Fassadenumbau und Aufstockung Peek & Cloppenburg | Bahnhofstraße

  • Modehaus startet Umbau noch im Juli [SWP+]

    Zitat

    Peek & Cloppenburg stockt sein Gebäude in der Fußgängerzone Bahnhofstraße auf. Es ändert sich aber noch weit mehr.

    Das Vorhaben bzw. die neue Büroflächen haben auch einen eigenen Namen und eine eigene Homepage: Urban Eight. Im Artikel und auf der Homepage sieht man auch die finale Visualisierung der Außenansicht, auf der Homepage zusätzlich die zukünftigen Grundrisse im aufzustockenden Teil. Geplant sind acht Büros, gruppiert um einen kleinen Dachgarten, der sich nach Norden hin öffnet. Fertigstellungsziel ist Q4 2023.


    (Bildrechte: Horn Grundbesitz; Quelle: Urban Eight)


    Nach meinem Dafürhalten ist das jetzt eine richtig runde Sache. Im Gegensatz zu den Erst- und Zwischenentwürfen bleibt die eigenwillige, aber auch charakteristische Formsprache der aktuellen Fassade erhalten, wird aber deutlich aufgefrischt. Sehr positiv finde ich vor allem die Ecke zur Mühlengasse, die komplett geöffnet wird. Laut dem neuesten Artikel behält P&C übrigens die Verkaufsfläche vollumfänglich bei.

  • Ich bin ein großer Freund davon, dass es hier nun eine angemesse Höhe des Gebäudes geben wird. Für die Stadtgesellschaft hat aber leider der Entwurf so gut wie nichts übrig. Die sehr wichtige Fußgängerzonenfront wird, wie Finn schon positiv hervorhob, nur im oberen Altbestand verbessert. Das oben drauf dann ist leider ein einfallsloser 3 stöckiger Staffelglaskasten. Etwas rhytmisiert durch den Sonnenschutz. Fraglich, ob bei der erhöhten Südseitenexposition so viel Glas hätte sein müssen. Naja sie werben ja auch schon mit der Klimaanlage. Da helfen dann aber auch nicht die Grünanlagen fürs grüne Image.

  • Für die - belebte Innenstadt - von Morgen

    (erklärtes Ziel) wird es aber mehr brauchen als Schickimicki-Büroräume und Franchise-Gastronomie.


    Der angepeilte „Nutzungsmix“ wird so ganz sicher nicht erzielt.
    Diese urbane Tristesse nach

    Ladenschlus / Feierabend ist doch völlig

    verschenktes Potential…


    Gerade die Bahnhofstraße muss sich neu erfinden.



    Die Neugestaltung der Fußgängerzone wirft derweil ihre Schatten voraus…

  • Ich habe mir erlaubt, da es nun eh eine reine Gedankenspielerei ist, das Gebäude umzugestalten, wie ich mir eine andere, ja fast konträre Herangehensweise vorstellen würde. Ja, die hat noch nicht alle Fenster oder Balkone, die man vielleicht gestalterisch unterbringen kann, ich habe keine Software dafür, ja, es ist vielleicht auch etwas sehr zahme Architektur, ja, da fehlt durch die Proportionen her sehr viel Nutzfläche, die beim jetzigen Glasaufbau da sind, ja, die Statik ist womöglich unterschätzt, und ja, es gibt immer wieder die Kritik, dass ein rotes Satteldach noch keine gute Architektur ausmacht.

    Es geht mir aber primär darum eine andere Perspektive aufzuzeigen. Nämlich eine Architektur, die das vorhanden Gebäude mehr aufgreift. Die das Stadtbild der Innenstadt mehr aufgreift. Dabei geht natürlich immer auch ein Wenig verloren. Hier z.B. wird der Effekt der ineinander geschobenen Ziegelfassadenscheiben geschwächt, was beim tatsächlich geplanten Entwurf unterbleibt. Mir hilft so ein gegenkonzeptioneller Entwurf aber immer klar zu werden, wo die Schwierigkeiten liegen, diese Nachteile habe ich nun ja auch schon ausgebreitet. Aber seht selbst:

    Die ursprüngliche Bildquelle stammt von der Augsburger Allgemeinen.

  • Sorry aber ich nehme den Entwurf des Architekturbüros, auch wenn man über diesen streiten kann. Vorgetäuschte, gesichtslose Giebel machen das Gebäude mit der alten Fassade nicht besser. Das ist mir zu wuchtig und erdrückt mit seiner überdimensionierten Ziegelfassade.


    Aber danke für die Mühen! :thumbup:

  • Sorry aber ich nehme den Entwurf des Architekturbüros, auch wenn man über diesen streiten kann. Vorgetäuschte, gesichtslose Giebel machen das Gebäude mit der alten Fassade nicht besser. Das ist mir zu wuchtig und erdrückt mit seiner überdimensionierten Ziegelfassade.


    Aber danke für die Mühen! :thumbup:

    Ich wollte keineswegs in Konkurrenz zu den Profis gehen, insofern ist eine kritische Haltung zu meinem Ansatz förderlich und sogar erwünscht. So kann man sich erst vergewissern, wie denn ein tragfähiges Gestaltungskonzept zum Stadtbild in der Fußgängerzone auszusehen hat. Und es wäre ja auch schade, wenn der Glasbau nicht auch seine Freunde hätte.


