Mobilität und Infrastruktur

  • Ich find die Dinger ja auch sympathisch, aber wie von Winning es im Artikel macht, man muss es halt im Gesamtzusammenhang sehen. Esslingen und Salzburg haben den O-Bus, aber das ist dort jeweils neben dem Autobus das einzige ÖPNV-System. Berlin mag ein O-Bus-System aufbauen wollen, aber das ist ja auch eine Multi-Millionen-Weltstadt - die kann neben Autobussen, Straßenbahnen und U-Bahnen auch O-Busse aufnehmen. Ein drittes ÖPNV-System in einer Doppelstadt wie Ulm/Neu-Ulm hätte einfach keinen Mehrwert.

    Berlin baut da wohl ne Pilotlinie, müsste ich mal danach googeln.

    In der Schweiz gibts mehrere Städte mit O-Bus und Tram.

  • Hat von Euch schonmal jemand etwas von der neuen Wälderbahn in Bregenz gehört? Ist glaube ich im Sande verlaufen das Projekt, aber ich finde das Hybride System aus Luftseilbahn und Schwebebahn von Doppelmayr interessant. Es bleiben zwar die meißten hier diskutierten Nachteile (insbesondere Personalaufwand an den Haltestellen und Einführung eines weiteren Systems mit entsprechendem Overhead), aber zumindest einige der Trassierungsprobleme würde es ja elegant lösen.


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    Falls sich jemand davon inspiriert fühlt einen weiteren Linienplan für UL/NU zu entwerfen ;-)


    VLG

  • Wieviel mögliche Systeme will man eigentlich jetzt noch diskutieren? Die Diskussion geht jetzt über Jahre, wenn nicht Jahrzehnte. Irgendwann sollte man sich für eine Lösung entscheiden.


    Vielleicht wäre eine U-Bahn doch das Sinnvollste. Bis man sich für etwas geeinigt hat, ist der Bedarf für ein U-Bahnsystem sicherlich da.

  • Mal ein kleines Linienvideo der Linien 1 und 2 in HD.

    Wenn man die Geschwindigkeit auf 0.25 stellt kommt sogar etwas ganz brauchbares dabei raus.

    Besondere Schmankerl sind die Abbiegefahrten am Theater von W.-Brandt-Platz kommend Richtung Wissenschaftsstadt und an der Bayerstraße Richtung Söflingen.

    Sieht man ja nicht allzu oft.


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  • Kurz zusammengefasst: Die Luftseilbahn ist raus, da viel zu teuer und und nur mit schwerwiegenden Eingriffen in Natur und Privatgrundstücke umsetzbar. An der Wilhelmsburg kämen zusätzlich noch der Denkmalschutz und ökologische Fragen ins Spiel. Laut Gutachten wäre nur für das Stück zwischen Ulmer Hauptbahnhof und Wilhelmsburg mit Investitionen von rund 117 Millionen Euro zu rechnen, ohne jährliche Betriebskosten. Also keine Chance.


    Weiterverfolgt wird hingegen die Idee einer Standseilbahn zwischen Lehrer Tal und Wilhelmsburg. Diese wäre knapp 600 Meter lang und würde eingleisig über eine noch zu bauende Brücke geführt werden. Grob geschätzte 14 Millionen Euro Investitionskosten hierfür, die je nach Baugrund jedoch auch sehr viel höher ausfallen könnten. Ziel wäre eine Umsetzung bis 2030, rechtzeitig für die Landesgartenschau.

  • Kurz zusammengefasst: Die Luftseilbahn ist raus, da viel zu teuer und und nur mit schwerwiegenden Eingriffen in Natur und Privatgrundstücke umsetzbar. An der Wilhelmsburg kämen zusätzlich noch der Denkmalschutz und ökologische Fragen ins Spiel. Laut Gutachten wäre nur für das Stück zwischen Ulmer Hauptbahnhof und Wilhelmsburg mit Investitionen von rund 117 Millionen Euro zu rechnen, ohne jährliche Betriebskosten. Also keine Chance.


    Weiterverfolgt wird hingegen die Idee einer Standseilbahn zwischen Lehrer Tal und Wilhelmsburg. Diese wäre knapp 600 Meter lang und würde eingleisig über eine noch zu bauende Brücke geführt werden. Grob geschätzte 14 Millionen Euro Investitionskosten hierfür, die je nach Baugrund jedoch auch sehr viel höher ausfallen könnten. Ziel wäre eine Umsetzung bis 2030, rechtzeitig für die Landesgartenschau.

