Weitere Straßenbahnlinien in Ulm

  • Hallo Mundm. :)
    Nicht Schillerstraße, Lindenstraße ist gemeint.
    Nur ob die Strabe die Ecken in der Hofstraße, Martin u. Boschstraße packt
    da bin ich schon am Zweifeln. Mit den Heutigen Längen der Bahnen.


    Hallo Reinhold,


    im Post 12 sinniert Finn über die Anbindung des Eselsbergs über die Schillerstraße Weitere Straßenbahnen in Ulm:



    Zitat

    Auch konnte ich in meiner Spielerei den Weißen Eselsberg ums Verrecken nicht unterbringen, dabei ist das eigentlich ein Muss. Auf Blausteiner Seite wäre das eigentlich ideal, die Linie F1 könnte die Schillerstraße und Erhard-Grözinger-Straße nehmen und damit den Pfaffenhau optimal erschließen - aber der Schwenk über die Heilmeyersteige würde einfach so viel Zeit fressen, dass das nicht mehr attraktiv wäre. Schwierig.


    In Blaustein kann die Tram ja vom Bahnhof an der Bahn entlang auf die Brücke fahren und dann zum Kreisel Lindenstraße.

  • Böfingen


    Wenn die R2 schon nördlich am Lettenwald entlangführt - analog/parallel zur geplanten Straßenabindung auf stadteigenem Grundstück - dann doch ruhig die freigehaltene Trasse runter zur Linie 1 - da gibt es schon eine Wendeschleife. Oder man hängt die Lehle doch etwas ab und fährt sofort wieder zurück in die Stadt. Aber ich bwzeifle, daß sich die Strecke ab Kreuzung Eberhard-Finckh (hinter Eichenberg) rechnet, daher schon dort mit der Linie 1 vereinen. Ginge nicht eine Trasse links um den Safranberg herum durch den Eichenplatz Süd? Aber wahrscheinlich will keiner eine Tram im Wohngebiet haben.


    StraBa vs. Bahn


    Wie oft fährt die S-Bahn im Vergleich zur Tram? Auf der Strecke sind 5 Minuten meiner Meinung nach nicht entscheidend. Bequemlichkeit ist da eher ein Argument, und vom Bahnhof ist es vor allem für's Pfaffenhau umständlich nach Haus zu gelangen. Mehr Haltestellen bringen mehr Fahrgäste. Außerdem will ich/man in Ulm nicht so oft zum Bahnhof sondern häufiger zum Einkaufen oder Ärzten - Bahnhof ist Pendlerverkehr.

  • Ja Mundm das ist ein bisschen verwirrend.


    In Blaustein kann man wenn das Pfaffenhau mitgenommen wird die Grözinger und dann
    Schillerstraße den Berg. :thumbup:


    Wenn aber die Strecke über die Wanne geht, dann geht es nur über die Lindenstraße.
    Schau mal die Ecke in der Schillerstr. rechts oben über der Schubartstr.
    Da hat der Gelenkbus der RAB. Probleme die Kurve zu fahren, Diese schaft die Straba auf
    keinen Fall. Was meinst du aber zu meinem Vorschlag zu der Blausteiner Schleife bei
    ehem. Interglas.


    Zu Böfingen noch. Ich habe schon den Glauben das eine Strecke über den Lettenwald
    und runter die Heidenheimer sinn macht. Hauptgrund ist ja wir reden davon das alles,
    wenn überhaupt !! erst in 20jahren so sein könnte. Dann aber wird es so sein. meiner
    Meinung..... die Strecke über dem jetzigen Baugebiet wird einiges im Süden der
    Bebauung in diesem Stadtteil sein. Böfingen Nord wird in den nächsten Jahren
    sehr wachsen. das kam auch schon in der Presse weis aber nicht mehr wann und wo.
    Oder in welcher Beziehung. Dann wird das eine S.1 nicht mehr packen und es ist gut
    wenn es eine 2. über die Heidenheimerstr. gibt.


