Stadtgespräche Neu-Ulm

  • Ulm und Neu-Ulm benötigen mehr Gewerbeflächen


    Zitat

    Die Wirtschaft brummt, die Einwohnerzahl wächst, und die Konsequenz daraus ist für die Stadt Neu-Ulm: Sie braucht mehr Gewerbeflächen. Firmen wollen sich ansiedeln oder erweitern, die Zahl der Arbeitsplätze soll steigen, aber die Grundstücke werden knapp. „Unser Vorrat an Gewerbeflächen ist erschöpft.“


    In die Runde gefragt: Wo könnte Neu-Ulm Gewerbeflächen generieren, ohne zu viel Fläche zu verbrauchen? Die Stadt will vor allem Brachflächen, leerstehende Gebäude und Baulücken unter die Lupe nehmen.


    Innenstadtnah ist in der Industriestraße noch sehr viel Potential, das man abschöpfen kann und muss. Ist mir schon länger ein Dorn im Auge. Taugt prima als Bürostandort und für Gewerbeeinheiten in Etagenbauten. Weiß jemand, was es mit diesem riesigen Grundstück am Pfaffenweg, beim Aldi, auf sich hat? Hat der ehemalige, riesige Schleckermarkt an der Leibnizstraße eine dauerhafte Nachnutzung? Und wohin sollte Neu-Ulm expandieren, wenn man Großbetriebe ansiedeln will? In der Ecke Schwaighofen/Otto-Renner-Straße gäbe es vielleicht noch einige Flächen, die sich für einen Lückenschluss anbieten würden...

  • Wem das Gelände bei Aldi gehört kann ich nicht sagen. Da standen bis zu ihrem "warmen Abbruch" die ehemaligen Wollhallen, zuletzt belegt mit einem Sammelsurium an Kleinwerkstätten, Autobastlerbetrieben, Kleinhandwerkern usw.
    Im ehemaligen Schleckerland ist zum Teil ein Lager der Getränkehandlung Göbel drin, da hatten wir vor kurzem ne Baustelle. Teilweise auch noch belegt von einem PREMIO-Reifenhandel.

  • Das Grundstück beim Aldi steht, wenn man dem Plakat davor glauben darf, nach wie vor zum Verkauf.


    Zum Thema Allgäuer Ring sind heute sehr gute Leserbriefe in der SWP abgedruckt. So wie User panpikus oben schrieb, werden die rechte Spur-Fahrer thematisiert und der Vorschlag erbracht, dass die rechte Spur nur für die direkte Ausfahrt an der nächsten Ausfahrt leitet. Im Grunde ein Kreisverkehr mit vier Bypässen.
    Der Kommentar von mundm trift den Nagel sozusagen auf den Kopf. Aus Angst vor der linken Spur fahren alle Kraftfahrer Rechts in den Kreisel ein und verschlimmern hier die Situation unbewusst.
    Durch die neuen Warnschilder/lampen werden noch mehr Kraftfahrer auf die rechte Spur verleitet - mit dem eher gegenteiligen Ergebnis als erhofft.


    Vorschlag:
    - rechte Spur nur zum direkten Ausfahren ausschildern
    - alle anderen Kraftfahrer fahren auf der linken Spur ein und können vor ihrer Ausfahrt problemlos auf die rechte Spur wechseln.
    - Sperrung aller Überwege für Fahrradfahrer durch entsprechende Hindernisse.
    - eventuell: Verlegung aller Übergänge um 30-40 Meter weg von allen Ein-/Ausfahrten


    Ich durchfahre den Ring mehrmals täglich und niemals, aber auch wirklich niemals,musste ich drängeln damit ich nicht stundenlang im Kreis fahre. Klar kommt es hin und wieder vor, dass es im Moment des gewollten Spurwechsels nicht möglich ist die Spur zu wechseln, aber wer das nicht innerhalb einer Runde im Ring schafft, sollte den Ring doch bitte gleich meiden. Ein wenig mehr Rücksicht und vorausschauendes Fahren würde viel Gefahr vom Ring nehmen.
    Wenn ich aber sehe, wie manche Fahrradfahrer nach dem Motto "Augen zu und durch" den Kreisverkehr passieren, wird mir Angst und Bange. Der Ring ist nicht neu und die Gefahren bekannt, umso unverständlicher ist es für mich, dass die Fahrradfahrer sich nicht die 5-10 Sekunden nehmen und das Rad an dieser Stelle halt mal schieben. Man muss nicht auf gedeih und verderb den Radfahrern alle Rechte zustehen, wenn es um ihre Sicherheit geht.


