Neubau Hauptbahnhof (Citybahnhof)

  • Da es mit einem Neubau eines Bahnhofsgebäudes wahrscheinlich nichts wird, ist mit gerade etwas in den Sinn gekommen.

    Auf der Visualisierung des Hotel Bahnhofsplatz 7, sieht man, wenn ich es richtig sehe, das Bahnhofsgebäude mit einer Steinfassade.

    https://www.dcdevelopments.de/hotel/bahnhofplatz7.html


    Um das Bahnhofsgebäude „netter zu machen“ könnte ich mir eine Fassade, wie auf diesem Bild ganz gut vorstellen.

    Denke das passt optisch auch gut zu den Sedelhöfen, auch wenn ich es nur auf Bildern sehen kann.

    Aber keine Ahnung was so ein Spass kosten würde.

  • Im Englischen sagt man dazu "putting lipstick on a pig" :whistling:. Vielleicht kann reinhold die Kosten schätzen, und man könnte den Kasten sicherlich aufmöbeln... aber ich fürchte einfach, dass eine Sanierung/Renovierung die Durchbindung der Passage von der Schillerstraße zu den Sedelhöfen unmöglich macht. Das wäre so ein städtebauliches Projekt, das ich mit Zähnen und Klauen verteidigen würde.

  • Im Englischen sagt man dazu "putting lipstick on a pig" :whistling:. Vielleicht kann reinhold die Kosten schätzen, und man könnte den Kasten sicherlich aufmöbeln... aber ich fürchte einfach, dass eine Sanierung/Renovierung die Durchbindung der Passage von der Schillerstraße zu den Sedelhöfen unmöglich macht. Das wäre so ein städtebauliches Projekt, das ich mit Zähnen und Klauen verteidigen würde.

    Ja ich weiß, ein Neubau wäre mit Sicherheit die bessere Alternative, aber ich glaube nicht, dass das Projekt Neubau, auf lange Sicht realisiert wird. Und nach Covid19 erst recht nicht. Da ist zumindest eine Aufmöbilierung „putting a lipstick on a pig“ sicher noch die bessere Variante.

  • Kein Einwand, wenn es keine Alternative gibt, kann man auch eine Sanierung/Renovierung annehmen!


    Ich wäre da aber gar nicht so pessimistisch, dass COVID-19 in diesem Bereich so arg durchschlägt. Es besteht wohl parteiübergeifend Einigkeit, dass der mittelbar durch die Pandemie ausgelösten Wirtschaftskrise mit einem massiven Konjunkturpaket begegnet werden muss, und oft sind das eben auch Infrastrukturmaßnahmen, weil diese relativ gute Multiplikatoren sind. Das ist natürlich reine Spekulation meinerseits, aber wie gesagt, ich sehe das noch etwas optimistischer.

  • Ich mach mal meine Vorstellung rein wie ich es machen würde wenn es keinen Neubau mit U. Verbindung zur Schillerstraße geben soll.

    Eine reine Fasadenänderung mit Steinverblendung und Isolierung wäre mir zu wenig. Kosten je nach Material Naturstein, Werkstein wurde ich sagen 3-4 Mill. Eine Ziegelvariante fur das Hotel max. 2-3 Mill.


    Ich schlage vor, oder mein Wunsch. Generalsanierung, dabei geteilt durch Süd, Hotel und Nord, Verwaltung. Das Hotel Seinfasade mit Klinker in hellem Ton und 1 Stock oben drauf, Höhenanpassung an die Sedelhöfe. Nordseite, Verwaltung 2 Stock oben drauf und schöne helle Natur- Werksteinverkleidung der Fasade. Beide Gebäude mit Boden tiefen Fenster, am Hotel mit Französischen Balkonen wie am Grand E. In Hamburg.


    Die Halle weg und ein Neubau in doppelter Größe. Ca. 15 Meter Erweiterung nach Norden und nach Westen vor bis über den neuen Aufgang der Passage. Das ganze ein wenig höher wie bisher und volle Aluminium Glas-Verglasung wie beim Kunsthaus in der neuen Mitte. Dahinter eine Gallerieartige Fläche mit Stegen und Sitzflächen und Ausblicken zur Halle und zur Ulmer City.


