Stadtgespräche Ulm

  • Wäre schon ein stolzer Preis für den Kauf des Hbf. Wiederum könnte man vieles im Sinne der Stadt umsetzen und müsste nicht die DB überspitzt gesagt bei allem fragen. Sollte die Bahn anfangen mit Sanierungsarbeiten in einer gewissen Größenordnung, würde wohl von einem neuen Hbf nur die beeindruckenden Visualisierungen im Bauforum übrig bleiben. ?(

    Obwohl die Probleme der Welt immer komplexer werden, bleiben die Lösungen beschämend einfach.
    Bill Mollision

  • 50 Jahre Neubau an der Olgastraße: Moderne, sechseckig [SWP+]

    Zitat

    [...]Der Gemeinderat legte sich 1958 nach einer dramatischen Sitzung auf die Olgastraße als Standort fest – und gegen das Valckenburg­ufer. Ein Architektenwettbewerb endete ohne einen 1. Preis, Fritz Schäfer kam dann zum Zuge: zweieinhalb Jahre Planungszeit, 1966 begannen die Bauarbeiten. Feierlich eröffnet wurde das 25 Millionen Mark teure, wabenförmige Theater mit seinem weiß leuchtenden Bühnenturm aus Eternitschindeln am 3. Oktober 1969 mit einem Schauspiel, mit Brechts „Leben des Galilei“.[...]

    Ein kleiner Auszug aus der Baugeschichte Ulms. Ich habe das Gefühl, dass das Theater (auch von mir) als Stadtbaustein zu wenig wahrgenommen und gewürdigt wird...

  • Die Stadtverwaltung hat ein sehr umfassendes Kleingartenkonzept 2035 ausgearbeitet, wie sich der Bürgerinfo entnehmen lässt. Das Konzept besteht aus einer Bestandsaufnahme (Abschnitt A) und einer Entwicklungsperspektive (Abschnitt B).


    Anlass war der Auftrag, Entwicklungsschwerpunkte für die Wohnbauoffensive der Stadt ausfindig zu machen, und entlang der Linien 1 und 2 befindet sich ein erklecklicher Teil der 5.200 Kleingärten in Ulm; wie man im Konzept nachlesen kann, ist Ulm mit dieser Zahl pro Einwohner ziemlich üppig ausgestattet. Ich lese das Konzept aber nicht als Argumentationsleitfaden, wie man die Gärten wegbulldozert - im Gegenteil, da steckt viel Würdigung für die (soziale, ökologische,...) Bedeutung der Gärten für die Stadt und die Stadtgesellschaft drin. Die Zahl der Gärten soll auf dem jetzigen Niveau bleiben, aber anders organisiert werden. In jedem Fall gut, hier nun eine Grundlage zu haben, mit der man arbeiten und mit der man auch Fehlentwicklungen angehen kann.

  • Nachtrag vom Sommer: Ulm hat jetzt auch ein ISEK, ein Integriertes Stadtentwicklungskonzept. Das ist eigentlich bei kleineren Städten und Gemeinden, die noch nie eine strategische Stadtentwicklung modernen Maßstabs durchgeführt haben, gängiger - und tatsächlich ist das Ulmer ISEK auch gar kein neues Konzept, sondern eine Zusammenfassung von allen möglichen Konzepten, die diese Stadtentwicklungsthematik tangieren und (teils schon längst) umgesetzt werden. Dazu gehören etwa das Wohnungsbaukonzept, das Einzelhandelskonzept, der Masterplan Wissenschaftsstadt...


    Insgesamt ist da nichts drin, was wir nicht schon wissen und kennen - aber als Referenzwerk, das den aktuellen Status Quo abbildet und auf das man sich beziehen kann, statt in zwei Dutzend Einzelkonzepten rumzuwühlen, ist das ISEK trotzdem wertvoll.


    Die PDF kann bei der Bürgerinfo heruntergeladen werden (31 MB!). Ob man es auch irgendwo bestellen kann, weiß ich nicht.

  • Kleingärten in Ulm müssen dem Wohnungsbau weichen [SWP+]

    Zitat

    Etliche Parzellen der Kleingärtner in Ulm stehen dem Wohnungsbau im Weg. Es soll Ersatz geben: Ein Konzept bis zum Jahr 2030 weist neue Flächen aus.


