Kunst am Bau, Kunst im Stadtbild

  • Ich find in toll, Farbe und nicht nur Rost. Zum restaurieren hätte man aber auch ein Zelt drùber stellen können, wurde bei den Brunnen auch so gemacht.

    Sedelhöfe Galerie, klick, Orginalgröße,
    "Die beste Methode das Leben angenehm zu verbringen, ist, guten Kaffee zu trinken." ( Jonathan Swift )

  • Mich stört eher im Allgemeinen der Umgang mit Kunst im öffentlichen Raum. Die Zerstörungswut mancher scheint auch vor der Kunst keine Grenzen zu kennen. Ob jetzt ein Werk im öffentlichen Raum schön ist, darf gerne munter und kontrovers diskutiert werden. Für mich wiederum kann es nicht genug Kunst auf unseren Straßen und teils tristen Plätzen geben.

    Obwohl die Probleme der Welt immer komplexer werden, bleiben die Lösungen beschämend einfach.
    Bill Mollision

  • Ob dieses Erinnerungszeichen hier richtig platziert ist schwer zu beurteilen. Jedenfalls beeindruckt es mich nachhaltig. Nicht zuletzt an einem Ort wo in dunkler Zeit unvorstellbare Unrecht gesprochen wurde.


    Ulm, Erinnerungszeichen für NS Opfer, November 2019


    Ulm, Erinnerungszeichen für NS Opfer, November 2019


    Ulm, Erinnerungszeichen für NS Opfer, November 2019


    Ulm, Erinnerungszeichen für NS Opfer, November 2019

    © Bauforum-Ulm

    Obwohl die Probleme der Welt immer komplexer werden, bleiben die Lösungen beschämend einfach.
    Bill Mollision

  • Mich stört eher im Allgemeinen der Umgang mit Kunst im öffentlichen Raum. Die Zerstörungswut mancher scheint auch vor der Kunst keine Grenzen zu kennen. Ob jetzt ein Werk im öffentlichen Raum schön ist, darf gerne munter und kontrovers diskutiert werden. Für mich wiederum kann es nicht genug Kunst auf unseren Straßen und teils tristen Plätzen geben.

    Ich möchte keinesfalls solche Schändungen rechtfertigen , doch möchte ich energisch widersprechen, wenn man sagt, dass Kunst im öffentlichen Raum nur zu diskutieren ist als Augenschmach. Ich finde es geht seinen natürlich Gang, wenn nicht breit akzeptiertes beschädigt wird und danach auch sich keiner gebunden fühlt das Ganze wieder zu pflegen und instandzusetzen. Einfaches Beispiel : Großflächige kahle Betonwände

  • es wird allgemein leider immer mehr gegen Denkmäler vandaliert nur um seine merkwürdige Ideologie kund zutun, man denke zb. die Idioten welche das Kriegerdenkmal am Unteren Kuhberg vor paar Monaten beschmiert haben


    Ich denke es hat allgemein mit geringerem sozialen Zusammenhalt und sozialer Kontrolle zu tun, da allgemein Gesellschaftsgüter schlecht behandelt werden:


    Neuer teurer Innenstadtbelag in Würzburg sieht nach kürzester Zeit so aus


    Dazu kommt dann auch noch, dass in den anonymeren Städten mehr und mehr Menschen leben, welche kein Empfinden für Gemeinschaftsgüter aufbringen und auch jenen nie vermittelt wurde und wird.

  • Ich komme leider erst jetzt dazu, hier zu antworten, aber das Thema hatte mich beschäftigt...

    Ich denke es hat allgemein mit geringerem sozialen Zusammenhalt und sozialer Kontrolle zu tun, da allgemein Gesellschaftsgüter schlecht behandelt werden:


    Neuer teurer Innenstadtbelag in Würzburg sieht nach kürzester Zeit so aus


    Dazu kommt dann auch noch, dass in den anonymeren Städten mehr und mehr Menschen leben, welche kein Empfinden für Gemeinschaftsgüter aufbringen und auch jenen nie vermittelt wurde und wird.

    Ich bin da ziemlich genau deiner Meinung. Ein wenig möchte ich mir noch vorbehalten, dass unsere subjektive Wahrnehmung verzerrt sein könnte (à la recency bias) und es vielleicht objektiv nie großartig anders war. Am Faktum des schwach ausgeprägten Respekts vor Gemeingütern ändert das aber nichts. Stimmt traurig.

  • Ich komme leider erst jetzt dazu, hier zu antworten, aber das Thema hatte mich beschäftigt...

    Ich bin da ziemlich genau deiner Meinung. Ein wenig möchte ich mir noch vorbehalten, dass unsere subjektive Wahrnehmung verzerrt sein könnte (à la recency bias) und es vielleicht objektiv nie großartig anders war. Am Faktum des schwach ausgeprägten Respekts vor Gemeingütern ändert das aber nichts. Stimmt traurig.

    Interessanter Gedanke. Wenn ich als Exkurs etwas spekulieren darf: Mein Eindruck ist von Reisen, dass höherer gesellschaftlicher Zusammenhalt sehr eng mit diesem Phänomen verknüpft ist. Ausgehend von dieser und der These, dass Menschen früher abhängiger von einander waren und Dank Religion etc. auch stark eingeprägt wurden, bin ich davon überzeugt, dass wir von einer zunehmenden Problematik ausgehen können.