Stadtgespräche Ulm

  • Die Besucher aus dem weiten Umland kommen nicht wegen Showrooms regionaler Unternehmen oder Gewürzhändlern.

    Das ist eigentlich nicht richtig. Man merkt diesen Zustrom nur nicht so, weil er heute komplett in die Gewerbegebiete geht, z.B. zum Fabrikverkauf von Seeberger und Lebkuchen Weiss oder auch z.B. in die Fliesenausstellung von Baywa, so viel mehr Beispiele. Wenn man all diese Ausstellungen, wie auch immer - wieder in ein Zentrum holt, statt über die Stadt verstreut, dann hat man auch die Frequenz. Zumal es für eine Tourismusstadt wie Ulm immer auch ein Konzept ist, lokale Produkte in der Innenstadt anzubieten, da eignet sich nicht alles, aber die Unternehmen können das ja auch anpassen, von Gardena dann zur Gartenschau eine Sonderedition z.B., so sähe für mich Stadtmarketing aus.


    Es spricht nichts dagegen auf das Individualprodukt Fashion auch weiterhin den Schwerpunkt zu setzen, individualisierten Produkten sagen ja auch die Profis die Zukunft voraus, aber man darf auch nicht die Macht des Internets auf diesem Feld unterschätzen und damit wäre Kräftebündelung in meinen Augen angebracht.

  • mir fehlt folgendes:

    - ein craft-beer shop

    - ein 3D druck Dienstleister

    - ein guter laden mit Kräutern und Gewürzen wo man auch etwas ausgefallenere Sachen bekommen könnte

    Fände ich den idealen Besatz in 2A-Lagen, zum Beispiel rund ums Münster. Da hat man auch eher noch den privaten Vermieter aus der Gegend, der nicht die Mondpreise für die 1A-Lagen aufrufen muss.


    Ich weiß nicht, ob es die Stadt dürfte, aber vielleicht auch eine der großen Flächen nutzen als Art Markthalle, wo ortsansässiges Gewerbe seine Produkte präsentieren darf, z.B. Gardena, Bosch Rexroth, Beurer, Seeberger, CPI print, Glaeser Textil (da müsste man ja nicht so genau sein und z.B. Lebkuchen Weiss oder Kränzle von der anderen Donauseite auch zulassen). Das sind denke ich alles Anbieter, die keinen Flagshipstore in der Ulmer Innenstadt sich sonst leisten würden.

    Spannende Idee, auf so etwas bin ich noch nie gekommen - eine Art Pop-Up-Flagstore für wechselnde regionale Unternehmen. Könnte ich mir sowohl als kommunale wie auch als private/privatwirtschaftliche Initiative vorstellen. In etwas abwandelter Form könnte ich mir auch einen Schauraum zum Beispiel für universitäre Projekte vorstellen, oder auch für Unternehmen, die eher B2B operieren - meinetwegen stellt Conti einen Experimentierfahrzeug mit allerlei Zukunftstechnologien für einen Monat in den Raum. Wäre auch eine Möglichkeit, das EG für Nutzungen außer Gastronomie und Handel urbar zu machen.

    https://www.swp.de/suedwesten/…asse-weiter-58663205.html


    Wie vermutet wechselt H&M lediglichein paar Meter weiter von der Bahnhofstraße in die Sedelhöfe. Ich hoffe, der Eigentümer findet für die Nachfolge im Haus Bahnhofstraße die gewünschten Nachmieter mit dem anvisierten Sortiment, vor allem Bekleidung. Der Fußgängerzone und Ulm als Einkaufstandort für Oberschwaben würde es sehr gut tun. Die Besucher aus dem weiten Umland kommen nicht wegen Showrooms regionaler Unternehmen oder Gewürzhändlern.

    Klar, soll natürlich nicht "nur" Showrooms geben ^^. Bin auch gespannt, wen Werdich da finden wird. Das Gebäude finde ich ja ganz gut, wenn auch mittlerweile - wer hätte es damals gedacht? - fast schon zu niedrig für diese Ecke Ulms...

  • Finn

    Hat das Thema geschlossen
  • Erinnert mich an den etwas verzweifelten Tim von Winning zuletzt in der Online-Veranstaltung der Stadt zum Beteiligungsformat für die Innenstadt West, als er auf die Müllproblematik in der Innenstadt angesprochen wurde. Seine Aussage war (wenn ich mich richtig erinnere), dass die Stadt richtig viel Geld für die Stadtreinigung in die Hand nimmt, viel mehr als früher, sich aber im Wesentlichen nichts an der Sauberheit ändert. Muss sagen, dass ich seine Beobachtung teile... das ist mittlerweile schon ein tief verwurzeltes gesellschaftliches Problem.

  • Also ehrlich gesagt kommt es mir so vor, als gäbe es eine größer werdende - ich nenne sie mal asoziale - Schicht, die aus unterschiedlichen Gründen kein Verständnis für Umweltfragen und öffentliche Güter kennt. Das will ich auch gar nicht wie manche Rechte rein auf Einwanderung schieben, sondern auf eine Enthemmung und sozialen Verwahrlosung bestimmter Milieus. Da spielt leider die Einwanderung ein verschärfendes Moment. Meine zugegeben nun sehr alten und nicht mehr mobilen Eltern waren vor Kurzem doch mal wieder in der Ulmer Fußgängerzone und meinten, dass die Innenstadt sich stark verändert hat hinsichtlicher der sich darin aufhaltenden Bürger. Das kann man als Stadt prinzipiell begrüßen, schließlich sollen alle im Zentrum ihren Platz finden, sich aufhalten wollen, meine Eltern waren jedoch vom Wandel, der sicher auch mit der Müllproblematik und der Alterung der Fußgängerzone zusammenhängt, nicht angetan.

