Neubau Hauptbahnhof (Citybahnhof)

  • In Ulm ist der Traum vom neuen Bahnhof geplatzt [StZ+]

    Zitat

    Enttäuschung in Ulm: Wider Erwarten baut die Bahn kein neues Empfangsgebäude für den Bahnhof – obwohl der Gemeinderat davon jahrelang ausgegangen war. Wie reagiert der Oberbürgermeister?

    Kann den Artikel mangels Zugang leider nicht. Doll klingt das ja nicht, wobei die Lokalpresse gestern und heute das Abend (zumindest online) nicht aufgegriffen hat - vielleicht hat der Artikel auch keinen konkreten, aktuellen Anlass. Das jüngste, was ich gefunden habe, war diese Meldung beim Verkehrsministerium von Anfang August - da ist Ulm immer noch in der Liste der Bahnhöfe geführt, die in der nächsten Zeit saniert werden sollen.

  • In Ulm ist der Traum vom neuen Bahnhof geplatzt [StZ+]

    Kann den Artikel mangels Zugang leider nicht. Doll klingt das ja nicht, wobei die Lokalpresse gestern und heute das Abend (zumindest online) nicht aufgegriffen hat - vielleicht hat der Artikel auch keinen konkreten, aktuellen Anlass. Das jüngste, was ich gefunden habe, war diese Meldung beim Verkehrsministerium von Anfang August - da ist Ulm immer noch in der Liste der Bahnhöfe geführt, die in der nächsten Zeit saniert werden sollen.

    Glaube die Nachricht ist nicht neu, da es im Dezember 2019 dazu auch schon eine Pressemeldung gab.


    https://www.swp.de/suedwesten/…bstellgleis-41285361.html

  • Eigentlich sollte sich angesichts des Zustands des Gebäudes diese Frage gar nicht stellen. Die sollten froh sein, wenn ihnen Kommune und Investoren da etwas Modernes hinstellen. Na ja, Filetstück nennt sich das umgangssprachlich und das lässt sich dieses Staatsunternehmen eben zahlen. Leider! Ich weiß auch nicht, ob man derzeit Investoren dafür gewinnen könnte, denn die Stadt selbst kann es nicht stemmen bei kolportierten Kosten von 70 Mio. plus X für Bahnhof und Verlängerung der Passage.

  • Was mich eventuell an eine neue Nachricht denken lässt ist die zweite Überschrift "Stuttgart 21-Auswirkungen" . Vielleicht kam ja jetzt raus warum ein Neubau vor einem halben Jahr abgelehnt wurde.

    War mir schon klar daß da nichts mehr zu erwarten war seit die DBAG die Fassaden neu gestrichen hat.

    Zu diesen Anstricharbeiten hätte ich eine obskure Entdeckung: Lest mal hier die Bildunterschrift des Artikelfotos. Scheinbar weiß die ZEIT da mehr als Wir. ;)

  • Immerhin können wir im Langzitat sehen, dass der StZ-Artikel sich auf den Stand von Dezember 2019 bezieht, den XYZ weiter oben noch einmal verlinkt. Noch ist Polen nicht verloren... und ich will auch daran erinnern, dass für den Frühjahr ein Bericht zum Masterplan Citybahnhof für den Gemeinderat terminiert war, aber zurückgestellt wurde. Vielleicht tut sich ja gerade was.

  • Immerhin können wir im Langzitat sehen, dass der StZ-Artikel sich auf den Stand von Dezember 2019 bezieht, den XYZ weiter oben noch einmal verlinkt. Noch ist Polen nicht verloren... und ich will auch daran erinnern, dass für den Frühjahr ein Bericht zum Masterplan Citybahnhof für den Gemeinderat terminiert war, aber zurückgestellt wurde. Vielleicht tut sich ja gerade was.

    Hmm... ich hatte vor ein paar Wochen in meinem Facebook Account irgendwo was gelesen, dass die DB AG ca. 100 Bahnhöfe sanieren will. Die waren nach Reiseaufkommen gelistet und da stand Ulm mit dabei. Wenn ich mich recht erinnere, waren als Sanierungsmassnahmen behinderte gerechte Bahnsteige und Zugänge mit dabei, ansonsten keine besonderen Sanierungs- oder Umbaumaßnahmen. Mal schauen, ob icn den Link nochmals finde.

  • Ein Artikel aus der SWP, leider nur als +Artikel lesbar.

    Ist der Citybahnhof gescheitert? Grüne fordern von der Stadt Klartext

    Wie soll es weitergehen mit dem ins Alter gekommen Ulmer Hauptbahnhof? Die Fraktion der Grünen fordert von der Stadtverwaltung mehr Transparenz.


    https://www.swp.de/suedwesten/…dt-klartext-51177116.html


    Der Kommentar dazu:

    https://www.swp.de/suedwesten/…uptbahnhofs-51177932.html

  • Ich fasse zusammen: Alle Ratsfraktionen haben im Januar eine Klausurtagung zu diesem Thema gefordert, seitdem sind aber keine Informationen mehr aus der Stadtverwaltung zum Thema geflossen. Die Grünen sprechen im Antrag auch die Möglichkeit eines städtischen Kaufes an.

