4-spuriger Ausbau B 10 und Brücke über die Otto-Hahn-Straße

  • Heute Morgen war das Kleeblatt Nord & Süd komplett befahrbar :)

    Jau, gestern mal getestet ;-) Dann fehlen jetzt ja nur noch ein paar Restarbeiten, beispielsweise die Fertigstellung des Mittelstreifens im Bereich des Autobahnanschlusses, bis wir diesen Thread in "Fertiggestellt" verschieben können...

  • Inzwischen hängt der richtige Fahrplan an der Haltestelle. Aber irgendwie wird am Parkplatz nicht gebaut. Soll der erst nächstes Jahr fertiggestellt werden?

    Das nervt etwas.. weil hier seit Jahren auch Baustellenschilder mit Geschwindigkeitsbeschränken stehen. Sieht aus, als hätte man es vergessen.

  • Wie ich schon vor Jahren vermutet habe und meine Besorgnis auch Richtung Stadt und Landtag geschickt habe, hat sich jetzt bestätigt. Durch den Ausbau der B10 zwischen Breitenhof und A7 zu einer 4-spurigen Straße, wurde der Stau jetzt in die Stadt gebracht.

    Es ist eindeutig zu beobachten, dass es auf der Europastraße jetzt zum Stau kommt und schon die ersten Unfälle am Stauende gibt. Meiner Meinung nach wird die Situation schlimmer werden, als besser.

    Für mich gibt es nur folgende Lösungsmöglichkeiten:

    Kurzfristig zur Verhinderung von Unfällen:
    - Installation von Blitzeranlagen am Ende der Ausbaustrecke der B10 (Breitenhof)
    - automatische Abstandsmessungen mit Blitzer auf der Europastraße

    Langfristig:
    - Bau der Ludwigsfelder Spange (Verhindert aber nicht die Stausituation auf der B28)
    - Ausbau ÖPNV zur Entlastung der B28 (hier muss dringend der Quell-und Zielverkehr besser ermittelt werden)
    - Maßnahmen zur Umleitung des Durchgangsverkehrs A7/A8

  • Die Situation ist für Ortsunkundige etwas schlecht. Auch eine Bushaltestelle an dieser Stelle ist meines Erachtens gefährlich. Wenn da ein Bus anfahren will und auf die Straße kommen möchte. die gesamte Region Ulm denke ich leidet auch etwas von der Grenzlage. Wären wir mitten in einem Bundesland, sähe es anders aus. Grenzlagen in dieser Konstellation sind immer etwas schwer für solche Großprojekte. Ich denke erst, wenn die ja doch angedachte Ludwigsfelder Spange kommt, wird sich diese Situation etwas auflösen.

  • Ich sags mal ganz boshaft:

    ES WIRD HALT GEFAHREN WIE BEI DEN GESENGTEN SÄUEN!


    Und zwar nichts anderes ist daran Schuld, da darf sich jeder Betroffene an die eigene Nase fassen.

    Bin ich froh dass ich beruflich aus diesem Hamsterrad draussen bin.

    Ich bin auch der Meinung dass der Bau dieser unseligen "Querspange" endlich ad acta gelegt werden muß! Wo wollen wir die Umwelt noch überall zupflastern?

    Direkt an dieser geplanten Strasse ist entstanden:

    a - die Wiley-Siedlung

    b - eine neues Wohngebiet östlich Ludwigsfeld

    c - westlich Ludwigsfeld bauen wir gerade die Erschließung für ein neues Wohngebiet.


    Wer will in dem Lärm wohnen? Und warum sollen dort die Anwohner Lärm und Dreck der Pendler ertragen?

  • Sehe ich komplett anders.

    Jedoch bedarf es hier einen größeren Tunnel oder Deckelung. Anders wird man es nicht durchbekommen.


    Was sind dir Vorteile:


    - bessere Anbindung Ludwigsfeld und Wiley (Entlastung Memminger Str. im Wiley durch Durchgangsverkehr)

    - Entlastung Schwaighofen durch Durchgangs- und Schwerlastverkehr

    - Entlastung Europastraße

    - Durchgangsverkehr B30 / A7 / A8 Ost aus dem Stadtgebiet


    Deine Punkte:


    a - die Wiley-Siedlung

    Durch Tunnel/Einhausung vom Lärm geschützt / Entlastung Memminger Str.


    b - eine neues Wohngebiet östlich Ludwigsfeld

    siehe Antwort A


    c - westlich Ludwigsfeld bauen wir gerade die Erschließung für ein neues Wohngebiet.


    soll durch Gebäude von Conti lärmschutztechnisch sowieso abgeblockt werden


  • Ja,

    probier das mal.