    Aber wie gesagt wenn das W......... diesen Spruch kennst Du bestimmt. :D

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  • Hallo Reinhold,


    bloss nicht die gesamte Schillerstraße lang! Wenn dann gleich in die E-G und am Bürgerzentrum/KiGa und Gefäßklinik vorbei in die Heilmeyersteige. Da müsste es aber eine Zahnradbahn sein :-) Ansonsten könnte man auch eine Anbindung zum Energon schaffen, über den Berliner Ring? Pfaffenhau V ist übrigens etwas abgehängt vom ÖPNV.


    Letztens hat der Trafo in der Schubartstraße gequalmt. Da musste der Bus rückwärts die Schillerstraße wieder hoch :-) Ein Gelenkbus war es zum Glück nicht, fährt da überhaupt einer? Ist mir noch nie aufgefallen.


    In Herrlingen würde ich am neuen Kreisel beim Netto wenden, ansonsten an der Bahn lang, in Kombination mit der B28.



    Ja, in Böfingen ist nördlich vom Lettenwald weiteres Baugebiet geplant, das taucht auch im Verkehrsgutachten in Kombination mit der Anbindung Bundesstraße auf.

  • Ich hab noch ein bisschen rumgesponnen und die Übersichtskarten aktualisiert. Müsste jetzt passen, wie ihr (Reinhold und Finn) das gemeint habt - mit kleinen Abweichungen vielleicht. Die Anbindung von Wiblingen hab ich mal außen vor gelassen - zu komplex! ;)


    Dazu noch ein paar grobe Zahlen zu den beiden Vier-Linien-Systemen.
    Die gelben Kreise sind wieder die durch die neuen Linien neu enstehenden Umsteigestationen auf alle anderen Linien in beide Fahrtrichtungen.


    Modell "R"
    Gesamtlänge der beiden neuen Linien: 27,6 km
    - davon gemeinsam genutzte Neubautrasse: 0,45 km
    - davon gemeinsam genutzte bestehende Trasse: 0,25 km
    Nettolänge Neubautrasse: 26,9 km


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    Modell "F"
    Gesamtlänge der beiden neuen Linien: 28,3 km
    - davon gemeinsam genutzte Neubautrasse: 0 km
    - davon gemeinsam genutzte bestehende Trasse: 4,2 km
    Nettolänge Neubautrasse: 24,1 km


    [Blockierte Grafik: http://www.ld-host.de/uploads/images/9e9914c1ab9a74035a1c184657b0ae2b.jpg]


    Wie man sieht, entstünde bei Modell "R" ein einfaches Umsteigesystem mit Schwerpunkt auf Böfingen, Safranberg und die östliche Stadtmitte mit innerstädtischer Führung über die Frauenstraße.


    Modell "F" wäre ein sehr komplexes Umsteigesystem mit zahlreichen Kombinationsmöglichkeiten an viele Ziele im Stadtgebiet, das sich auf Lehr, den Eselsberg und die Weststadt konzentriert und über die Neue Straße in die Innenstadt führt.


    Blaustein, Neu-Ulm Stadtmitte, Pfuhl und Ludwigsfeld würden bei beiden gleichermaßen erschlossen.

  • Eine kurze Meldung, nachdem es meinerseits wieder länger still wär: bin sehr erfreut, wie sich der Thread entwickelt hat :).


    Ein ganz dickes Danke an Aqua und seine Karten, bin überwältigt von dem Engagement :). Sehr interessant vor allem die Rechnerei. Die Open-Source-Variante ist mir prinzipiell auch immer lieber als auf einen Dienst des Molochs Google zurückgreifen zu müssen. Dann habe ich mir doch einen Fake-Account besorgt, um mal zu sehen, was der Dienst so alles kann, und bin dabei stecken geblieben. Einige Funktionen sind aber auch tatsächlich sehr cool, muss ich zugeben.