    Naja,

    für prognostizierte Kosten in Höhe von 14 Mio. Euro könnte man auch einen Teil einer Tramlinie3 nach Ludwigsfeld bauen anstatt eine 600m lange Standseilbahn den Michelsberg hoch. Von 117 Mio gar nicht zu reden.

    Vielen Dank fürs einstellen!

  • Eine vergleichbare (wenn auch nur halb so lange) Standseilbahn findet sich übrigens bei Karlsruhe und erschließt den dortigen Turmberg von Durlach aus. Damit bin ich auch selbst schon gelegentlich gefahren, als ich noch dort wohnte. Solange es oben neben einer tollen Aussicht auch noch ein passendes gastronomisches Angebot gibt (sprich: eine Kaffeeterrasse mit Fernblick), und der Fahrpreis sinnvoll bezahlbar ist (am besten mit der Bus-/Tramfahrkarte abgedeckt, mit der man zum Lehrer Tal kommt), könnte sowas durchaus Zuspruch finden. Im Falle der Wilhelmsburg könnte man ja noch sehr viel mehr bieten, als es auf dem kleinen Turmberg möglich wäre, seien es Veranstaltungsflächen, Ausstellungen oder ein museales Angebot...

  • Eine vergleichbare (wenn auch nur halb so lange) Standseilbahn findet sich übrigens bei Karlsruhe und erschließt den dortigen Turmberg von Durlach aus. Damit bin ich auch selbst schon gelegentlich gefahren, als ich noch dort wohnte. Solange es oben neben einer tollen Aussicht auch noch ein passendes gastronomisches Angebot gibt (sprich: eine Kaffeeterrasse mit Fernblick), und der Fahrpreis sinnvoll bezahlbar ist (am besten mit der Bus-/Tramfahrkarte abgedeckt, mit der man zum Lehrer Tal kommt), könnte sowas durchaus Zuspruch finden. Im Falle der Wilhelmsburg könnte man ja noch sehr viel mehr bieten, als es auf dem kleinen Turmberg möglich wäre, seien es Veranstaltungsflächen, Ausstellungen oder ein museales Angebot...

    Ich gebe Dir Recht.

    Vermutlich wird es aber auf eine Andienung mit Hybrid-/E-Bus über die Stuttgarter Straße hinauslaufen. Busschleife an der Kaserne ist ja schon vorhanden. Bis zu einem Kassenhäuschen für die LaGa und einer Drehtür wirds dann schon noch reichen. ^^

  • Ich muss zugeben ich bin sehr enttäuscht, aber nicht überrascht. Das Budget einer LGS gibt kein umfänglicheres Nahverkehrsmittel her. Mit dieser für mich nun ganz neuen Idee der Standseilbahn ist man preislich genau da, was im Budget erwartbar ist. Jedoch bin ich da bei Euch und frage, ob Preis/Aufwand und Nutzergewinn im Verhältnis stehen. In Zukunft würde ich mir eine bessere Vorbereitung vor solchen Studien erwarten, dann spart man sich einige Dinge.

  • Ehrlich gesagt fehlt mir ein Konzept für die Wilhelmsburg, um solche Kosten zu rechtfertigen und langfristige dauerhafte Nutzung zu erzielen. Wenn es da oben ein interessantes Museum geben würde (Naturkundemuseum, militärhistorisches Museum,...) dann könnte man erwarten das viele Besucher, Schulklassen,... die Bahn auch nutzen würden. Aber solange man hofft, dass da ein paar Veranstaltungen, Außengastronomie, kommen könnte, reicht eine Anbindung über die Stuttgarter Straße per Bus oder vielleicht Straßenbahn (die nach Jungingen führt). Da sollte man sich nur über eine gute neue Haltestelle Gedanken machen.


    Und mal ehrlich wie viele Leute nutzen dann diese Standseilbahn? Wegen einer Gastronomie? Wenn die Standseilbahn nur im 30 Minuten Takt fährt, überlegt man die zu nutzen, fährt sie im 10 Minutentakt, dann sitzen da vielleicht 5 Leute drin.

  • Moin, ich hau´s mal hier ins Infrastrukturthema rein.


    Ulm wird seine Brückenprobleme nicht los :-/

    Das bleibt spannend, die nächsten Jahre...

