Abriss, Neubau Abt? | Münsterplatz

  • Abt zieht vom Münsterplatz weg – Sanierung oder Neubau des Gebäudes? [SWP]

    Zitat
    Das traditionsreiche Haushaltswarengeschäft Abt verlässt den Münsterplatz und zieht in die Hirschstraße. Zumindest vorübergehend. Ob das Abt-Stammhaus abgerissen oder nur kernsaniert wird, ist offenbar noch nicht klar.


    Kommentar zum geplanten Abt-Umzug: Operation im Herzen der Stadt [SWP]

    Zitat

    Kein Abt mehr an der Ecke Platzgasse/Münsterplatz. Daran werden sich die Ulmer erst gewöhnen müssen. Und nicht nur sie. Seit Jahrzehnten ist das Haushaltswarengeschäft auch ein Anlaufpunkt für Einkäufer aus dem Umland. Eine Institution des Ulmer Handels. Mit tradierter Strahlkraft weit in die Region hinaus.

  • Nachtrag:


    Das Ulmer Kaufhaus Abt zieht offenbar bald um [NUZ]

    Zitat

    Drogeriekönig Erwin Müller plant eine Veränderung am Münsterplatz. Das Abt-Gebäude wird entweder saniert oder abgerissen und durch einen Neubau ersetzt.


    Abt braucht eine behutsame Erneuerung [NUZ]

    Zitat

    Ein möglicher Abt-Neubau am Münsterplatz wird eine Herausforderung. Dabei ist Fingerspitzengefühl gefragt. Kommentar von Michael Ruddigkeit.


    Zuletzt hat mich ja der Gedanke beschlichen, dass der alte Müller das Grundstück für einen Flagship-Store der Drogeriekette nutzen könnte. Das Müller-Logo am Pendel war nur der Anfang :/

  • Finde ich erst mal gut.

    Es ist ja nun erstmal festgehalten daß die Rückkehr an den Münsterplatz in ein paar Jahren geplant ist.

    So eine traditionsreiche Adresse gibt man nicht einfach auf, auch wenn für Herr Müller nur Zahlen zählen sollten.

    Und die Interimsadresse Hirschstraße finde ich ausgesprochen positiv:

    - Laufnähe zum Stammhaus am Münsterplatz

    - endlich mal ein anderer Warenmix in der Hirschstraße als nur Klamotten und Schuhe.

  • Diese Übergangslösung ist uneingeschränkt zu begrüßen. Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass dieses Sahnegrundstück am Münsterplatz im historischen Kontext bebaut wird. Könnte mir an dieser Stelle aber auch ein modernes architektonisches Ausrufezeichen vorstellen. 0815 Architektur hingegen geht überhaupt nicht.

    Obwohl die Probleme der Welt immer komplexer werden, bleiben die Lösungen beschämend einfach.
    Bill Mollision

  • Hmmh....:/ ich denke der historische Kontext ist angebrachter, auch wenn ich eher der Typ für die modernen architektonischen Akzente bin. Das "architektonische Ausrufezeichen" steht mit dem Stadthaus schon. Wie der Bau polarisiert hat und heute noch von vielen kritisch begleitet wird möchte ich mir den Proteststurm der Hüter von Alt-Ulm gar nicht vorstellen, den ein postmoderner Neubau auslösen würde. Aber fraglos darf kein 0815 Bau entstehen. Das würde der exponierten Lage nicht gerecht und eine Auflockerung der uniformen Giebelhäuser am Müpla würde ich begrüßen.;)

  • Wär auch ein toller Standort für ein Museum oder Kunsthaus. Dies dem Herrn Müller zu vermitteln dürfte aber schwierig bis unmöglich sein.

