ISEK – Integriertes Stadtentwicklungskonzept Neu-Ulm - Bürgerbeteiligung

  • Diese ISEKs sind tatsächlich ganz gute Instrumente. Mir gefällt auch das System bzw. Tool, das die Stadt aufgesetzt hat, ziemlich gut. Als Nicht-Neu-Ulmer werde ich zwar nicht mitmischen, so anständig bin ich dann doch, aber einige meiner Ideen sehe ich eh schon in den Vorschlägen abgebildet - und einige sind mir komplett neu.


    Cool finde ich den Vorschlag das Donaubad zum Traglufthallenbad aufzurüsten. Ich wusste gar nicht, dass es so etwas gibt. Will aber auch nicht wissen, wie da die Energiebilanz sein muss...

  • Wie an anderer Stelle schon geschrieben, habe ich sehr viel kleinere und größere Vorschläge gemacht. Derzeit sind gut 662 Vorschläge gemacht und von mir kommen so rund 50 oder 60, kleine und größere Vorschläge. Ich möchte euch mal ein paar meiner wichtigeren Vorschläge vorstellen, da mich eure Meinung sehr interessiert.

  • Du warst ja fleißig, sehr gut ^^. Beim Durchlesen der ISEK-Seite war ich allgemein auch sehr angenehm überrascht, wie positiv-konstruktiv der Ton ist. Klar werden manche Sachen auch kontrovers diskutiert, aber insgesamt scheint die Vorstellung, die Stadt weiterzuentwickeln und zu verbessern, viele ja doch zu beflügeln. Muss sich dann aber auch spürbar in irgendwelchen Veränderungen äußern, sonst verpufft das alles irgendwann wieder.


    Kleiner Tipp: Über den Knopf "Bearbeiten" (das Stift-Symbol) kann man bereits getätigte Posts sehr leicht überarbeiten, um zum Beispiel Tippfehler auszubessern. Ich mache davon bei meinen eigenen Posts regen Gebrauch...


    Ein Biomasseheizkraftwerk würde für mich Sinn ergeben, wenn es entweder ein Nahwärmenetz für das Starkfeld speisen oder besser noch in ein städteübergreifendes Fernwärmenetz integriert würde. Wobei Biomasse nicht gleich Biomasse ist, ähnlich wie beim Biosprit kann es auch da zu ethischen Missverhältnissen kommen.

  • Cool finde ich den Vorschlag das Donaubad zum Traglufthallenbad aufzurüsten. Ich wusste gar nicht, dass es so etwas gibt. Will aber auch nicht wissen, wie da die Energiebilanz sein muss...

    Sowas gibt es auch als Sporthalle. Man kann die Halle im Sommer ablassen und aufpumpen mittels Kompressor. Gab es mal beim SSV Ulm oder TK Ulm, da wurde ein Tennisplatz damit überspannt.

  • Muss sich dann aber auch spürbar in irgendwelchen Veränderungen äußern, sonst verpufft das alles irgendwann wieder.

    Der Punkt finde ich ist super wichtig, da kommt es auf gute Kommunikation an, z.B. warum ein einzelner Vorschlag nicht umgesetzt wurde. Leider sind die Bürger natürlich auch nicht ganz sauber in der Trennung, wofür dieses ISEK hier ist und was damit eigentlich unter den Tisch fällt automatisch. Aber genau das sollte die Stadt nicht machen, sie sollte diese Vorschläge dann in einem extra Rahmen prüfen. In Illertissen, habe ich die Befürchtung, ist das Ganze auf eine Powerpoint für den Stadtrat verdichtet worden, da habe ich gewisse Zweifel, ob da tatsächlich mancher wertvolle Hinweis ankam.

  • Zum Beispiel habe ich vorgeschlagen, beim Breitenhof ein Bioheizkraftwerk zu errichten, ähnlich dem in Augsburg von der Größe her

    Was haltet ihr davon?

    Ich bin hier der Meinung, dass es ein zu spezieller Vorschlag ist. ISEK bedeutet ja, die Rahmenparameter zu definieren. Die Frage wäre dann, wollen wir keine fossilen Heizungen mehr in der Stadt haben? Wenn ja, dann braucht es Lösungen dazu, z.B. Fernwärme, Wärmepumpen oder Co2 neutrale fossile Heizungen. Dann könnte ein Biomassekraftwerk sinn machen.

    Bei der Fernwärme muss man aber ganz klar sagen, dass die FUG momentan noch mit Kohle Wärme erzeugt, bald mit Erdgas, also gewonnen ist da meiner Meinung nicht wirklich was.

  • Weitere Vorschläge von mir sind folgende:


    Grosse Gebäude in Burlafingen umwandeln und kulturell Nutzen für Ateliers, für Handwerker und Künstler. Alte Industriegebäude machen sich da ja gut


    Römisches Kleinkastell nachbauen, wie es mal ja auch in Burlafingen stand. Würde ich aber an der Alten Römerstraße errichten. Also so eine art Freilichtmuseum,

    wie jetzt auch das Steinzeitdorf in Blaustein


    Baumwipfelpfad/Waldseilgarten entweder in dem Wald an der Alten Römerstraße oder besser noch am kleinen Heining bei Jedelhausen, da hat man dann ne tolle Aussicht über die Stadt


    Neue HfG Ulm/Neu-Ulm mit Standorten in Ulm und Neu-Ulm als eine länderübergreifende Hochschule. Standorte könnte ich mir am Kuhberg, Böfingen (alte Hochschule) und halt in Neu-Ulm vorstellen