    Also alles in allem 3 große Teile wobei die Halle in der Mitte durch das vorziehen nach Westen groß aber nicht prozig heraus kommt.


    Das innere der dann fast 2 1/2 fachen Halle überlasse ich euch.


    Kosten würde ich schätzen 30 bis 35 Mill. In gehobener Ausführung 40 Mill.


    Bild vom Elisee in Hamburg, tolle Balkone mit Ausenverdunkelung in Stoff und Hochwertigem Werkstein.

    https://photos.app.goo.gl/a9HdMkMGUFqTAwX89

    Sedelhöfe Galerie, klick, Orginalgröße,
    "Die beste Methode das Leben angenehm zu verbringen, ist, guten Kaffee zu trinken." ( Jonathan Swift )

  • Mit mehr Gewerbe- bzw. Büroflächen, könnte man die Bahn ja vielleicht wirklich hinter dem Ofen vorlocken. Gefällt mir also gut was Reinhold sich vorstellt, besonders auch das Aufstocken. Die Zwei- bzw. Dreiteilung der Fassade erschließt sich mir nicht ganz, sie ist ja auch heute ein Grund für dieses verbaute Aussehen. Die Vergrößerung der Halle nach Osten dürfte wahrscheinlich nicht bis zu den Treppen möglich sein, da der Baukörper dann sehr weit hervorsteht, aber vielleicht fehlt mir da die Vorstellungskraft, praktisch wäre es allemal.

  • Weil ich solche Vorschläge etwas immer mit Blick auf die Karte durchdenke, habe ich mir einfach mal erlaubt, über 9000 Stunden in Paint zu stecken und die Idee von reinhold zu visualisieren ^^:


    So ungefähr?


    So eine Notlösung kann man sicherlich diskutieren, falls die Wunschlösung wirklich gar nicht kommen kann. Eine ähnliche räumliche Lösung hat ja wohl auch die Stadtverwaltung im Blick, wenn man nach dem Masterplan geht:


    (Quelle: YouTube / Stadt Ulm)


    Ich habe anfangs mit der Idee gefremdelt, das Bahnhofsgebäude in den Bahnhofsvorplatz einzuziehen - aber je länger ich darüber nachdachte, desto mehr gefiel sie mir. Der Bahnhofsvorplatz ist einfach viel zu groß, weit und offen, ihm fehlt die Geschlossenheit, um überhaupt ein echtes Platzgefühl zu erzeugen. Deswegen habe ich in der Skizze von reinhold oben auch die ZOB-Überbauung eingezeichnet.


    Mit mehr Gewerbe- bzw. Büroflächen, könnte man die Bahn ja vielleicht wirklich hinter dem Ofen vorlocken.

    Das hatten wir im Forum gelegentlich diskutiert, und ich meine gelesen zu haben, dass die Option auch in der Kommunalpolitik auf dem Bildschirm ist. Die Bahn selber ist bei der Immobilienentwicklung eher zurückhaltend, aber möglicherweise offen für ein Geschäft mit der Stadt. Ich halte das allemal für einen möglichen Ansatz, die Stadt hat auch in der Vergangenheit schon Projekte solcher Art gestemmt, ob als eigene Entwicklung (z. B. über die Sanierungstreuhand oder die Projektentwicklungsgesellschaft wie beim Stadtregal) oder über die Konzeptvergabe an einen Investor (wie bei den Sedelhöfen). Größtes Hindernis scheint bei all dem wohl die Bahntechnik im Untergrund des Gebäudes zu sein...

  • Diese Idee von Dir würde mir auch sehr gut gefallen. Allerdings finde ich es schöner, wenn die Fassade fast einheitlich wäre. Am liebsten aus Naturstein und die Halle mit Aluminium-Verglasung, wie von Dir vorgeschlagen. 3 unterschiedliche Fassadengestaltungen, wäre mir persönlich zu viel.

