Wohngebiet Auf dem Hart | Jungingen

  • Wir üben uns auch in Geduld. ;-)

    Aber spätestens am 25.11. sollte man ja eine Mitteilung dazu bekommen. Wir sind auch sehr gespannt. Aber ich fürchte unter 25 oder mehr Punkten wird man es nicht mal auf die Bewerberliste geschafft haben. (Ist aber nur meine persönliche Idee dazu)


    Ich drück uns allen die Daumen, dass es schnell geht. Gewissheit wäre irgendwie toll. Und ich bin gespannt, wie die Ehrensamtpunkte vergeben wurden. Das ist für mich nicht wirklich transparent.


    Habt ihr viele Punkte beisammen? Wir werden wohl irgendwo zwischen 23 und 27 Punkten landen - eben je nach Vergabe der Ehrenamtspunkte. Trotzdem fürchte ich, stehen unsere Chancen mehr schlecht als gut. :-(

  • Vielleicht hat ja jemand noch Infos zu folgenden Themen:

    • Hat jemand Infos zur Anzahl der Bewerber und der benötigten Punktzahl bei der letzten Grundstücksvergabe in Einsingen?
    • Wann wird der dritte Abschnitt vermarktet?
    • Was ist mit "vertraglichen Verpflichtungen" gemeint, die die Anzahl der Bauplätze um bis zu 40% reduzieren kann? Das einzige, das ich mir aktuell vorstellen kann, sind die ehemaligen Grundbesitzer, die Vorrecht auf eine gewisse Anzahl an Bauplätzen haben, aber das dürften doch sicherlich keine 40% sein.

    Ich hatte dazu mal bei der Stadt angefragt und bekam die Antwort, dass man dazu keine Angaben machen kann, da sich die Situation der Familien ja ständig ändert. Und ich glaube in Einsingen haben sich nicht Ansatzweise so viele beworben wie in Jungingen. Ich kenne eine Familie, die mit einem Kind und 5 Jahren Wartezeit einen Bauplatz bekommen hat. Also kann es nicht so schwierig gewesen sein, wie jetzt in Jungingen.

  • Also laut der Stadt sollen von den 49 Grundstücken 11 an Familien mit Vorkaufsrecht (Landwirte..) verkauft worden sein.
    Die Glücklichen für den Rest werden diese Woche angeschrieben um sich ein Grundstück auszusuchen.


    2024 soll das dritte Gebiet zur Vermarktung freigegeben werden.

  • Für uns hat es leider auch nicht gereicht... Haben leider "nur" 19 Punkte (selbst berechnet). Glückwunsch an die 2% der Bewerber, die es geschafft haben!


    Hier übrigens ein Auszug aus der Nachricht von der Abt. Liegenschaften und Wirtschaftsförderung:

  • Hier übrigens ein Auszug aus der Nachricht von der Abt. Liegenschaften und Wirtschaftsförderung

    So eingängig die Kriterien für einen Zuschlag auch sein mögen, ich finde der Wohnraummangel gibt viel zu viel Macht Personengruppen, die trotzdem nicht einen eindeutig fairen Verteilungsprozess sicherstellen können (weil das ganz grundsätzlich kaum möglich ist). Was hat denn eine Gemeinde ein Anrecht festzulegen, dass man z.B. als Eigentumswohnungsbesitzer hier zum Zuge kommen kann, als Hausbesitzer aber nicht? Sehr befremdlich dieses ganze cherry-picking, das aufrechte Bürger hier über sich ergehen lassen müssen.

  • Was hat denn eine Gemeinde ein Anrecht festzulegen, dass man z.B. als Eigentumswohnungsbesitzer hier zum Zuge kommen kann, als Hausbesitzer aber nicht?

    Die Grundstücke sind im Besitz der Gemeinde, bzw. der Stadt Ulm.

    Als Eigentümer habe ich die Freiheit mir den Käufer auszusuchen.

    In dem Fall halte ich ein solches Verfahren für geboten um Spekulanten abzuhalten.

  • In dem Fall halte ich ein solches Verfahren für geboten um Spekulanten abzuhalten.