    Ich habe die Überarbeitungen in Reinholds Modell jetzt in seine Karte eingepflegt, zu finden wie auch bislang hier. Meine Kommentare dazu:

    • Die Abdeckung in Blaustein deutlich verbessert, zugleich aber auch Schienenstrecke massiv ausgebaut - dürfte sich damit sogar noch weniger rechnen
    • Die Strecke Berliner Platz-Frauenstraße-NU Bahnhof finde ich sympathisch
    • Den Schwenk über den Ostplatz könnte man sich eventuell sparen und direkt durch die König-Wilhelm-Straße fahren - weniger Menschen im Einzugskreis, aber auch deutlich direktere Wegführung (Kosten!)
    • Neues Problem, wie auch in meinem Fall: keine Direktanbindung Pfuhls und Offenhausens an die Innenstadt Neu-Ulms


    Die Updates zu meinem Modell kommen wann später, sind nicht so dringend.


    Übrigens: Ich kann gerne neue Karten anlegen für alle, die ihre Wunschstrecken mal in Google Maps sehen möchten. Einfach Hand heben :)

  • Meiner Meinung nach macht es keinen Sinn, ab Blaustein die B28 langzuzuckeln, daher finde ich die Linienführung von Finn gut. Der Vorschlag mit Schillerstraße hat auch was, aber der Berg ist wohl zu steil. Heilmeyersteige ist wieder recht steil - dazu hiess ja auch bei der Linie 2, daß der Eselsberg allgemein zu steil ist. In der Wanne gibt es bestimmt genug StraBa Nutzer , also etwas besser als die Blaubeurer, und die Anbindung an den Bahnhof ist auch gut. Ab BTC wird der Bus allerdings immer ziemlich voll, und Kaufland hat auch eine große ÖPNV Kundschaft.
    Die Anbindung von Lehr finde ich gut.
    Fehlt bei Jungingen nicht das Neubaugebiet "Auf dem Hart"? Dort fährt der Bus durch.



    Schön geschrieben - in meinen Augen macht es auch keinen Sinn. Aber man kann sich immer täuchen..

  • Mache jetzt diese Meldungen einfach mal hier rein, es kommt da ja sicher noch mehr. Sollte es dann mal echt was werden, kann ja ein eigener Thread folgen.


    Mehrere Neue Meldungen zur Bahn über die Herdbrücke.


    B. Kandidat Kröger meint zwei Mlli.
    Nörenberg meint dazu 20 Milli.
    Jetzt kommt die Stadt mit Ingo Wortmann und bietet knapp40 Milli.


    Bis wir dann das Ding haben kostet es sicher 60 Milli.


    SWP,
    http://www.swp.de/ulm/


    SWP 3 Tage zuvor,
    http://www.swp.de/ulm/lokales/…inuten;art1158544,2450683


    Augsburger Allgemeine,
    http://www.augsburger-allgemei…Meinungen-id28821192.html


    Augsburger 3 Tage davor,
    http://www.augsburger-allgemei…h-Neu-Ulm-id28805407.html


    Eine Kiste, da kommt doch hoffentlich auch was bei raus. :D

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  • Hier wurden die von Kröger als 2 Mio. bezifferten Baukosten für die StraBa mit Endhalte Bahnhof Neu-Ulm wenigstens erklärt: es handelt sich demnach um eine Schätzung rein für den Neu-Ulmer Abschnitt, falls das Projekt vom Bund bezuschusst würde und wenn man alle mit dem Trassenbau zusammenhängende Straßen-/Brückenbaumaßnahmen außen vor lässt ...


    Naja, ist wohl eher als Gedankenspiel zu betrachten, denn falls die StraBa in NU tatsächlich kommt, wird es vermutlich eine größere Lösung geben, mindestens bis zur Hochschule, wie im AA-Artikel genannt. Sonst sind die Förderungsvoraussetzungen sicherlich nicht erfüllt.


    Hauptsache erstmal, dass wieder Schwung in die Diskussion kommt!
    Wow, 49 Kommentare bisher zum SWP-Artikel, sieht mir nach fachlicher Debatte aus, die muss ich mir doch noch zu Gemüte führen. :D

  • Das wäre schon eine tolle Sache, Ulm im Ring. Aber wohl nicht für Einheimisch, für Touristen ja, quasi als Stadtrundfahrt mit Trampen-Flair. Zur City brauchst da ja ewig.