    In Schwaighofen an der Reuttier Straße habe ich einen Platz vorgeschlagen, den man dann wie früher den Volksfestplatz für Flohmärkte oder einen Zirkus und solcher Veranstaltungen nutzen könnte. Auf der Wiese bei Lebkuchen Weiss wäre mein Vorschlag. Auch der von mir vorgeschlagene S-Bahn Haltepunkt Brunnenweg wäre nicht weit


    Was meint ihr zu diesen Vorschlägen? So manche Vorschläge mache ich an die Stadt, da sie bei Gefallen auch an die Besitzer, an Investoren herantreten kann oder zumidnest Impulse geben

  • Hier gibt es nun endlich Fortschritt und ein Fazit:

    Die ISEK-Beteiligung war überwältigend: über 1.000 Beiträge, fast doppelt so viele Kommentierungen und über 31.000 zustimmende oder ablehnende Bewertungen zu den Bürgerbeiträgen.

    Im Juni 2021 wurden die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung dem Stadtrat vorgestellt und dort diskutiert. Außerdem wurde das „Integrierte Stadtentwicklungskonzept Neu-Ulm“, kurz ISEK 2030, beschlossen. Im Herbst soll der ISEK-Prozess mit einer offenen Bürgerveranstaltung zum Abschluss gebracht werden. Weiteres dazu wird rechtzeitig bekannt gegeben.

    Da man wahrscheinlich das ganze Forum nun mit Details füllen könnte, überlasse ich jedem selbst seinen Fokus und poste hier alle Dokumente von der Konzeption bis zur Bewertung der Verwaltung der einzelnen Vorschläge aus der Bürgerbeteiligung:


    https://nu.neu-ulm.de/index.ph…ung/ISEK-2030_05.2021.pdf

    https://nu.neu-ulm.de/index.ph…hmensteckbriefe-Mai21.pdf


    https://nu.neu-ulm.de/index.ph…rgerbeteiligung-Mai21.pdf


    https://nu.neu-ulm.de/index.ph…Innenstadt_18.05.2021.pdf

    https://nu.neu-ulm.de/index.ph…Achse-Sued_11.05.2021.pdf

    https://nu.neu-ulm.de/index.ph…-Achse-Ost_11.05.2021.pdf

    https://nu.neu-ulm.de/index.ph…ntwicklung_11.05.2021.pdf

    https://nu.neu-ulm.de/index.ph…Stadtteile_11.05.2021.pdf

  • Eine Stadt hat auf vieles nicht so viel Einfluss, wie man immer so denkt. Sie kann aber etwas lenken und unterstützend wirken.

    Vielleicht kann sie auch Investoren aus der Privatwirtschaft gewinnen oder überzeugen, Projekte zu entwickeln.


    Schade finde ich immer, das Städte alles immer so aufgeräumt und schick machen wollen. Mahnmal liegt der Charm auch

    genau in dem, dass es nicht so aufgeräumt ist. Zum Beispiel ein Hinterhofcharakter kann auch eine gute Umgebung sein für

    Künstler, Handwerker, Kreative und auch eine alternative Szene beherbergen, was auch viel zu einer lebendigen Stadt beitragen kann

  • Eine Stadt hat auf vieles nicht so viel Einfluss, wie man immer so denkt.

    Meiner Meinung nach liegt das nicht so sehr an mangelnden Gestaltungsfreiheiten, sondern an einem Mangel an ,,Ermöglichungs-Einstellung" in Verwaltungen. Für die meisten Verwaltungen ist es mit einem Problem damit getan, es als nicht im eigenen Zuständigkeitsbereich zu klassifizieren. Dass man stattdessen überlegt, wie könnten wir dazu einen Beitrag leisten, können wir uns auch eigeninitiativ zeigen, unseren Einfluss an anderer Stelle geltend machen. Oder sogar noch einen Schritt weiter, dass man überlegt, weshalb gibt es diesen oder jenen (nicht umsetzbaren) Vorschlag, was sind die Ursachen, können wir da etwas machen, das womöglich dann gleiche Ergebnisse liefert. Soetwas passiert selten und oft halbherzig mit einem (informierenden) Brief an einen Hausherrn vielleicht. Auch da dann wieder, abgehakt, geht wohl nicht, kam ja nix zurück. So kann man sich auch selbst Gestaltungsfreiräume nehmen.

  • Da mags du auch recht haben. Wenn man so manche Antwort liest, den die Stadt beim ISEK gegeben hat, dann zieht sich sich auch manchmal etwas bequem einfach zurück aus den Vorschlägen. Klar muss auch was aus der Privatwirtschaft kommen, aber die Stadt tut auch nicht so viel dafür.

  • Ich packe es mal hier rein, weil es auch beim ISEK als wichtiger Verbesserungswunsch vorgetragen wurde und nun realisiert wurde:

    Die Fahrradwegverbindung neben dem Bahndamm nach Gerlenhofen wurde mit einem neuen Belag versehen:

    https://www.augsburger-allgeme…fortabler-id60271311.html


    Die geradlinige Streckenführung hätte sie in meinen Augen auch als Kandidaten für das Schnellradwegenetz erkoren, aber bleibt ja weiterhin nur ein visionäres Konzept, insofern ist diese Verbesserung hier sicherlich zu begrüßen.