    Obwohl die Probleme der Welt immer komplexer werden, bleiben die Lösungen beschämend einfach.
    Bill Mollision

  • Es ließe sich viel machen... eine öffentliche Tiefgarage wäre hier aber definitiv am falschen Platz. Wengenplatz, Sterngasse und Pfauengasse haben nicht die Kapazität, um einen solchen Verkehr abzuwickeln. Die Aufenthaltsqualität dieser Nebenlagen wäre dahin.


    ***


    Der Umbau in der Hirschstraße hat begonnen – Wie geht es am Münsterplatz weiter? [SWP]

    Zitat

    Investor Erwin Müller schafft in der Hirschstraße in Ulm ein provisorisches Domizil für Abt – wie Anfang der 90er Jahre schon mal für Laumayer. Wie geht es dann am Münsterplatz weiter?

    Der historische Abriss im Artikel ist sehr interessant.

  • Öffentliche Tiefgarage geht überhaupt nicht, da stimme ich Finn voll und ganz zu. Weder Zu- und Abfahrt sind mit ausreichender Kapazität vorhanden als auch der Wert der Fußgängerzone bzw. des verkehrsberuhigten Bereich in der Kernstadt würden damit kaputt gemacht werden. Sollte Müller Wohnungen im Abt-Areal realisieren steht es für mich aber außer Frage, dass er gemäß dem Stellplatzschlüssel eine Tiefgarage für die Bewohner seiner Immobilie errichten darf.

  • Leider zeigt der Wunsch oder die unsensible Forderung nach einer Tiefgarage an diesem neuralgischen Ort, welches Geistes Kind er möglicherweise ist. Auch wenn, ihm nie ein Denkmal gewidmet wird, so könnte er sich mit einem nicht ausschließlich vom Markt getrieben Neubau selbst ein solches setzten.

    Obwohl die Probleme der Welt immer komplexer werden, bleiben die Lösungen beschämend einfach.
    Bill Mollision

  • Sollte Müller Wohnungen im Abt-Areal realisieren steht es für mich aber außer Frage, dass er gemäß dem Stellplatzschlüssel eine Tiefgarage für die Bewohner seiner Immobilie errichten darf.

    Gar keine Frage; ich hoffe, das ging auch aus meinem Kommentar zur Forderung nach einer öffentlichen Tiefgarage hervor.


    Zum Vorhaben insgesamt noch: Was es nun wird oder werden soll, oder wie konkret es aussehen soll, da habe ich keine sehr konkreten Vorstellungen. Akis Idee mit dem Mansardwalmdach hat Charme, weil Mansardwalmdächer immer Charme haben ^^; Spitzgiebel wären geeigneter, um die historische Platzfront zu zitieren. Einzig ein gewisses Volumen würde ich mir wünschen; der Platz verträgt das, er vertrug das auch früher schon.


    Aber die eine Sache ist es, sich z.B. zwischen Dachformen zu entscheiden. Die andere, wie man sie umsetzt. Deswegen wünsche ich mir banal einfach mal nur eine qualitätvolle Architektur.

  • Im April hieß es in einem SWP-Artikel, dass eine öffentliche Tiefgarage zumindest angedacht war:

    Zitat

    Ob Abriss und Neubau oder Sanierung und Umbau: „Die Stadt wird die Pläne aufgeschlossen begleiten.“ Eine öffentliche Tiefgarage unter einem möglichen Abt-Neubau, wie sie einmal im Gespräch war, sieht die Stadt wegen der schwierigen Zu- und Abfahrt durchs Quartier jedoch nach wie vor äußerst kritisch.

    Kann man sich vielleicht wie das Parkhaus in der Frauenstraße/Rosengasse vorstellen, aber natürlich mit einer ungleich schwierigeren An- und Abfahrtssituation. Würde ich so, an dieser Stelle, nicht haben wollen.

  • Über kurz oder lang wird es eh eine Grundsatzdiskussion zum ÖPNV geben müssen.