    Da wir jetzt wieder bei Visionen sind, wie wärs mit einer Seilbahn von der Donau zur Wilhelmsburg, da sind doch im Sommer immer Opern. Aber jetzt nicht falsch verstehen, Ulm ist doch fast Schulden frei. ;)

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  • Diese aktuelle Straßenbahndiskussion läuft ja mal fürchterlich schief, au weh :|.


    Nach meinem Dafürhalten hat sich Kröger entweder falsch oder gar nicht beraten lassen, als er mit diesem Vorschlag (naja, mit dieser Diskussionsanregung) an die Öffentlichkeit ging. Jetzt zerfleischen sich sogar Straßenbahnbefürworter untereinander mit lokalpolitischem Klein-Klein und irgendwelchen Sticheleien auf nur persönlicher Ebene. Bleh. Nee, da sind noch ganz viele Hausaufgaben auf dem Level der politischen Kommunikation zu erledigen. Zeigt sich halt mal wieder, dass wir hier in der Provinz leben :rolleyes:.


    Ein besserer Ansatz wäre meiner bescheidenen Meinung nach gewesen, erstmal eine lockere Allianz mit gesellschaftlichen Akteuren diverser Couleur zu schmieden, die alle die Straßenbahn wollen, und die halt mal zufällig (:D) vom Bürgermeisterkandidaten Kröger gegründet worden wäre. Das eine ist eine angreifbare Truppe von Stadträten, die eh kaum ein Durchschnittsbürger kennt - das andere wäre es gewesen, wenn zum Beispiel die Bürgerschaft Ludwigsfelds und des Wileys, die Hochschule, die Glacis-Galerie, die Einzelhändler der Innenstadt sich hinter so ein Projekt gestellt hätten.


    Mir geht's gar nicht um Kröger oder Noerenberg, könnte mir gleicher nicht sein. Mir geht's nur um die Straßenbahn :D.

  • Das wäre schon eine tolle Sache, Ulm im Ring. Aber wohl nicht für Einheimisch, für Touristen ja, quasi als Stadtrundfahrt mit Trampen-Flair. Zur City brauchst da ja ewig.


    Da wir jetzt wieder bei Visionen sind, wie wärs mit einer Seilbahn von der Donau zur Wilhelmsburg, da sind doch im Sommer immer Opern. Aber jetzt nicht falsch verstehen, Ulm ist doch fast Schulden frei. ;)


    Es ist schon komisch, daß benachbarte Stadtteile mit dem Umweg übers Zentrum "verbunden" sind. Und die Wissenschaftsstadt ist ja ein Arbeits-, Lern und Krankenzentrum, da ist doch den ganzen Tag über Verkehr in alle Richtungen, nicht nur ins Zentrum.
    Seilbahn ist nett, aber für die paar Veranstaltungen lohnt sich das kaum. Und wenn dann bitte mit Fahrradtransport, die Steigung ist doch mörderisch!

  • Auf die Gefahr hin, daß ich mich hier unbeliebt mache möchte ich mal meine Meinung zum Thema mehr Straßenbahnen in Ulm sagen.


    Die Starßenbahn ist ein anachronistisches Verkehrsmittel aus dem 19. Jahrhundert (die erste eletrische fuhr angeblich 1881 in Berlin, siehe Wikipedia). Sie braucht viel Platz, bindet hohe Investitionskosten in Gleise, behindert den individuellen Verkehr und verschandelt die Stadt mit Masten und Oberleitungen.


    Ulm/NU beherbergt mit EvoBus einen der größten und traditionsreichsten Omnibushersteller Europas. EvoBus baut mittlerweile moderne Brenstoffzellenbusse sowie reine Batteriebusse. Diese sind genauso leise und ähnlich effizient wie eine Straßenbaun benötigen aber viel weniger Investitionskosnten, Baustellen, Verkehrsfläche und insbesondere keine Oberleitungen (elektrische Kabel gehören unter die Erde!).


    Warum ist Ulm nicht innovativ und schafft eine Flotte moderner elektrischer Omnibusse an. Wenn ich nur an die Bautellen denke, die die oben genannten Straßenbahnkonzepte nachsich ziehen würden wird mit ganz schlecht...


