Fassadenumbau und Aufstockung Peek & Cloppenburg | Bahnhofstraße

  • Ist Ulm Weltstadt und keiner hat es bemerkt?=O:D:D:D

    Wir sind ja wohl mindestens Spitze im Süden :/^^.


    Zumindest auf dem einen Foto, das wir haben, finde ich den Eindruck neben dem Nachbargebäude mit dem H&M auch sehr stimmig. Vielleicht lag die breite Ablehnung des ersten Entwurfs auch gar nicht mal so sehr an der Abkehr von der charakterstarken aktuellen Fassade, sondern an der nur ganz arg überschaubaren Qualität des Entwurfs...


    Aktuell breitet mir persönlich es schon Kopfzerbrechen, wenn ich bei mir hier in der Stadt durch die Fussgängerzone laufe und sehe wie viele Läden seit kurzem schliessen mussten und bis jetzt keine Nachmieter in Sicht sind.

    Ich bin mittlerweile der festen Überzeugung, dass das zu weiten Teilen ein Auswuchs von ins Perverse übersteigerten Ladenmieten ist. Klar ist das ein Scheißjahr für den Einzelhandel, und die Online-Konkurrenz wächst und wächst... aber man darf die Innenstädte auch nicht schlechter reden, als sie sind. Wahrscheinlich werden sich die Anteile von Handel, Gewerbe, Wohnen, Gastronomie etc. verschieben, aber zu gesunden Innenstädten wird immer auch Handel gehören - wenn man ihn lässt. In München als superteure 1A-Stadt dürfte das noch eine ganze Spur krasser sein als in Ulm.

  • Ich bin mittlerweile der festen Überzeugung, dass das zu weiten Teilen ein Auswuchs von ins Perverse übersteigerten Ladenmieten ist. Klar ist das ein Scheißjahr für den Einzelhandel, und die Online-Konkurrenz wächst und wächst...

    Vielleicht ein kleiner Exkurs, in New York treibt die Immobilienspekulation besonders krasse Blüten, da stehen Ladenflächen lieber leer, als günstige Mieten zu bieten, es werden lieber Mieten inoffziell reduziert mit verschiedenen Tricks, um offziell diese hohen Einnahmen dem Objekt zuordnen zu können, was den Kaufpreis beeinflusst. Ich habe dazu einen Gewerbetreibenden Vlog verfolgt. Ich kann nur hoffen, dass es nicht soweit bei Uns kommt, aber von Berlin kam auch schon ich glaube bei Panorama Berichte über Wohnungen, die lieber im Neuvermietungszustand gelassen werden -leer- und auf Wertzuwachs gewartet wird.

  • Genau über diese Jahreszahl bin ich auch irritiert. Wie hätte man sich das vorzustellen? Aufstockung und wie genau soll dann diese Fassade aussehen? Oben neu und verglast und unten rum bleibts beim Alten? Frei nach dem Motto: "Schauen wir mal wie sich der Markt entwickelt, dann machen wir die Fassade lichtdurchlässig oder nicht!?!?


    Versteh ich auch nicht und ein Zeitfenster von 10 Jahren brauch ich für die Marktentwicklung auch nicht. Zuerst der Container vor der Tür und jetzt ein Fassadenfiasko?

  • Finn

    Hat den Titel des Themas von „Fassadenumbau Peek & Cloppenburg | Bahnhofstraße“ zu „Fassadenumbau und Aufstockung Peek & Cloppenburg | Bahnhofstraße“ geändert.
  • Statt Container kommt eine Baustelle [SWP+]

    Zitat

    Nach dem Container ist vor dem Container: Für den Umbau des Modehauses Peek & Cloppenburg wird die Baustelle mit Kran und Containern an der Stelle eingerichtet, wo bis Herbst der McDonald’s-Container stand. Das bedeutet auch: Mit der Neugestaltung der Fläche mit Bänken und Bäumen wird es erst mal nichts.

    Jetzt geht es ja doch ganz schnell, Ende Mai schon soll es losgehen - allerdings erst im Frühjahr 2023 beendet werden. Bis dahin wird die Baustelleneinrichtung mit Kran einen Teil der Fläche einnehmen, den bislang der McDonald's besetzt und für den die Stadt eine temporäre Platzgestaltung geplant hatte.


    Ich will mal glauben, dass dieses Vorgehen ohne Alternative ist, auch wenn ich mit Blick auf den rückwärtigen Bereich so meine Fragen haben. Auch eine temporäre Sperrung der Mühlengasse hätte ich mir vorstellen können. Mit der Baustelleneinrichtung kann man leben, geht auf dem Münsterplatz und in der Platzgasse für Motel One ja auch irgendwie; die ständige Baustellenandienung mit schweren Lastern finde ich problematischer.

  • Modehaus startet Umbau noch im Juli [SWP+]

    Zitat

    Peek & Cloppenburg stockt sein Gebäude in der Fußgängerzone Bahnhofstraße auf. Es ändert sich aber noch weit mehr.

    Das Vorhaben bzw. die neue Büroflächen haben auch einen eigenen Namen und eine eigene Homepage: Urban Eight. Im Artikel und auf der Homepage sieht man auch die finale Visualisierung der Außenansicht, auf der Homepage zusätzlich die zukünftigen Grundrisse im aufzustockenden Teil. Geplant sind acht Büros, gruppiert um einen kleinen Dachgarten, der sich nach Norden hin öffnet. Fertigstellungsziel ist Q4 2023.