    Viele Grüße


    RT




    Der Bauende soll nicht herumtasten und versuchen. Was stehenbleiben soll, muss recht stehen und wo nicht für die Ewigkeit doch für geraume Zeit genügen. Man mag doch immer Fehler begehen, bauen darf man keine.

    J-W Goethe

  • Irgendwo habe ich gelesen, dass erstmal ummarkiert werden soll, um die Lasten anders zu verteilen.

    Die Überlegung ist doch, ob man die B10 nicht einfach für den Durchgangsverkehr voll sperrt und über die B10/A7/A8 umleitet. Geht aber erst , wenn die A8 bei Elchingen 3-spurig ist. Solange müssen die Brücken auf jedenfall durchhalten.


    Ich persönlich würde es gut finden, wenn alle Brücken der B10/B28 gleichzeitig angegangen werden würden. Einmal hart, aber geht schneller.

  • Zum gleichen Thema in der NUZ auch noch ein Artikel, die Pläne darin halte ich für sehr interessant.

    Einige wurden hier auch schon gezeigt:


    Verschwindet der Blaubeurer Ring?

    So soll der Verkehr in Ulm in zehn Jahren aussehen


    Bis zur Landesgartenschau 2030 soll die B10 in Ulm gewaltig umgebaut werden. Beeindruckende, bislang nicht veröffentliche erste Entwürfe zeigen jetzt wie.


    https://www.augsburger-allgeme…-aussehen-id59623466.html

  • "bislang nicht veröffentliche erste Entwürfe zeigen jetzt wie"


    Schon bisschen Bild Niveau... die Pläne liegen schon lange im Internet...

  • Moin,


    Je öfter ich mir das Gefrickel mit den einzelnen Brücken anschaue, desto charmanter fände ich eine völlig neue Lösung.


    Ein großer Tunnel, mit Nordportal kurz hinter dem Tunnel am Lehrer Tal und Südportal in Neu-Ulm hinter der Schützenstraße/Wiblinger Straße.

    Sicherlich keine simple Geschichte aber weg von Stückelei und städtebaulich und Verkehrstechnisch m.E. eine enorme Chance für Ulm und Neu-Ulm.


    Theoretisch wäre ja ein Abzweig mit Ausfahrt/Zufahrt auf Höhe Blaubeurer Ring sowie direkt hinter der bestehenden Adenauerbrücke als Anbindung an Neu-Ulm möglich.

    Viele Grüße


    RT




    Der Bauende soll nicht herumtasten und versuchen. Was stehenbleiben soll, muss recht stehen und wo nicht für die Ewigkeit doch für geraume Zeit genügen. Man mag doch immer Fehler begehen, bauen darf man keine.

    J-W Goethe

  • Das hatte ich mir auch mal vor paar Jahren angeschaut und Überlegungen dazu gemacht. Selbst wenn, die Finanzierung hierfür da wäre, würde es an Überlegungen zu Umstrukturierung des Individualverkehrs scheitern.


    Man muss ich also die Frage stellen, will man einen großzügigen und langen Tunnel bauen, um den Durchgangsverkehr zu verstecken und oberirdisch die Straße deutlich zu reduzieren oder will man das mit anderen Lösungen angehen, z.B. besseren, schnelleren ÖPNV.


    Beim Durchgangsverkehr gebe ich dir recht, da macht ein Tunnel Sinn. hier müsste man die Verkehrsströme nochmal genau anschauen.


    Wieviel wollen aus dem Norden /nördliches Umland Richtung A7, B30 oder in die Stadt, Wieviel wollen von Süden in die Stadt, Donautal oder Richtung Uni bzw. A8?


    Was würde es bringen, wenn das Umland viel besser an den ÖPNV angebunden wäre (S-Bahn/Karlsruher Konzept)?

    Was würde es bringen, wenn es eine westliche autobahnähnliche Umfahrung geben würde? (Aufgrund der Naturschutzgebiete, aber kaum möglich)


    Alternativ kann man auch über eine kleine Tunnellösung nachdenken. Also ein Tunnel nach dem Zigeunerfelsentunnel unter die Gleise und Blaubeurer Tor bis zum Anfang des bestehenden Westringtunnels. Blau wäre hier ein neuer Tunnel, grün Bestandstunnel.



    Was mir hier nicht gefällt ist, dass die B28 (Blaubeurer Straße) auch suboptimal angebunden ist.