Bahnhofsvorplatz, Parkhaus am Bahnhof, Passage und ÖPNV-Haltestelle

  • Aus meiner Sicht heraus ist es schon ein "dicker Hund" mit der fortdauernden Sperrung und hat einen großen und faden Beigeschmack. Frei nach der Devise: "Jetzt machen wir mal den Laden dicht, lassen den Zorn und Protest verrauchen, bis es jeder halbwegs akzeptiert und rücken dann mit der ganzen Wahrheit heraus!"


    Die Baustelle ist fraglos komplex, vor allem bei laufendem Betrieb. Aber noch mehr als zwei Jahre zeugt von Dilettantismus in Planung und Ausführung oder einfach von eiskaltem Kalkül (wie oben erwähnt). Verzögerungen bei solchen Großprojekten sind normal und nachvollziehbar (beispielsweise bis Ende Sommer kommenden Jahres) aber nicht fast drei Jahre! In der Schule war das "Sitzen - sechs!"

  • Großbaustelle Friedrich-­Ebert-Straße: Ein- oder zweispurig? [SWP]

    Zitat

    So geht es mit dem Verkehr vor dem Bahnhof weiter: einspurig bis Herbst 2022 oder überwiegend zweispurig bis Mitte 2023.

    Den Aussagen in diesem Artikel nach liegt die Verzögerung größtenteils im Erhaltungszustand der nun wohl aufwändig sanierungsbedürftigen Telekomkanäle begründet, zusätzlich zur allgemein verworrenen Leitungslage im Untergrund. Aber im Untergrund ist man nun schon eine ganze Weile unterwegs... ich denke auch, dass sich das alles schon früher abgezeichnet hat, man die Verkündung der schlechten Nachrichten aber auf einen späteren (opportuneren?) Zeitpunkt verschieben wollte.


    An zwei Stellen frage ich mich, ob von Winning richtig verstanden/zitiert wurde.


    Dass die Telekom jetzt ebenfalls "Bauherr" ist, okay - aber die Telekom war ganz sicher frühzeitig involviert, weil sie als Trägerin öffentlicher Belange angehört und einbezogen werden musste. Die Frage der Leitungen und Kanäle sowie die Eintaktung einer etwaigen Sanierung oder anderer Aufwände muss eigentlich schon an dieser Stelle geschehen sein, und zwar zusammen mit der Telekom. Das passt irgendwie nicht.


    Und dass man sich gegen "mehr und bessere[s] Personal" verwahre, okay - wenn seine Mitarbeiter angegriffen und angezweifelt werden, muss ein BM sich vor sie stellen. Aber die Forderung nach "mehr" Personal sollte unkritisch sein - wenn mich nicht alles täuscht, hat man im letzten Jahr darüber diskutiert mit dem Resultat, das man angesichts der Überstunden und hohen Arbeitsbelastung gerne mehr Personal hätte, der Markt aber abgegrast sei. Wir kennen das ja alle von uns aus dem Beruf, wenn die Belastung steigt, macht man tendentiell mehr Fehler. Lassen sich zwar oft wieder beheben, aber Korrekturen brauchen auch ihre Zeit. Gegen mehr Personal würde ich mich nicht verwahren.


    Edit:


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    Kommentar: Gründe und Untergründe [SWP+]

    Zitat

    Die Stadt Ulm wägt zwischen einer einspurigen und einer zweispurigen Variante für den Verkehr am Ulmer Hauptbahnhof ab.

  • Weitere Puzzlestücke:


    Vergleiche zu Pannenflughafen BER: Stadt weist Vorwürfe zurück [Schwäbische]

    Zitat

    Von einer großen Belastung für die Autofahrer spricht Ulms Baubürgermeister Tim von Winning angesichts von kommenden Verzögerungen bei der Großbaustelle vor dem Ulmer Hauptbahnhof. Vermutlich wird die Verkehrsführung in der Friedrich-Ebert-Straße noch bis Mitte 2022 einspurig sein. Das ist zweieinhalb Jahre länger als ursprünglich geplant.