    P.S. Was mir jedesmal in Erinnerung bleibt sind Besucher von Ulm. die über die Bahnhofstraße harte Urteile sprechen. Das ist also für viele, die sich noch nicht gewöhnt haben an den Zustand scheinbar noch ein verbesserungswürdiger Teil, um es vorsichtig zu sagen. Es gibt dort ja auch heute schon ,,gesichtslose" Fassaden, was ich mit fensterlos deute, in der Bahnhofstraße, aber auch in der Hirschstraße gibt es ungewohnte Gliederungen. Aber ich hielt bisher immer andere Probleme für ausschlaggebender, z.B. Stil-Wirr-Warr, samt Fassadenelemten, wie Fahnen, Erker und Sonnenschutz, Farbwahl, und auch die Baukörper. Aber wie sich zeigt, braucht es noch mehr, um hier mehr Qualität zu schaffen, wobei ich das für diesen Glasbau leider für ziemlich aussichtslos halte.

  • Die ursprüngliche Bildquelle stammt von der Augsburger Allgemeinen.

    Interessante Einblicke, gerne mehr davon!



    Sehe aber das ganz locker was mir gefällt / missfällt.

    Die meisten Gebäude dienen ja eh als „temporäre Platzhalter“…



    Finde die Stadt macht da aber schon vieles richtig.

    Attestiere ihr einen guten Geschmack und auf Höhe der Zeit zu sein…

  • Auf diesem Bild sieht man gut, wie verlebt der Bodenbelag in diesem Abschnitt ist... und man sieht auch das Potential für abwechslungsreiche Nutzungen in der Mitte der Hirschstraße. Da wurde ja im Innenstadtdialog ganz viel vorgeschlagen, womit ich mich auch anfreunden könnte - kleine Baumgruppen, Sitzgelegenheiten, ein Brunnen oder andere Wasserelemente... muss kein durchgehendes Band sein, die Durchlässigkeit und die Aufstellflächen für die Brandbekämpfung müssen gewährleistet sein. Aber Potential ist da, wie gesagt.

  • In einigen Abschnitten, etwa beim Eingang, finde ich diesen Gegenentwurf ganz spannend. Gleichzeitig ist das architektonische Zitat an dieser Stelle auch etwas fehlplatziert, würde ich sagen - ein solches Gebäude würde ja die Formsprache von keinem Gebäude in dieser Gegend aufgreifen, sondern sich quer dazu legen.
    Gerade der vollflächige Spitzgiebel ist natürlich ziemlich brutal...


    Witzigerweise macht mir das aber irgendwie noch mehr Lust auf das Kinder- und Jugendtheater. In der Fußgängerzone brauche ich mehr Durchlässigkeit und Leichtigkeit, das darf nicht oppressiv wirken, aber an der Neutorstraße kann das eine echte skulpturale Wirkung entfalten - so ein richtiger Monolith.

  • ein solches Gebäude würde ja die Formsprache von keinem Gebäude in dieser Gegend aufgreifen, sondern sich quer dazu legen.

    Ich habe ehrlich gesagt es nicht leicht eine Formensprache in der Fußgängerzone auszumachen. Was ich persönlich gerade auch für ein Problem halte zusammen mit fehlender Detailliebe. Ich muss dazu sagen - und da hilft der Blick mit etwas Abstand, den ich durch Dein späteres Herausgreifen des Entwurfs erhalte-, dass mir der Entwurf selbst nach der Zeit nicht mehr lösungsorientiert erscheint. Meine Kritikpunkte, der fehlenden zusammenpassenden Formen und Reizarmut löst er nicht.

    Jedoch verstehe ich meine Idee als eine aufgezeigte Möglichkeit eine ausgeprägte Dachlandschaft auch im Bereich der Fußgängerzone wieder zu etablieren.

  • In einigen Abschnitten, etwa beim Eingang, finde ich diesen Gegenentwurf ganz spannend. Gleichzeitig ist das architektonische Zitat an dieser Stelle auch etwas fehlplatziert, würde ich sagen - ein solches Gebäude würde ja die Formsprache von keinem Gebäude in dieser Gegend aufgreifen, sondern sich quer dazu legen.
    Gerade der vollflächige Spitzgiebel ist natürlich ziemlich brutal...


    Witzigerweise macht mir das aber irgendwie noch mehr Lust auf das Kinder- und Jugendtheater. In der Fußgängerzone brauche ich mehr Durchlässigkeit und Leichtigkeit, das darf nicht oppressiv wirken, aber an der Neutorstraße kann das eine echte skulpturale Wirkung entfalten - so ein richtiger Monolith.

    Wenn man mit der Neugestaltung der Fußgängerzone / das Sanierungsgebiet einen Spagat zwischen urbanes Ulm / „ulmisches Ulm“ versucht…

    Dann würde die Bahnhofstraße noch zum zum „Team-Urban“ gehören. Ich kann damit schon noch „irgendwie“ leben. Besonders wenn man die Sedelhöfe, zukünftiger Citybahnhof, Friedrich-Ebert-Straße, Olgastraße / Neutorstraße ins Team-Urban wählt….


    Vielleicht wird der Dudler-Bau (Kinder- und Jugendtheater) ja auch zum benachbarten „Müller-Bau“ Einfluss üben… 🙂