    edit
    Einen "Reindrängler" allerdings werd ich nie vergessen. Das war, ich konnte meinen Augen kaum trauen, ein Gelenkbus auf der linken Spur.. :whistling: . Er hat es ohne Unfall durch den Ring geschafft ;)

  • Warum wächst Neu-Ulm so schnell? [NUZ]


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    Sie wächst und wächst und wächst – jedes Jahr ziehen zwischen 500 und 1000 neue Bürger nach Neu-Ulm und sorgen dafür, dass die Stadt rasant auf die 60000-Einwohner-Marke zu geht. Wann sie diese genau knackt, ist eine Frage der Statistik.


    Von der fast-60.000-Zahl muss man wahrscheinlich ein paar Hauptwohnsitze abziehen, die sich hauptsächlich an ihrem Nebenwohnsitz irgendwo anders aufhalten - trotzdem ziemlich knackiges Wachstum. Ich sehe keinen Anhalt dafür, dass es mittelfristig aufhört.

  • Es bröckelt und fault im Paradies [NUZ]


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    Da war so manch Neu-Ulmer Stadtrat dann doch überrascht, als er beim gemeinsamen Spaziergang mit den Kollegen durch den Glacis-Park die Brücken zählte. Ganze zwölf Stück sind es – und eine maroder als die andere, das wurde bei der Führung ebenfalls deutlich. Holz fault und modert vor sich hin, Pilze wuchern, Beton platzt ab und rostet.

  • Sommerloch :wacko:. Vielleicht sollte mal wer Czisch und Rivoir anstupsen, von wegen, wie sie's mit der Straßenbahnlinie 3 (4, 5,... :D) halten...


    Verkehrskonzept: Landkreis Neu-Ulm will alternative Modelle stärken [SWP]


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    Das Auto ist im Kreis Neu-Ulm nach wie vor die klare Nummer eins unter den Fortbewegungsmitteln. Langfristig soll sich dies ändern, sagen die Kreisräte. Derzeit beraten sie über ein neues Verkehrskonzept.


    Erst im April 2016 soll beschlossen, und dann wer weiß wann umgesetzt werden...


    Was könnte hier realistischerweise rauskommen? Ich tippe mal: Druck für die zweite Schiene nach Senden, Druck bei der Regio-S-Bahn mit reaktivierten/neuen Halten (Burlafingen, Gerlenhofen, NU-Offenhausen/Industrie), vielleicht Druck für eine Elektrifizierung für die Strecke nach Kempten runter. Wenn die SWU auch Pfuhl und Offenhausen bedienen darf, können die freiwerdenden Buskilometer weiter draußen im Landkreis eingesetzt werden, um das Angebot zu verbessern. An der Notwendigkeit eines Autos weiter draußen auf dem Land kommt man nicht umhin, aber man kann in mittelbarer Nähe zu Neu-Ulm/Ulm vielleicht attraktive Angebote schaffen, die einen eigenen Wagen oder wenigstens einige Fahrten entbehrlich machen.

  • Neu-Ulm knackt das Sparschwein [NUZ]


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    Die Stadt will im kommenden Jahr 13 Millionen Euro seiner Ersparnisse aufbrauchen und dazu noch neue Schulden machen. Warum das aus Sicht der Verwaltung nötig ist.


    Interessant für uns, weil es um die Sanierung des Parkhauses am Bahnhof geht (ca. 4,6 Mio) geht. Die SPD will vorschlagen, das Parkhaus abzureißen, das Grundstück anderweitig zu nutzen, und die Parkplätze anderswo bereitzustellen. Beim "anderswo" fallen mir eigentlich nur die Parkdecks der Glacis-Galerie ein.


    Abgesehen davon: bei null Prozent Zinsen, besten Prognosen auf der Einnahmeseite und weiterhin stattlichen Reserven darf man sowohl ein paar Euro vom Konto abzweigen wie auch über Kredit finanzieren. Das Geld wird ja nicht verbrannt, sondern investiert und schafft Werte. Über gesteigerte Personalausgaben in der Kinderbetreuung würde ich eine Sektflasche köpfen - alles zukünftige Steuerzahler.