  • Den Ideen von reinhold kann ich viel abgewinnen. Fraglich ist, ob die Steigenberger Gruppe überhaupt und in welcher Form noch am Intercity-Hotel festhalten will. Das Gebäude und Grundstück gehört inzwischen der Stadt. Bestand bleibt, ein Stockwerk höher und die Fassade wird neu gestaltet, wie reinhold vorgeschlagen hat. Die Bahnhofshalle würde komplett "herausgerissen" und durch meinen Lieblingsneubau ersetzt werden. Die Bahnhofshalle des 2.Preises aus dem Citybahnhofswettbewerb von 2010:


    (Quelle: Hähnig und Gemmeke, Tübingen)


    Der Nordbau bis zur heutigen Bundespolizei bleibt und wird wie bei reinhold weitgehend im Bestand aufgestockt und die Fassadengestaltung modern ausgestaltet. Im Hintergrund des obigen Bildes ist schon eine Bebauung auf Höhe des Stegs vorgesehen. Der "schwebende" Neubau der Bahnhofshalle übernimmt die Funktion des Vordachs, welches in der momentanen Gestaltung der Stadt vorgesehen ist. Die Halle insgesamt würde in meinen Überlegungen über Gleis 1 hinweg bis zu Gleis 2 geführt. Damit würde die Vorzeigeschnellbahnstrecke nach Stuttgart den passenden Rahmen im Bahnhof erhalten. Die Unterführung zu den Gleisen wird im Bestand zeitgemäß saniert und vielleicht doch noch ein weiterer Bahnsteig für den Nahverkehr hinzugefügt. Das wäre der Kompromiss in Sachen Leistungsfähigkeit.


    Städtebaulich würde die neue Halle den Bahnhofsplatz fassen und aufwerten. Das Wasserbassin als Platzgestaltung zum Postgebäude und neuen Theaterviertel finde ich einfach super. Hier noch die städtebauliche Planskizze von damals:


    (Quelle: Hähnig und Gemmeke, Tübingen)

  • Zusätzlich zu Wolfes Vorschlag, der mir sehr zusagt, würde ich mir eine durchgehende Ebene -1 von den Sedelhöfen durch die Passage bis zu den bestehenden Bahnsteigunterführungen wünschen. Dann wäre es ohne großen Aufwand möglich mittelfristig die Unterführung zur Schillerstraße hin zu vergrößern, bzw. auszubauen wenn gewünscht.

    In der Ebene 0 (bisheriges Niveau der Bahnhofshalle) könnte man dann eine umlaufende Galerie realisieren, ähnlich wie sie in Hamburg HBF in der Wandelhalle existiert.

  • Toll:) da tut sich was.

    Der Gedanke mit der Vergrößerung der Halle beruht hauptsächlich auf dem Wunsch vieler daß mann aus der Passage direkt in die Halle kommt. So könnte mann die Höhe der Halle mit der Rolltreppe direkt erreichen und würde ohne 2te Ebene nicht im Regen vor dem Bahnhof stehen. Mit einem weiteren Eingang nach Norden könnten dort auch die Taxiplätze ein wernig Windgeschützt ihren Platz

    finden. :)

    Hatte nicht ganz so weit gedacht wie im Bild von Finn, aber auch dieser Vorschlag würde sicher möglich sein.


    Noch zur Nordseite, da würde ich nicht mehr als 2 Stock im Anschluss an das Hauptgebäude gehen. Mit einer niederen Bauweise dort wo das Paketzentrum war und jetzt die Bundespolizei ihren Platz hat sollte sich die Front von Westen aus doch noch ein wenig öffnen wenn der Bunker ;) beim ZUP auch noch kommt. Wir hätten dann auch einen guten Schnitt zwischen Bahnhof und Theaterviertel oder ein wenig Durchlüftung.

    Sehr gut auf Finns Bildvorschlag auch die vorgesehene Achse Bahnhofhallle mit ZUP Bau von Nord nach Süd. So gäbe sich doch die Möglichkeit eines tollen Bahnhofsvorplatzes. Aber

    mit schönen Bäumen zum verweilen. Bitte Säuferfrei. :P

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  • Zusätzlich zu Wolfes Vorschlag, der mir sehr zusagt, würde ich mir eine durchgehende Ebene -1 von den Sedelhöfen durch die Passage bis zu den bestehenden Bahnsteigunterführungen wünschen. Dann wäre es ohne großen Aufwand möglich mittelfristig die Unterführung zur Schillerstraße hin zu vergrößern, bzw. auszubauen wenn gewünscht.