    Die Stadt sollte künftig statt der Tiefgaragen Millionen den ÖPNV stärken und das Geld in E Mobilität ein dichteres Netz mit einer noch engeren Taktung sowie mehr Komfort stecken. Die Parkhäuser wiederum dürfen künftig gerne kostengünstig in der Peripherie hochgezogen werden. Auch sollte das parken für Pendler und die Benutzung des ÖPNV kostenlos und umlagefinanziert sein. Hier sollten überwiegend die davon profitierenden Arbeitgeber anfallende Kosten zusammen mit der Stadt tragen.

    Obwohl die Probleme der Welt immer komplexer werden, bleiben die Lösungen beschämend einfach.
    Bill Mollision

  • Über kurz oder lang wird es eh eine Grundsatzdiskussion zum ÖPNV geben müssen.

    Die Stadt sollte künftig statt der Tiefgaragen Millionen den ÖPNV stärken und das Geld in E Mobilität ein dichteres Netz mit einer noch engeren Taktung sowie mehr Komfort stecken. Die Parkhäuser wiederum dürfen künftig gerne kostengünstig in der Peripherie hochgezogen werden. Auch sollte das parken für Pendler und die Benutzung des ÖPNV kostenlos und umlagefinanziert sein. Hier sollten überwiegend die davon profitierenden Arbeitgeber anfallende Kosten zusammen mit der Stadt tragen.

    Parkhäuser an der Uni, am Wochenende als Shoppingparkhäuser geeignet, wären eine Lösung, dann auch das projektierte Parkhaus an der Donauhalle/Stockmahd sollte endlich verwirklicht werden.

    Ohne weiteres möglich wäre auch ein Parkhaus an der Endschleife der Linie 2 am Kuhberg, das würde auch die Parkplatzprobleme des Schulzentrum etwas abfedern.

    Das alles gerne auch als Systembauten die schnell hochzuziehen sind und auch wieder abgebaut werden könnten wenn sie nicht mehr benötigt werden sollten.

    Außerdem die generelle Freigabe der städtischen Busse und Straßenbahnen an Samstagen wäre ein erster Schritt zum kostenlosen ÖPNV. Gegenfinanziert durch höhere Parkgebühren in der Innenstadt wäre das alles mal ein Anfang.

  • Ja nun, in der Theorie ist das alles gut und richtig. In der Praxis hängt es davon ab, wie bspw. Shoppingparkhäuser von Kunden aus dem Umland angenommen würden; das bestehende P+R-Angebot der SWU an Wochenenden ist ja nicht eben ein Gassenhauer, auch wenn ich ihn als Beitrag ehrlich schätze. Da bin ich, wenn ich mir den alltäglichen Parksuchverkehr in der Stadt anschaue, etwas pessimistisch. Trotzdem kann man als Kommune nichts anderes machen, als gute Angebote zu schaffen und zu bewerben; die Verschiebungen in den Parlamenten aller Ebenen sollten das ermöglichen können.

  • Ja nun, in der Theorie ist das alles gut und richtig. In der Praxis hängt es davon ab, wie bspw. Shoppingparkhäuser von Kunden aus dem Umland angenommen würden; das bestehende P+R-Angebot der SWU an Wochenenden ist ja nicht eben ein Gassenhauer, auch wenn ich ihn als Beitrag ehrlich schätze. Da bin ich, wenn ich mir den alltäglichen Parksuchverkehr in der Stadt anschaue, etwas pessimistisch. Trotzdem kann man als Kommune nichts anderes machen, als gute Angebote zu schaffen und zu bewerben; die Verschiebungen in den Parlamenten aller Ebenen sollten das ermöglichen können.

    Natürlich wird es immer Innenstadtbesucher geben die solche Angebote ignorieren. Man kann und sollte d zwar auch in der Innenstadt Parkangebote machen, die in Ulm nach Fertigstellung der Sedelhöfe mehr als genügend vorhanden sein werden, aber zumindest preislich unattraktiv machen. Zumindest teurer als die Öffis, oder diese eben kostenfrei machen.