    Die Anwohner werden das zu verhindern wissen - ich freue mich schon darauf!

    Anscheinend ist es noch nicht durchgedrungen: Die Anwohner wollen das dort nicht mehr!

  • Ja,

    probier das mal.

    Die Anwohner werden das zu verhindern wissen - ich freue mich schon darauf!

    Anscheinend ist es noch nicht durchgedrungen: Die Anwohner wollen das dort nicht mehr!

    Das ist jetzt auch keine sachliche Diskussionsgrundlage. Bei solchen Themen geht es ja auch nicht ausschließlich um die Interessen der Anwohner.

  • Das ist jetzt auch keine sachliche Diskussionsgrundlage. Bei solchen Themen geht es ja auch nicht ausschließlich um die Interessen der Anwohner.

    Um welche Interessen denn dann? Die der Pendler, die 2 Minuten schneller am Ziel sein wollen?

    Das Zupflastern von Landschaft ist eben nicht sachlich.

    Erwartest du da Entgegenkommen?

    So ein Projekt, wie von dir propagiert, wird keine Chance haben.

    Du hältst dich nicht einmal an die ürsprüngliche Trasse sondern zeichnest da einfach mal eine 2km lange Furche mitten durchs Stadtgebiet, nur um dort eine unnötige Autobahn durchzuquetschen.

  • Wow, was für eine sachliche Diskussion. Da ist jemand wohl direkt betroffen, oder?


    Die genauen Details findet man hier: https://www.bvwp-projekte.de/s…G010-BY/B010-G010-BY.html


    Dort im Bundesverkehrswegeplan 2030 wird im Bereich Ludwigsfeld auch von einem Tunnel gesprochen. Auch sieht man hier deutlich die Be- und Entlastungen der Europastraße und Memminger Str.

    Allein die Aussage "Das Zupflastern von Landschaft ist eben nicht sachlich" qualifiziert nicht für eine sachliche, ergebnisoffene Diskussion. Mal abgesehen, dass die betroffene Landschaft keine schutzwürdige Landschaft, wie das Pfuhler Ried ist.

    Und hier geht es nicht um Zeitoptimierung für Pendler, sondern um Verbesserung der Lebens- und Wohnqualität. Wir können es natürlich bleiben lassen, dann sollte man den Straßenbau einstellen, keine neuen Wohn- und Gewerbegebiete mehr erschließen, sondern aus dem Bestand leben. kann man machen,, geht auch für eine gewisse Zeit auch gut.

    Ich hatte die Spange auch als Option oben angedeutet, die Alternative wäre besserer ÖPNV, aber ohh da muss man ja auch bauen und Landschaft "zupflastern". Oder will man die Busse in den selben Stau stecken, denn die Autos und LKWs schon verursachen?

    Kommen wir wieder zur Diskussion, die ich gerade in Steinheim, Pfuhl und Straß erlebe... ICE Neubaustrecke .... Umweltschutz muss sein oder anders gesagt "bauen könnt ihr ja, aber nicht bei mir".

    Was wollt ihr alle eigentlich? Ist der Egoismus mittlerweile das alleine Lebensziel geworden? Geht es nicht darum, die Lebenssituation zu verbessern?


    [Blockierte Grafik: https://www.bvwp-projekte.de/strasse/karten//Karte1/DIN_A4/png_120dpi//Karte1_B010-G010-BY.png]

  • Ich darf mal wieder meinen Klassiker rausholen und um Mäßigung im Tonfall bitten :).


    Vielleicht sehen wir hier gerade ein schönes Anwendungsbeispiel für das alte Bonmot der Verkehrswende - wer Straßen sät, wird Verkehr ernten. Oder auch: Gibt es zu wenig Straße für den Verkehr, oder zu viel Verkehr für die Straße?


    Ich halte es grundsätzlich nicht für illegitim, über die Ludwigsfelder Spange von der B 28 zur B 10 bzw. A 7 zu reden, hielte ein solches Vorhaben aber ebenfalls unter zwei Gesichtspunkten für kritisch:

    • Siehe oben - wer Straßen sät... auch eine solche Verbindung würde eher mehr Verkehr induzieren als den bestehenden Verkehr zu verlagern.
    • Die B 10 im Stadtgebiet Neu-Ulms wurde im Verlauf der letzten Jahre und Jahrzehnte bereits unter Einsatz erheblicher Mittel ausgebaut, darunter mit
      • der Unterführung unter der Memminger Straße,
      • der Unterführung unter der Reuttier Straße,
      • der Überführung über die Otto-Hahn-Straße und
      • dem vierspurigen Ausbau durchs Pfuhler Ried

    Das Nachbarschaftsargument bezüglich Wiley-Süd und Ludwigsfeld klammere ich bewusst aus, weil man NIMBYtum nicht fördern sollte.


