Regio-S-Bahn Donau/Iller

  • Auch ne Möglichkeit, obwohl ich die Testfahrten eher auf den Strecken Ulm - Laupheim-West - Laupheim-Stadt sowie Ulm - Neu-Ulm - Senden - Weißenhorn vermutet hätte, zwei typischen verdieselten Nebenbahnstrecken.Aber da bin ich nur Außenstehender.

    Gerade die Strecke nach Weißenhorn ist glaube ich ungeeignet, weil der AkkuZug nur 40 km weit kommt . Aber an sich sollte man meiner Meinung auch dringend die Strecke Finninger Straße bis Senden zweigleisig ausbauen, eventuell denkt man mit und macht in dem Aufwasch gleich die Strecke zumindest mal bis Senden elektrisch und dann setzt man noch Senden Nord als neuen Haltepunkt und Gerlenhofen als regelmäßigen Haltepunkt und schon hat man marketingtechnisch gut was vorzuweisen.. Denke ich..


    Edit:
    Habe mal die Strecke grob ab Neu-Ulm vermessen. Sind 19 km und ein paar zerquetschte. Und die Strecke Senden Weißenhorn ist jetzt nicht unbedingt Flachland...

  • Ja so eine Durchlauflinie von Weißenhorn über Senden, Ulm nach Ehingen halte ich für Ideal. In Blaustein, Blaubeuren etc. wurden die Bahnhöfe schon aufgerüstet. Da muss man halt neben dem Betreiber die Gemeinden an den Tisch holen und über Bahnsteige und P & R Anlagen beraten, natürlich auch was eine Kostenbeteiligung anbelangt. So hätte man eine Referenzstrecke und kann mit den Zahlen hausieren gehen.


    Klar, durchgehend elektrifizierte Strecken wären auch eine Überlegung wert, dann wohl Geislingen, Ulm, Günzburg.


    Die Haltepunkte Finninger Straße, Gerlenhofen und Senden-Nord sind im RSB-Plan so vorgesehen.

  • Die Bahnstrecken wurden wohl so gelegt, dass der batteriebetriebene Zug im Fall der Fälle immer noch an die Oberleitung ran kann. Sind eben Erprobungsfahrten. Für die Verbindung Amstetten-Ulm soll wohl der fliegende Wechsel von Batterie- auf Oberleitungsbetrieb getestet werden.


    Was ich gut finde: Im Artikel bei der Schwäbischen bzw. NUZ wird Aigner bezüglich des Abschnitts Neu-Ulm bis Senden wie folgt zitiert: „Wir streben hier Kapazitätsausbau und Elektrifizierung synchron an, um die Einschränkungen für Fahrgäste und Anwohner so gering wie möglich zu halten“. Klingt für mich schon nach sehr konkret durchgedacht und informell abgemacht.

  • Einen Vorteil hat es aber. Wer unbedingt mal in Tokio mit den übervollen bahnen fahren möchte, der muss nur noch hier in die Vorortzüge von Ulm und Neu-Ulm fahren... inklusive Ölsardinen-feeling^^


    Aber jetzt im ernst, es ist ja gut, wenn die Leute die ÖPNV-Angebote nutzen, aber wenn es immer wieder zu solchen Pannen kommt, dann werden sie wieder auf das Auto umsteigen.
    So wie ich weiß im falle des Weißenhorners ist auch oft das Problem, das in Stoßzeiten nicht Zwei Triebwagen fahren, sondern nur einer

  • Fünf Jahre Weißenhorner: Die Region feiert – doch es gibt auch Tadel [SWP]

    Zitat

    Zwei Landräte, ein Oberbürgermeister, bis aus München angereiste Manager. Gratis-Sonderzug, kostenloses Weißwurstfrühstück und einen geschenkten Schal für jeden. Mit „großem Bahnhof“ haben der Donau-Iller Nahverkehrsverbund und die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) am Samstag das fünfjährige Bestehen der 2013 wiederbelebten Verbindung nach Weißenhorn gefeiert.


    Das Bähnle nach Weißenhorn feiert fünften Geburtstag [NUZ]

    Zitat

    2013 wurde die Strecke von Senden nach Weißenhorn reaktiviert. Geladene Gäste ziehen Bilanz. Dabei kommen auch Kinderkrankheiten zur Sprache.


    Wirklich schön zu lesen, dass das Projekt trotz der sehr ärgerlichen Probleme so ein Erfolg ist. Und ein feines Beispiel, dass die Leute bereit sind, auf eine attraktiven ÖPNV-Alternative umzusteigen. Ich hoffe bei solchen Veranstaltungen immer, dass die Verantwortlichen Mut und Schwung für die nächsten Vorhaben mitnehmen.