  • Sanierung des Parkhauses wird verschoben [SWP]


    Zitat

    Das Parkhaus am Bahnhof wird vorerst nicht saniert. Die Neu-Ulmer Stadträte wollen Zeit gewinnen und sich mit mehreren Varianten über die Zukunft des Parkhauses auseinandersetzen.


    Interessant, dass neben der zusätzlichen Etage in der Tiefgarage unter den Grünen Höfen (oder einem Parkhaus auf dem Areal :thumbdown: ) auch das LEW-Gebäude angesprochen wird. Sehr viele Plätze sind dort nicht zu schaffen, und auch An- und Abfahrt sind eher knifflig, wenn man das Gebiet etwas verkehrsberuhigen möchte. Aber gut zu wissen, dass da wohl ein Neubau auf dem Plan steht. Ansonsten kann man wohl immer mit dem Management der Glacis-Galerie sprechen... deren Parkdecks müssten auch noch Kapazitäten haben.

  • Doch kein Masterplan für Innenstadt von Neu-Ulm [SWP]


    Mit einem Masterplan wollte die Stadtverwaltung Neu-Ulm die Innenstadt voranbringen. Er ist nun vom Tisch – weil es laut Gutachtern gar nicht so viel zu verbessern gibt. Alles nur eine Frage des Images?

    Aus dem Artikel mitzunehmen: Neu-Ulm wird sich kurz- und mittelfristig dem Donauufer und der Ludwigstraße widmen. Bei ersterem wünsche ich mir eine Gestaltung über den Schwal hinaus -- das Ufer ist lang --, bei letzterem eine Aufwertung des Gebäudebestands entlang eines kleinen Boulevards. Wäre doch nett.


    Das Image der grauen Maus ließe sich doch ganz vorzüglich mit einer fortschrittlichen ÖPNV-Politik bekämpfen :whistling:

  • Wird sie sein müssen, da ist nämlich schon gut abgeholzt worden.


    ***



    Stadt und Bürger streiten weiter um B10-Ausbau [SWP]


    Zitat

    Kommt nach der ausgebauten B 10 auch eine Umgehungsstraße? Ein Dialog zum Thema sollte die Gemüter beruhigen – das Gegenteil wurde erreicht.

    Geht ja ganz schön hoch her. Wenn ich das richtig lese, dann argumentieren die Vertreter der Bürgerinitiative, dass der geplante Ausbau der B10 eine (ähnlich dimensionierte?) direkte Verlängerung zum Autobahnkreuz Wiblingen und damit zur B30/B28 zur Folge haben muss. Damit ist dann wohl, wenn man auf diese Darstellung in der SWP schaut, die alte Vorbehaltstrasse gemeint.


    Nagelt mich nicht fest, aber ich meine, dass die Trasse mehr oder weniger vor kurzem semi-offiziell beerdigt worden ist. Dürfte irgendwo in irgendwelchen Ratsunterlagen stehen, aber durch die furchtbare NU-Bürgerinfo navigiere ich mich sicher nicht... Jedenfalls bestand der Plan irgendwann mal, aber schon durch den kostspieligen Ausbau der B10 auf dem Stadtgebiet -- die dritte große Kreuzung steht ja auch bald an -- ist das Geschichte. Das ist einfach nicht zuschussfähig, kein staatliche Stelle würde eine solche Umgehungsstrecke finanzieren, wenn parallel so viel Geld reingesteckt worden ist. Direkt an einem bestehenden, teils höherwertigen Wohngebiet, und das wäre hier der Fall, würde man eine solche Strecke auch nicht vorbeiführen. Mittelfristig steht außerdem die Erschließung der Ulmer Riedteile für den Wohnbau an. Ich fand die Idee zugegebenermaßen auch mal reizvoll, so als Direktanbindung des Bodenseehighways B30 an das Autobahnnetz, aber kommen wird das nie und das ist vermutlich auch besser so.


    Insofern habe ich keine Ahnung, was das soll. Zum B10-Ausbau selber kann ich nichts sagen, kenne die Gegend zu wenig und kann die Dimensionen des Vorhabens nicht bewerten. (Kann mir aber nicht vorstellen, dass Pfuhler und Burlafinger zur Naherholung an den B10-Rand rausfahren, hehe.)

  • Ich fahre täglich auf der B10 zur Arbeit und zurück. Jeden Morgen und Abend stundenlang im Stop-and-Go zu stehen weil die Straße keine Kapazität mehr hat ist echt ätzend.


