Regio-S-Bahn Donau/Iller

  • Die Reaktivierung der Weißenhorner Strecke war doch ein erster Schritt, der offensichtlich auch gut angenommen wird. Allerdings für den normalen Bahnfahrer nicht in Zusammenhang mit dem S-Bahn-Projekt wahrnehmbar. Warum stattet man diese Strecke nicht mit ausreichendem Fahrmaterial aus und beflaggt dieses dann entsprechend? Wenn mal eine S-Bahn sichtbar wäre und Vorteile erkennbar, würde das auch Begehrlichkeiten in den anderen Gebieten wecken und somit den Druck vielleicht ein bisschen erhöhen.

    Die Idee ist so simpel wie genial. Die S-Bahn Mittelelbe hat auch nur eine Linie, also würde es daran nicht scheitern.

  • Zu meiner Uni-Zeit in Karlsruhe vor 15 Jahren hatte einer meiner Kommilitonen immer Witze über die Ulmer Straßenbahn gemacht, weil sie nur eine Linie hat, und trotzdem überall "1" steht. (Mein Argument, dass in Ulm halt Straba und Busse durchgängig nummeriert sind hatte ihn irgendwie nicht interessiert.) Aber jetzt ist es ja anders, und insofern wäre es ja fast schon die Ulmer Tradition mit einem S-Bahn-"Netz" anzufangen, welches nur aus einer S1 besteht. ^^


    (PS: ja, ich weiß dass es in UL mal drei Linien gab.)

  • Ich hielte eine S1 für echt schwäbisches Selbstbewusstsein ;).


    Apropos: Andernorts setzt man schon auf die S8...


    Initiative fordert S-Bahn von Ulm über Riedlingen bis Sigmaringen [Schwäbische]

    Zitat

    Die Initiative Bodensee-S-Bahn (IBSB) fordert in einem Schreiben an die Verkehrsminister von Baden-Württemberg und Bayern, an den Verein Regio-S-Bahn Donau-Iller und die Oberbürgermeister der Städte Ulm und Neu-Ulm die Verlängerung der künftigen S8 von Ulm über Riedlingen bis Sigmaringen sowie einen Lückenschluss zwischen Ehingen und Erbach mittels Donautalbahn beziehungsweise Südbahn.

    Eigentlich halte ich nichts von endlosen Verlängerungen von S-Bahn-Ästen. Irgendwann gerät das aus den Fugen. Andererseits: Die aktuell als S4 geplante Linie ist ja jetzt schon länger, als eine verlängerte S8 bis Sigmaringen es wäre, und die S4 ist auch primär zur Erschließung des Memminger Umlands vorgesehen. Ähnlich haben es die Initiatoren hier wohl im Blick.


    Als Produkt für die Relation Sigmaringen-Ulm finde ich die S-Bahn, die jeden Unterwegshalt bedient, ungeeignet. Schon der Regionalexpress benötigt für die Strecke ca. 1:10 Stunden. Dementsprechend dürfte der zweite Gedanke hinter der Forderung sein, mit der S-Bahn als Mittel zum Zweck die Strecke ertüchtigt zu sehen, also elektrifiziert und teilweise ausgebaut. Mit der Maximalforderung, also inklusive Lückenschluss Ehingen-Erbach, könnte man die Fahrtzeit zwischen Sigmaringen und Ulm beim Express wahrscheinlich Richtung 45 Minuten drücken...

  • Nun ja, es ist halt eine Regio-S-Bahn mit etwas gedehnten Takt (30Minuten?). Da kann ich mir vorstellen daß jwd etwas ausgedünnt wird und im Großraum Ulm entsprechend verdichtet.

    Auch würde ich nicht mit der S-Bahn von Sigmaringen oder Riedlingen nach Ulm fahren sondern lieber einen RE nehmen der nur an den größeren Bahnhöfen hält. Die Feinverteilung geschieht dann mit der S-Bahn.

  • Bekommt Ulm-Jungingen eine Haltestelle für die Regio-S-Bahn? [SWP]

    Zitat

    Die Ulmer SPD fordert für die geplante Regio-S-Bahn eine Haltestelle in Jungingen. Auch die Stadt Ulm geht das Thema jetzt an.


    Seltsame Meldung. Hier steht, dass die Stadt sich damit befasse, weil ein Halt in Jungingen auch gut für das Gewerbegebiet Ulm-Nord sei. Aber von wem stammt denn nun diese Aussage? Wer wird hier zitiert?


    Ich kann mir außerdem keinen Haltepunkt vorstellen, der gleichermaßen für Anwohner von Jungingen und Beschäftigte in Ulm-Nord attraktiv sein könnte. Der müsste dann wohl irgendwo in der Mitte angesiedelt werden, aber fußläufig erreichbar wäre das für die wenigsten. Vielleicht, wenn von vornherein eine vertaktete Binnenerschließung mit dem Bus (13er?) integriert würde... aber jeder Umstieg macht eine Verbindung für viele weniger attraktiv.