    Also bitte nicht böse für diese Meinung sein, für Nostalgiker ist eine Straßenbahn sicher nett, aber nur mal so als Denkanstoß ;)

  • Unbeliebt machst du dich sicher nicht, jede Meinung und jeder Diskussionsbeitrag macht das Forum interessanter :).


    Die relativ hohen Investitionskosten (120+ Mille für Linie 2!), die Kritk an Masten und Oberleitungen und der Hinweis auf EvoBus sich definitiv gewichtig. In NU werden zwar keine Stadtbusse montiert, sondern Reise- und Überlandbusse (unsere O530er kommen aus Mannheim und teils auch noch Frankreich), aber klar, dem Gesamtunternehmen würde man mit einer Bestellung trotzdem nützen und dem Standort damit ein bisschen helfen, wenn auch indirekt.


    Ein fettes Pro-Argument will ich aber anbringen, und es ist sicher nicht so herablassend gemeint, wie es vielleicht klingt: Es gibt viele Menschen, die einfach nicht mit dem Bus fahren würden, wohl aber mit einer Straßenbahn. Der Feldwaldundwiesenstudent hält vielleicht noch die Klappe und nimmt, was er kriegen kann - aber viele Angestellte und Verdienende (vor allem in und mit Bürojobs) nehmen halt eher den eigenen Wagen, bevor sie in einen Bus steigen, auch wenn der noch so brennstoffzellig und günstig ist.


    Das ist besonders für den Ast auf den Eselsberg hinauf entscheidend, der mit den Arbeitgebern Hochschule, Uni Ost/West, drei Kliniken und Science Park I-III ein gigantisches Fahrgastpotential hat. Mit noch mehr Bussen kann man vielleicht noch einen kleinen latenten Bedarfsüberschuss abdecken (Bedarfsüberschuss = wer sich morgens nicht in den 3er quetschen kann :D), aber nicht Verkehr von MIV auf ÖPNV umschichten.


    Ich habe gerade keinen Link parat, aber die Verlängerung der Linie 1 nach Böfingen generiert auf dieser Strecke 40-50% mehr Fahrgäste im ÖPNV als es die Busse früher taten. Einen ähnlichen Effekt kann man wohl mit einiger Sicherheit auch von der Linie 2 erwarten.

  • Straßenbahnen sind schon bequemer (mehr Türen, ruhigere Fahrt, besserer Einstieg), aber auch schneller. Das Argument der SWU war die höhere Kapazität.
    Eigene Fahrbahn würde man mit Bussen auch hinbekommen, die wären dafür noch flexibler.

  • :):thumbup: Eine schöne Diskussion angestoßen, Danke. Insgeheim ja schon lange auf so etwas gewartet, bin ich gerne mit dabei einmal mehr in die Tasten zu klopfen.


    Gewiss bin ich im Glauben das sich keiner im Forum unbeliebt macht wenn er ein Gegenargument zu der Strampe vorbringt und dagegen ist. Diese von Räuberh. angesprochenen Punkte haben sicher auch dazu geführt das das Ulmer 5 Linien Projekt vor einiger Zeit von den Bürgern abgelehnt wurde. Vor allem aber wegen der Ulm / Neu-Ulmer Busindustrie, aber auch weil die Bürger der Vororte alle gerne mit dem Auto in die Stadt fahren und keine 10 Jahre Großbaustellen wollten.


    In allen Punkten stimme ich jetzt mal Finn zu, sehr viel hat er ja schon genannt. :)


    Möchte aber jetzt noch einiges andere dazu nennen, was im allgemeinen sehr für den Ausbau der Straßenbahn spricht und ich bin ganz sicher kein GRÜNER, Sicher schätze ich auch die Vorteile eines guten ÖPNV mit Umweltfreundlichen Bussen.


