalkuliert mit Kosten von ca. 350.000 Euro, zzgl. flankierender Aufwände wie etwa für die Öffentlichkeitsarbeit. Das Ganze kann mit Nachtbaustellen gelöst werden.


    Interessant an der Vorlage sind noch die Anhänge mit einer informativen Fotodokumentation der Schäden.

  • Andere Baustelle, paar Meter weiter:


    Marode Brücke: Ulm muss B10-Sperrung verschieben [Schwäbische]

    Zitat

    Es wird eine kleine Baustelle mit gewaltigen Auswirkungen. Doch wann sich Autofahrer in Ulm deswegen auf große Staus einstellen müssen, ist wieder offen. Die Stadt muss die Maßnahme und die dafür nötige Sperrung der Wallstraßenbrücke und der Brücke über das Blaubeurer Tor verschieben. Denn die Baufirma kann den versprochenen Zeitplan nicht einhalten.

  • Gehört gleichermaßen auch in die Threads Sanierungsgebiet Wengenviertel und Sedelhöfe...


    Der Baufortschritt bei den Sedelhöfen und das absehbare Ende der Bauarbeiten ermöglichen jetzt die Planung und Umsetzung der Straßensanierung rund um das Areal. Interessanterweise wird dabei das ungewöhnliche Modell gewählt, dass die Straßensanierung durch den Vorhabenträger der Sedelhöfe ausgeschrieben und umgesetzt wird. Die Stadt und DC Developments teilen sich die Kosten dabei je nach "Betroffenheit". Für die östliche Keltergasse etwa zahlt die Stadt 100% der Kosten, beim Abschnitt Bahnhofstraße West nur 40%; für Abschnitte Keltergasse West und Mühlengasse/Sedelhofgasse übernimmt die Stadt 51%. Details u.a. auch zur Gestaltung lassen der Beschlussvorlage bei der Bürgerinfo entnehmen.


    (Quelle: Stadt Ulm)


    Interessant ist sicherlich auch noch die angedachte Verkehrsführung:


    (Quelle: Stadt Ulm)


    Das ist recht viel Betrieb am Wengenplatz, immerhin 70% der Zufahrten, aber nicht anders zu lösen; ein Linksabbiegen von der Olgastraße ist ja nicht vorgesehen.


    Die Keltergasse wird weiterhin den Straßenverkehr priorisieren, während die anderen Abschnitte verkehrsberuhigt ausgebildet werden. Der Bereich Bahnhofstraße West geht ja nahtlos in den neuen Albert-Einstein-Platz über, was auch der Grund für diese kooperative Lösung ist: Man will eine Gestaltung aus einem Guss. Aber klar: Das gibt ein Stück weit auch die Richtung für die restliche Bahnhofstraße vor. Als Belag wird am Albert-Einstein-Platz Natursteinpflaster zum Einsatz kommen. Optisch wird es deutlich mehr in Mischverkehrsfläche gehen, eine Situation wie heute (wo Fahrbahn und Bürgersteig klar abgegrenzt sind) soll es nicht mehr geben. Natürlich alles vorbehaltlich der Zustimmung des Gemeinderats.


    (Quelle: Stadt Ulm)

  • Nachtrag zur Großaktion der Einhebung der Benzstraßenbrücke über die Südbahn, und damit fürs Protokoll:


    Dieser Monsterkran übertrifft das Münster [NUZ]

    Zitat

    Um eine komplette Brücke anzuheben wurde in der Nacht auf Sonntag so etwas wie die Mutter aller Baumaschinen aufgebaut. 35 Laster karrten die Einzelteile an


    Bahnbrücke in der Benzstraße wieder eingebaut [SWP]

    Zitat

    An der Benzstraße im Industriegebiet gibt es seit Sonntag wieder ein Bauwerk über die Gleise.


    Riesiger Raupenkran setzt Straßenbrücke über Bahnlinie ein [Schwäbische]

    Zitat

    Mehrere Dutzend Zuschauer verfolgten in der Nacht zum Sonntag das Spektakel. Mit dem Kran wurde neben dem Ulmer Industriegebiet Donautal eine komplette Straßenbrücke über der Bahnlinie eingesetzt.

  • Die Leitungsinfrastrutkur verschiedener Straßen auf dem Kuhberg, die bauzeitlich während der Herstellung der Linie 2 als Umleitungsstrecken benötigt waren, sollen in den nächsten Jahren peu à peu saniert werden. Laut Bürgerinfo stehen folgende Arbeiten an:

    • Haßlerstraße: Wasser/Gas-Netzanschlüsse erneuern;
    • Saarlandstraße: Wasser/Gas-Netz und Wasser/Gas-Netzanschlüsse erneuern;
    • St.-Barbara-Straße: Wasser-Netz und Wasser/Gas-Netzanschlüsse erneuern;
    • Westerlinger Straße: Wasser-Netz und Wasser/Gas-Netzanschlüsse erneuern;
    • Königstraße: Wasser-Netz erneuern;
    • Neunkirchenweg: Wasser/Gas-Netz und Wasser/Gas -Netzanschlüsse erneuern.

    Laut Verwaltung sei das dringend erforderlich; der Kanal in der Haßlerstraße etwa sei ebenso stark beschädigt wie diejenigen in der Römer- und Beyerstraße, deren Austausch ja bekanntlich während der Bauarbeiten der Linie 2 erforderlich war. Wenn die Gemeinderäte damit einverstanden sind, geht es 2020 mit der Haßlerstraße los, 2021/22 folgen St.-Barbara- und Westerlinger Straße, im Anschluss dann der Rest.

  • "...Von Osten, also von Neutorstraße oder Olgastraße, geht es über die Wengengasse in die Keltergasse..."

    "...dass verkehrsberuhigte Bereiche angelegt werden, wo möglich, beispielsweise in der östlichen Keltergasse..."


    hmm...wie passend da beide Aussagen zueinander? wollen die tatsächlich eine der beiden Zufahrten als verkehrsberuhigten Bereich ausweisen?

  • Ich glaube, das ist hier vor allem eine Frage der Optik. Der Wengenplatz und die Einmündung Keltergasse/Heigeleshof (bei den Bürgerdiensten) sollen Granitkleinpflaster erhalten, die Keltergasse im östlichen Abschnitt Betonplatten von 30x30 cm. Ich glaube nicht, dass man darüber hinaus künstlich zu langsamer Geschwindigkeit angehalten wird, das dürfte sich von selbst ergeben: Anstehen vor der Parkschranke, Parksuchverkehr, hinter dem Laster herdackeln... eher noch bin ich gespannt, ob die Pflasterung die Lasten aushält. Die Scherkräfte von Reifen schwerer Fahrzeuge, die ein- oder abbiegen, sind nicht ohne.