    Zitat

    „Um mich um die Modernisierung unseres Bahnhofs zu kümmern, brauche ich keine Aufforderung der Grünen. Denn ich fühle mich seit Jahren aufgefordert“, kommentiert OB Gunter Czisch den Antrag. Die Stadt sei im ständigen Gespräch mit der Bahn und lote die Möglichkeiten aus. „Denn da geht es nur mit der Bahn und nicht gegen die Bahn.“ Deshalb werde es diesen Herbst einen Gesprächstermin für die Ratsfraktionen bei Thorsten Krenz, dem Landes-Bevollmächtigten der Bahn, geben.

    Bisschen schmallippig, der Herr OB ^^. Ich kann mir aber schon vorstellen, dass im Hintergrund Diskussionen laufen, über die man im Vordergrund je nach Verhandlungsstand nicht schwätzen will. Das kann man den Gemeinderatsfraktionen aber auch im Vertrauen so sagen. Sei's drum, Herbst ist ja nun und ein konkreter Gesprächstermin in Aussicht.

  • Millionen für Stuttgart, Brosamen für Ulm - Ärger über Pläne der Bahn [SWP+]

    Zitat

    Der Ulmer Bahnhof wird ein wenig aufgehübscht. Einen neuen Citybahnhof will die Bahn aber nicht bauen. MdL Martin Rivoir (SPD) ärgert sich maßlos darüber.

    Rivoir hat eine Kleine Anfrage an das Verkehrsministerium gerichtet, hier unten auch angehängt. Die Antwort ist noch nicht online, aber die SWP zitiert schon daraus:

    Zitat
    [Rivoir] wollte von der Landesregierung wissen, welche Maßnahmen im Rahmen des Bahnhofmodernisierungsprogramms II in Ulm geplant seien – und erhielt aus seiner Sicht eine Antwort „unerträglichen“ Inhalts. Mit Bezug auf die Auskunft der DB teilt die Regierung mit, dass im Hauptbahnhof die Bahnsteige, beziehungsweise die Beläge der Bahnsteige einschließlich der Treppen erneuert werden und ein Blindenleitsystem eingebaut wird. Im Zuge dieser Arbeiten wird auch für Barrierefreiheit gesorgt und die Unterführung zu den Gleisen „gestalterisch aufgewertet“.

    2022 soll es losgehen, die Arbeiten sollen aber insgesamt bis zu 7 Jahre dauern können... Schlusssatz im Artikel:

    Zitat

    Es müsse verhindert werden, schreibt [Rivoir], dass der jetzige Zustand durch die Maßnahmen für Jahre festgeschrieben wird.

    Auf seiner Homepage fordert er ein Moratorium für etwaige Arbeiten am Hauptbahnhof. Passt, ich habe ja dieselbe Furcht, dass die Bahn mit der "Modernisierung" die Sache für die nächsten Jahrzehnte abhaken will.

  • Ich sag mal so, wenn die Bahnsteige wirklich komplett "erneuert" werden, also eben nicht nur der Belag, hat man schon etwas erreicht. In das Gebäude und die Unterführung sollte halt kein Euro versenkt werden. In Freising hat die Bahn unter einem anderen Programm genau so ein Verschönerungsprogramm gemacht für Bahnsteige und Unterführung, das wurde toll, aber da war eben die Substanz gut, namentlich die Dimensionen der Unteführung, die Bahnsteigüberdachungen.

  • Mit den Bahnsteigen könnte ich gut mitgehen, die sind auch gewissermaßen genuine Bahninfrastruktur, wo die Stadt noch am wenigsten mitzureden hat. Klar kenne ich auch die tollen Entwürfe für einen Citybahnhof, der sich über die Gleise schiebt. Die wären mit schon getätigten Investitionen in die Bahnsteige nicht mehr gut vereinbar. Aber mit diesem Opfer könnte ich leben.


    Sehr kritisch sehe ich aber Investitionen in die Gleisunterführung. Wenn für Barrierefreiheit gesorgt werden soll, könnte das auf den Einbau von Aufzügen oder Rolltreppen hinauslaufen, was ja an sich auch wünschenswert ist. Nur: Dann wäre die Gleisunterführung so, wie sie jetzt ist, endgültig festbetoniert - aber so, wie sie jetzt ist, ist sie halt nicht mit der Vision einer durchgängigen, bruchfreien Verbindung zwischen Schillerstraße und Sedelhöfe kompatibel. Alleine schon wegen des Höhenunterschieds: Das Bodenniveau der neuen Bahnhofspassage liegt, meine ich, fast zwei Meter unterhalb des Bodenniveaus der Gleisunterführung.


    Ich weiß ja, dass ich etwas besessen von dieser verflixten durchgängigen Verbindung bin. Vielleicht bewerte ich das Thema auch über. Aber ich will diese Möglichkeit einfach nicht ohne Not verbaut und das "window of opportunity" wieder zugehen sehen.