    (Bildrechte: Horn Grundbesitz; Quelle: Urban Eight)


    Nach meinem Dafürhalten ist das jetzt eine richtig runde Sache. Im Gegensatz zu den Erst- und Zwischenentwürfen bleibt die eigenwillige, aber auch charakteristische Formsprache der aktuellen Fassade erhalten, wird aber deutlich aufgefrischt. Sehr positiv finde ich vor allem die Ecke zur Mühlengasse, die komplett geöffnet wird. Laut dem neuesten Artikel behält P&C übrigens die Verkaufsfläche vollumfänglich bei.

  • Ich bin ein großer Freund davon, dass es hier nun eine angemesse Höhe des Gebäudes geben wird. Für die Stadtgesellschaft hat aber leider der Entwurf so gut wie nichts übrig. Die sehr wichtige Fußgängerzonenfront wird, wie Finn schon positiv hervorhob, nur im oberen Altbestand verbessert. Das oben drauf dann ist leider ein einfallsloser 3 stöckiger Staffelglaskasten. Etwas rhytmisiert durch den Sonnenschutz. Fraglich, ob bei der erhöhten Südseitenexposition so viel Glas hätte sein müssen. Naja sie werben ja auch schon mit der Klimaanlage. Da helfen dann aber auch nicht die Grünanlagen fürs grüne Image.

  • Für die - belebte Innenstadt - von Morgen

    (erklärtes Ziel) wird es aber mehr brauchen als Schickimicki-Büroräume und Franchise-Gastronomie.


    Der angepeilte „Nutzungsmix“ wird so ganz sicher nicht erzielt.
    Diese urbane Tristesse nach

    Ladenschlus / Feierabend ist doch völlig

    verschenktes Potential…


    Gerade die Bahnhofstraße muss sich neu erfinden.



    Die Neugestaltung der Fußgängerzone wirft derweil ihre Schatten voraus…

  • Ich habe mir erlaubt, da es nun eh eine reine Gedankenspielerei ist, das Gebäude umzugestalten, wie ich mir eine andere, ja fast konträre Herangehensweise vorstellen würde. Ja, die hat noch nicht alle Fenster oder Balkone, die man vielleicht gestalterisch unterbringen kann, ich habe keine Software dafür, ja, es ist vielleicht auch etwas sehr zahme Architektur, ja, da fehlt durch die Proportionen her sehr viel Nutzfläche, die beim jetzigen Glasaufbau da sind, ja, die Statik ist womöglich unterschätzt, und ja, es gibt immer wieder die Kritik, dass ein rotes Satteldach noch keine gute Architektur ausmacht.

    Es geht mir aber primär darum eine andere Perspektive aufzuzeigen. Nämlich eine Architektur, die das vorhanden Gebäude mehr aufgreift. Die das Stadtbild der Innenstadt mehr aufgreift. Dabei geht natürlich immer auch ein Wenig verloren. Hier z.B. wird der Effekt der ineinander geschobenen Ziegelfassadenscheiben geschwächt, was beim tatsächlich geplanten Entwurf unterbleibt. Mir hilft so ein gegenkonzeptioneller Entwurf aber immer klar zu werden, wo die Schwierigkeiten liegen, diese Nachteile habe ich nun ja auch schon ausgebreitet. Aber seht selbst:

    Die ursprüngliche Bildquelle stammt von der Augsburger Allgemeinen.

  • Sorry aber ich nehme den Entwurf des Architekturbüros, auch wenn man über diesen streiten kann. Vorgetäuschte, gesichtslose Giebel machen das Gebäude mit der alten Fassade nicht besser. Das ist mir zu wuchtig und erdrückt mit seiner überdimensionierten Ziegelfassade.


    Aber danke für die Mühen! :thumbup:

  • Sorry aber ich nehme den Entwurf des Architekturbüros, auch wenn man über diesen streiten kann. Vorgetäuschte, gesichtslose Giebel machen das Gebäude mit der alten Fassade nicht besser. Das ist mir zu wuchtig und erdrückt mit seiner überdimensionierten Ziegelfassade.


    Aber danke für die Mühen! :thumbup:

    Ich wollte keineswegs in Konkurrenz zu den Profis gehen, insofern ist eine kritische Haltung zu meinem Ansatz förderlich und sogar erwünscht. So kann man sich erst vergewissern, wie denn ein tragfähiges Gestaltungskonzept zum Stadtbild in der Fußgängerzone auszusehen hat. Und es wäre ja auch schade, wenn der Glasbau nicht auch seine Freunde hätte.


    P.S. Was mir jedesmal in Erinnerung bleibt sind Besucher von Ulm. die über die Bahnhofstraße harte Urteile sprechen. Das ist also für viele, die sich noch nicht gewöhnt haben an den Zustand scheinbar noch ein verbesserungswürdiger Teil, um es vorsichtig zu sagen. Es gibt dort ja auch heute schon ,,gesichtslose" Fassaden, was ich mit fensterlos deute, in der Bahnhofstraße, aber auch in der Hirschstraße gibt es ungewohnte Gliederungen. Aber ich hielt bisher immer andere Probleme für ausschlaggebender, z.B. Stil-Wirr-Warr, samt Fassadenelemten, wie Fahnen, Erker und Sonnenschutz, Farbwahl, und auch die Baukörper. Aber wie sich zeigt, braucht es noch mehr, um hier mehr Qualität zu schaffen, wobei ich das für diesen Glasbau leider für ziemlich aussichtslos halte.

  • Die ursprüngliche Bildquelle stammt von der Augsburger Allgemeinen.

    Interessante Einblicke, gerne mehr davon!



    Sehe aber das ganz locker was mir gefällt / missfällt.

    Die meisten Gebäude dienen ja eh als „temporäre Platzhalter“…



    Finde die Stadt macht da aber schon vieles richtig.

    Attestiere ihr einen guten Geschmack und auf Höhe der Zeit zu sein…