    Nach meinem Dafürhalten bräuchte es für eine attraktive SPNV-Anbindung zwei Halte: Einen für Jungingen (z.B. hier), einen für Ulm-Nord (z.B. hier), letzterer idealerweise mit P+R-Möglichkeit in Autobahnnähe. Wenn es doch nur einen gibt, mit einem Bus zur Innenerschließung, dann sollte dieser in jedem Fall über das neue Baugebiet Dornstadter Höfe bis nach Dornstadt verlängert werden.

  • Südbahn.

    Was ich bisher nicht gewußt und wohl auch den wenigsten wenn übrrhaupt bekannt war. An der Donau entlang vom Donaubad bis zur Illerspitze wird der gesamte Hang unterhalb der B 30 gerichtet.

    Eine rießen Akton mit den Bruchstein Stützwänden.



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    "Die beste Methode das Leben angenehm zu verbringen, ist, guten Kaffee zu trinken." ( Jonathan Swift )

  • Das mag ja so sein, aber irgend wie ist in meinem Hinterkopf noch das alte abgespeichert. Bis zum Bau der B 30 Spange vor einigen Jahrzehnten ging die B 311 nur bis zum Donautal. Die B 30 ging den Berg hoch nach Ulm. Erst danach führte die B 30 über Wiblingen und Neu-Ulm. ^^^^

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  • Das mag ja so sein, aber irgend wie ist in meinem Hinterkopf noch das alte abgespeichert. Bis zum Bau der B 30 Spange vor einigen Jahrzehnten ging die B 311 nur bis zum Donautal. Die B 30 ging den Berg hoch nach Ulm. Erst danach führte die B 30 über Wiblingen und Neu-Ulm. ^^^^

    Jepp,

    das kenne ich auch noch als Kind so, das war bis ca. bis Mitte der 70er Jahre, da war an der Anschlußstelle Wiblingen Schluß.

    Die B30 bei Laupheim war bis Ende der 80er von Achstetten bis Laupheim-Süd auch nur eine Spur/Richtung. Und Laupheim-Mitte gabs da noch gar nicht.

  • Das mag ja so sein, aber irgend wie ist in meinem Hinterkopf noch das alte abgespeichert. Bis zum Bau der B 30 Spange vor einigen Jahrzehnten ging die B 311 nur bis zum Donautal. Die B 30 ging den Berg hoch nach Ulm. Erst danach führte die B 30 über Wiblingen und Neu-Ulm. ^^^^

    Das wusst ich gar nicht, dafür bin ich wohl zu jung :D:D...aber interessant !!

  • Kreistag: Wer das Klima retten will, muss Verbote in Kauf nehmen [Schwäbische+]

    Zitat

    Trotz Stotterstart bei der Regio-S-Bahn: Der Alb-Donau-Kreis hat in Sachen Mobilität die richtige Richtung eingeschlagen. Dies sagt ein Gutachten des Wirtschaftsprüfers PWC, welches am Montag Kreisräten im Verwaltungsausschuss vorgestellt worden ist.

    Wer es nicht lesen kann: Der Verkehr wird insgesamt (alle Modi) zunehmen, da die Region wirtschaftlich prosperiert; das Thema Finanzen wurde scharf diskutiert - für SPNV ist das Land zuständig, manche Kreisräte fordern (wie beim Bahnhalt Merklingen mit 13 Mio. € Eigenanteil) mehr finanzielles Engagement vom Landkreis, um die Regio-S-Bahn anzuschieben; der ÖPNV kann um bis zu 44% wachsen und den CO2-Ausstoß des Verkehrssektors im Landkreis damit um ein Drittel senken; neben Pull-Faktoren (attraktives Angebot) muss man auch Push-Faktoren (Verbote, MIV-Rückbau) im Blick haben.


    Der Bericht ist leider nicht online.


    Edit: In der Bürgerinfo der Stadt Ulm ist der komplette Bericht online. Allerdings ohne konkrete Aussagen oder Empfehlungen, die in bauliche Maßnahmen münden. Dafür immerhin mit dem Antrag, dass innerhalb der Hauptabteilung VGV der Stadt eine eigene Abteilung Mobilität gegründet und nach Möglichkeit personell aufgestockt wird.


    Die Kreisräte des Alb-Donau-Kreis haben schon, die Gemeinderäte in Ulm werden nächste Woche noch diskutieren. Ich bin gespannt, ob sie die Vorlage der Kreisräte aufnehmen, ggf. auch in finanzielle Vorleistung zu gehen, um Schieneninfrastruktur zu schaffen - und sei es nur ein, zwei Haltepunkte auf dem Stadtgebiet. Ich bin ja immer noch sehr neugierig, wie und wo man sich den neuen Haltepunkt Ulm-Ost vorstellt, der im Zielkonzept vom Regionalverband angesprochen wurde...