  • Nahverkehr rund um Ulm: Zwei Gleise bringen mehr Regiobahn [SWP]

    Zitat

    Mit mehr Komfort im Nahverkehr mehr Menschen in Bahnen und Busse locken: Das ist das Ziel des Regio S-Bahn-Konzepts. Für dessen schrittweise Verwirklichung arbeitet ein gleichnamiger Verein im Auftrag von rund 92 Mitgliedern und Kooperationspartnern von Heidenheim über Ulm und Neu-Ulm bis Memmingen. Das Rezept heißt: Halbstundentakt auf allen Schienenstrecken, die wie Krakenarme vom Oberzentrum Ulm und Neu-Ulm in die Region hineinreichen.

    Nebenbei:


    Medienberichte: Deutsche Bahn will mehr Geld für Regionalnetze [SWP]

    Zitat

    Die Deutsche Bahn will einem Bericht der „Bild am Sonntag“ zufolge mehr Geld ins Regionalnetz stecken. Bei den Verhandlungen mit dem Bund dränge das Staatsunternehmen auf ein „Ergänzungspaket Regionalnetze“, um den ländlichen Raum zu stärken, so das Blatt, das sich auf einen Konzernbericht beruft.


    Und:


    Baden-Württemberg greift GVFG-Mittel ab [Pro Bahn e.V.]

    Zitat

    In einer Pressemitteilung gibt Baden-Württemberg an, in 2018 seien knapp 44 Prozent Bundesförderung nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) in kommunale Nahverkehrsprojekte im Lande geflossen. Begründet wird dies mit der durchgeführten Ausbauoffensive. Zum Vergleich: in Baden-Württemberg lebt etwa 13 Prozent der deutschen Bevölkerung und das Land hat einen Anteil von 10 Prozent der Fläche Deutschlands. [el]


    Heißt für mich: Macht mal was... und wenn es nur ein reaktivierter Bahnhaltepunkt ist.

  • Nachtrag:


    Zügiger durch das Illertal mit der S-Bahn [NUZ]

    Zitat

    Der Verein Regio S-Bahn will vor allem die Bahnlinie von Ulm bis Memmingen attraktiver machen. Dazu hat er sich einiges vorgenommen.


    Daraus:

    Zitat

    Wie schnell kann überhaupt so eine Regio S-Bahn verwirklicht werden? Das dürfte noch ein Weilchen dauern. Auf eine entsprechende Frage des Landrats sagte Dümmler, wenn zur Landesgartenschau 2030 in Ulm ein großer Teil fertig wäre, „das wäre schön.“

    Puh...

  • Kleine Randnotiz: In der letzten Sitzung des Gemeinderats wurden alle Anträge und Schreiben gesammelt behandelt. Interessant war da für mich:

    Das kann die Stadt selber natürlich machen, dürfte aber auch Rivoir wissen. Es geht wohl eher darum, dass die Stadt beim Regionalverband ein dringendes städtisches Interesse an der Einrichtung eines solchen Haltes hinterlegen soll. Im letzten Zielkonzept ist Ulm-Jungingen unter "optional" geführt. Wie die schriftliche Antwort lautet, keine Ahnung.


    Ich fände es nach wie vor gut, auch einen Halt im Gewerbegebiet Ulm-Nord zu prüfen, würde sich für ein P+R-Angebot prima eignen. Natürlich muss das vom Fahrplan her fahrbar sein, aber schon jetzt braucht die RB mit allen bestehenden Halten (Beimerstetten, Westerstetten, Lonsee, Urspring, Amstetten) 30 Minuten von Ulm Hbf nach Geislingen Hbf - auch mit spurtstärkeren Fahrzeugen und ohne zusätzliche Halte kann man nicht realistisch davon ausgehen, es im Regelfall in nur einer Stunde von Ulm nach Geislingen und zurück zu schaffen. Dann lieber die optionalen Halte Ulm-Ost, Ulm-Jungingen, Ulm-Nord dazu und Puffer einplanen.

  • Sollte man nach so vielen Jahren nicht schon aus der Phase von Planungs- und Machbarkeitsstudien hinaus sein? Na ja, wenigstens ist es jetzt in beiden Ländern offenbar angekommen. Ein Vorzeigeprojekt ist es für mich aber nicht mehr. Was noch nicht ist kann ja noch werden. Das Projekt als solches mit den Linienplänen ist gut und längst überfällig.

  • Hier nochmal eine kleine Übersicht aus der Allgemeinen, was war was schon isz und Zeitnah kommen soll. Es soll auch mehr die kleineren Dörfer erreicht werden, nicht nur die Städte.

    https://m.augsburger-allgemein…io-S-Bahn-id51178386.html


    Schon sehr ausführlich und informativ. Es lohnt sich den ganzen Artikel zu lesen, da alle Strecken angesprochen werden.