    1. Die Masse an Bewohnern die sich in Ulm auf den Kuhberg und Oberen Eselsberg bewegen sind mit mehr Bussen und einem kürzeren Takt nicht zu befördern, in Zukunft werden das sicher noch viel mehr. Schon jetzt ist Morgens am Bahnhof die Hölle los und Bedienstete der Stadt spielen Sicherheitspersonal am Bahnsteig. Es wurde dazu auch schon oft erwähnt das ein kürzerer Takt der Busse am Bahnhof nicht möglich ist.
    2. Bahnen fahren ruhiger an und ab was besonders für Ältere sehr wichtig ist wenn Sie stehen müssen in Übervollen Situationen.
    3. Auch bewegen sich die Bahnen in den Kurven anders was ein angenehmeres Fahren möglich macht, besonders über weitere Strecken.
    4. Es gibt eine Menge Busfahrer die ihr Gefährt einfach nicht beherrschen und ständig mit Gas und Bremse spielen, oder schnittig über die Kreuzung ziehen. :( Ich weis das ist Böse gesagt aber es ist eben leider so. :thumbdown:
    5. Bahnen sind in der Anschaffung teuer, Leben aber länger und sind auch viel Wartungsärmer und dadurch auch billiger.
    Durch mehr Türen besseres und schnelleres Ein-Aussteigen möglich.
    6. Im Bedarf können Bahnen auch mit Türen an beiden Seiten angeschafft werden. Das könnte auf Ulm zukommen wenn am Bahnhof doch noch 4 Bahnsteige kommen sollten, was ich selbst aber nicht glaube.


    In allen Fällen werden wir auf ein gutes Bussystem nicht verzichten können, was ich mir aber wünsche ist einfach die weiteren Wege mit Bahnen zu bedienen. Die längeren Strecken sind einfach viel komfortabler als mit überfüllten Bussen, ich selber möchte nicht stehend von Böfingen nach Wiblingen in einem übervollen Bus fahren. Habe seit 5 Jahren kein Auto mehr und fahre sehr viel mit Bus und Bahn. Es ist aber schon ein grasser Unterschied zwischen einem vollen Bus vom Bahnhof zur Blaubeurerstraße und mit der vollen Bahn nach Böfingen.

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  • Ich wollte ja gar nicht die ganzen gängigen Pro-Argumente runterrattern, erschlägt doch jede Diskussion ;) . Mir machen auch die Argumente Spaß, die so ein bisschen zweischneidig und diskussionswürdig sind.


    Eine nicht sonderlich rationale Motivation, sich als Stadt eine Straßenbahn zulegen zu wollen, kann auch schlicht sein, dass man sie sich leisten kann und will. Da fährt man dann viele gute faktenbasierte Argumente auf, die ja auch größtenteils stimmen mögen (schneller, wirtschaftlicher, attraktiver,...) - aber letzten Endes will man das Ding halt auch, weil so etwas eine Großstadt ausmacht.


    Ulm macht sich ein bisschen größer, als es ist. Meine ich gar nicht böse, ist auch nicht ohne Berechtigung, wenn man an die Wirtschaftskraft und das Wachstum denkt. Von der Einwohnerzahl her (118'000) ist man eigentlich in derselben Gewichtsklasse wie etwa Pforzheim (116'000), Heilbronn (117'000), Reutlingen (111'000). Schienengebundenen städtischen ÖPNV hat von diesen Städten: keine*. Gefühlt ist Ulm aber ein Glied in der Kette entlang der A8: Karlsruhe, Stuttgart, Ulm, Augsburg, München. Sicherlich das kleinste Glied, aber doch, zumal Oberschwaben sich an Ulm als Brückenkopf dranhängt.


    Wenn man mit den großen Ballungsräumen des Südens konkurriert, sei es um Arbeitskräfte, sei es auch einfach um Prestige, dann braucht man solche Dinger wie die Straßenbahn oder ein Dreispartenhaus oder anderen Firlefanz dergleichen. Klar kommt man auch ohne Straßenbahn zurecht, siehe die genannten Beispiele ähnlich großer Städte. Aber, wenn man denn schon die Möglichkeit und die Mittel hat: muss man? ;)


    Letztlich gehören solche Maßnahme wohl einfach dazu, wenn man als Stadt wächst und sein Selbstbewusstsein ausdrücken will. Was man übrigens auch in Reutlingen/Tübingen so sieht, hehe.


    * Zählt man UL und NU zusammen, was ja nicht aus der Luft gegriffen ist, hat man 20'000 Einwohner mehr als Heidelberg - eine Stadt mit sechs Straßenbahnlinien...