Mobilität und Infrastruktur

  • Das Verkehrsministerium lässt 41 stillgelegte Bahnstrecken auf ihr Reaktivierungspotential überprüfen. Aus der Region betrifft das zwei Verbindungen:

    • Lokalbahn Amstetten-Gerstetten (20 km); aktuell Freizeitverkehr mit historischen Dampfloks in der Sommersaison durch die UEF, daneben Güterverkehr zum ehemaligen Bundeswehrdepot Benzwang
    • Schwäbische Alb-Bahn, Abschnitt Schelklingen-Engstingen (41 km) bzw. Gammertingen-Engstingen (20 km); aktuell vor allem Schüler- und Touristikverkehr mit (historischen) Schienenbussen

    Insgesamt wurden 75 Strecken vorgeschlagen, aber 34 fielen durch die fachliche Prüfung. Die verbliebenen 41 Strecken werden bis Herbst 2020 geprüft, etwa 15 Strecken werden dann weiter verfolgt.


    Ich verstehe nicht ganz, wie ich die Untersuchung der Strecke Schelklingen-Münsingen-Engstingen-Gammertingen einordnen soll. Dort findet ja bereits Schienenpersonennahverkehr im Regelbetrieb statt, der in zwei Stufen ab Sommer und Winter weiter ausgebaut wird, inklusive baulicher Tätigkeiten wie Bahnsteigerhöhungen. So oder so, schön wäre es, wenn sich dadurch ein Argument mehr für einen durchgehend zweigleisigen Ausbau der Strecke Ulm-Blaubeuren-Schelklingen ergäbe.


    Amstetten-Gerstetten ist immerhin nicht durch die fachliche Prüfung gerasselt, aber ich kann mir einen Regelbetrieb hier nur bedingt vorstellen. Es wäre investiv viel zu leisten, und die Unterwegshalte wie Stubersheim, Schalkstetten oder Waldhausen haben niedrige dreistellige Einwohnerzahlen. Außerdem müsste, bis die Ortsumfahrung der B 10 (in welcher Form auch immer) realisiert wird, eine Bundesstraße regelmäßig gequert werden. Gerstetten mit seinen ca. 12.000 Einwohnern täte ein Bahnanschluss gut, das in jedem Fall.


    Mich würde noch interessieren, welche die 34 Strecken sind, die nicht weiter verfolgt werden. In dieser Liste vermisse ich zum Beispiel die immer mal wieder diskutierte Neubaustrecke Erbach-Ehingen, auch wenn sie aktuell nicht verfolgt wird. Immerhin, 2018 hat der Regionalverband noch bei der Gemeinde Öpfingen auf die Bewahrung einer Freihaltetrasse gepocht. Und auch jetzt ärgert es mich noch, dass in Geislingen die Stichstrecke der Tälesbahn zum innenstädtischen Bahnhof Altenstadt zurückgebaut wurde. Das wäre ein feiner Haltepunkt für die Regio-S-Bahn gewesen...


    Nebenbei: Rund um Strecke Amstetten-Gerstetten gibt es bei den UEF und beim Betreiber des Sand- und Kiesdepots ganz schön viel Tumult: 1, 2.

  • Ein paar Fotos von mir zum heutigen Aktionstag "Ohne Auto Mobil".

    Die historischen Fahrzeuge Tw1 + Bw65 fuhren ab 10 Uhr ab Kuhberg 3 Kurse auf der Linie 2 mit.

    Trotz später einsetzendem Regen waren die Fahrzeuge gut besucht und alle freuten sich wirklich über die bunten Farbtupfer im Strassenverkehr. ;)

    Wir hatten auch etwas Werbung in eigener Sache betrieben um die Fahrzeuge des UNF (Ulmer Nahverkehrsfreunde) etwas mehr im Stadtbild zu zeigen und bekannter zu machen.



    Endhaltestelle Kuhberg



    Endhaltestelle Science Park

  • Es geht endlich weiter:

    Kurt-Schumacher-Ring wird von Freitag Abend bis Montag Morgen von uns gesperrt und der Fahrbahnbelagerneuert. Die Vorarbeiten haben begonnen.



    Am Wochenende wird ein Teilstück des Kurt-Schuhmacher-Rings (K9915) in Ulm gesperrt. Für Autofahrer bedeutet die Sperrung Umwege und eine erhöhte Staugefahr auf der Tangente, Straßenbauern und städtischen Tiefbauingenieuren steht ein arbeitsreiches Wochenende mit einem eng getakteten Zeitplan ins Haus.


    https://www.ulm-news.de/weblog…-Rings_wird_gesperrt.html


  • Und die Fußgängerbrücke beim Fort Oberer Kuhberg wir auch eingesetzt, zumindest lt. SWP. In diesem Bereich ist der Oberbelag schon erneuert. Wo macht ihr dann dicht?

    Die Baustelle fängt am Egginger Weg an und setzt sich da fort wo der neue Belag schon liegt. Da ja die Brücke eingehoben werden soll ist von Norden her an der Jörg-Syrlin-Straße Schluss.

    Wie es südlich läuft habe ich noch keine genauen Infos.

  • Die Baustelle fängt am Egginger Weg an und setzt sich da fort wo der neue Belag schon liegt. Da ja die Brücke eingehoben werden soll ist von Norden her an der Jörg-Syrlin-Straße Schluss.

    Wie es südlich läuft habe ich noch keine genauen Infos.