    Ist zwar schon 1 Jahr alt aber so hab ichs noch in keiner Presse gesehen. :)

    Sedelhöfe Galerie, klick, Orginalgröße,
    "Die beste Methode das Leben angenehm zu verbringen, ist, guten Kaffee zu trinken." ( Jonathan Swift )

  • Bis auf die Südbahn wenig Ermunterndes für die nahe und mittlere Zukunft. Eigentlich werden nur Probleme und Abhängigkeiten von anderen Projekten aufgezeigt. Mir ist da zu wenig Innovations- und Schaffenskraft in diesem Verein. Das klingt wie eine Aneinanderreihung von Entschuldigungen, wofür der Verein nichts kann und daher das Gesamtprojekt weiter in den "Klein"kinderschuhen steckt.


    Es fehlt die Initialzündung für das Gesamtprojekt. Am ehesten sehe ich da Möglichkeiten bei der Illertalbahn, weil man zumindest bis Memmingen von bundesweiten Projekten unabhängig agieren könnte. Mit der Südbahn und der Filstalbahn dann nach Fertigstellung von Elektrifizierung und Schnellbahn könnte ein richtiger Drive entstehen. So ist und bleibt mir das zu wenig!

  • Wolfe , da bin ich vollkommen bei dir.


    Ich kann es verstehen, wenn bestimmte Prozesse und Verfahren dauern. Manche Dinge sind einfach irrsinnig aufwendig. Aber gerade bei einem Projekt wie der RSB-DI (puh, unhandlich...), das nicht en bloc eröffnet, sondern phasenweise aufgeschaltet wird, gehen das Momentum, die öffentliche Wahrnehmung und Unterstützung ein wenig flöten, wenn es nicht immer wieder auch konkrete Ziele und Erfolgserlebnisse gibt. Die Reaktivierung der Strecke nach Weißenhorn war so ein Erfolgserlebnis. Der damalige Elan ist aber leider ein Stück weit verpufft.


    Wenn man das neben die vielen Ankündigungen legt, wie wichtig der Ausbau der Schieneninfrastruktur für die Erreichung der Klimaziele sein soll, muss man sich schon am Kopf kratzen. Da hat man mal ein Projekt an der Hand, mit dem man mit relativ wenig Mitteln relativ viel erreichen kann... und dann geht doch alles wieder nur seinen gewohnten Gang.


    Ich will mich allerdings nicht über den Anlass der jüngsten Artikel beschweren. Eine Nutzen-Kosten-Analyse ist zwar auch noch nicht anfassbar, aber im Vergleich zu bloßen Machbarkeitsstudien schon mal deutlich konkreter und belastbarer. Der politische Rückhalt ist allemal gut; Reichhart sagte ja ein wenig salopp, "dass wir bei den Berechnungen etwas Vernünftiges hinbekommen" (Quelle), und Herrmann forderte vor kurzem erst wieder, dass die Schieneninfrastruktur massiv ausgebaut werden muss, um auch wieder in die Fläche zu kommen. Jetzt erwarte ich vor allem von Bayern, dass das Land mit dem Vorhaben des Ausbaus und der Elektrifizierung der Strecke Neu-Ulm - Memmingen vorankommt.


    Vor allem muss eine solche Analyse auch schon mit ziemlich genauen Daten gefüttert werden: Welche Haltepunkte, welche Fahrzeuge, welche Takte, welche Zuläufe, welche Umfeldmaßnahmen,...? Man wird da schon sehr konkrete Aussagen treffen müssen. Ich bin gespannt, ob die involvierten Städte und Landkreise vielleicht sogar Teilvorhaben in den Diskurs bringen, die bisher noch nicht im Zielkonzept standen. Jetzt wäre genau der richtige Zeitpunkt, zum Beispiel Varianten mit einer Stichstrecke Erbach-Ehingen oder dem fünften Bahnsteig im Hbf Ulm prüfen zu lassen.

  • Die Reaktivierung der Weißenhorner Strecke war doch ein erster Schritt, der offensichtlich auch gut angenommen wird. Allerdings für den normalen Bahnfahrer nicht in Zusammenhang mit dem S-Bahn-Projekt wahrnehmbar. Warum stattet man diese Strecke nicht mit ausreichendem Fahrmaterial aus und beflaggt dieses dann entsprechend? Wenn mal eine S-Bahn sichtbar wäre und Vorteile erkennbar, würde das auch Begehrlichkeiten in den anderen Gebieten wecken und somit den Druck vielleicht ein bisschen erhöhen.