    Übrigens: Wenn die Bahn bereit ist, Geld in die Aufhübschung des Bahnhofs zu stecken - könnte sie das Geld nicht stattdessen in die Verlagerung ihrer Bahntechnik investieren, um das Bahnhofsgebäude freizugeben? Letzteres ist ja genau der Grund, wieso sie sich eigentlich einem Umbau des Gebäudes verweigert.

  • Klar kenne ich auch die tollen Entwürfe für einen Citybahnhof, der sich über die Gleise schiebt.

    Guter Gedanke, das hatte ich etwas kleingeistig schon abgehakt, weil die Bahn so etwas eigentlich nicht mehr baut mit Ausnahmen in Berlin Hbf und Stuttgart Hbf. Beispiele sind der Münsteraner Hbf, der neue Hamburger Durchgangsbahnhof Diebsteich, der Hbf München, wo die alte Halle lieber erhalten wird, und geplante Bahnhöfe in Paderborn und Ingolstadt.


    Sehr kritisch sehe ich aber Investitionen in die Gleisunterführung. Wenn für Barrierefreiheit gesorgt werden soll, könnte das auf den Einbau von Aufzügen oder Rolltreppen hinauslaufen, was ja an sich auch wünschenswert ist.

    Das sehe ich auch so, wobei ich da ehrlich gesagt das bisher auch eher als Luftbuchung interpretiert habe, nämlich dass mit dem Steg und dessen Aufzügen ja die Barrierefreiheit "neu" hergestellt wurde. Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Unterführung in der jetzigen Form weder Fahrstühle noch Rolltreppen aufnehmen kann - im Prinzip also glücklich, da so Dein nochmals ausgeführter Ersatzneubau deutlich wahrscheinlicher ist für die Zukunft. Nebenbei - interessante Feststellung bezüglich unterschiedlicher Bodenniveaus, kommt hoffentlich entsprechend auch an der Haupttreppe keine Rolltreppe nun :)


    Ich finde es auch als sehr vernünftig an auf Durchlässigkeit zu setzen und keine Borniertheit. Ausgburg hat ja jetzt auch für viel Geld so eine Verbindung geschlagen und da lockt noch nicht mal direkt daneben die Altstadt mit Haupteinkaufsstraße.


    Bezüglich der Bahntechnik wäre für mich die Frage, wurde Ulm schon digital umgestellt? Sonst wäre da die Gelegenheit alte Zöpfe zu trennen.

  • Das sehe ich auch so, wobei ich da ehrlich gesagt das bisher auch eher als Luftbuchung interpretiert habe, nämlich dass mit dem Steg und dessen Aufzügen ja die Barrierefreiheit "neu" hergestellt wurde. Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Unterführung in der jetzigen Form weder Fahrstühle noch Rolltreppen aufnehmen kann - im Prinzip also glücklich, da so Dein nochmals ausgeführter Ersatzneubau deutlich wahrscheinlicher ist für die Zukunft. Nebenbei - interessante Feststellung bezüglich unterschiedlicher Bodenniveaus, kommt hoffentlich entsprechend auch an der Haupttreppe keine Rolltreppe nun :)

    Weshalb willst Du keine Rolltreppen haben? Verstehe ich nicht und kann ich nicht nachvollziehen. Ein Neubau wird in absehbarer Zukunft nicht kommen und dann lieber eine Modernisierung als gar nichts.

  • Weshalb willst Du keine Rolltreppen haben? Verstehe ich nicht und kann ich nicht nachvollziehen. Ein Neubau wird in absehbarer Zukunft nicht kommen und dann lieber eine Modernisierung als gar nichts.

    Naja was bringt eine Rolltreppe an nur einem Auf- oder Abgang wenn ich immer zwei Treppen habe um ans Ziel zu kommen? Gleichzeitig gilt für solche massiveren Neuinstallationen viele Jahre dann erstmal Veränderungsblockade. Finn schätzte den Unterschied an Bodenniveau auf zwei Meter, d.h. diese Teile wären auch nicht einfach ausbaubar und wieder einzusetzen bei Neubau. D.d. statt Deiner "absehbaren Zukunft", welche sich manchmal auch nur über die nächste Legislaturperiode erstrecken kann, hat man dann garantierte Verhältnisse für die nächsten 10 Jahre. Und das für so eine halbgare Sache. (Ja mich nervt das Kofferschleppen an der blöden Treppe trotzdem auch)


    Edit: das ist die Erklärung für meine Aussage, weil ich davon ausgehe, dass nur an der Haupttreppe Rolltreppen potentiell möglich sind. Zwar könnte man je eine Seitentreppe pro Bahnsteig mit einer Rolltreppe ersetzen, aber erstens wäre das meiner Schätzung der Breite nach dann nur mit einer Rolltreppe im Wechselrichtungsbetrieb möglich -wirklich nicht ideal. Und ich halte den Tunnel gerade weiter hinten für zu schmal, um die "Anlandezone" dort unterzubringen. Denke nur mal an München Pasing, was für riesen Dimensionen da nötig sind (auch nur für Aufzüge). Sprich eine runde Lösung wie Du eigentlich meinst ist meiner Meinung und Vorstellungskraft nach gar nicht machbar mit den jetzigen Dimensionen.