    Noch ein kleiner Input von mir:

    Im Norden wird die Kreuzung Egginger Weg ausgespart, da die bei der Erweiterung/Umbau vor einigen Jahren neu asphaltiert wurde. Gesperrt ist sie trotzdem wegen der Einhebung der Brücke am Fort Oberer Kuhberg.

    Am Südende wird bis über die Kreuzung am Recyclinghof asphaltiert wo der neue Belag von der Brücke kommend endet. Dort wird angesetzt. Kreuzung Grimmelfinger Weg wird komplett mitgemacht.


    D.h. es wird komplett gesperrt zwischen Jörg-Syrlin-Straße im Norden und der Einmündung Daimlerstraße im Süden. Die Brücke über die B311 ist nicht befahrbar.

  • (Meine Antwort führt weit weg und ist hier besser aufgehoben)

    Hmm... die Bahn haut ja regelmäßig Pläne raus. Nach meinem Empfinden ist da viel Aktionismus dabei, um die Deutungshoheit im Diskurs wieder etwas mehr auf die eigene Seite ziehen und ihrerseits etwas Gegendruck auf den Bund aufbauen zu können, von dem sie ja regelmäßig auf die Mütze kriegt. Ein Aus- und Neubauprogramm für Bahnhöfe wäre auf jeden Fall zu begrüßen und in jedem Fall zustimmenswert, aber implizit schwingt da immer der Halbsatz hinterher, "... wenn wir das Geld vom Bund dafür kriegen.".


    Was den eigentlichen Schienenverkehr angeht, ist momentan eher der "Deutschlandtakt" des sogenannten "Zukunftsbündnis[ses] Schiene" maßgeblich, siehe die Seite beim Bundesverkehrsministerium. Da steht schon viel drin, was die Bahn hier zuletzt forderte. Ulm ist da als 15/45-Knoten (also regelmäßiger Anschluss zu den Minuten 15 und 45) mit zusätzlichen Halten zur vollen Stunde verplant, siehe S. 22 im 2. Gutachterentwurf.


    Ich hatte mich da mal vor einem Monat eingelesen, aber nichts dazu hier geschrieben, weil ich ehrlich gesagt nicht den ganz großen Sinn hinter diesem Takt sehe und welche nennenswerten Änderungen er für Ulm brächte. Selbst, wenn er eingeführt würde: Irgendwo kommt immer etwas aus den Fugen, und enge Umsteigebeziehungen sind für Personen mit eingeschränkter Mobilität schwierig bis gefährlich. Lieber wäre mir ein extensiver Ausbau in der Breite, mit Fokus SPNV und Schienengüterverkehr, und genügend Mittel für die Instandhaltung der Infrastruktur und des rollenden Materials.


    Sollte mit diesen Plänen doch irgendwann ein Aus- oder Neubau von Strecken einhergehen, fände ich neben dem Lückenschluss Erbach-Ehingen vor allem interessant, die Brenzbahn ausgebaut zu sehen, für eine IC-Verbindung vom Bodensee über die elektrifizierte Südbahn nach Nürnberg, mit Ulm und Nürnberg als TGV/ICE-Knotenpukte für die Ostalb und Oberschwaben.

  • Noch was zu den Trambahnlinien.

    Der Knoten am Theater wird gesperrt:


    Sperrung am Theater wegen Gleisbauarbeiten im August und September


    Ulm bekommt eine Baustelle mehr: Im August und September wird das Gleisdreieck Olgastraße/Neutorstraße/Wengengasse gesperrt. Autofahrer müssen mit Behinderungen rechnen.


    Quelle SWP: https://www.swp.de/suedwesten/…wengengasse-32303199.html


    Meiner Meinung nach etwas tendenziös geschrieben mit dem angeblichen Chaos für die Autofahrer:

    Die drei Termine 18.8., 25.8. und 1.9. sind allesamt Sonntage.

    Vielleicht sollte man den Mitarbeiter der Baufirmen und Stadtwerken etwas mehr Respekt zollen daß so was am Wochenende gemacht wird.

    Stattdessen wird wiederholt nur rumgenölt wie schlimm das alles sei...


  • Ohnehin bemerkenswert, mit welcher Selbstverständlichkeit Nacht- und Ferienbaustellen eingefordert werden. Die haben zwar ihre sachlichen Gründe, und auch in anderen Jobs arbeitet man im Schichtdienst oder nachts, aber der enorme körperliche Einsatz auf solchen Baustellen sollte schon gewürdigt werden.

  • Zur Info:

    Am kommenden Wochenende, zwischen dem 6.9. und 9.9. wird die Westtangente (Kurt-Schumacher-Ring) abgefräst und neu asphaltiert.

    Die Vollsperrung befindet sich zwischen der Kreuzung Jörg-Syrlin-Straße und der Brücke über die Harthauser Straße. Beide dort befindlichen Abfahrten sind voll befahrbar.


    Mehr Infos folgen noch!

  • Zur Info:

    Am kommenden Wochenende, zwischen dem 6.9. und 9.9. wird die Westtangente (Kurt-Schumacher-Ring) abgefräst und neu asphaltiert.

    Die Vollsperrung befindet sich zwischen der Kreuzung Jörg-Syrlin-Straße und der Brücke über die Harthauser Straße. Beide dort befindlichen Abfahrten sind voll befahrbar.


    Mehr Infos folgen noch!

    Noch ein paar Infos zur Sperrung:


    https://www.swp.de/suedwesten/…de-gesperrt-33119142.html