  • Aber die Forderung nach "mehr" Personal sollte unkritisch sein - wenn mich nicht alles täuscht, hat man im letzten Jahr darüber diskutiert mit dem Resultat, das man angesichts der Überstunden und hohen Arbeitsbelastung gerne mehr Personal hätte, der Markt aber abgegrast sei.

    Der Markt auf dem Bausektor ist praktisch leer. Du findest nicht mal Leute die nur eine Schaufel in die Hand nehmen können.

  • Eine Schaufel nehmen wohl die wenigsten in der Bauverwaltung in die Hand, aber da sieht der Markt sicher nicht besser aus ;).


    ***


    Oberbürgermeister Gunter Czisch sauer: Stadt nicht an Pranger stellen [SWP+]

    Zitat

    Seit in der Stadt bekannt wurde, dass der einspurige Verkehr auf der Friedrich-Ebert-Straße möglichweise bis Ende 2022 andauern soll, hat sich Gunter Czisch nicht öffentlich geäußert. Jetzt klagt er über die Aufregung.

    Ziemliche Breitsalve gegen die IHK:

    Zitat

    „Regelmäßig stellt [Sälzle] die Stadt und alle Projektbeteiligte an den Pranger, die Zuspitzung in der Sprache hat für ihn keine Grenzen, wenn es darum geht, die Baustellen zu beklagen“, klagt Czisch. Dabei habe Sälzle wohl vergessen, dass gerade er vor Jahren noch mehr Parkplätze am Bahnhof gefordert hatte. Wohlwissend, dass damit „mehr, längere und kompliziertere Baustellen“ verbunden gewesen wären. Erst vor einem Jahr habe er eine weitere Baustelle, nämlich die Sanierung der Bahnhofs- und Hirschstraße, parallel zu den jetzigen gefordert.

  • Beschluss über Sperrung der Friedrich-Ebert-Straße verschoben

    Die Ulmer Stadträte wollen erst im Dezember über die weitere Sperrung der Friedrich-Ebert-Straße entscheiden. Sie übten heftige Kritik an der IHK.


    Quelle SWP:

    https://www.swp.de/suedwesten/…-verschoben-40505399.html


    Es wird auch mal Zeit daß klare Worte fallen und dem bashing der IHK gegenüber der Verwaltung etwas entgegengesetzt wird.

  • Nochmal etwas zur Haltestelle am HBF:

    In München wurde am 15.12. der Trambahn-Knoten am Romanplatz in Betrieb genommen. Bei der Eröffnung war auch MVG-Betriebschef Ingo Wortmann zugegen, in Ulm ja noch gut bekannt.

    Die Anlage Romanplatz beinhaltet eine Wendeschleife und eine dreigleisige Haltestelle (wie von Finn vorgeschlagen).

    Fotos gibts hier zu sehen:

    https://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?005,9155597

  • Wer es lesen kann:


    So sah es vor 100 Jahren am Ulmer Bahnhof aus [Schwäbische+]

    Zitat

    Wer in Ulm aus dem Zug steigt und vor den Bahnhof tritt, findet sich zur Zeit wieder inmitten von Baggern, hohen Kränen und omnipräsentem Baulärm. Nun ja, die Stadt macht sich fit für die Zukunft, ist der Betrachter geneigt zu sagen, was die vergangenen sechzig Jahre die Visitenkarte der Stadt darstellen sollte, war ja nun wirklich keine besondere Augenweide.

    Ein netter kleiner Beitrag eines Historikers über den Ulmer Bahnhofsvorplatz von vor einhundert Jahren, mit zwei (allerdings bekannten) Bildaufnahmen. Die Lektüre macht Lust darauf, dass an dieser Stelle wieder eine Visitenkarte entsteht. Wäre natürlich immens viel Arbeit, denn angemessene Platzabschlüsse im Norden (Hauptpost), Westen (Bahnhofsgebäude, Intercity-Hotel) und Süden (mögliche ZOB-Überbauung) stehen noch aus...