    Aber ist das realistisch in einer Einfamilienhaus Gebietsplanung mit Spekulanten zu rechnen? Zumindest Grundstücksspekulanten kann man ja mit einer vertraglichen Baupflicht entgegentreten. Ich kann mir vorstellen das trifft halt Menschen, die anderswo ein Haus haben, eventuell das sogar verkaufen müssen dann um das Haus in Ulm bezahlen zu können. Die kommen hier doch dann nicht zum Zug, oder fehlt mir hier die detaillierte Auslegung in der Bewertung, die dies sehr wohl berücksichtigt?

    Es ist für mich einfach ein Beispiel, dass das zuviel Macht ist, um damit angemessen umzugehen. So kann man nicht voraussagen, wer denn nun ein ,,besserer Bürger" sein wird. Keiner hat eine Glaskugel, wie Menschen sich entwickeln. Und es ist nicht besonders würdevoll sich mit 1000 Menschen um einen Bauplatz sich schlagen zu müssen, indem man sehr private Lebensentwürfe offenlegen muss und im zweifelsfall solchen Kriterien auch anpassen muss, wenn das Gang und Gäbe wird.

  • Aber ist das realistisch in einer Einfamilienhaus Gebietsplanung mit Spekulanten zu rechnen? Zumindest Grundstücksspekulanten kann man ja mit einer vertraglichen Baupflicht entgegentreten. Ich kann mir vorstellen das trifft halt Menschen, die anderswo ein Haus haben, eventuell das sogar verkaufen müssen dann um das Haus in Ulm bezahlen zu können. Die kommen hier doch dann nicht zum Zug, oder fehlt mir hier die detaillierte Auslegung in der Bewertung, die dies sehr wohl berücksichtigt?

    Es ist für mich einfach ein Beispiel, dass das zuviel Macht ist, um damit angemessen umzugehen. So kann man nicht voraussagen, wer denn nun ein ,,besserer Bürger" sein wird. Keiner hat eine Glaskugel, wie Menschen sich entwickeln. Und es ist nicht besonders würdevoll sich mit 1000 Menschen um einen Bauplatz sich schlagen zu müssen, indem man sehr private Lebensentwürfe offenlegen muss und im zweifelsfall solchen Kriterien auch anpassen muss, wenn das Gang und Gäbe wird.

    Wer das nicht akzeptieren will ist nicht gezwungen sich dort zu bewerben.

    Im Übrigen ist für mich hier EoD, da dies wieder eine Endlosdiskussion zu werden scheint dessen Antworten du eh nicht akzeptieren willst.

  • Ich habe mal eine Frage an diejenigen mit Absage: steht dies bei euch in Baupilot bei der Bewerbung irgendwo, dass ihr eine Absage bekommen habt?


    Kurz zu unserer Situation: wir haben keine Absage erhalten, wissen aber leider auch nicht, ob wir uns ein Grundstück aussuchen dürfen, oder nur auf der Bewerberliste (als der 4fachen Anzahl der Grundstücke) gelandet sind.


    Die Email der Stadt ist total uneindeutig und per Telefon und Email ist niemand erreichbar. Es macht uns ganz verrückt, nicht wissen zu können, ob wir uns freuen dürfen oder nicht.


    Bei uns in der Anfrage in Baupilot steht:


    Vergabestatus:

    1. Vergabeprozess Unter dem Hart - Teil 2, Jungingen: Zuteilung


    Es tut mir total leid, dass so viele gar nicht zum Zug kommen.


    Diese Ungewissheit ist aber auch wirklich zermürbend.

  • So eingängig die Kriterien für einen Zuschlag auch sein mögen, ich finde der Wohnraummangel gibt viel zu viel Macht Personengruppen, die trotzdem nicht einen eindeutig fairen Verteilungsprozess sicherstellen können (weil das ganz grundsätzlich kaum möglich ist). Was hat denn eine Gemeinde ein Anrecht festzulegen, dass man z.B. als Eigentumswohnungsbesitzer hier zum Zuge kommen kann, als Hausbesitzer aber nicht? Sehr befremdlich dieses ganze cherry-picking, das aufrechte Bürger hier über sich ergehen lassen müssen.