    Und ich muss sagen es wird wirklich langsam Zeit die Straße auszubauen, was dort an schon "kriminellen" Fahraktionen veranstaltet wird ist nicht mehr vertretbar. Es gilt tatsächlich das Gesetz des stärksten Motors. Ist ja auch nicht verwunderlich das dies eine der unfallstärksten Straßen auch mit vielen Todesfällen ist.


    Die Leute, welche dort gerade rumheulen von wegen Landschaft etc. tun mir echt leid. Haben die keine andere Sorgen? Drumherum sind doch eh nur 2 Feldwege und ein Streifen der angrenzenden Felder welche dafür verkleinert werden müssen.


    Was jetzt noch fehlt für einen reibungslosen Verkehrsfluss:
    3 Unterführung beim McDonalds
    Ampel an Breitenhofkreuzung weg
    B10 zweispurig bis zum Autobahnanschluss
    Autobahnanschluss auf volles Kleeblatt ausbauen


    Erst dann kann man zügig und vorallem ohne Überholungsselbstmördergefährder von Neu-Ulm Richtung Nersingen/Leipheim fahren.

  • Hallo,


    Ich war an besagter Veranstaltung. Mir kam das ganze so vor, als ob die Bürgerinitiative Pfuhler Ried aus letzter Verzweiflung die Anwohner von Wiley und Ludwigsfeld aufhetzen will, um irgendwie noch den B10-Ausbau zwischen Breitenhof und Nersingen zu kippen. Sogar der Bürgermeister fühlte sich genötigt, anwesend zu sein und hat recht deutlich bekräftigt, dass es einen gültigen Gemeinderatsbeschluss gegen die Querspange gibt. Was in 15 Jahren ist, kann natürlich keiner vorhersagen.
    http://www.augsburger-allgemei…e-geht-um-id37065112.html


    Zur Kreuzung beim McDonalds: Es wird wohl eine Brücke, keine Unterführung:
    http://www.wagner-ingenieure.c…-neu-ulm---guenzburg.html

  • Die CSU hat neben der genannten Anfrage auch von der Verwaltung eine Stellungnahme zu den Planungen der Memminger Straße erbeten. Zur Erinnerung: Die komplette Memminger Straße vom Allgäuer Ring bis zum Kreisverkehrsplatz am südlichen Ortsausgang Ludwigsfelds, wahrscheinlich die wichtigste Nord-Süd-Achse im Stadtgebiet, soll kritisch begutachtet und je nach Befund umgebaut werden.


    Anfrage und Beschlussvorlage der Verwaltung sind in der Neu-Ulmer Bürgerinfo zu finden: Sitzung vom 5. April 2016, TOP 8.


    Die Verwaltung hat die Straße planerisch in drei Teile gesplittet: Allgäuer Ring bis Europastraße -- Europastraße bis Wiley-Süd -- Wiley Süd bis Ortsende Ludwigsfeld. Der mittlere Abschnitt hat 2015 bereit eine Querungshilfe erhalten. Zum Ludwigsfelder Abschnitt wird keine Aussage getroffen; ist wohl auch nicht wirklich dringlich. Ausführlicher wird es beim Abschnitt zwischen dem Allgäuer Ring und der Europastraße:

    Also nur lose Gespräche, die im Q4 mal als Vorschläge auf den Tisch kommen sollen. Immerhin interessant, dass man auch eine straßenbahnfähige ÖPNV-Trasse zumindest diskutiert wird. Müsste dann aber auch analog vom ZUP und irgendwie durch den Allgäuer Ring geführt werden, damit's was Gescheites wird.

  • B10-Ausbau: Frieden ist nicht in Sicht [NUZ]

    Zitat

    Rein formell ist der vierspurige Ausbau der Bundesstraße 10 zwischen Neu-Ulm und der A7 bei Nersingen wieder einen Schritt näher gerückt – der Streit darüber ist aber noch längst nicht beendet. Das wurde in der jüngsten Sitzung im Technischen Ausschuss des Neu-Ulmer Stadtrates deutlich. Dort sprachen sich sowohl Stadtverwaltung als auch die Politiker erneut gegen die geplante Ausbaubreite von 31 Metern aus.


    Kleine Anmerkung/Vorabankündigung: Wir werden demnächst die Forenstruktur etwas überarbeiten und viele Sammelthreads wie auch die etwas kunterbunten Stadtgespräche-Threads durchforsten und sortieren. Noch etwas Geduld!