  • Tolles Video, nur für mich alten Mann sind die Schnitte etwas zu schnell...;)

    Wenn es dich tröstet, ich habe auch öfter mal den Pause-Knopf drücken müssen ^^.


    Die Videos der Stadt mag ich sehr, weil ich unter allen Aspekten des Städtebaus die überlagernden Strukturen und Eindrücke mit am faszinierendsten finde und die Videos immer einen kleinen Eindruck davon geben, vor allem mit den grafischen Elementen; ich mag es gewissermaßen, wenn aus Plänen Realität wird. Mangels Fachkenntnis werde ich wohl nie einen wirklich guten Zugang zu bautechnischen Details haben.


    Bei diesem Video hier fiel mir wieder auf, dass die Innenstadt durch die Maßnahmen der letzten und kommenden Jahrzehnte eine recht geordnete und damit (für mich) irgendwie befriedigende Gliederung erhält. Um es grob zu skizzieren: Rund um den Bahnhof urban, mit enormen Gebäudevolumina und -höhen, wie man sie von veritablen Großstädten kennt; rund ums Münster kleinteiliger, intimer, auch schlicht älter und schwäbischer. Der Übergang ist nicht durchgängig gelungen, Brüche gibt es zuhauf, und die Tendenz geht insgesamt zu mehr Großstrukturen (Bsp. für alle drei Fälle: Neubau der Sparkasse in der Neuen Straße) - aber ein gewisses Muster sehe ich schon.


    Im Video sieht man schön die Dachlandschaft, und auch wenn sie selber nicht so aufregend ist - sie ist erstaunlich gleichmäßig, vom Xinedome/Deutschhaus bis zu den Sedelhöfen bzw. den Bürgerdiensten. Wir haben hier durchgängig eine Bebauung von 7-8 Vollgeschossen bzw. Höhen an und über der Hochhausgrenze. Ich finde es spannend, das weiterzudenken; Theaterviertel, Bahnhofsgebäude, ZOB, Schillerstraße/Schillerrampe werden mittel- und langfristig mit demselben Maßstab bebaut.

  • Ja der alte Mann, was soll ich sagen. Ich muss auch Videos immer wieder anhalten wenn die Augen so schnell nicht folgen Aber ohne Zweifel die Videos der Stadt sind super gemacht.

    Sedelhöfe Galerie, klick, Orginalgröße,
    "Die beste Methode das Leben angenehm zu verbringen, ist, guten Kaffee zu trinken." ( Jonathan Swift )

  • Hohlräume unter dem Bahnhof Ulm entdeckt [SWP]

    Zitat

    Bei Bauarbeiten am Bahnhof Ulm wurden Hohlräume entdeckt. Dabei handelt es sich wohl um historische Kanäle für die Kleine Blau.


    Jahrhunderte alte Hohlräume unter dem Ulmer Hauptbahnhof entdeckt [Schwäbische]

    Zitat

    Im Zuge von Kanalarbeiten sind von den Ulmer Entsorgungsbetrieben vier Öffnungen am „Oststadtsammler“ vor dem Hauptbahnhof entdeckt worden. Dahinter hatte man jeweils teilweise verfüllte Hohlräume entdeckt.

    Im Artikel in der Schwäbischen Zeitung sind schöne Fotos vom Landesdenkmalamt drin.

  • Parkhaus am Ulmer Hauptbahnhof wird schon wieder teurer [Schwäbische+] (auch NUZ+)

    Zitat

    Wieder ist das Coronavirus schuld: Der Ulmer Hauptausschuss hat zwar den Wirtschaftsplan für die Parkbetriebsgesellschaft (PBG) verabschiedet und darin festgelegt, wie viel Geld das städtische Unternehmen in diesem Jahr einnehmen soll. Doch das Ziel wird die PBG nicht erreichen können.

    Die Gesamtkosten belaufen sich nun auf 65 Millionen Euro. Wer buddeln mag, findet die Projektkostenfortschreibung bei der Bürgerinfo.