4-spuriger Ausbau B 10 und Brücke über die Otto-Hahn-Straße

  • Entweder hat die Firma LW Urlaub gemacht oder aber, was ich eher glaube. Da die meisten Baumaschinen weg waren. Wurde ein anderes Projekt dazwischen geschoben. Im Moment ist es wieder das gleiche. Seit Wochen passiert nichts mehr weltbewegendes.

    Wäre es den eine Sünde wenn man mal vor dem Terminplan fertig wird. Am Wetter kann es jetzt nicht liegen. Da wurden schon ganz andere Projekte bei schlechterem Wetter abgewickelt.

    Erstmal: Willkommen im Forum! Schön noch einen Fachmann dabei zu haben :).


    Ich denke, dass die meisten (Straßen-) Baufirmen mehr Anträge aufnehmen, als sie eigentlich abwickeln können, und dann eben fleißig Kapazitäten hin- und herschieben. Sie sind halt derzeit auch am längeren Hebel, gebaut wird einfach wie blöde. Auch im Norden der Region - beispielsweise Tomerdingen oder Bernstadt - ziehen sich solche Straßenbaustellen wie Kaugummi. Ich würde das aktuell noch als Konjunktureffekt verbuchen.

  • Ist das nicht generell so bei öffentlichen Bauvorhaben?

    Ist es normalerweise nicht. Zeit ist Geld.

    Aber keiner hat Interesse das Baustellen schneller fertig werden. Weder die Baufirma, die hierfür keinen Anreiz hat, im Gegenteil, somit können Mitarbeiter bei schwacher Auftragslage weiter beschäftigt werden, noch der Auftraggeber, der Zahlungen strecken kann.

    Konventionalstrafen sagen dir etwas?

    Kostet zwar in der Regel mehr, weil Preise steigen

    Das liegt vor allem an den gestiegenen Preisen für Rohstoffe.


    Im Übrigen halte ich es schon für reichlich dreist hier Arbeitserfahrung im Hochbau vorzugeben, wenn es vor allem um Straßen- und Tiefbau geht. Das sind, schon von den Arbeitsabläufen auf solchen Baustellen, zwei verschiedene Paar Schuhe.

    Die ausführende Firma LW hatte in der Sommerzeit 3 Wochen Bauruhe, das ist allgemein üblich bei jeder größeren Baufirma die Terminarbeiten in solchem Umfang ausführt.

  • Bestes Gegenbeispiel war das PPP Projekt A8.

    So ziemlich das schlechteste Beispiel was Straßenbau angeht:


    Es werden zwar Firmen zum Bau beauftragt die sehr kostengünstig arbeiten, dabei bleiben aber meist regionale Firmen außen vor.

    PPP-Verträge enden meist, wie im Falle A8, nach ca 20 Jahren. Danach fangen aber die Ausbesserungsarbeiten an Fernstraßen erst an wie z.B. Fahrwegerneuerungen, Brückensanierungen usw. Das sind die Kostentreiber die die PPP-Firmen in der Vertragslaufzeit massiv einsparen, bzw. erst gar nicht in Angriff nehmen.

    Zum Schluß zahlt der Steuerzahler dann.

  • So ziemlich das schlechteste Beispiel was Straßenbau angeht:


    Es werden zwar Firmen zum Bau beauftragt die sehr kostengünstig arbeiten, dabei bleiben aber meist regionale Firmen außen vor.

    PPP-Verträge enden meist, wie im Falle A8, nach ca 20 Jahren. Danach fangen aber die Ausbesserungsarbeiten an Fernstraßen erst an wie z.B. Fahrwegerneuerungen, Brückensanierungen usw. Das sind die Kostentreiber die die PPP-Firmen in der Vertragslaufzeit massiv einsparen, bzw. erst gar nicht in Angriff nehmen.

    Zum Schluß zahlt der Steuerzahler dann.

    Na, der Ausbau der A8 zwischen Augsburg - Ulm hat im PPP Projekt ca. 4 Jahre gedauert. Die Vertragslaufzeit beträgt 30 Jahre und nicht 20 Jahre. Im Vergleich zur Dauer des öffentlich geführten Ausbaus Günzburg wegen Legoland, dauerte 9 Jahre. Das ist ein großer Unterschied.