    Eingriff aus gutem Grund [SWP+]

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    In der Ulmer Innenstadt sollen etliche Parzellen weichen, um Platz für Wohnungen zu schaffen. Ein Kommentar von Matthias Stelzer zum Konzept der Stadtverwaltung für Kleingärten.

  • Das zentrale Kunstdepot ist eine Schatzkammer im Industriegebiet [NUZ]

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    Seit einigen Wochen ist das neue Kunstdepot in Betrieb, die Regale füllen sich mit dem kulturellen Erbe der Stadt Ulm. Die Kommune lässt sich das 5000 Quadratmeter große Lager Millionen kosten.


    Video: Hier lagern künftig die Ulmer Kunstschätze [RegioTV]

    Zitat

    5120 Quadratmeter: So viel Platz haben die Ulmer Kultureinrichtungen jetzt, um ihre Kunst- und Kulturgüter einzulagern. Das neue zentrale Kunstdepot ist aber weit mehr als nur eine große Lagerhalle.

  • Böllerverbot? Neue Straßenbahnlinie 3? Ulms OB im „Halbzeitgespräch“ mit der SZ [Schwäbische+]

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    Halbzeit für Gunter Czisch: Im November vor vier Jahren wurde er zum Oberbürgermeister der Stadt Ulm gewählt. Der 56-Jährige hat nun noch weitere vier Jahre vor der Brust. Im „Halbzeitgespräch“ mit Redakteur Johannes Rauneker blickt er auf die derzeitige „Baustelle Ulm“ und verrät, ob er den kritisierten Imagefilm der Stadt so noch einmal drehen lassen würde.

    Tangiert mehrere Themen aus unserem Forum, daher hier.


    Bezüglich der Linie 3 bewegt sich Czisch genau auf der Linie, die er bilateral mit Noerenberg vereinbart hat. Alles offen halten, den Neu-Ulmern nicht reinreden. Okay. Die Neu-Ulmer haben nächstes Jahr das Wort :).


    Wenn er seiner Antwort übrigens die Bemerkung vorschaltet, dass er die Regio-S-Bahn für wichtiger hält als eine Linie 3, dann erwarte ich aber auch, dass die Kommunalpolitik in dieser Sache angemessen viel Alarm und Druck macht.

  • ich packe es mal hier rein. In einem Leserbrief zur Bebauung der Kohlplatte spricht ein Bürger am 14.112019 von einem "Obsthof" und dem dazugehörenden Areal als Wohnbaufläche. Kann mir hier im Forum jemand sagen, was und wo dieser "Obsthof" sein soll? Ich bin ja ein Ulmer Kind und beide Großmütter lebten in der Weststadt bzw. Söflingen. Von einem Areal mit diesem Namen habe ich aber noch nie gehört.

  • ich packe es mal hier rein. In einem Leserbrief zur Bebauung der Kohlplatte spricht ein Bürger am 14.112019 von einem "Obsthof" und dem dazugehörenden Areal als Wohnbaufläche. Kann mir hier im Forum jemand sagen, was und wo dieser "Obsthof" sein soll? Ich bin ja ein Ulmer Kind und beide Großmütter lebten in der Weststadt bzw. Söflingen. Von einem Areal mit diesem Namen habe ich aber noch nie gehört.

    Da hat der Leserbriefschreiber schon Recht, allerdings befindet sich das etwas größere Anwesen (5 oder 6 Gebäude) im Zwickel zwischen der Straße nach Harthausen und dem nordöstlichen Eck des Maienwalds.

    Könnte mir schon vorstellen daß man das in der Planung auslässt, genauso wie einige Schrebergärten die mitten im Gelände liegen.

  • Der Schreiber will ja eben nicht, dass das Areal Obsthof verschont wird. Für den Erhalt der Gärten votiert er.


    Tja, alle Gärten werden nicht verschont aber weiter südlich soll Eesatz geschaffen werden. So zumindest in einer frühen Vorplanung vorgesehen.;)

  • Kenne den Verfasser des Leserbriefs nicht und weiß natürlich auch nicht wie dessen Informationsstand ist. Als besonders umfassend würde ich ihn, gemessen an dem was er zum Besten gibt, nicht ansehen. Letztlich ist das auch egal, ich kannte den Begriff für das Gehöft so nicht.