    In der Ebene 0 (bisheriges Niveau der Bahnhofshalle) könnte man dann eine umlaufende Galerie realisieren, ähnlich wie sie in Hamburg HBF in der Wandelhalle existiert.

    Dem steht wohl leider wirklich die Bahntechnik im Untergrund im Weg. Auf Seite 3 dieses Threads wurde das einmal diskutiert - klingt nach nicht lange her, ist aber von 2016 =O. Die Bahn hatte ca. 2014 noch vor, alles, was mit der Bahn zu tun hat (Technik, Sozialräume, Verwaltung,...), in einen dreigeschossigen Neubau nördlich des aktuellen Bahnhofsgebäudes zu verlagern. Dafür lag sogar schon eine Kostenschätzung vor, 13,6 Mio. Euro. 2016 rückte die Bahn wieder davon ab.


    Sprich: Solange man die Bahn nicht dazu bewegen kann, ihre Bahnbetriebsanlagen neu zu ordnen, kann die neue Bahnhofspassage nicht bis zu den Bahngleisen verlängert werden. Ich hätte Bauchschmerzen damit, diesen Zustand mit dem Neubau einer Bahnhofshalle festzuschreiben.


    Aus meiner Laiensicht kann ich mir schon vorstellen, dass man die Situation wohlwollend auflöst. Die Stadt könnte zum Beispiel das Bahnhofsgebäude samt Grundstück für einen Betrag X erwerben, der zusammen mit Eigenmitteln der DB und staatlichen Zuschüssen (Infrastrukturpaket?) den Betrag Y ergibt, der für die Umlegung der Bahntechnik und ein neues DB-Technikgebäude reicht. Der Betrag X könnte auch deutlich über dem normalen Marktwert liegen, wenn die Stadt das Grundstück dann z. B. über eine Tochergesellschaft selber entwickelt und dann gewinnbringend veräußert, um wieder auf die schwarze Null zu kommen. Aber da ist man auch von der politischen Großwetterlage abhängig, ganz zu schweigen von den kommunalen Finanzmitteln...


    Aber vielleicht diskutieren wir das alles auf einer falschen oder zumindest veralteten Faktenlage. Dieses Frühjahr sollte ja der neue Masterplan Citybahnhof im Gemeinderat vorgestellt werden, aber das wurde nun schon zwei Sitzungen in Folge zurückgestellt :(.

  • Dem steht wohl leider wirklich die Bahntechnik im Untergrund im Weg.

    Dem folgend und inspiriert von deiner Visualisierung, habe ich auch etwas zusammengeschustert. Ein sehr konservativer Vorschlag, der nur das aller nötigste addiert, was für den Bahnhofsvorplatz an Eindruck nötig ist und eine leicht verbesserte Funktion über den Anbau, der dringend nötigen Platz wie mehr Sitzgelegenheit, Schließfächer, ein richtiges Service Center usw. bietet. Das Gebäude dahinter bleibt außer an der Wartehallenfront und den kleinen Anbauten im Norden komplett erhalten.


    Dünn gezeichnet der neue Baukörper, der über die alte Bausubstanz nach Norden angesetzt würde.


    Im Kontrast nochmal die Lösung einer Wartehalle in voller Höhe über dem Abgang zu den Sedelhöfen:



  • Schöne Visualisierungen - aber ich will weiter hoffen, dass die konservativen Varianten nicht so kommen ^^.


    Mit Blick auf die in den Platz geschobenen Bahnhofshallen fiel mir noch auf, dass die Fassadenstrukturen der Gebäudeteile sich in einem solchen Fall durchaus unterscheiden dürfen - es ergäbe sich ein kleinerer nördlicher und ein größerer südlicher Bahnhofsplatz, je nach Massivität der Bahnhofshalle auch ohne Blickbeziehung. Die Plätze können dann schon unterschiedlich ticken.

  • Stimmt. Das war bevor Du das nochmal hervorgehoben hast mein Hauptkritikgedanke, dass der Platz in zwei Hälften zerschnitten würde. Nimmt man aber das Sedelhofgebäude als Anker gegenbüber und dimensioniert den Querblock ähnlich, entsteht tatsächlich ein spannender neuer Platz.