    Offen gestanden: Wenn ein solcher (und so teurer) Ausbau immer noch nicht reicht, dann ist das vielleicht einfach so. Ich würde die verfügbaren Haushaltsmittel daher auch lieber in den kraftvollen Ausbau des ÖPNVs stecken - und da haben wir ja mit dem Neu-Ulmer Vorhaben, den ÖPNV vom Landkreis zur Stadt zu ziehen, eine gute Gelegenheit.

  • Ich fand das ich eigentlich ruhig geblieben bin, wenn nicht dann sorry... Aber ich wollte eigentlich eine offene Diskussion starten.


    Prinzipiell bin ich für eine massiven Ausbau von ÖPNV, denn erst dann kann man auch anfangen Straßen in der Innenstadt zu Fussgängerzonen etc umzugestalten. Wobei am Beispiel Berlin sieht man ja, das selbst das nicht so leicht ist (-> Friedrichsstraße)


    Um aber den existierenden Verkehr wegzubekommen, bedarf es nicht nur irgendwelche Buslinien oder eine Straßenbahn nach Ludwigsfeld, da braucht es dichte Takte, schnelle Verkehrsmittel. Ich muss mindestens genauso von Ludwigsfeld ins Donautal, Wissenschaftsstadt oder in die Innenstadt kommen, wie mit dem Auto. Und das erreicht man nur durch eine S-Bahn, Straßenbahnen auf getrennten Strecken und optimal noch eine Ringbahn. Ein Prozess der nicht mal so in 5 oder 10 Jahren umgesetzt werden wird und kann, sondern was Jahrzehnte dauert. Selbst München, was seit bald 50 Jahren eine U-Bahn hat kriegt sein Pendleraufkommen per Auto nicht weg.

  • Alles gut, war ein allgemeiner Aufruf, ein bisschen entspannter an die Sache heranzugehen :).


    Mit Blick auf den von cortauri verlinkten BVWP kann man das Vorhaben einer Ludwigsfeld-Spange nicht ganz von der Hand weisen. Dort steht ja auch unter anderem:

    Zitat

    Die B 10 ist im Raum Ulm/Neu-Ulm in Verbindung mit der B 30 Teil einer bedeutenden Fernverkehrsachse zwischen dem Bodensee (Friedrichshafen) und der A 7 (AS Nersingen). Ziel ist die Schaffung einer durchgehenden autobahnähnlich ausgebauten Verbindung (siehe B010-G020-BY). Künftig soll zudem zur verkehrlichen Entlastung der Stadt Ulm der gesamte Fernverkehr im Zuge der B 311 vom/zum Oberen Donautal bei Erbach auf die B 30 abgeleitet werden (Baurecht vorhanden). Die vorhandene B 10 in Neu-Ulm wird trotz der begonnenen schrittweisen höhenfreien Knotenpunktsausbauten (einspurig im Knotenpunktsbereich aufgrund der örtlichen Verhältnisse) für das künftige Verkehrsaufkommen nicht ausreichend leistungsfähig sein. Durch die geplante Südtangente wird die Reisezeit für den Fernverkehr wesentlich reduziert und gleichzeitig werden die verkehrlichen Defizite in Neu-Ulm beseitigt.

    Die von mir eingeworfenen Ausbauten der B 10 sind in den Überlegungen also schon eingepreist, ebenso die Kritik der Anrainer, der mit der Herstellung eines Tunnels zu begegnen wäre. Trotzdem: Das wären noch einmal gut 63,5 Mio. Euro nach Schätzung von 2014, mit den seitherigen Baukostensteigerungen und mit Blick auf den Zeitraum einer möglichen Realisierung dürften die Kosten mittlerweile dreistellig anzusetzen sein. Ob das dann wirklich so viel hülfe?

  • Mich wundert ja, dass hier am Breitenhof kein Vorhalt geschaffen wurde für den (potentiellen?) Anschluß der B30-Verlängerung. Man müsste ja diesen Bereich erneut vollständig umbauen, zumal die Europastraße dann vermutlich als höhenfreier Anschluß an eine dann Richtung Südwest durchgehende B10 ausgeführt werden müsste - wäre da überhaupt noch Platz für die dann notwendigen Rampen etc. vorhanden, angesichts der neuen Brücke über dem Kreisverkehr?