    Pansuevia hat auch während der Vertragslaufzeit auch schon Sanierungsmaßnahmen, wie z.B. Ulm-Elchingen/Leipheim durchgeführt. Es ist also nicht so, wie manche lokale Baufirmen es weiß machen wollen. Ja, die großen Baukonzerne gewinnen in der Regel die großen Projekte. Diese sind aber einfach flexibler, haben mehr Maschinen und Personal. In der Regel auch bessere Arbeits- und Lohnbedingungen, wenn ich mir hier z.B. die Eurovia anschaue.


    Xaver Lutzenberger hat aber auch schon größere Autobahnausschreibungen gewonnen und zählt jetzt nicht zu den Großkonzernen.


    Und noch was zu deiner Argumentation. Wenn es stimmen sollte - was ich entscheiden bestreite - dass die ÖPP Vertragspartner keien Sanierungsmaßnahmen durchführen, was bewiesen falsch ist. Dann müssten sich doch die lokalen Bauunternehmer freuen, denn dann gibt es ja nach 20 Jahren (eigentlich 30 Jahren s.o.) richtig viele Aufträge.


    Und übrigens, wenn ein Bauunternehmen jetzt jammert, dann machen sie echt was falsch, es gab keine bessere Zeit für Bauunternehmen als jetzt.

  • Nochmal:


    Der Auftraggeber gibt vor, bis wann die Bautätigkeit abgeschlossen werden soll. Den Zeithorizont bekommen Sie durch ein Planungsbüro. Eine Bautätigkeit lässt sich z.B. auf 24 Monate abarbeiten, wenn hierzu 5x8 gearbeitet wird. Jetzt weiß aber das Planungsbüro bzw. der Auftraggeber, dass der Bau damit teurer wird, da Baufirmen sich dann nur auf ein Projekt konzentrieren können und nicht gleich 2 oder 3 Projekte annehmen können, folglich würden die Angebote teurer werden. Die Folge dessen ist, dass eine Bauzeit verlängert wird, sagen wir 36 Monate um genügend Angebote zu bekommen und die Preise "niedriger" zu halten. Ich meine das sieht man doch überall. Bauzeit A8 Ulm/Elchingen bis Ulm West ca. 8 Jahre, Ulm West bis Albabstieg 8,5 Jahre. Alle 3 ÖPP Projekte wurden in ca. 4 Jahren gebaut, da waren auch komplexe Hochbrücken dabei.


    Ich sage nicht das die bisherigen ÖPP ein voller Erfolg waren, aber die Grundidee einen Anreiz zu schaffen, schneller zu bauen, hatten Sie auf jeden Fall.


    Die von dir angesprochenen Konventionalstrafen greifen ja erst, wenn das Bauunternehmen wirklich nicht rechtzeitig fertig wird (meistens, weil Sie statt den vorher genannten 2-3 weiteren Aufträgen zu viele angenommen haben).

    Sieht man ja jetzt an der Ausrede bezüglich der Verzögerung bei der Eröffnung der AS Nersingen Richtung Süden. Im September hieß es, Eröffnung Ende Oktober und jetzt verschiebt es sich um 4 Wochen, weil es Starkregenereignisse im Frühjahr gab. Das wusste man im September noch nicht? Also bitte!


    Und ja es gibt den klassischen Sommerurlaub bei Baufirmen, aber bei Baukonzernen, wie bei Züblin oder Bilfinger nicht in der bekannten Art, der kompletten Bauruhe.

    Deine Anmerkung "reichlich dreist" musst du mir noch erklären. Diesen Zusammenhang auch auf wenn du das beziehst verstehe ich nicht.

  • Meines Wissens war das ein Ausbau, der sich über mehrere Jahre hinzog, wenn du den Abschnitt zwischen dem AK Elchingen und der Donaubrücke meinst.

    Nope, war dieses Jahr im April.


    https://www.augsburger-allgeme…Pfingsten-id59513706.html


    Konkret ging es um die südlichen Abschnitt. Dieser wurde 2003 im Zuge des Legoland 3-spurig ausgebaut. Jetzt nach 17 Jahren wurde von Pansuevia ein 6 km langer Abschnitt dessen Deckschicht erneuert. Ist also nicht so, dass es keine Erhaltungsmaßnahmen gibt.

  • Im Übrigen halte ich es schon für reichlich dreist hier Arbeitserfahrung im Hochbau vorzugeben, wenn es vor allem um Straßen- und Tiefbau geht. Das sind, schon von den Arbeitsabläufen auf solchen Baustellen, zwei verschiedene Paar Schuh

    Hallo ABC


    Was hast du den für ein Problem?