    Das finde ich auch Interessant, insbesondere:

    Zitat

    Der Hauptausschuss hat in seiner Sitzung am 11.11.2021 beschlossen, dass aufgrund der großen Nachfrage, die Bewerber und deren Partner, die bereits Wohneigentum in Form eines Gebäudes besitzen, bei der jetzigen Vergabe nicht berücksichtigt werden.

    Schon bei der Bewerbung musste angegeben werden, ob man "Eigentümer eines Eigenheims im Stadtgebiet Ulm ist oder war". Mir stellt sich jetzt die Frage, ob nach der Hauptausschusssitzung auch Eigentümer von (nicht-selbstgenutzten) Einfamilienhäusern außerhalb des Stadgebietes von Ulm von der Vergabe ausgeschlossen werden.


    Besonders informativ war die Absage-Mail nicht, ich habe mir vor vornherein keine Chancen ausgerechnet, aber den Rang auf der Bewerberliste hätte ich schon gerne gehabt 🤷.

  • Kurz zu unserer Situation: wir haben keine Absage erhalten, wissen aber leider auch nicht, ob wir uns ein Grundstück aussuchen dürfen, oder nur auf der Bewerberliste (als der 4fachen Anzahl der Grundstücke) gelandet sind.


    Die Email der Stadt ist total uneindeutig und per Telefon und Email ist niemand erreichbar. Es macht uns ganz verrückt, nicht wissen zu können, ob wir uns freuen dürfen oder nicht.


    Bei uns in der Anfrage in Baupilot steht:

    Hi Elyse,


    Ich mutmaße hier nur, aber könnte es sein, dass ihr vielleicht nicht unter den ersten 49 seid, aber so weit vorne, dass ihr evtl. nachrücken könntet?


    Hat sich denn schon neues ergeben bei euch? Drücke die Daumen

  • Aber ist das realistisch in einer Einfamilienhaus Gebietsplanung mit Spekulanten zu rechnen? Zumindest Grundstücksspekulanten kann man ja mit einer vertraglichen Baupflicht entgegentreten. Ich kann mir vorstellen das trifft halt Menschen, die anderswo ein Haus haben, eventuell das sogar verkaufen müssen dann um das Haus in Ulm bezahlen zu können. Die kommen hier doch dann nicht zum Zug, oder fehlt mir hier die detaillierte Auslegung in der Bewertung, die dies sehr wohl berücksichtigt?

    Es ist für mich einfach ein Beispiel, dass das zuviel Macht ist, um damit angemessen umzugehen. So kann man nicht voraussagen, wer denn nun ein ,,besserer Bürger" sein wird. Keiner hat eine Glaskugel, wie Menschen sich entwickeln. Und es ist nicht besonders würdevoll sich mit 1000 Menschen um einen Bauplatz sich schlagen zu müssen, indem man sehr private Lebensentwürfe offenlegen muss und im zweifelsfall solchen Kriterien auch anpassen muss, wenn das Gang und Gäbe wird.

    Als mit der Gegend Vertrauter:


    Ich hatte mit dem Bewerberverfahren auch meine Bedenken bzgl. Schlupflöcher für Gewiefte. Bei 1.500 Bewerbern und absoluter Top-Lage brodelt die Gerüchteküche. Es scheint aber im Junginger Ortschaftsrat regelrecht gekracht zu haben, als man damals das EU-konforme Vergabeverfahren einführte – vermutlich weil es viele altbewährte Schlupflöcher stopfte (die Stadt selbst widerum kann weiterhin frei agieren).


    Die "Grundstücksspekulanten", die man abwehren will, dürften eher unter jenen Glücklichen zu suchen sein, welche in den letzten 20 Jahren zum Zug kamen. Allein durch die preisliche Aufwertung ihres damaligen Bauplatzes konnten sich manche mit weiteren EFH in Jungingen eindecken, welche sich problemlos vermieten lassen. Der Boom der Region treibt auch viele temporäre Führungskräfte hier her – die Platz für Kind und Kegel brauchen.


    Bzgl. deiner Kritik Ortsansässige zu bevorzugen – als Hineingeschmeckter teilte ich sie lange Zeit, sehe aber mitlerweile auch die Gegenseite: Jungingen war bis in die 70er nicht Teil der Stadt Ulm, viele KFZ-Kennzeichen tragen stolz das "UL-JU". Und es gibt noch viele Familien, die hier seit 100-200 Jahren und mehr leben – und die aufeinmal ihre Mitdreißigjährigen Kinder samt Enkel im Dachgeschoss unterbringen müssen, sollen diese ihrer Heimat erhalten bleiben.