  • Das liegt sicher und vor allem daran das sich Heute fast kein Mensch mehr länger als eine halbe Stunde inder Stadt aufhält ohne sich etwas in de Rachen zu kippen. Auch auf der Stadtmauer beim Spaziergang hat doch fast jeder 2te einen Pappbecher, ein Flasche oder sonst was,Kebab oder Leberkässemmel in der Hand.

    Und dann wohin mit mit dem Müll. :(

    Sedelhöfe Galerie, klick, Orginalgröße,
    "Die beste Methode das Leben angenehm zu verbringen, ist, guten Kaffee zu trinken." ( Jonathan Swift )

  • Gegen überquellende Mülleimer könnte man diese im Boden versenkten großen Müllkästen installieren, wodurch im Straßenbild es weiterhin wie einfache Mülleimer ausschaut. Da braucht es jedoch zur Leerung immer diese Müllautos mit Kranarm.

    Denn es dürfte schwieriger sein, Essensmitnahme einzuschränken. Für einige Restaurantketten gehört das zum Geschäftsmodell, wie McDo, Kochlöffel oder die Kaffeeanbieter. Da käme man wohl nur mit einer deutschlandweiten oder sogar europaweiten Lösung voran, wie mit den Plastiktrinkhalmen und Plastik To-Go Bechern, das seit 3. Juli gilt. Vielleicht kommt dadurch ja auch eine leichte Verbesserung bereits zustande?

  • Gegen überquellende Mülleimer könnte man diese im Boden versenkten großen Müllkästen installieren, wodurch im Straßenbild es weiterhin wie einfache Mülleimer ausschaut. Da braucht es jedoch zur Leerung immer diese Müllautos mit Kranarm.

    Die Dinger hat man schon vor vieien Jahren in der Karlsruher Fußgängerzone aufgestellt. Überirdisch ein normaler, stadtbildtauglicher Mülleimer, untendrunter viel Raum. Geleert werden die frühmorgens von relativ kleinen Fahrzeugen, bin mir aber nicht sicher ob die das per Kran oder per Saugarm machen. Neben den Mülleimern ist jedenfalls eine aufklappbare Serviceöffnung im Boden eingelassen.

    Trotzdem gibt es zu bestimmten Zeiten an neuralgischen Punkten eine Müllflut, wie reinhold ja auch sagte, werden einfach unfassbare Mengen an Müll durch die ToGo-Seuche produziert. Man muss ja froh sein, wenn die Leute den Verpackungsmüll dann zumindest um die vollen Mülleimer stapeln, statt ihn einfach irgendwo liegenzulassen.

  • Man muss ja froh sein, wenn die Leute den Verpackungsmüll dann zumindest um die vollen Mülleimer stapeln, statt ihn einfach irgendwo liegenzulassen.

    Durch Wind und Vögel/andere Tiere ist das in kürzester Zeit leider trotzdem überall verteilt. Wahnsinn, wenn nicht mal diese großen Müllgefäße ausreichen, wertvolle Beobachtung. Wobei ich dann schon wieder frage, ob es da dann nicht auch am Unwillen der Leute scheitert. Ich war vorige Woche in München u.a. an der Isar, und da waren sämtliche Hänge an denen ich spazierte so vermüllt, wobei mir kein überquellender Mülleimer aufgefallen wären.


    Ich wäre etwas ratlos als Stadt, was zu machen ist, außer die Müllauffangkapazität zu erhöhen.

  • Ich wäre etwas ratlos als Stadt, was zu machen ist, außer die Müllauffangkapazität zu erhöhen.

    Da ist man wohl mittlerweile in Karlsruhe schon etwas weiter, hatte ich gar nicht auf dem Schirm, da ich nur noch selten dort bin. Inzwischen melden die Unterflur-Müllcontainer wohl automatisch, wenn sie voll sind, so dass sie bedarfsgerecht geleert werden können, zumindest gab es 2017 einen entsprechenden Feldversuch. Inwieweit das mittlerweile flächendeckend umgesetzt worden ist, entzieht sich meiner Kenntnis.

    Am Hbf in Karlsruhe komprimieren solarbetriebene Müllschlucker den Müll auf ein Fünftel seines Volumens, und befördern ihn dann in 120-Liter-Tonnen, die ebenso automatisch melden, wenn sie geleert werden wollen. Unfassbar, was da mittlerweile für ein Aufwand betrieben werden muss...

  • Es gibt heute viele einsame Menschen. Corona hat die Situation noch verschärft. In Ulm und in Gerstetten sollen so genannte "Schwätzbänkle" den von Einsamkeit betroffenen Menschen einen Anlaufpunkt geben und ihnen so helfen in ihrer Situation. Sowas finde ich eine sehr gute Idee und ich könnte mir auch vorstellen, das es auch Leuten hilft, die neu in die Region gekommen sind außerhalb des beruflichen Umfeldes Leute kennen zu lernen :)8)


    https://www.swr.de/swraktuell/…schen-gerstetten-100.html

  • Zu den Parkgebühren, das bekommen die im Rathaus immer schnell hin, wenn sie was erhöhen, sonst sind sie ja oft recht langsam im beschließen und umsetzten von anderen Dingen

    Och, eigentlich finde ich das Tempo der Stadtverwaltung ganz gut, vor allem angesichts der teilweise ziemlich komplexen Gemengelagen und für eine Stadt in dieser Größenordnung ungewöhnlich vielen "großen" Entscheidungen und Vorhaben. Da kenne ich ganz andere Verwaltungen...