    Ich komme hier in das Forum und stelle mich vor. Ich denke so gehört sich daß.

    Ich hab nirgends geschrieben dass ich der oberfachmann im Straßenbau bin.

    Und du kannst dich auf den Kopf stellen die 37 Jahre Erfahrung im Hochbau hab ich trotzdem.


    Finn Dankeschön


    Schönen Tag noch

  • Was mich echt ärgert, ist dass die Baustelle immer wieder komplett still steht. Im Sommer wurde das ganze für mind. 3 Wochen unterbrochen. Entweder hat die Firma LW Urlaub gemacht oder aber, was ich eher glaube. Da die meisten Baumaschinen weg waren. Wurde ein anderes Projekt dazwischen geschoben.

    Im Moment ist es wieder das gleiche. Seit Wochen passiert nichts mehr weltbewegendes.


    Najaaa, da hat sich auch in den letzten Wochen aber einiges getan, vor allem im Bereich des Anschlusses zur A7, wo die Rampen mittlerweile fertig sind inklusive Leitplanken. Das sah da vor kurzem noch ganz anders aus. Am anderen Ende der Baustelle scheint mir die südliche Fahrbahn mittlerweile auch ganz fertig zu sein, hier rechne ich jeden Tag mit der Verlegung des Verkehrs. Und mittendrin dürfte die Brücke auch kurz vor Vollendung stehen. Ansonsten hat sich viel getan bei der Gestaltung der "Außenanlagen", also vor allem im Bereich der Abfahrten und Rampen wurden hier Hänge begrünt, Mutterboden verlegt und so weiter. Zugegeben ist das eher die Kür und hilft dem Verkehr nicht weiter, gehört aber eben auch dazu.


    Es ist halt auch eine lange Baustelle, an der nur punktuell gearbeitet zu werden scheint, und wenn dann lange Abschnitte beispielsweise schon seit Wochen fertig planiert sind, aber nicht asphaltiert werden, dann sieht das schon so aus als würden die Arbeiter Urlaub machen. Da vermute ich mal wird man warten bis auch die Brücke endgültig fertig ist und die restliche Trassierung abgeschlossen, bevor man die Asphalt-Crew holt und alles in einem Rutsch erledigt. Und bei den Anschlüssen sah das für mich so aus, als gäbe es dafür halt nur eine Baufirma, die die einzelnen Teilprojekte nacheinander abgearbeitet hat - erst Burlafingen, dann Finningen, und jetzt der Anschluss zur A7. Hätte man sicherlich parallelisieren können, aber ob das die Gesamtbauzeit wesentlich reduziert hätte, wenn es auch Zwangspunkte wie eben Brückenbau und -verbreiterung gibt, die nunmal ihre Zeit brauchen?


    Was die Absicherung angeht, muss ich dir teilweise Recht geben. Ich hab da auch schon mehrfach gefährliche Situationen erlebt mit Autofahrern, die sich zwischen den Warnbaken offenbar nicht zurechtgefunden haben. Das krasseste war, als der Fahrer vor mir im Bereich der Anschlussstelle Finningen unvermittelt und kurz vor dem überraschten Gegenverkehr einen U-Turn eingelegt hat und sich dann gegenüber zwischen die Warnbaken auf den Seitenstreifen gestellt hat. Der war wohl überrascht, dass er nicht mehr zum Breitenhof abbiegen konnte, und wenn der Gegenverkehr nicht eine Vollbremsung eingelegt hätte, wäre das Panik-Wendemanöver teuer geworden. Da muss man sich dann aber auch mal fragen, ob die Schuld nicht auch am Unvermögen mancher Fahrer liegt.

  • Da muss man sich dann aber auch mal fragen, ob die Schuld nicht auch am Unvermögen mancher Fahrer liegt.

    Ja, das ist scheinbar schlimmer geworden. Da fehlt bei vielen mittlerweile der Weitblick. Kein Abbiegen möglich, dann fahr ich weite rund drehe am Kreisverkehr (Otto-Hahn Straße) halt um. Ich weiß nicht, ob Leute nur noch auf das Navi vertrauen und Panik bekommen, wenn es plötzlich nicht mehr stimmt?


    Fazit: Baustellen müssen einfach so gesichert werden, dass auch der GAU verhindert wird, wie z.B. nicht passierbare Fahrbahnabgrenzungen.