    Der blanke Hohn ist es dann, wenn Wohnraum verknappende Bebauungspolitik sich (u.A. in den Bebauungsplänen) darauf beruft, den Dorfcharakter erhalten zu wollen – und der verknappte Wohnraum, wie nichts anderes diesen Dorfcharakter zerstört, da Junginger Familienlinien enden, wenn den eben genannten "Kindern", deren Großeltern schon in Dorfverein X waren, das Dachgeschoss zu eng wird.


    Auch in diesen Bauabschnitt dürften viele alt-Junginger Neu-Familien ihre letzte Hoffnung gesetzt haben – und jetzt entgültig wegziehen.

  • Also laut der Stadt sollen von den 49 Grundstücken 11 an Familien mit Vorkaufsrecht (Landwirte..) verkauft worden sein.
    Die Glücklichen für den Rest werden diese Woche angeschrieben um sich ein Grundstück auszusuchen.

    Hat dir das die Stadt so gesagt? Auf den Bögen, die an die "Gewinner" gingen waren weniger als 11 "vorgemerkt"


    2024 soll das dritte Gebiet zur Vermarktung freigegeben werden.

    Anhand der Erfahrungen in den letzten Abschnitten: Nehme die von der Stadt genannte Dauer immer mal-2 ;(

  • Ich kenne eine Familie, die unter den Glücklichen ist, die zu einer Doppelhaushälfte bereit wäre – allerdings fühlen sie sich überfordert von den Regularien: Anscheinend gab es seitens der Stadt mehrmals verwirrende Aussagen bzgl. was mit Doppelhaushälften erlaubt sei, was nicht. In den tatsächlichen Unterlagen fände sich hierzu allerdings nichts. Ich selbst habe im Bebauungsplan auch nichts der gleichen gefunden.


    Dürften meine Bekannten sich überhaupt ihren DHH-Nachbarn aussuchen? Ich weiß von anderen Baugebieten im Landkreis, bei denen de DHH-Nachbar ein zugeteilter "Nachrücker" war.

  • Hi Elyse,


    Ich mutmaße hier nur, aber könnte es sein, dass ihr vielleicht nicht unter den ersten 49 seid, aber so weit vorne, dass ihr evtl. nachrücken könntet?


    Hat sich denn schon neues ergeben bei euch? Drücke die Daumen

    Hallo Entwickler,


    Ja, es gibt Neuigkeiten bei uns. Wir haben es tatsächlich auch geschafft einen begehrten Bauplatz zu erhalten. Einige Tage später kam ein Brief der Stadt.


    Zu deiner Frage mit den 11 Grundstücken. Es waren 10, die bereits reserviert wurden.


    Ich verstehe den Unmut der Junginger natürlich auch, v.a aus der Sicht die du in deinem Beitrag erwähnst. Allerdings bin ich der Meinung, dass die Junginger dann in anderen Baugebieten eben auch "benachteiligt" werden müssten. Den in den anderen Stadtteilen gibt es solch eine Regelung nicht. Dann müssten immer alle Stadtteilsansässigen bevorzugt werden. Und dies ist leider in einer Stadt wie Ulm mit dieser Größe nicht möglich.


    Und diese Diskussion ist glaub ich auch nicht zielführend. Den Gerechtigkeit wird es bei so etwas nie für alle geben. Wir leben seit 20 Jahren in Ulm, erwirtschaften hier Geld und zählen trotzdem nicht als "Einheimische". Ist das gerecht? In den Regionen unserer Eltern ist die Wirtschaftslage einfach viel viel schlechter. Dies ist ein Bundespolitisches Problem - keins, dass mit Vergaben von Grundstücken lösbar wäre.



    Wir freuen uns auf alle Fälle sehr, das wir es (endlich) geschafft haben, unseren Traum zu verwirklichen und hoffen damit auch mal unseren Kindern etwas mitgeben zu können. So wie es die Junginger gerne für Ihre Kinder tun würden.


    Liebe Grüße und danke fürs Daumen drücken

    Elyse